Upcycling: DIY-Hülle für PocketMod

Notizbücher und Kalender sind bei mir so eine Sache: Ich finde einfach nie das perfekte Exemplar, das meinen Vorstellungen entspricht. Kalender sollten übersichtlich sein, einerseits genug Platz für Einträge lassen, andererseits aber nicht zu viel weißen Raum übrig lassen. Notizbücher sollten ebenfalls nicht zu groß sein aber doch groß genug, damit man ihn ihnen schreiben kann. Apps für das Smartphone können weder Kalender noch Notizbuch für mich ersetzen. Ich mag es, auf Papier zu schreiben. Und ich bewundere Menschen, die ein Art Journal führen oder auch nur ein hübsch gestaltetes Notizbuch, am besten ein Moleskine, das sie mit ganz viel buntem Masking-Tape verschönern und in dem sie alle ihre intelligenten Gedankenblitze schön sortiert notieren … Der Realität ins Auge geblickt sieht die Lage bei mir ganz anders aus. Momentan schleppe ich einen sündhaft teuren, sehnlichst erwünschten Din-A-5 Taschenbegleiter von Roterfaden mit mir rum. Leider hat sich mein Bedürfnis, immer und überall Notizen zu machen, als ziemlich zurückgeblieben herausgestellt. Den eingelegten Kalender nutze ich zwar, aber er ist trotzdem zu groß. Insgesamt nimmt diese Timer-Lösung viel zu viel Platz in meiner Lieblings-Handtasche in Anspruch. Ärgerlich, das alles.

Also teste ich jetzt ein neues papierenes Organisationssystem, das klein, einfach, flexibel und günstig ist: Den PocketMod. Die simple Idee: Ein Din-A-4 Blatt wird so bedruckt und gefaltet, dass ein kleines Buch entsteht. Praktisch daran ist, dass man auch bereits auf einer Seite bedrucktes Papier verwenden kann. Das rohe Heftchen passt ins Portemonnaie, in die Hosentasche (auf Partys in den BH?). Aber das bedeutet Knickgefahr. Abhilfe bietet ein selbst gebastelter Umschlag. Wie das geht, möchte ich euch hier zeigen.

Ihr braucht:
PocketMod8fertig– Stabile Pappe oder Plastik (muss sich aber knicken lassen)
– Paketband
– Schere
– Lineal
– Stift
– Papier für die PocketMod-Einlagen

Zunächst gestaltet ihr eure PocketMod-Einlagen. Das könnt ihr online machen oder euch das Programm runterladen. Der Vorteil beim Offline-Gestalten liegt darin, dass ihr auch Termine beispielsweise aus dem Google-Kalender direkt importieren könnt. Zudem gibt es noch die Möglichkeit, PDFs zu konvertieren und als PocketMod zu drucken. Dann wird geknickt und geschnippelt, und zwar so:

 

 

Druckt so viele Einlagen, wie ihr möchtet. Ich habe mich für eine Kalender-Einlage, eine To-Do-Einlage und eine einfache mit Linien entschieden.

PocketMod4Einlagen

Als nächstes braucht ihr die Pappe oder die Plastikfolie, die ihr für euren Umschlag ausgewählt habt. Hier lässt sich eigentlich alles verwenden, was bei euch zuhause so rumliegt: Cornflakes-Schachteln, verknickte Bewerbungsmappen, alte Schnellhefter, Postkarten, Fotos und und und. Mir ist für dieses Projekt der Karton eines PC-Spiels in die Hände gefallen (Warum verpackt man eigentlich eine CD in solch eine riesige Kiste?).

PocketMod1Huelle

Nun müsst ihr die Größe herausfinden. Messt dazu die gefalteten Einlagen aus, gebt ein paar Millimeter dazu und zeichnet euch eine Schablone. Kleiner Tipp: Ein PocketMod ohne Rand passt perfekt auf ein Foto in Standardgröße (einfach mal ausprobieren). Dann zeichnet die Schnittkanten auf.

PocketMod2Zuschneiden

Nächster Schritt: Knickt das Rechteck in der Mitte. Um die Einlagen am Umschlag zu befestigen habe ich Paketband benutzt. Ihr könnt aber jede beliebige Schnur oder auch ein Gummi nehmen. Damit das Band nicht verrutscht, schneidet ihr den Mittelknick an jeder Seite ein kleines Stückchen ein:

PocketMod3Knickeinschneiden

Wickelt die Schnur einmal um den Umschlag und zieht sie gut in den Einschnitten fest:

PocketMod5Knoten

Jetzt könnt ihr bereits den ersten PocketMod einlegen und ihn mit der Schnur befestigen. Schlingt für jede weitere Einlage die Schnur einfach ein weiteres Mal um den Umschlag.

PocketMod6Binden

Ein paar Sicherheitsschlingen zum Schluss ermöglichen es euch, bei Bedarf noch weitere PocketMods einzulegen. Zu guter Letzt verknotet ihr die beiden losen Enden der Schnur am Rücken des Umschlags.

PocketMod7Verknoten

Mit der restlichen Schnur lässt sich das Büchlein verschließen.

PocketMod8fertig2

Fertig!

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10 Kommentare

  1. Die Idee von PocketMod ist ja klasse. Kannte ich noch nicht! Tue mich mit den herkömmlichen Kalendern/Organizern/Notizbüchern auch immer etwas schwer. Habe zwar derzeit, was ganz Gutes. Aber vielleicht steige ich zum Ende des Jahres um;-).

    Viele Grüße,
    Anja

  2. Miss Coolblue

    Ja die Kalenderfrage habe ich mir auch oft gestellt. Paperblanks und Leuchtturm funktionieren bei mir ganz gut, weil ich aber was neues testen wollte, habe ich mir einen Pocket Filofax besorgt. Den kann man ja auch ziemlich gut ergänzen und spezielle Listen etc ausdrucken.

    LG
    Mareike

    • PiaMester

      Hey Mareike,
      Hab den Filofax direkt mal gegooglet. Das ist natürlich auch eine schicke und praktische Lösung. Allerdings finde ich bei solchen Timer-Systemen die Einlagen immer so furchtbar teuer. Und je teurer sie sind, desto weniger traue ich mich, darauf zu schreiben…. Am Ende muss man aber glaub ich einfach das finden, womit man sich persönlich am wohlsten fühlt.

      LG
      Pia

  3. Sehr schöne Idee ! Du hast es auch sehr gut erklärt ,sodass ich mit meinen zwei linken Händen jetzt ein selbst gebastelten Kalender mein eigen nennen kann ! Danke! 🙂

  4. Pingback: Quick&Dirty-DIY-Projekt: Jahresplaner, Kalender und Notizbuch in einem | MalMini Blog

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