Das schlechte Gewissen…

Manche Dinge sind für uns Lieblingsstücke, weil wir ihnen eine besondere Zuneigung entgegenbringen. Kann ich meinem Lieblingsstück dann sozusagen „fremdgehen“, indem ich noch ein weiteres Exemplar oder Ersatzteil kaufe? Von meiner komischen Beziehung zu einigen Gegenständen…

 

Erstmal möchte ich hier ein dickes fettes Dankeschön loswerden. Dass sich viele Menschen nach meinem letzten Blogpost in den Kommentaren gemeldet haben, hat mich unglaublich glücklich gemacht. Ich war mir echt nicht mehr sicher, ob dieser Blog noch in die richtige Richtung geht und ob die Leser mitgehen, wenn ich eine andere einschlage. Deshalb war dieser viele Zuspruch auch so wichtig für mich.

Danke, dass ihr mir die Freiheit gebt, hier ich sein zu können!

 

So, nun aber wieder zurück zum Du und zum Thema dieses Blogposts, das dann doch wieder etwas mit Minimalismus zu tun hat. Es geht nämlich um ein komisches, kleines Gefühl, das ich schon seit Jahren habe, aber jetzt erst so richtig bewusst wahrgenommen habe:

Das schlechte Gewissen… Gegenständen gegenüber.

Jaja, das klingt ein bisschen verrückt. Ich versuche mal, das zu erklären. Und dann würde ich gerne von dir wissen, ob es dir genauso geht. Oder ob ich tatsächlich komplett neben der Spur bin.

Und zwar besitze ich ein paar Gegenstände, die ich wirklich mag. Lieblingsstücke sozusagen. Dazu gehören zum Beispiel meine Lederhandtasche (die ich hier schon mal ausgekippt habe), meine Space-Wallet, ein paar leider ausgetretene Winterstiefel, eine lange Silberkette, mein Kindle und mittlerweile auch meine Notizbuch-Alternative, die Mind-Papers. Diese Gegenstände nehme ich gerne in die Hand, ich benutze sie gerne, ich habe sie gerne in meiner Nähe.

(Ein kleiner Einschub: Dass unter meine Lieblingssachen auch zwei Teile fallen, die ich hier als Rezensionsexemplare erhalten habe, ist kein Zufall. Beide Teile habe ich mir lange und gründlich angeschaut, bevor ich vorsichtig nach einem Rezensionsexemplar gefragt habe.)

Diese Gegenstände sind für mich fast perfekt. Fast. Denn dann fällt mir etwas ein, was nicht ganz so perfekt ist. Und ich fange an zu überlegen, welcher Gegenstand noch perfekter ist und mein Lieblingsstück ersetzen oder ergänzen könnte. Früher habe ich mir immer wieder neue Handtaschen gekauft auf der Suche nach dem perfekten Exemplar. Die Mind-Papers sind gerade meine Baustelle und auch der Grund, warum ich diesen Text hier schreibe: Die Größe A7 ist eine tolle Größe zum Mitnehmen, aber zu klein für umfangreichere Notizen. Also überlege ich, ob ich nicht noch eins in A6 kaufen soll… hach Mist!

Was mich daran hindert: Ich habe meiner perfekten Handtasche oder der eigentlich auch perfekten Karteikartenhülle gegenüber ein schlechtes Gewissen. Denn ich weiß, dass ich sie nicht mehr genauso wertschätzen würde wie jetzt, wenn es da noch einen Konkurrenten gäbe. Ich kann nur eins der beiden Exemplare intensiv nutzen. Währenddessen würde das andere nutzlos in der Ecke liegen. Und das fände ich dann wieder schade.

Ich muss meine Zuneigung zu diesen Dingen (Zuneigung zu Dingen… ich tippe mir grad selber an den Kopf…) also aufteilen.

In den vergangenen Wochen hat die amerikanische Minimalismus-Bloggerin Miss Minimalist, die ich super finde, mehrfach über „The Joy of One“ geschrieben. Also darüber, was so toll daran ist, von jeder Sache nur ein Exemplar zu besitzen. Sie zählt da einige Vorteile auf, unter anderem sagt sie, dass die Reduktion auf eins uns Achtsamkeit und Respekt gegenüber dem Gegenstand lehrt. Vielleicht zeugt es wirklich von Respekt, wenn ich einem Gegenstand gegenüber ein schlechtes Gewissen habe, weil ich ihm nicht meine volle Aufmerksamkeit schenken kann.

