Die 3 wichtigsten Fähigkeiten für ein einfaches Leben

Die 3 wichtigsten Fähigkeiten für ein einfaches Leben

Wenn du dein Leben von Grund auf vereinfachen willst, dann bringt es wenig, mit den Kleinigkeiten anzufangen. Du kannst auf Naturkosmetik umsteigen oder mehr Bio-Produkte essen, weniger mit dem Auto fahren oder deine Schuhsammlung von 20 auf 10 verringern, doch das sind alles nur Tropfen auf den heißen Stein. Diese drei Fähigkeiten bringen dich hingegen wirklich weiter.

1. Nein sagen

Wir sagen zu oft Ja, aus Höflichkeit, um den anderen nicht zu verletzen oder aus Gewohnheit. Hinterher ärgern wir uns über die zusätzliche Aufgabe oder den unnötigen Gegenstand, der jetzt in unserer Wohnung verstaubt.

Deshalb: Sage Nein, wenn du Nein meinst. Nicht nur du profitierst davon, weil du dich nicht mehr über dich selber ärgerst und über die Aufgaben, die du dir aufgehalst hast. Auch deine Mitmenschen wissen, dass sie von dir mit einer ehrlichen Antwort rechnen können. Und dass du die Dinge, die du zusagst, mit Freude tust und nicht mit zusammengebissenen Zähnen.

Ein kleiner Tipp, wie dir das Nein leichter über die Lippen kommt: Gib nicht sofort eine Antwort, sondern bitte um Bedenkzeit. Sag zum Beispiel: Ich gebe dir Morgen Bescheid. Und entschuldige dich niemals für ein Nein. Du hast ein Recht darauf.

2. Sich konzentrieren

Das fällt den meisten Menschen heute nicht mehr so leicht. Wir werden ständig abgelenkt. Überleg mal, wie oft Menschen auf ihre Handys starren, während sie sich mit jemandem unterhalten? Es gibt so viele interessante Dinge, immer neue Informationen, dass es schwer fällt, diese alle auszublenden.

Konzentration macht dich produktiver. Du kannst eine Aufgabe nur dann wirklich gut erledigen, wenn du ihr deine volle Aufmerksamkeit schenkst. Multitasking funktioniert nicht. Ich habe es oft genug ausprobiert.

Sich konzentrieren zu können hilft dir aber auch bei deiner Lebensplanung. Du hast so viele Möglichkeiten, aber irgendwann musst du dich entscheiden. Wie schon gesagt: Alles gleichzeitig funktioniert nicht. Finde stattdessen heraus, was dir wirklich wichtig ist im Leben – und richte deine Aufmerksamkeit auf diese Punkte. Das kannst du dir vorstellen wie eine Reise: Du fährst bei dir zuhause los und möchtest nach München. Oder Berlin. Du kennst den Weg und weißt, dass du in so und so vielen Stunden da sein müsstest. Aber unterwegs siehst du ein Schild, das für einen Erlebnispark wirbt, und du machst einen kurzen Abstecher dorthin. Später, als du wieder auf der Autobahn bist, fällt dir ein, dass hinter der nächsten Ausfahrt eine der schönsten Serpentinenstraßen Deutschlands liegt. Also entscheidest du dich, die Autobahn zu verlassen und lieber durch die Pampa zu fahren. Und als du so eine Kurve nach der nächsten nimmst, kommt dir der Gedanke, dass Castrop-Rauxel um diese Jahreszeit viel schöner ist als Berlin oder München. Du drehst um und fährst zurück, aber da siehst du dieses Schild… Du verstehst, was ich meine. Ich sage nicht, dass man einer einmal gewählten Route immer treu bleiben sollte. Manchmal muss man Gelegenheiten ergreifen, wenn sie sich einem bieten. Doch du kommst nur an, wenn du ein Ziel vor Augen hast und dich darauf konzentrierst.

Vielleicht erkennst du unterwegs, dass es für dich wichtiger ist, unterwegs zu sein als anzukommen. Dann konzentriere dich darauf.

3. Loslassen

Wir fühlen uns gerne sicher. Und dazu gehört, sich mit Dingen, Glaubenssätzen und Menschen zu umgeben, die uns vertraut sind. Loslassen tut deshalb ganz schön weh. Doch es ist eine wichtige Fähigkeit. Denn oft klammern wir uns an etwas, das uns nicht gut tut. Im Buddhismus gilt die Anhaftung,also das Unvermögen Loszulassen, als eines der größten Übel für Leid.

