Besser schenken: 17 Tipps für entspanntere Weihnachten

Jorma Bork / pixelio.de

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Weihnachten könnte so schön sein – wenn nur die Geschenke nicht wären. Aber gut, so ganz kommt man um das Schenken und Beschenktwerden nicht herum. Zum Glück gibt es ja auch sinnvolle Geschenke.

„Hast du schon alle Geschenke?“ ist wohl die meistgestellte und -gehörte Frage in der Vorweihnachtszeit. Furchtbar! Dass es bei Weihnachten zunehmend um Kommerz und sinnfreien Konsum geht, brauche ich dir wahrscheinlich nicht zu erklären. Diese Geschenkejagd ist der Grund, warum die Adventszeit für viele Menschen purer Stress ist. Und dann, an Heiligabend, freut sich der Beschenkte noch nicht einmal über das mühsam ergatterte Besteckset für 32 Personen! Pffff!

Schenken geht auch einfacher, schenken kann sogar sinnvoll und für alle Beteiligten ein schönes Erlebnis sein. Leider verwechseln viele Menschen große Geschenke noch immer mit guten Geschenken. Dabei haben solche Riesen-Präsente meist die gegenteilige Wirkung: Der Beschenkte fühlt sich beschämt und in der Schuld des Anderen. Kinder mal ausgenommen.

Das Schwierige beim Schenken ist also, das richtige Maß zu finden. Wer zu groß schenkt, wirkt angeberhaft. Wer zu klein schenkt, geizig.

Was sind also gute Geschenke?

  1. Geschenke, über die man sich Gedanken gemacht hat. Richtig gute Geschenke findest du nicht am vierten Adventssamstag in der Einkaufsstraße. Wenn du wirklich wissen willst, worüber der andere sich freut, dann musst du ihm schon in den 12 Monaten davor gut zuhören. Profi-Schenker erkennen jeden kleinen Hinweis auf einen Wunsch und schreiben ihn sofort auf. Ok, dieser Ratschlag hilft dir jetzt, eine Woche vor Weihnachten, nicht mehr so sehr.
  2. Geschenke, die sich aufbrauchen, sind immer gut. Die Gefahr, dass solche Geschenke als Staubfänger in der Ecke landen, besteht hier kaum. Vorausgesetzt, du triffst den Geschmack des Beschenkten: Rot- oder Weißwein? Bei trockenen Alkoholikern am besten gar keinen Wein. Ein paar Ideen für aufbrauchbare Geschenke: Leckereien (hier gibt`s tolle Anleitungen), Bastelmaterialien, Hygieneartikel wie z.B. Duschgel, Schreibutensilien und Büromaterial (wie wäre es mit persönlichen Visitenkarten?).
  3. Gemeinsame Zeit. Dieses Geschenk kommt nur bei Menschen an, die gemeinsame Zeit auch zu würdigen wissen. Und bei Geschenken nicht als erstes den Wert schätzen.
  4. Erlebnisse. Gut durchdacht sind Erlebnis-Gutscheine die perfekten Geschenke. Vielleicht wollte deine Mutter ja schon immer mal Fallschirmspringen, hat sich aber nie getraut? Dann gibst du ihr mit diesem Geschenk die Chance, ihre Komfortzone zu verlassen und etwas zu tun, wovon sie noch in 20 Jahren erzählt. Aber vorsicht: Passt die Idee nicht zum Beschenkten (Ballonfahrten für Menschen mit Höhenangst, Ponyreiten für Tierhaarallergiker, Wildwasserfahrten für Nichtschwimmer) fühlt er oder sie sich vielleicht dazu genötigt, es trotzdem zu tun. Und hat dann dabei kein bisschen Spaß.
  5. Selbstgemachtes. Wie bei der gemeinsamen Zeit freut sich nicht jeder über ein Geschenk, in dem vor allem viel von deiner Zeit steckt. Doch wer so etwas zu schätzen weiß, freut sich umso mehr.
  6. Gemeinsame Erinnerungen. Fotobücher, -kalender oder -CDs mit Bildern aus der gemeinsamem Zeit sind sehr persönliche Geschenke und kommen fast immer gut an.
  7. Abos. Sind praktisch und stehen nicht rum. Schenk deinen Liebsten doch mal ein Jahresabo ihrer Lieblingszeitschrift, der Tageszeitung oder eines Online-Dienstes, etwa für Filme oder Musik.

Gutscheine: Kann man, muss man aber nicht

Zu Gutscheinen habe ich ein gespaltenes Verhältnis. Einerseits zeigen sie, dass man sich über die Wünsche des anderen Gedanken gemacht hat. Schließlich hast du überlegt, in welchem Geschäft der Beschenkte gerne einkauft oder in welchem Restaurant er gerne isst. Andererseits sind Gutscheine (fast) immer nur eine Notlösung. Von Gutscheine profitiert eigentlich nur das Geschäft oder Restaurant, das ihn ausstellt. Wie oft hast du schon vergessen, einen Gutschein einzulösen? Da hat der Händler also für ein Stück Papier eine irre Summe bekommen. Toll.

