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Warum machst du das selber? Das kannst du doch kaufen!

 

Eigentlich lebt es sich doch sehr bequem in unserer westlichen Welt. Wir müssen uns um nicht mehr kümmern und nicht mehr viel können. Warum interessieren sich dann so viele Menschen auf einmal fürs Brotbacken, Gärtnern und für Handarbeiten?

Neulich stolperte ich über einen schon etwas älteren Blogpost bei Mymonk.de. Tim nimmt darin das Buch „Walden oder Leben in den Wäldern“ des amerikanischen Schriftstellers Henry David Thoreau (1817-1862) zum Anlass, um über das einfache Leben nachzudenken. Besonders ein Abschnitt hat mich seitdem begleitet:

„Jeder Fortschritt birgt die Gefahr, dass wir zwar bequemer existieren, aber weniger leben. Erst recht jeder Fortschritt, die wir nicht mal im Ansatz verstehen. Wir vergessen, woher die Nahrung kommt, bevor wir sie kurz in die Mikrowelle stecken oder schnell oder to-go runterschlingen. Wir vergessen, wie es ist, unseren Körper mit pulsierender Muskelkraft statt rotierenden Fahrzeugen zu bewegen. Wir vergessen in unseren Multifunktionskleidungsstücken und Hightechhäusern, wie sich Wärme, Kälte, Schweiß, Nässe, Hitze auf der Haut anfühlen. All das ist schweinebequem, kann dabei jedoch unsere Lebendigkeit abtöten. Wir schlagen das Leben in die Flucht, wenn wir die Bequemlichkeit anbeten.“

Dabei kam mir der Begriff „betreutes Vegetieren“ in den Sinn, von dem ich nicht mehr weiß, wo ich ihn gehört habe. Wir lassen uns alles abnehmen. Für jede Tätigkeit erfinden wir entweder eine Maschine oder lassen sie von anderen Menschen erledigen, outsourcen sozusagen. Arbeitsteilung und Spezialisierung ist der Kern unserer Gesellschaft. Doch das führt auch dazu, dass wir uns hilflos fühlen. Ich kann vielleicht Interneseiten gestalten, aber was nützt mir das, wenn ich mich bei einem Trekkingurlaub in der kanadischen Wildnis verlaufe? Was nützt mir das, wenn plötzlich weltweit der Strom oder das Internet ausfallen, eine Pandemie ausbricht oder die Weltwirtschaft zusammenkracht? Nix. Ich kann mir aus eigener Kraft kein Haus bauen noch genießbare von giftigen Beeren unterscheiden noch ein Schaf scheren, um mir aus einer Wolle einen Pullover zu stricken. Jaja, ich habe zu viele Weltuntergangs-Filme gesehen.

Socken stricken ist objektiv gesehen vollkommen sinnlos

Auch wenn das Ende der Zeit oder unserer Zivilisation nicht unmittelbar bevorsteht, gibt es immer mehr Menschen, die gerne selber Hand anlegen. Die grundlegende Fähigkeiten neu erlernen wollen. Ein Brot zu backen. Einen Garten anzulegen. Dinge zu reparieren. Kleidung herzustellen. Zu finden unter dem Begriff DIY – Do it yourself. Selberkönnen ist wieder angesagt. Auch wenn es noch immer viele Menschen gibt, die darüber lächeln. Ja, es ist objektiv gesehen vollkommen sinnlos, Socken zu stricken. Die Dinger kosten im Discounter kaum einen Euro. Warum verschwende ich also Stunden meiner Zeit darauf, mir selber welche zu stricken? Weil ich es können will. Es geht nicht um das Ergebnis, sondern um den Prozess. Darum, das Leben wieder selber in die Hand zu nehmen. Sich selber wieder Macht zu geben und sich unabhängiger zu machen von unserer hochspezialisierten und doch so empfindlichen Gesellschaft.

