Serie E-Books schreiben, Teil 4: Das Cover

Julien Christ/Pixelio

Das Cover ist das erste, was eure hoffentlich zukünftigen Leser von eurem Buch sehen werden. Deshalb ist es auch verdammt wichtig. Es gibt drei Wege, ein Cover für ein E-Book zu gestalten: Ihr gebt eines bei einem Grafiker in Auftrag, ihr benutzt den kostenlosen Covercreator von KDP oder ihr macht es selber. Und ums Selbermachen geht es heute.

Ihr habt keine Lust oder keine Ahnung, wie ihr euer Cover selber gestalten sollt? Dann wendet euch am besten an einen Profi. Günstig geht das bei Fiverr, dort bieten Grafiker ab 5 Dollar ihre Dienste an. Habe ich noch nicht ausprobiert, ich glaube aber nicht, dass man für 5 Dollar ein individuelles Design bekommt. Wenn es euch nicht gefällt, habt ihr allerdings nicht viel Geld ausgegeben.

Ein E-Book-Cover von einem Grafiker kostet natürlich mehr. Wie viel, kann ich nicht sagen. Lasst euch Arbeitsproben geben und fragt bei mehreren Grafikern an. Einige bieten auch vorgefertigte Cover an, auf die dann nur noch der Titel eures Buches eingefügt wird.

KDP bietet einen eigenen Cover-Creator an, den ich aber auch noch nie ausprobiert habe.

Kriterien für ein gutes E-Book-Cover

Auch, wenn ihr die Covergestaltung in fremde Hände abgebt, solltet ihr eine Vorstellung davon haben, wie das Ergebnis aussehen soll. Das Cover sollte folgende Kriterien erfüllen:

  1. Es muss klein gut aussehen.
  2. Es muss auf den ersten Blick das Genre des Buches erkennen lassen.
  3. Es muss etwas über den Inhalt verraten.
  4. Es muss gut aussehen.

Zu Punkt 1: Im Shop wird euer Buchcover nur so groß sein wie eine Briefmarke. Wenn der Leser den Titel nicht lesen oder das Motiv nicht erkennen kann, dann ist die Gefahr groß, dass er weitersucht und euer Buch nicht kauft. Deshalb sollten Schrift und Bild sehr groß sein. Schaut euch das Cover vor der Veröffentlichung auf jeden Fall noch einmal in klein an, damit ihr seht, ob alles zu erkennen ist.

Zu Punkt 2: Jedes Genre hat seine spezifischen Gestaltungsregeln. Das ist besonders bei E-Books wichtig, da hier Genreliteratur überwiegt. Die Leser kennen diese Regeln und suchen genau danach ihre Bücher aus. Also studiert die Regeln eures Genres, indem ihr euch viele Buchtitel anschaut und Gemeinsamkeiten findet. Ihr schreibt Chick-Lit? Dann solltet ihr Pastellfarben und geschwungene Schriftarten benutzen. In eurem Buch treibt ein brutaler Massenmörder sein Unwesen? Blutstropfen auf schwarz-grauem Untergrund, und ihr seid auf dem richtigen Weg.

Zu Punkt 3: Das Motiv eures Buches und auch der Titel sollten etwas über den Inhalt verraten, aber nicht den ganzen Inhalt verraten. Verstanden? Was ich sagen will: Der Leser muss eine Ahnung von dem bekommen, was in der Geschichte passiert bzw. in dem Buch erklärt wird (bei Sachbüchern). Aber er darf nicht schon alles erfahren. Das Cover soll den Leser neugierig machen. Nennt ihr euren Thriller „Mein mörderischer Chef“, dann sollte der Detektiv nicht erst am Ende erfahren, dass sein Chef der Böse ist. Es steht ja schon in der Überschrift.

Zu Punkt 4: Ein Cover muss gut aussehen. Logisch, oder?

Woraus besteht ein Cover?

Aus einem Bild, dem Titel und dem Namen des Autors. Untertitel und Verlagsangaben können, müssen aber nicht. Noch knapper ausgedrückt: Ein Cover besteht aus Bild und Text. Gute Bilder bekommt ihr bei Stockfoto-Anbietern wie Fotolia. Oder direkt bei Fotografen. Achtet darauf, dass ihr das Bild auch wirklich verwenden dürft. Ob das der Fall ist, lest ihr in den Creative-Commons-Angaben.

