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Entrümpeln mit dem Pareto-Prinzip und der Pomodoro-Technik

Du scheust dich vor dem Entrümpeln, weil sich das für dich nach einem Haufen Arbeit anhört? Dann sind das Pareto-Prinzip und die Pomodoro-Technik das Richtige für dich.

Ich bin ja ein bekennender 80/20-Typ. Das sogenannte „Pareto-Prinzip“ besagt, dass wir 80 Prozent einer Sache in 20 Prozent der dafür vorgegebenen Zeit schaffen und für die restlichen 20 Prozent umgekehrt 80 Prozent der Zeit brauchen. Was bedeutet: Den größten Batzen bewältigen wir mit unserer anfänglichen Motivation, der Rest ist zäh wie ein Hubba Bubba nach zwei Stunden kauen. Dieses Prinzip lässt sich auf so viele Bereiche anwenden, dass ich es mir immer wieder vor Augen halte. Zum Beispiel tragen wir angeblich in 80 Prozent unserer Zeit nur 20 Prozent unserer Klamotten. Wenn ich so an mir herunterschaue kann ich da nur zustimmen. Hast du schon mal überlegt, welche Kleidungsstücke das bei dir sind?

Das Pareto-Prinzip ist in allen Bereichen praktisch, in denen es nicht auf Perfektion ankommt. Wenn mich ein Chirurg am Herzen operiert und mich schon nach einer Stunde wieder zumacht, weil er meint, den gröbsten Schaden beseitigt zu haben, fände ich das sicherlich nicht so toll. Aber mal ehrlich: Wo geht es im Alltag von Otto Normalbürger schon um Leben und Tod? Eben.

Beim Entrümpeln ist das Pareto-Prinzip Gold wert. Ich erkläre dir jetzt, wie das geht, und dann willst du bestimmt sofort loslegen.

Du brauchst eine Stoppuhr, einen Müllbeutel, einen Karton oder Wäschekorb und einen feuchten Lappen.

Tief durchatmen! Es geht los!

  • Such dir einen Bereich aus, den du entrümpeln willst. Es sollte nicht gleich ein ganzer Raum sein. Fang mit einer Schublade, einem kleinen Schrank oder einem Regalbrett an.
  • Stell die Stoppuhr oder Küchenuhr auf 10 Minuten. Das ist abgeleitet von der Pomodoro-Technik, bei der du dich 25 Minuten lang voll konzentrierst und dann fünf Minuten Pause machst. Limits motivieren, weil du quasi gegen die Zeit kämpfst.
  • Räume jetzt alle Gegenstände aus deinem gewählten Bereich auf den Boden.
  • Wisch das Brett oder die Schublade feucht aus.
  • Jetzt nimmst du jeden Gegenstand in die Hand und fragst dich: Möchte ich diesen Gegenstand behalten? Höre auf dein Bauchgefühl: Ist dein erster Impuls ein freudiges „Ja!“, dann leg ihn wieder zurück. Denke über keinen Gegenstand länger als 10 Sekunden nach. Wenn du erstmal ins Grübeln kommst, was du damit noch machen könntest oder welche Erinnerungen du mit dem Aschenbecher aus Mallorca verbindest, dann hast du schon verloren. Es geht hier einzig und allein darum, ob dir dieser Gegenstand jetzt und in Zukunft noch nützt und dir Freude bereitet.
  • Was du nicht behalten willst, wirfst du entweder in den Müllbeutel, sofern es beschädigt ist, oder du legst es in die Spendenkiste.
  • Klingelt die Uhr, bevor du fertig bist, hast du die Wahl: Entweder du legst alles zur Seite und machst an einem anderen Tag weiter, oder du nutzt deine Motivation und beendest die Aktion. Wichtig ist: Es geht nicht um Perfektion. Das Regalbrett ist dir noch nicht leer genug? Egal. Was zählt ist, dass du überhaupt angefangen hast.
  • Bist du mit allen Gegenständen durch, dann bring die Mülltüte sofort zur Tonne. Schau nicht noch einmal rein. Verschließe den Karton oder decke den Wäschekorb mit einem Tuch ab und stell ihn in den Kofferraum deines Autos oder neben die Eingangstür. Bring ihn so schnell wie möglich in eine Einrichtung, die alles annimmt, wie etwa ein Sozialkaufhaus (Alternativen findest du hier). Mach dir nicht die Mühe, etwas zu verkaufen, das lohnt sich meistens nicht. Es sind nur tote Gegenstände. Gib sie zurück in den Kreislauf und schaue nicht hinterher.