Spezialisten, das ist so ein Reizwort für mich. Wir sollen alle Spezialisten sein. Eine Sache perfekt beherrschen, riesiges Wissen anhäufen, aber nur zu einem klar abgesteckten Gebiet. So werden wir dann Experten, und das scheint das Maß aller Dinge zu sein. Natürlich, es gibt Menschen, die lieben es, sich irgendwo reinzuknien. Die können von ihrem Thema nicht genug bekommen und wollen immer noch mehr lernen und wissen und erforschen. Menschen mit vielen Interessen und Fähigkeiten schämen sich hingegen dafür Generalisten zu sein. Sie nennen sich Scanner oder Multipotentials oder Multipassionates und bestärken sich in Foren und Facebook-Gruppen darin, dass sie im Gegensatz zur allgemeinen Meinung ganz normal sind. Seit wann ist es eigentlich schlimm, mehrere Sachen zu können und gerne zu lernen?

Postwachstumsforscher betonen immer wieder, dass es in Zukunft wieder wichtig werden könnte, Dinge selber zu können. Dann nämlich, wenn die Wirtschaft stagniert oder sogar schrumpft, anstatt immer weiter zu wachsen. Wenn es in den westlichen Industrienationen nur noch für eine 20-Stunden-Woche reicht. Wenn diese Spirale von Konsum und Wachstum zum Stillstand kommt und andere Werte wichtig werden, ist es vielleicht wieder gut zu wissen, wie man ein Brot backt oder eine Jeans flickt.

Ich glaube, dass das Selber-Tun und Selbermachen uns wieder näher an das Wesentliche im Leben bringt.

Etwas mit den eigenen Händen zu schaffen und neue Fähigkeiten zu lernen waren für mich schon immer mit tollen Gefühlen verbunden. Gelegentlich zu spüren, wie es sich ohne die neueste Technik lebt gibt Sicherheit. Wenn ich mein Handy zuhause vergesse, irre ich trotzdem nicht orientierungslos durch die Gegend. Wenn die Waschmaschine kaputt geht, muss ich trotzdem nicht nackt zur Arbeit gehen (es sei denn ich bin Stripperin). Wenn der Fahrstuhl versagt, komme ich auch über die Treppe nach oben.

Fühlt sich irgendwie echter an, lebendiger. Und nicht wie betreutes Vegetieren.

Wie siehst du das? Was glaubst du steckt hinter dem Selbermach-Landlust-zurückzurNatur-Trend?

P.S. Ein toller Blog zum Thema Selbermachen ist der von Maria: widerstandistzweckmaessig.wordpress.com

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39 Kommentare

  1. Hallo Pia!

    Ich habe oft überlegt, warum es mir so viel Freude bereitet, Dinge selbst zu machen. Es ist für mich immer etwas Besonderes, wenn ich etwas selber mache. Das Ding ist ganz auf meine Bedürfnisse abgestimmt und das Essen schmeckt genau so, wie ich es mag. Das ist aber nur ein kleiner Aspekt.

    Selber machen erdet mich. Das klingt jetzt vielleicht komisch, ist aber so. Es verbindet mich mit der Natur und ich fühle mich dann als Teil der Natur.

    Selber machen ermöglicht es mir auch, meine Kreativität auszuleben. Gerade beim Reparieren ist es super, wenn ich das Teil trotz widriger Umstände doch vor dem Wegwerfen bewahren kann.

    Und es hilft mir aus meinem Kopf in den Bauch zu kommen, vom Denken über das Handeln ins Spüren/Fühlen zu kommen.

    Danke fürs Verlinken, ich freue mich sehr, dass Dir meine selbst.gemacht Beiträge gefallen.

    lg
    Maria

    • Pia

      Hallo Maria,

      Es erdet einen, es ist kreativ, es ist fühlbar – genauso geht es mir auch beim Selbermachen. Danke für deinen Kommentar.

      LG
      Pia

    • Ich kann mich dir nur anschließen, Maria!

      Selbermachen bringt einen wieder auf den Boden zurück. Ich erledige gerne sogenannte „stupide“ Arbeiten mit meinen Händen. Und am Ende des Tages sehe ich vor allem ein Ergebnis: ein fertiges Kleidungsstück, ein gutes Essen, eine saubere Wohnung. In unserer technologisierten Dienstleistungsgesellschaft fehlt meiner Meinung oft ein materiell greifbares Endergebnis. Vielleicht suchen deshalb viele Menschen nach einem Ausgleich im Selbermachen.