Zum Beispiel Erwartungen. Du erwartest, dass sich gewisse Dinge so entwickeln, wie du es gerne möchtest. Vielleicht hast du immer gewusst, dass du mit 40 mal einen guten Job, einen Ehepartner, Kinder und ein Haus haben wirst. Jetzt bist du vierzig und hast nicht all das erreicht. Das stört dich gewaltig. Du fühlst dich als Versager, weil du die überholten Erwartungen an dein Leben nicht loslassen kannst. Du kannst nicht den Augenblick genießen, weil du geistig noch in der Vergangenheit feststeckst.

Genauso ist es mit Menschen: Deine Mitmenschen verhalten sich nicht immer so, wie du das gerne hättest. Aber du kannst das Bild, das du dir von eurer Beziehung gemacht hast, einfach nicht loslassen.

Ganz banal beginnt Loslassen beim Entrümpeln. Du gibst etwas weg, von dem du weißt, dass du es nicht brauchst und nicht benutzt, und schon beginnt dein Gedankenkarrussell: „Vielleicht kann ich es noch gebrauchen. Es war so teuer. Das erinnert mich an jemanden.“ Oder am schlimmsten: „Was, wenn ich es vermissen werde? Vielleicht möchte ich irgendwann meine Freunde zum Fondue einladen und bereue dann, dass ich die Sachen dafür weggegeben habe?“

Das Gute ist: Loslassen kannst du üben. Mit jedem Gegenstand, den du weggibst, jeder Verhaltensweise, die du dir abgewöhnst und jedem Glaubenssatz, den verabschiedest, wird das Loslassen leichter.

Fällt dir noch eine weiter Eigenschaft ein, die einem das Leben leichter macht? Teile sie mit uns in den Kommentaren!

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17 Kommentare

  1. Franziska

    Hallo Pia,
    das hast Du wunderbar zusammengefasst, danke für den Denkanstoss. Gerade das Neinsagen und das Loslassen fiel mir schon immer sehr schwer, da übe ich noch, aber es wird immer besser. Wichtig finde ich auch, sich selbst zu verzeihen, wenn es doch nicht so klappt, wie man sich das vorgenommen hat. Gewohnheiten und Denkmuster zu ändern ist nicht so einfach, deshalb lieber erstmal kleine Schritte. Sich nicht selbst überfordern, sondern langsam vorgehen, so dass man kleine Erfolgserlebnisse hat, die man immer weiter steigern kann. Und ganz wichtig für mich: nicht so viel darüber nachdenken, was andere dazu sagen, das hast Du ja beim Punkt Neinsagen schon angesprochen, dass man sich nicht dafür entschuldigen soll, wenn man mal etwas ablehnt. Aber auch andere Entscheidungen können einem schräge Blicke und vorwurfsvolle Kommentare von Mitmenschen einbringen. „Das willst du wegwerfen?“ oder ähnliches… Da heisst es dann stark bleiben und sich darauf besinnen warum und wofür man das macht: für sich selbst! Und egal was andere von der neuen Lebensweise halten mögen, wenn es mir gut tut ist das die Hauptsache 🙂
    Viele Grüsse,
    Franziska

    • Pia

      Hallo Franziska,

      Stimmt, nicht so viel auf das geben, was andere sagen, das ist ein wichtiger Punkt. Ich glaube, da schreibe ich nochmal extra was drüber. Danke für den Hinweis und deinen tollen Kommentar!

      LG
      Pia

  2. Mir hilft, mich vorab zu fragen: „Ist es mir meine Zeit wert“? Also: Will ich mir ein Smartphone kaufen, es einrichten, Fotos machen, Anrufe erhalten? Nein, ich will den Park genießen, keine Fotos machen und schon gar nicht unterwegs angerufen werden.
    Will ich den Tussistyle, mich schminken und Zeit damit verbringen, mir Gedanken um Trends machen? Nein, das geht auch einfacher.
    Will ich ein Buch kaufen, lesen? Wie werde ich es wieder los? Das kauft man ja alles mit.
    Liebe Grüße – Tanja

    • Pia

      Hallo Tanja,

      „Wie werde ich es wieder los?“ Darum habe ich mir früher nie Gedanken gemacht, dabei dauert das oft länger, als etwas zu kaufen.

