Was du bestimmt nie über mich wissen wolltest

Gestern habe ich mir meinen Blog angeschaut und gedacht: „Hm, ein bisschen unpersönlich isser ja schon.“ Einerseits finde ich Blogs, die eher einem öffentlichen Tagebuch gleichen, auf die Dauer ziemlich langweilig. Andererseits will man (und damit meine ich mich) ja auch wissen, wer hinter so einem Blog steht. Also kommt hier und heute kein weiterer Text voller Lebens-Vereinfachungs-Tipps, sondern eine Sammlung mehr oder weniger unwichtiger Informationen zu meiner Person. Wenn dich das interessiert, dann lies weiter.

 

1

Mein allererstes Auto war ein opagoldener VW Jetta. Er gehörte vorher meinem Cousin. Schon eine Woche, bevor ich meine praktische Führerscheinprüfung hatte, stand er bei uns auf dem Hof. Bei meiner allerersten Fahrt überfuhr ich das Kickboard meines Bruders. Am nächsten Morgen merkte ich, dass das Kickboard den Reifen aufgeschlitzt hatte. Nach ein paar Monaten kam ich auf die Idee, das Auto anzumalen. Mit Hilfe zweier Freundinnen wurde aus dem opagoldenen Jetta also ein Tigerentenauto. Neben dem Türgriff der Fahrertür war unter der gelben Farbe eine Mücke konserviert. Ich fuhr das Tigerentenauto zwei Jahre. Innerhalb dieser Zeit stellten sich folgende Macken ein: Die rechte Hintertür ließ sich nicht mehr öffnen, die Scheibenwischer sprangen immer an, wenn ich das Lenkrad nach rechts drehte, der Auspuff fiel ab (habe ich aber mit Klettband selber wieder befestigt). Als der TüV ablief und ich zum Studieren wegzog, verkaufte ich das Tigerentenauto an einen von diesen Ankäufern, die einem immer ihre Visitenkarten in den Fensterschlitz stecken. Jetzt fährt das Tigerentenauto durch Afrika (sofern es überhaupt noch fährt).

Schick, oder? Mein Tigerentenauto war der Hingucker.

Schick, oder? Mein Tigerentenauto war der Hingucker.

 

2

K1024_SegelohrMit 9 Jahren hatte ich meine erste (und einzige) Schönheits-OP. Ich ließ mir die Ohren anlegen. Eigentlich war nur mein linkes Ohr ein echtes Segelohr ohne Knick, aber wo sie schon mal dabei waren, haben die Ärzte auch gleich das andere Ohr verschönert. Ich musste mehrere Wochen einen Verband tragen und danach ein Stirnband. Mitten im Sommer. Das Segelohr war im Endeffekt stärker als die Kunst der plastischen Chirurgie und steht heute wieder ab. Der Knick ist aber geblieben.

 

3

Vor ungefähr vier Jahren (damals war ich also 26) klingelte ein Verkäufer an unserer Tür. Er stellte sich vor und fragte dann: „Sind deine Eltern denn auch da?“ Und ich so: „Nö!“. So leicht bin ich noch keinen Klinkenputzer losgeworden.

 

Keule und Dicker (ich weiß jetzt  nicht, wer wer ist...)

Keule und Dicker (ich weiß jetzt nicht, wer wer ist…) Das Bild ist schon etwas älter, aber die beiden sehen fast noch immer so aus.

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Wir teilen unsere Wohnung mit zwei Degus: Keule und Dicker.

 

5

Ich habe mir mal eine Jeans nur aus dem Grund gekauft, weil das Modell „Pia“ hieß. Getragen habe ich sie nie. Außerdem gibt es eine Fluglinie namens PIA: Pakistan International Airlines.