      Liebe Grüße, Daniela

      • Hallo Daniela!

        Du sprichst da einen ganz wichtigen Punkt an.

        Ich glaube, es ist sehr wichtig, dass man das, was man macht, mit den Händen auch angreifen kann. Möglicherweise ist das mit ein Grund, warum so viele Menschen heute unglücklich mit ihrem Job sind und so viel kaufen, um das auszugleichen.

        Gerade die Spezialisierung auf Einzelschritte macht so unzufrieden, da man nie ein fertiges Ergebnis zu Gesicht bekommt.

        Sehr guter Gedanke!

        lg
        Maria

  2. Hallo Pia,
    seit einiger Zeit lese ich mich durch diverse Blogs zum Thema „Minimalismus“ und Deins habe ich (fast) komplett gelesen ;o)
    Ich beschäftige mich mit dem Thema schon länger, da wusste ich noch nicht, dass es dafür einen Namen gibt.
    Ich habe viel Erkenntnis über mich und mein Verhalten bekommen und dazu gehört z. B., dass ich ein sog. „Hobby-Hopper“ und „Scanner“ bin. Speziell im Bereich Handarbeit und Kreativität.
    Ich habe so viel Handarbeits- und Bastelutensilien, dass ich wohl selbst einen Laden aufmachen könnte. Was hat es mir gebracht? Totale Blockade!
    Berufliche Rückschläge und persönliche Krisen haben ihren Teil dazu beigetragen, dass sich in mir die „So geht es einfach nicht weiter“-Erkenntnis nicht nur gemeldet hat, sie brüllt mich förmlich an.
    Durch Dein und andere Blogs habe ich zum 1. Mal das Gefühl, nicht alleine zu sein. Dass es schon viele vor mir in ähnlicher Situation gab bzw. noch gibt.
    Um mich selbst zu motivieren und meine Fortschritte zu dokumentieren, habe ich ein zweites Blog erstellt. Mein erstes rund um Selbstgemachtes habe ich schon viele Jahre, wird aber aus oben genannten Gründen etwas vernachlässigt. Jetzt kann ich aber wenigstens die Themen besser trennen ;o)
    Ich habe für Interessierte, Deins und andere Blogs verlinkt, bin aber noch in der Layoutphase.
    Ich bin froh, Dein Blog gefunden zu haben, denn in vielen Bereichen finde ich mich wieder und Du drückst aus, wofür ich manchmal nicht die richtigen Worte finde :o)

    Lieben Gruß
    Conny

    • Pia

      Hallo Conny,

      Hobby-Hopper, den Begriff kannte ich noch nicht. Aber das bin genau ich 😉 Danke für deinen Kommentar. Mir geht es wie dir: Manchmal denke ich ich bin der einzige Mensch auf der Welt, der so handelt und fühlt, da bin ich immer froh, wenn sich auch andere outen.
      Was hast du gemacht mit deinen vielen Bastelutensilien? Weggegeben? Aufgebraucht? Weggeschlossen?

      Viel Spaß und Erfolg mit deinem Blog!

      LG
      Pia

  3. Hallo Pia,

    die Angst vor einem Strom-Aus verfolgt mich gewissermaßen auch. Deshalb lasse ich viele Dinge, etwa meinen Kalender analog. Es muss ja nicht gleich ein „Blackout“ sein. Bei modernen Handys reichen die Akkus auch so nicht wirklich lang.

    Außerdem empfinde ich tiefste Entspannung, wenn ich Dinge selbst herstelle, beim Kochen oder Backen etwa. Es ist eine Art der Meditation für mich. Es bringt mir aber auch mehr Befriedigung, als mir einfach etwas zu kaufen. Und ich kann es ganz nach meinem Geschmack gestalten. Deshalb mag ich auch noch mehr Dinge lernen, zum Beispiel Töpfern an der Scheibe.

    Allerdings spüre ich auch, dass es häufig eine Frage der Zeit/Priorität/Motivation ist. Wenn ich den ganzen Tag außer Haus war und spät nach Hause komme, möchte ich nicht mehr kochen. Dass ist leider der Normal in meinem „Alltag“. Deshalb ist es eine Besonderheit für mich, etwas selbst zu machen, auf die ich mich freue.