      LG
      Pia

  3. Das ist sicher alles richtig und es sind auch gute Denkanstöße.
    Nur – jeder Mensch ist anders. Und jeder Anfang ist richtig und gut, sei es das Bio-Essen ist oder sonstwas. Man fängt halt irgendwo an und geht von da aus weiter.
    Ich denke, es ist oftmals einfacher mit etwas Handfesterem, Greifbarem zu beginnenn. Meine Erfahrung ist: Es trennt sich leichter von materiellem Ballast als von mentalem.

    Viele Grüße
    Bettina

    • Pia

      Hallo Bettina,

      Sehe ich auch so. Sich von Dingen zu trennen und anders zu denken geht meiner Meinung nach Hand in Hand. Das eine kommt, wenn man mit dem anderen beginnt.
      Was ich bei diesem ganzen Nachhaltigkeits-Bio-Ding so gefährlich finde: Man beschäftigt sich nicht mehr damit, was man hat, was man braucht und wie es einem geht, sondern lenkt das Interesse auf etwas im Außen. Plötzlich kaufe ich mir ganz viele Klamotten aus Bio-Baumwolle, aber ich schaffe es nicht, mich von ungetragenen Teilen zu trennen. Oder ich ernähre beschäftige mich mit Upcycling aber hinterfrage nicht, warum ich nichts wegwerfen kann (so ging es zum Beispiel mir).

      LG
      Pia

  4. Hallo Pia,

    gute Denkanstöße! Ich stimme Bettina zu, dass es mit materiellem Ballast einfacher ist als mit mentalem. Und ja: Jeder kleine Schritt zählt. Sonst wird man nur frustriert. Damit aber genau das nicht passiert, finde ich diese Fähigkeiten tatsächlich wichtig!

    Eine weitere, die ich noch hinzufügen würde, ist die Akzeptanz der eigenen Ohnmacht: Anstatt sich über Dinge aufzuregen, an denen man ohnehin nichts ändern kann (Wetter, …) lieber auf wichtige Dinge fokussieren.

    Lieber Gruß,
    Philipp

    • Pia

      Hallo Philipp,

      Das ist ein guter Punkt, der gehört auf jeden Fall dazu, wenn man ein einfaches und entspanntes Leben möchte.

      LG
      Pia

  5. Hey Pia,
    tolle Tipps, die du da gibst, wie immer! 🙂
    Aber ich glaube auch, dass es nicht schaden kann Veränderungen im Kleinen anzugehen. Bio-Produkte essen oder seine Schuhsammlung reduzieren kann ein guter Anfang sein und nicht selten entsteht daraus das Bedürfnis nach mehr, nach größerer Veränderung.
    LG

    • Pia

      Hallo Anja,

      Ach, das soll jeder machen, wie er es für richtig hält. Manchmal habe ich allerdings das Gefühl, dass einige Dinge nur gemacht werden, um sein schlechtes Gewissen zu beruhigen. Wie Bio-Lebensmittel zu kaufen. Wer total dahinter steht und das lebt, ok, aber wer es nur macht, um vor anderen mit eigenen guten Lebenswandel prahlen zu können, naja.

      LG
      Pia

      • Hallo Pia,

        dein altes Design war leichter zu lesen. Sagt die alte Frau.

        Ich sehe das auch so: manche übertreiben’s und retten die Welt dadurch auch nicht. Ich brauche etwas erst gar nicht, das ist doch die beste Nachhaltigkeit und der Sinn von Minimalismus. Wenn, muss jeder einzelne was dazu beitragen. Wenn man hinter manche Ökoprodukte schaut, sind es keine. Wie letztens meine Bioeier mit besagtem Logo, dem ich schon lange nicht mehr traue. Naja. Ein Abend Recherche ergab, dass irgendwo anders dafür ein Bioei produziert wird von meinem Geld. Das hier war aber keins. Mein Gefühl stimmte also. Mir gefällt ja immer deine Lockerheit. Ist schon etwas auf mich abgefärbt.

        Liebe Grüße – Tanja

        • Pia

          Hallo Tanja,

          Ich fand’s am Ende irgendwie öde. Ich könnte aber die Schrift größer machen, so wie die Tasten auf diesen Seniorentelefonen 😉

          Das mit den Öko-Eiern ist aber eine mit Verlaub gesagt ziemliche Verarsche. Da müssen also hier Hühner leiden, damit es woanders welchen gut geht? Ist ja wie mit unseren Billigklamotten, nur anders herum.

          Ich färbe ab? Cool. Wusste ja schon immer, dass ich nicht ganz waschecht bin 😉

          Liebe Grüße und ein schönes Pfingstwochenende!

          Pia

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