 

6

In meiner Jugend war ich ein Fangirl. Nicht so extrem mit Hinterherreisen und so, aber schon so, dass ich alles Mögliche über den jeweiligen Künstler sammelte. Zuerst war ich Kelly-Family-Fan, weil das damals alle in meiner Klasse waren. Dann fand ich die Backstreet Boys, besonders Nick, aber viel interessanter. Als „Romeo und Julia“ 1996 in die Kinos kam, war ich total in Leonardo DiCaprio verknallt. Der ist auch heute noch schnuckelig und ich finde ja, dass mein Freund ein wenig Ähnlichkeit mit ihm hat, obwohl er das nicht hören will. Nach „Matrix“ war mein Keanu Reaves mein Favorit und dann hatte ich mit 15 eine Schwäche für Ville Valo von HIM. Wegen ihm habe ich mir sogar ein Tattoo stechen lassen. Ein Tribal, was eigentlich mittig zwischen meine Schulterblätter sollte, aber dann beim Stechen wohl ein wenig verrutscht ist.

 

7

Ich kann den Satz „Ich habe drei Eier“ in Spanisch, Polnisch, Englisch, Türkisch und Griechisch sagen (es gibt da diese Szene in „My Big Fat Greek Wedding“…)

 

8

Einmal wollte ich ziemlich spät nachts während einer Party beim Taxiunternehmen anrufen, und statt eines normalen Taxis ein Großraumauto bestellen. Leider bin ich auf die Wahlwiederholung meines Handys gekommen und habe meine Mutter aus dem Bett geklingelt. Was ich erst bemerkte, als sie plötzlich fragte: „Pia? Bist du das?“

 

9

K1024_Handschrift

 

10

Mit vier oder fünf Jahren habe ich Notizzettel mit Kugelschreiber bekritzelt und diese abstrakten Kunstwerke für 5 Pfennig an meine Eltern und deren Freunde vertickt.

 

11

Während meiner Aushilfstätigkeit in einem Altenheim klopfte mir einmal eine lustige, senile Oma auf den Hintern und meinte: „Der ist aber auch ganz schön dick.“ Ich schaute sie an und sagte: „Dafür habe ich noch meine Zähne.“ Da mussten wir beide lachen.

 

12

Bei einer Wette habe ich mal fünf Euro und einen Bigpack Marlboro gewonnen. Mein Einsatz war, einen halben Liter Berliner Brunnenwasser zu trinken. Ich würde es jederzeit wieder tun.

 

13

Anlässlich des 70. Geburtstags meiner Oma (vor 10 Jahren) habe ich ein Theaterstück geschrieben. Es hieß „Mathilde, wo ist mein Handtuch?“ und wurde an diesem Tag von meinen Onkels und Tanten in der Gaststätte, wo die Feier stattfand, uraufgeführt.

 

14

Mein Freund nennt mich PumPum. Er ist sehr kreativ, was Spitznamen angeht.

 

15

Bei der Zeitung war mein Kürzel pim. Die Domain www.pimpum.de gehört mir, aber ich weiß nicht, was ich damit machen soll. Vielleicht entwerfe ich irgendwann meine eigene Handtaschenkollektion, und die heißt dann PimPum. Dann kann Gucci einpacken!

 

Was gibt es über dich zu wissen, was man eigentlich nicht wissen muss? Schreib es in die Kommentare!

 

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27 Kommentare

  1. Das sind ja witzige Geschichten! Ich hab als kind nicht abstrakte Kunstwerke, sondern Wiesenblumen an Passanten verkauft 🙂
    Liebe Grüße,
    Marlene

    • Pia

      Hallo Marlene,

      Das ist aber eine schöne Idee! Wir haben mal Kirschen von unserem Baum an der Straße verkauft, das kam auch gut an. Sowas sehe ich aber nirgends mehr. Ob Eltern ihre Kindern heute verbieten, etwas zu verkaufen, um ihr Taschengeld aufzubessern? Oder haben die Kinder keinen Bock mehr? Oder gibt es nicht mehr genug Wiesenblumen?

      LG
      Pia

  2. Hallo Pia,

    in Ländern ohne TÜV fahren Autos erfahrungsgemäß länger. Vielleicht ist die Tigerente also immer noch unterwegs. 😉

    Minimalistische, nachhaltige Handtaschen wären doch mal was!

    Lieber Gruß und ein schönes Wochenende,
    Philipp

    • Pia

      Wenn ich irgendwann mal nach Afrika fahre und da meinen Tigerenten-Jetta sehe, dann schnall ich glaub ich ab.

      Das Thema Handtaschen ist für mich auch noch nicht abgehakt. Und das mit den minimalistischen Ökotaschen (keine Jutebeutel!) ist wirklich eine Idee…. hm….