    Lieber Gruß,
    Philipp

    • Pia

      Hallo Philipp,

      Vielleicht macht da ja auch den Reiz aus am Selbermachen: Dass es etwas Besonderes ist. Menschen (Eltern), die jeden Tag kochen müssen, haben da bestimmt nach einer Weile keinen Spaß mehr dran. Und wenn ich mir alle meine Socken stricken müsste, würde ich auch sehr schnell die Lust daran verlieren. Insofern ist es schon gut, dass es eigentlich alles zu kaufen gibt: Es erhöht den Reiz des Selbermachens.

      LG
      Pia

  4. Bei mir war der Prozess genau umgekehrt. Ich habe erst gelernt, man kann sich auch Lösungen kaufen. Das geht schneller, sieht meist besser aus uns ist professioneller. Man spart Zeit, hat allerdings dann kein Gefühl zu den Dingen.
    Ich habe z. B. noch nie ein selbstgemachtes Brot gegessen, das mir wirklich geschmeckt hat.

    Meinen Balkon habe ich eine Woche renoviert. Die Bodenplatte drei mal gestrichen, das Geländer geschmirgelt und blau lackiert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ich freue mich jeden Tag daran. Ich lackiere gerne. Das ist für mich Meditation. Ich kann auch Lichtschalter einbauen. Wahrscheinlich mache ich mir nie Gedanken, weil ich Holz, Metall, Körbe flechten, backen, kochen, Gartenbau, stricken, töpfern kann aber einfach keine Lust drauf habe. Irgendwie erfüllt es mich nicht. Gestern noch einen Film gesehen, wie man Kartoffeln anbaut. Hab sogar noch an dich gedacht. Ich will keine „Kartoffeln häufeln“. Ich will sie einfach essen. Ist es schlimm, wenn ich keinen Bezug zu den Kartoffeln habe, die ich esse? Ich glaube nicht.

    Liebe Grüße – Tanja

    • Pia

      Hallo Tanja,

      Wenn ich eine Sache kann, dann genügt mir das meistens schon. Ich muss sie dann nicht ständig ausüben. Nur wenn ich mal wieder Lust drauf habe. Ich habe jetzt ein Tier gehäkelt. Als das erste Exemplar fertig war, hatte ich keine Lust mehr, noch ein zweites zu häkeln.
      Ich finds toll, dass du das alles kannst.

      LG
      Pia

      P.S.: Gekaufte Socken sitzen meistens viel besser.

  5. Christine

    Nebenbei bemerkt trage ich sowohl meine eigenen gestrickten Socken als auch gekaufte. Kniestrümpfe habe ich auch schon selber hergestellt, trage meistens aber gekaufte.
    Warum ich Socken stricke?
    Selbstgestrickte Socken halten im Winter die Füße warm und zwar effektiv und schnell. Nur ein heißes Fußbad erreicht die gleiche Wirkung.
    Es macht mir Spaß, da zu sitzen, die Nadeln klappern und meine Gedanken schweifen zu lassen. Oder ich genieße eine spannende Dokumentation oder einen Fernsehfilm.
    Ich kann Socken stricken. Meistens erfreue andere Menschen damit, die mir solche Socken abkaufen. Männer schwören auf selbstgestrickten Socken, weil nur diese in Stahlkappenschuhen funktionieren.
    Für mich hat Sockenstricken einen Mehrwert, für andere Menschen nicht. Dafür machen sie andere Sachen wie Kochen oder Reparieren.

    Solche Fertigkeiten sind nützlich, finanziell überschätzen darf man sie aber nicht. Denn niemand kann einen angemessenen Stundenlohn dafür bezahlen.
    Aber du hast ein Hobby (oder mehrere) und Spaß damit. Mehr braucht ein Hobby auch nicht zu er-bringen.

    • Pia

      Hallo Christine,

      Stimmt, der Spaß an der Sache alleine reicht schon. Beim Kochen kommt man vielleicht noch günstiger weg, als wenn man beispielsweise in einem Restaurant dasselbe isst. Aber bei den meisten Sachen ist es so, wie du schon gesagt hast: Finanziell lohnt sich Selbermachen selten.