Das Bild sollte ein Gefühl rüberbringen. Bei meinem Buch „100 Tipps, die das Leben einfacher machen“ habe ich nach einem Bild gesucht, dass eine fröhlichen, entspannten Menschen zeigt.

Je mehr das Bild euren Vorstellungen entspricht, desto weniger müsst ihr später daran ändern. Am einfachsten ist es also, wenn ihr ein hochformatiges Bild mit Platz für Schrift findet. Das müsst ihr nur noch mit eurem Titel und eurem Namen versehen. Je mehr Motive ihr freistellen und bearbeiten müsst, desto schwieriger wird eure Covergestaltung, sofern ihr keine Profis seid. Überlegt euch also vorher, ob eure Vorstellungen vom Cover und eurer Layout-Wissen zusammenpassen.

Welche Programme gibt es?

Photoshop ist das gängigste Bildbearbeitungsprogramm. Es ist aber auch sauteuer. Ich arbeite deshalb lieber mit Freeware wie Gimp oder Ipiccy. Gimp müsst ihr herunterladen, es funktioniert ähnlich wie Photoshop. Ipiccy läuft im Browser. Ich persönlich finde Ipiccy einfacher, es ist allerdings in seinen Funktionen beschränkt.

Wie gestalte ich mein Cover?

  1. Ladet euer Foto herunter (Größe L reicht).
  2. Startet eurer Bearbeitungsprogramm. Bei Gimp legt ihr eine neue Ebene an, bei Ipiccy klickt ihr auf „New Image“. Das empfohlene Seitenverhältnis bei KDP liegt bei 10:16 (B:H). Ich gebe einfach immer 1000 px x 1600 px ein.
  3. Bearbeitet euer Foto. Wenn das nicht nötig ist, dann legt es als neue Ebene an.
  4. Sucht euch eine Schrift und eine Farbe für den Titel aus und legt eine neue Ebene für den Titel an. (Manche Menschen behaupten, außergewöhnliche Schriften seien abschreckend. Ich finde erlaubt ist, was gefällt.)
  5. Sucht euch eine (andere) Schrift und Farbe für den Autorennamen und legt eine neue Ebene an. (Lieber jedes Element als neue Ebene anlegen, das macht es später einfacher, alles zu arrangieren)
  6. Schiebt alles so zurecht, dass es harmonisch aussieht. Ihr habt schon ein paar Bücher geschrieben? Dann sollte der Autorenname größer sein als der Titel. Wenn nicht, sollte der Titel im Vordergrund stehen.
  7. Speichert eurer Bild. Bei Gimp als Gimp Image (kann man später nochmal bearbeiten) und als JPEG, bei Ipiccy geht nur JPEG.
  8. Fertig.

Wenn ihr euch noch unsicher seid, wie ihr euer Cover gestalten sollt, dann lasst euch ruhig ein bisschen inspirieren. Baut als Fingerübung fremde Cover nach, behaltet, was euch gefällt und ersetzt die anderen Elemente. Natürlich solltet ihr nichts kopieren. Inspirieren ja, kopieren nein.

Experimentiert! Farben, Schriftarten, Ausrichtungen – woher wollt ihr wissen, was euch gefällt, wenn ihr es noch nie ausprobiert habt?

Testet! Erstellt ein paar verschiedene Cover und gebt sie euren Testlesern. Welches gefällt ihnen am besten? Was könnt ihr noch verbessern?

Habt Spaß! Mir gefällt dieser Teil der E-Book-Erstellung am meisten. Deshalb habe ich auch alle meine Cover selber gemacht. Weil ich einfach Spaß daran habe und meine Vorstellungen am besten umsetzen kann.

Habe ich etwas vergessen? Habt ihr noch Fragen zum Cover? Wenn ja, rein damit in die Kommentare!

Serie E-Books schreiben:
Teil 1
Teil 2
Teil 3

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6 Kommentare

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