K1024_Bestof (99)rundHallo, ich bin Pia. Schön, dass du hier bist!

 

Vor zwei Jahren öffnete ich Tür meines Kleiderschrankes und wurde begraben unter einem Berg Pullover. Beim Einräumen fiel mir auf: 2/3 davon ziehe ich gar nicht mehr an. Ich ging weiter zum meinem Bücherregal, auf das ich bis dahin immer stolz gewesen war: Auch davon brauchte ich die meisten nicht. Dabei war das alles mal teuer, ich musste lange arbeiten, um mir das kaufen zu können.

Diese Erkenntnis brannte sich irgendwie in mein Bewusstsein ein. Und das schlechte Gewissen, denn ich wusste ja, dass diese Dinge umsonst hergestellt wurden, wenn ich sie nicht benutzte. Damals hatte ich noch keine Bezeichnung für diesen Lebensstil. Doch dann stieß ich im Internet auf Blogs von Minimalisten. Und ich wusste:

 

Minimalismus, das ist es!

 

Nach meinem Studium und dem anschließenden Volontariat bei einer Tageszeitung habe ich mich Anfang 2012 als freie Journalistin selbstständig gemacht. Objektiv gesehen eine blöde Entscheidung, denn die Branche geht gerade den Bach runter und die freien Journalisten werden kaum besser bezahlt als die netten Damen, die im Einkaufszentrum die Toiletten sauber halten. Doch eine Festanstellung kam für mich nicht infrage, dafür war mir meine Unabhängigkeit zu wichtig.

Tja, viel Freiheit, aber auch kaum finanzielle Sicherheit (im konservativen Sinn), dafür umso mehr Erfolgsdruck und Angst vor der Zukunft, so sah mein Leben damals aus. Doch dann erinnerte ich mich an die Sache mit dem Kleiderschrank, und da fiel der Groschen: Wer wenig ausgibt, muss sich nicht so viele Sorgen um hohe Einnahmen machen. Ziemlich logisch. Die eigene, begrenzte Lebenszeit für Konsumartikel einzutauschen, die man eigentlich nicht braucht und die noch dazu unter unwürdigen Bedingungen hergestellt werden, fand ich ja schon immer ziemlich dämlich. Und weil ich mir wünsche, dass das auch andere Menschen einsehen und sich ein wirklich gutes Leben mit weniger Ballast und Stress schaffen, habe ich diesen Blog gestartet.

Seitdem vereinfache ich  mein Leben und habe gemerkt, dass ich immer entspannter und sorgloser werde. Auch mit meiner Selbstständigkeit klappt es mittlerweile ganz gut. Minimalismus, also wenig zu besitzen und vor allem zu wollen, wirkt sich auch auf andere Weise positiv aus: Man muss weniger aufräumen, weniger putzen, weniger Dinge instand halten, weniger entsorgen, man hat weniger zu verlieren. Was man gewinnt, ist Zeit. Und die ist schließlich das einzige Gut, von dem wir niemals mehr haben können.

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