      LG
      Pia

  6. Hejhej Pia,

    vielen Dank für den schönen Artikel mit dem tollen Zitat zur „Lebendigkeit“. Das trifft es sehr gut und erinnert mich an meine vergangenen Tage…

    Im Frühjahrsputz-Wahn habe ich meinen Balkon „schick“ gemacht. Die Holzplatten abgeschrubbt und aufgefrischt…. erst war mir danach den Pinsel gut gelaunt bei offener Balkontür und lauter Musik zu schwingen, aber dann hab ich gemerkt, dass es ruhig viel schöner sein kann.
    Ich habe es daraufhin wirklich genossen das Holz zu streichen, während ich ganz bewusst die Vögel singen höre und die Kinder vom Spielplatz, anstatt die schöne Geräusch-Kulisse mit meiner Musik zu übertönen. Hat sich auch richtig gut und lebendig angefühlt in der Art etwas zu schaffen!

    Damit liebe Grüße nach sonnigen Tagen aus Hamburg!
    Andrea

    • Pia

      Hallo Andrea,

      Das kenne ich. Manchmal höre ich laut Musik, wenn ich arbeite. Manchmal lausche ich, so wie jetzt, nur dem Gluckern der Heizung und den Geräuschen von draußen, und das tut sehr gut.

      LG
      Pia

  7. Ich bin vollkommen einer Meinung mit dir: Etwas selbst herzustellen, zu verzieren und zu individualisieren tut der Seele gut. Man fühlt sich dadurch unabhängiger und selbstwirksam. Das Gefühl, etwas Geschaffen zu haben und dieses Endresultat dann auch wirklich physisch in den Händen zu halten, macht stolz und glücklich. Viele Arbeiten der heutigen Zeit finden fast nur mehr ausschließlich auf der mentalen Ebene ab. Da ist so ein handfester, greifbarer Erfolg zur Abwechslung mal etwas ganz besonderes.

    • Pia

      Hallo Claudia,

      Wie hieß das bei Marx? Entfremdung?

      LG
      Pia

  8. Hallo Pia.

    Warum selbst machen???
    Ganze einfach…
    …kaufen kann jeder!!!

    Ich bin ganz ehrlich, ich habe es gehasst.
    Ich meine damit die komplette Handarbeitspalette lernen.
    Oder als Kind Erntehelfer im Schrebergarten.
    Erbsenpulen und und und.
    Heute wünsche ich die Gartenzeit zurück und hätte da noch ein paar Fragen an meine Oma…
    …hach war das doch schön.
    Meine Jungs lieben meine gestrickten Socken und sind dankbar wenn ich mit meiner Kunst etwas Retten kann.

    @ Philipp
    Diesen ohne Strom GAU wünsche ich mir manchmal.
    Einfach um die Menschheit mal auf den Boden der Tatsache zurück zuholen.
    Liebe Grüße Andrea

    • Pia

      Hallo Andrea,

      Welches Kind hat schon Lust auf Haus- oder Gartenarbeit? 😉
      Gestern habe ich zusammen mit einer Frau gehäkelt, die alles von ihrer Oma gelernt hat. Wir gucken uns Tutorials auf Youtube an. Das Ergebnis ist dasselbe, aber so eine geduldige Oma ist doch schöner.

      LG
      Pia

  9. Cris

    Diese Unterteilung nach Scanner und Taucher, habe ich mal gelesen, ist aber auch Unfug. Ich möchte mich nicht auf ein Hobby beschränken sondern jedes in der Intensität verfolgen, die mir Spaß macht.

    Selbst machen ist oft toll, zB ein Instrument lernen, auch wenn es fast immer Musik aus allen Ecken umsonst gibt. Vor allem ist es toll selbst Dinge reparieren oder verbessern zu können. Fertiggerichte aus der Mikrowelle sind mir ein Graus, auch wenn sie gelegentlich unheimlich praktisch sind, beispielsweise wenn man mal krank und kraftlos ist.