Fertig? Und, wie ist das Gefühl? Toll, oder? So eine 10-Minuten-Entrümpelungsaktion kann süchtig machen.

Wie gehst du beim Entrümpeln vor? Nimmst du dir dafür einen ganzen Tag frei oder bevorzugst du so wie ich kleine Aktionen zwischendurch?

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8 Kommentare

  1. Hallo Pia,

    Deine ganz konkrete Anleitung ist wirklich sehr hilfreich! Ich habe mich bisher immer an der Hemingway-Methode orientiert: Gradually, then suddenly.

    Gradually, then suddenly – so kann man nicht nur pleite gehen, wie Hemingway es seinen Charakter in The Sun Also Rises berichten lässt, sondern auch hervorragend reduzieren. Ganz einfach in 2 Phasen:

    Phase 1: Gradually

    Du gehst immer mal, dann immer regelmäßiger durch Deine Wohnung, den Schrank, die Garage… durch und fragst Dich bei allem was Du siehst: Brauche ich das wirklich noch? Könnte ich es vielleicht verkaufen, spenden, verschenken oder schlicht recyclen? Wenn die Antwort Nein ist, o.k.

    Bis zum nächsten Durchgang.

    Gradually lockern sich unsere Bindungen an viele Gegenstände. Bereits die wiederholte In-Frage-Stellung des Besitzes lockert unser Festklammern daran. Irgendwann können wir uns völlig ohne Reue von Dingen trennen, die uns noch vor nicht allzu langer Zeit unerlässlich erschienen sind.

    Phase 2: Suddenly

    Nach einer gewissen Zeit lichten sich Schubladen und Schränke, Keller und Garagen. Jetzt schlägst Du zu!

    Räume einen ganzen Schrank, eine ganze Kommode oder ein ganzes Kellerregal leer. Bring das Möbel nach draußen.

    Nun packst Du den Inhalt in die verbleibenden Stauräume. Ja, die sind jetzt plötzlich viel vollgestopfter. Egal, Du packst den ganzen Inhalt des rausgetragenen Schranks woanders hin. Wichtig ist nur, dass alles wieder weggeräumt wird. Dabei wirst Du sicher noch einige Gegenstände aussortieren, aber das ist nicht der Hauptzweck dieser Phase. Wenn Du fertig bist, entsorge den leer gewordenen Schrank und gönn‘ Dir eine Pause.
    Suddenly there is so much space!

    Beste Grüße, Sandra

    • Pia

      Hallo Sandra,

      Oh, das klingt auch nach einer guten Methode. Stimmt, das habe ich auch erlebt, dass man einige Dinge erst mehrmals in die Hand nehmen muss, bevor man sich endgültig von ihnen trennen kann.

      LG
      Pia

  2. Hallo Pia und Sandra,
    dann komme ich meistens in so einen Flow und mache von selbst noch länger weiter. Mir ist nur wichtig, alles gleich loszuwerden. Bei mir muss alles schnell gehen. Im Flur stelle ich extra alles so hin, dass ich nicht mehr durchkomme. Dann bringe ich die Sachen auch weg.

    Danke für gestern, Pia. Hier war so viel los. Ich konnte mich nicht mehr melden.

    Liebe Grüße – Tanja

    • Pia

      Hallo Tanja,

      Sich selbst eine Stolperfalle stellen find ich genial 🙂

      Gerne geschehen. Hauptsache, meine Mail ist angekommen.

      LG
      Pia

  3. christine

    Die zehn-Minuten-Methode bevorzuge ich für mein Schreibtischchaos.
    Ansonsten geschieht das Entrümpeln in der Wohnung nebenbei, mal geplant, mal spontan, mal mit großem Aufwand, mal nur eine Ecke. Ab und zu fliegt ein Müllsack in die Tonne, während viele gute Dinge in einem Korb zum Sozialkaufhaus auf den Abtransport warten.

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