      LG
      Pia

  3. Hallo Pia
    Mein allererstes Auto war ein uralter roter VW Golf mit einem unglaublichen Kilometerstand, aber dafür mit einer tollen Soundanlage. Ich kaufte ihn von einem Bekannten, obwohl ich noch keinen Führerschein hatte. Das würde ich noch nachholen, dachte ich. Das war mein erstes und mein letztes Auto, denn das war vor mehr als 15 Jahren. Führerschein habe ich bis heute nicht. 🙂
    Liebe Grüsse, Yvonne.

    • Pia

      Hallo Yvonne,

      Wie geil! Ein Auto ohne Führerschein! Das heißt, du bist ihn niemals gefahren? Oder mal heimlich nachts auf dem Supermarktparkplatz oder im Wald? Oder hast du ihn nur zum Musikhören benutzt?

      LG
      Pia

      • Niemals selber gefahren. Aber ich hatte einen Partner und Freunde mit Führerschein.
        Und noch heute bin ich der Meinung, dass Musik nirgends so gut tönt wie im Auto… 🙂

  4. Cooler Post! Ich bin gespannt, was aus der Domain unter 15. wird 😉
    Und ich finde Deinen Blog gar nicht unpersönlich.

    Viele Grüße
    Bettina

    • Pia

      Hallo Bettina,

      Na jetzt, mit den peinlichen Kinderfotos finde ich das auch nicht mehr … 😉

      LG
      Pia

  5. Haha…. Ja, jeder hat so seine Anekdoten. Mein erstes Auto war das Winterauto von meinem Onkel. Ein rot verblichener Nissan Sunny Kombi. Ich konnte im Winter nur durch den Kofferraum klettern,weil alle Türen nicht aufgingen. Aber da war ich noch jung. 😉 Viele Grüße

    • Pia

      Das erste Auto ist immer das Schönste. Egal wie alt und klapprig es war und wie viele Macken es hatte.

  6. Total cool, gefällt mir gut, vor allem die Domain pimpum.de!! ROFL, damit lässt sich doch bestimmt irgendwas geniales anstellen! 😛
    LG!

    • Pia

      Glaub ich auch. Ich weiß nur noch nicht, was… PimPum klingt ja ein bisschen nach Teddybär. Vielleicht minimalistische Kuscheltiere?

  7. Hi Pia,

    super Idee und was für ein bewegtes Leben 🙂

    Hast du die Marlboros dann auch geraucht? Minimalisten tun sowas doch nicht, oder? 😉

    Liebe Grüße

    Mischa

    • Pia

      Klar! Minimalisten verschwenden doch keine Zigaretten, die werden gefälligst schön aufge(b)raucht oder an einen Kindergarten gespendet 😉

  8. Laura

    Hi Pia,
    zum Thema Sachen sammeln von Schauspielern/Sänger kenn ich sehr gut… Besonders gut kenn ich auch die „Zuneigung“ zu Ville Valo von HIM natürlich ist auch wie bei dir ein Tattoo entstanden . Als ich vor ein paar Tagen bei Rock am Ring war fiel mir auch sofort wieder ein was ich damals sammelte, ich muss gestehen ein bisschen Wehmut ist grad vorhanden da ich viele Sachen weg getan habe.
    Liebe Grüße Laura

    • Pia

      Yeah! Eine Schwester im Geiste! 🙂
      Du schickst mir ein Foto von deinem Tattoo und ich dir eins von meinem, einverstanden?

      • Laura

        Da gibt es ein kleines Problem^^ es wurde überstochen da der Tätowierer echt Mist gebaut hatte.^^
        Aber klar könnte ich dir ein Bild schicken und mal gucken ob du es heraus erkennst^^
        Hab schon überlegt ob ich es mir woanders nochmal stechen lasse:)

  9. Ach, DIR gehörte das Auto. Ich erkenne die Straße. Die coolste Idee. Ich will auch ein Tigerentenauto nur zum Musikhören. Hab keinen Führerschein. Segelohren sind doch süß!

    • Pia

      Die Straße ist in Neuenrade. Ich wollte eigentlich ein Kuhflecken-Auto, aber das Muster war mir dann doch zu schwierig.

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