    Auf ziemliche Ablehnung stößt man bei mir aber dann mit Floskeln wie „das kann man aber auch gaaaanz leicht selber machen“. Nein will ich nicht. Manche Sachen will ich einfach kaufen. Brot, Tofu, Joghurt, Dosensuppe, regale, etc. das können andere viel besser und schneller, mein Leben ist begrenzt, auch wenn man das alles „mit nur wenig Aufwand“ selbst machen kann … Manches will ich einfach nur konsumieren. Manche Sachen will ich einfach wegwerfen, wenn sie nicht mehr wie gedacht funktionieren. Auch wenn ich im Regelfall Spaß am reparieren habe.

    Manchmal wolfe ich mein Hack selbst, meistens kaufe ich es aber fertig .. Je nachdem wie viel Nerv ich noch dazu habe zu hantieren….

    • Pia

      Hallo Cris,

      Ich mag deine Einstellung. Beispielsweise hätte ich keinen Lust, mein Hack selber zu wolfen. Da bin ich schon froh, dass es Metzger gibt, die das für mich machen.

      LG
      Pia

  10. Pingback: Unsere Netzhighlights – Woche 15/2015 | Apfelmädchen & sadfsh

  11. Bea

    Also, ich bin leidenschaftlich gern autark – vielleicht, wahrscheinlich – ist es mal nötig, alles selbst zu können – ich will da nicht philosophisch werden, es macht mir einfach Spaß – ich bin nicht abhängig, zur Not schieß ich mir auch ( ungern) mein Abendessen mit archaischen Waffen, besser man kann, als man könnte.
    Ich habe keinerlei Vertrauen in diese Ex und Hopp Gesellschaft.
    Glücklicherweise – kann ich das alles selbst.
    Nicht, das ich es immer mache, aber ich kann es, ob es Landwirtschaft ist, oder die Jagd (liegt halt alles an meiner Familie) reiten, jagen, pflanzen, kochen, häkeln, stricken, bohren, malern – was immer – gut zu wissen, das man es kann – ich hasse wegschmeissen.
    Also eben die Ex und Hopp Kultur und liebe alte Dinge, die schon 200 Jahre gehalten haben.
    Und Abhängigkeiten kann ich auch nicht leiden.
    Jo,
    herzlichst
    Bea

    • Pia

      Hallo Bea,

      Wow, ich bin beeindruckt! Ich gehe ja auch manchmal angeln. Wenn ich mir dann vorstelle, davon leben zu müssen, wird mir immer ganz schwindelig. Sich selbst auch nur am Leben zu halten ist viiiiiiiiel schwieriger, als man sich das so vorstellt.
      Kennst du diese Prepper-Bewegung in Amerika? Das sind Leute, die sich auf irgendeine globale Katastrophe (Meteoriteneinschlag, Vulkanausbruch, Epidemie, Zombiapokalypse) vorbereiten. Irgendwie schräg, aber auch ein gutes Beispiel, was alles nötig wäre, um ohne die ganzen modernen Hilfsmittel zu überleben.

      LG
      Pia

  12. Hallo Pia,

    stimme Dir völlig zu. Zumal viele dieser Dinge so einfach sind.

    Wozu ein Eirkocher, Wasserkocher, Fondue-Set, Popcorn-Maker wenn es auch ein Topf tut. Warum nicht selber die Haare schneiden oder selber Gemüse anbauen?

    Besser jedenfalls, als sich zu beschweren, wie viel Geld man jeden Monat nach Hause bringen muss 🙂

    Gruß,
    Robert

  13. Hallo Pia,
    ein sehr guter Artikel! Ich teile deine Einschätzung, dass „Selber-Tun und Selbermachen uns wieder näher an das Wesentliche im Leben bringt“. Ganz besonders gilt das vermutlich, wenn man alte und scheinbar unnütze Dinge wiederverwertet. Seit ich mich mit Fahrradschrott-Upcycling beschäftige, sehe und erfahre ich vieles intensiver, erlebe nicht nur das befriedigende Gefühl des Selbermachens und Selberkönnens, sondern auch eine tiefere Wertschätzung für alles.
    Liebe Grüße
    Christiane

    • Pia

      Hallo Christiane,

      Das mit der Wertschätzung finde ich auch. Dinge, die ich selber gemacht habe, kann ich nur schwer weggeben. Sogar, wenn sie total hässlich geworden sind.