Wie schenke ich am besten?

  1. Bau keine Erwartungshaltung auf. Zu teure Geschenke erzeugen beim Beschenkten das Gefühl, dir etwas schuldig zu sein, sich revanchieren zu müssen. Schenken soll kein Wettbewerb werden, sondern auf freiwilliger Basis stattfinden. Deshalb: Lass die Finger von Protzgeschenken.
  2. Frag nicht nach, wie dem anderen das Geschenk gefällt. Du provozierst damit entweder eine Lüge, wenn du mit deinem Geschenk voll ins Klo gegriffen hast, oder du verlangst vom Beschenkten, dir seine Dankbarkeit zu zeigen. Erzwungene Dankbarkeit ist niemals ehrlich. Deshalb: Nimm jede Reaktion so hin, wie sie kommt, und halte dich zurück.
  3. Vergiss Geschenke nicht. Wenn du jemandem gemeinsame Zeit oder Erlebnisse geschenkt hast, dann vergiss nicht, diese auch einzulösen. Meist vergisst der Beschenkte dies oder ist zu höflich, um dich danach zu fragen.

Wie lasse ich mich richtig beschenken?

  1. Freu dich und sag Danke. Die Geste zählt. Oder wie meine Mutter immer sagte: Einem geschenkten Gaul guckt man nicht ins Maul. Meine Tipps, wie du dich gegen unerwünschte Geschenke wehrst, würde ich Weihnachten mal vergessen. Diese Tradition ist einfach zu stark, um sich ihr komplett zu entziehen.
  2. Wenn du keine Lust mehr auf den Geschenke-Zirkus hast, sprich das lange vor Weihnachten an, nicht im Augenblick der Geschenkeübergabe.

Alternativen zum Schenken

  1. Alle müssen mitmachen. Ein wichtiger Punkt vorneweg: Alternativen zum gewöhnlichen Hin-und-Her-Geschenke funktionieren nur, wenn alle Beteiligten mitmachen und davon wissen. Deshalb sprich frühzeitig mit deiner Familie und deinen Freunden darüber, was du dir vorstellst.
  2. Wichteln. Ist perfekt, weil jeder nur ein Geschenk kaufen muss und selber nur eines bekommt. Wir machen das seit einigen Jahren in der Familie: Ca. einen Monat vor Weihnachten treffen wir uns und ziehen aus einem Jutebeutel (sehr klischeehaft, ich weiß) eine Zettel mit dem Namen eines anderen. Es gibt einen festgelegten Betrag für jedes Geschenk. Dann muss sich also jeder nur Gedanken um ein einziges Geschenk machen. Genial.
  3. Nichts schenken. Noch besser. Noch schwieriger. Aber am Ende profitieren alle. Kinder sollte man jedoch von dieser Regel ausnehmen.
  4. Gemeinsam etwas unternehmen. Anstatt gegenseitiger Geschenke kannst du vorschlagen, gemeinsam etwas zu unternehmen.
  5. Spenden. Eigentlich haben wir alles, was wir brauchen, oder? Wie wäre es, wenn du das Geld, das du sonst für Geschenke ausgibst, stattdessen spendest und dem Beschenkten die Quittung schenkst. Ein mutiger Schritt, über den sich eigentlich niemand beklagen darf. Und wenn doch, war er oder sie das Geschenk sowieso nicht wert.

P.S. Anne von re:belle hat sich bei Fräulein im Glück Gedanken übers Schenken gemacht. Sehr lesenswert.

Wie hältst du es mit den Weihnachtsgeschenken? Welche Geschenke findest du sinnvoll, welche nicht? Hast du noch weitere Ideen für gute Geschenke?

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10 Kommentare

  1. linda

    Hallo Pia, unsere Kinder und mein Mann und ich, haben als Erwachsene beschlossen uns nichts mehr zu schenken. Nur die Enkelkinder sind ausgenommen. Gewichtelt haben wir auch schon. Geht aber besser, wenn mehr als fünf mitmachen. Zwei unserer Kinder sind an Heiligabend bei uns. LG

    • PiaMester

      Hallo Linda,

      Warum geht es besser mit mehr als fünf? Aber kann gut sein, wir sind 7 Personen, das hat bisher immer gut geklappt.

      LG
      Pia

  2. Hallo Pia,
    wird Weihnachten nur mit Schenken verbunden? Zu 90% ging es jetzt auf den Minimalismus-Blogs um (lästige) Geschenke. Dann lasst sie doch einfach weg. Hab ein Skimädchen ausgedruckt und das schenke ich meiner Tochter mit einem Schein für die Klassenfahrt!

    Liebe Grüße – Tanja

    • PiaMester

      Hallo Tanja,

      Ich finde schon, dass Weihnachten überall mit Schenken verbunden wird. So ein Thema, bei dem ich mir jedes Jahr den Kopf zerbreche, weil es mich unglaublich nervt. Aber kann ich einfach nichts schenken, obwohl es die anderen erwarten? Oder einfach nichts annehmen? Das Spiel einfach nicht mitspielen? Keine Ahnung.

      LG
      Pia

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