      LG
      Pia

  14. Wolf

    Auch mit zwei linken Händen sollte man zumindest einen Knopf annähen und einen Eintopf kochen können ^^
    Kleidung selbst nähen/strickeln/häkeln kann ich dagegen garnicht.

  15. barbara

    Liebe Pia,

    einen schönen Artikel hast du geschrieben. Was mir dazu einfällt ist, dass ich Sachen, die ich selber gemacht habe (z.B. gestrickte Socken, genähte Röcke) viel mehr schätze und mit ihnen viel sorgsamer umgehe. Und natürlich mach es mich auch immer stolz, wenn ein paar Socken fertig ist oder die selber genähten Kissenbezüge das Sofa schmücken. Schon alleine aus diesem guten Gefühl ist es toll, Sachen selber zu machen.

    Viele Grüße
    Barbara

  16. Ich denke viele Menschen ahnen irgendwie insgeheim daß das Wachstum der Wirtschaft nicht ewig so weitergehen kann und entwickeln unbewusst Ängste. Dann beruhigt man sich mit dem Wissen, daß man auch Dinge selber machen kann. Kann aber natürlich auch was anderes sein, was dahinter steckt 😉

    • Pia

      Hallo Sandra,

      Da ist bestimmt was dran. Wenn man der Gesellschaft oder der Wirtschaft nicht mehr vertrauen kann, wem kann man dann noch trauen, außer sich selber? Es gibt ja diese Prepper-Bewegung. Einige davon decken sich mit Konservendosen ein, andere vergraben Goldmünzen im Garten und wieder andere legen sich ein Waffenarsenal zu, weil sie sich im Ernstfall vor hungrigen Plünderern verteidigen wollen. Verrückt, irgendwie.

      LG
      Pia

  17. Linda

    Liebe Pia,
    diesen Bericht habe ich mir heute ganz durchgelesen und auch die Kommentare. Ich mache auch gerne selber Nähen, Stricken, Häkeln. Brot backe ich auch gerne selber, wenn ich Zeit habe. Wegen der Zusatzstoffe, die in gekauftem Brot drin sind. Und diese Tätigkeiten tun mir einfach gut. Aber einen Strom- und/oder Gasausfall wäre schon problematisch. Obwohl ich auch immer wieder mal darüber nachdenke. Ich befürchte auch, dass es nicht immer so weitergeht. Ich bräuchte einen Ofen und natürlich Holz. Ich kenne viele, die sich einen Ofen angeschafft haben. Mein Sohn auch. Gemüse könnte ich im Garten anpflanzen, aber das Einkochen auf einem Ofen müsste ich lernen. Ich glaube, dass viele Menschen und auch ich damit überfordert wären. Vor allem in den Städten. Alles ist auf Gasheizung eingestellt und die Küchen sind auf Strom angewiesen. Auf Fernsehen und Internet könnte ich noch verzichten, gibt ja Bücher ;). Kerzen würden auch erstmal gehn. Ich müsste noch sehr viel lernen um zu überleben.
    Lg Linda

  18. Riklef

    Du schreibst „Socken stricken ist objektiv gesehen vollkommen sinnlos“. Ich sehe Deine Gesamtinterpretation genau wie Du und empfinde daher das Wort „objektiv“ hier als fehl am Platze. Was wäre denn hier objektiv? Ja wahrscheinlich der Standpunkt, daß nur Geld und das Wirtschaften um Geldwertes wichtig sei, also daß Aufwand und Kosten weit über dem Geldwert der Socken lägen.
    Wie Du ja schon sagst, ist dies aber gar nicht die Absicht, also etwas billiger herzustellen als es es zu kaufen gibt, sondern sich in Kreativität, innerem Wachstum und, in weiterem Sinne, Selbstverwirklichung zu üben.
    Der Gedanke also, daß es objektiv unsinnig sei, ist in meinen Augen eine zu überwindende Vorstellung.

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