Diesen Gedanken werde ich mir für die nächste Entrümpelungs-Aktion im Hinterkopf behalten: Je mehr ich weggebe, desto mehr Respekt zeigt das den Dingen gegenüber, die ich behalte.

 

Kennst du das Gefühl? Kann man wirklich von jeder Sache nur ein Lieblingsstück besitzen? Besitzt du auch Dinge, denen du so eine komische Zuneigung entgegenbringst wie ich? Oder bin ich doch ein bisschen bekloppt? Das könnte aber auch daran liegen, dass ich gerade „Best of Take That“ höre… 😉

 

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32 Kommentare

  1. Sabrina

    Ich denke nicht, das dies mit Zuneiging an einen Gegenstand zu tun hat, sondern mit der Wertschätzung der Lebewesen die dafür gestorben sind oder Arbeit daran verrichtet haben. Jeder Gegenstand wurde ver- und bearbeitet, teilweise mit Liebe oder unter schweren Bedingungen. Manchmal musste dafür sogar ein Tier leiden oder sein leben lassen. Du wertschätzt also eher Menschen und Tiere die für die Entstehung mitgewirkt haben.

  2. Ich habe vor einiger Zeit gemerkt, dass ich dann selbst Konkurrenz reinbringe und lasse das seitdem. Hab ich meinen perfekten Leoschal, hätte ich ihn mir früher nochmal bestellt in einer anderen Farbe. Jetzt nicht mehr. Sonst ist ja wieder einer von beiden der Schönere. Wenn ich mit perfekt nicht zufrieden bin, geht es vielleicht gar nicht mehr um die Sache, sondern um innere Unzufriedenheit, eine Ersatzhandlung suche ich dann nur. Besser den Grund der Unzufriedenheit finden und ändern.

    Ich hab meine perfekten Sachen für mich mühevoll gefunden und kaufe sie dann zigmal. Beispiel: Bestelle drei Hosen, behalte eine und die wird meine neue Lieblingshose weil sie alle Kriterien erfüllt. Ich hab sie an aber ich spüre sie nicht. Bin taktil hochsensibel, mag Klamotten nicht spüren. Bestelle sie noch 2 und hab dann zwei Jahre meine Ruhe. Die Hose werde ich auch wieder versuchen zu ergattern, wenn die drei kaputt sind. Bei Schuhen grase ich das ganze Internet ab. Reservepaar lohnt sich da, auch bei Ikea Bettwäsche weil die schnell vergriffen ist.

    So mache ich das schon seit 20 Jahren. Auch mit Möbeln. Hab die gleichen Tischlein mehrfach, Lampen etc. Termine hab ich im Kopf und brauche keinen Kalender. Hab deinen Einzeiler übernommen neulich. Aber auch der ist überflüssig für mich. Achso, meine idealen Sachen, mein liebster Besitz kaufe ich auch wieder neu wenn die Sachen ausgebeult, verschlissen sind. Weiß nicht, ob dir das weiterhilft.

    Lg Tanja

    • Pia

      Hallo Tanja,

      Ich würde auch gerne Sachen einfach nachkaufen, aber besonders bei Kleidung ist das gar nicht so einfach. Bis so Sachen wirklich durch sind, dauert es ja ein paar Jahre. Und dann gibt es die oft schon gar nicht mehr zu kaufen. Und sofort ein Ersatzpaar kaufen? Meistens weiß ich ja noch gar nicht, ob ich an Nummer 1 überhaupt genug Freude hab.

      Schwierig schwierig alles. Aber Danke für den Tipp!

      LG
      Pia

      • Line

        Hallo Pia,
        ich mache das auch öfter, dass ich perfekte Sachen mehrmals kaufe. Bei mir sind das vor allem Jeans. Ich habe ein bestimmtes Modell einer Marke, das mir perfekt passt. Das habe dann bei ebay gebraucht gefunden und dann immer mal wieder dort geschaut und wenn jemand diese Jeans angeboten hat, habe ich sie gekauft. So habe ich jetzt bestimmt 5-6 gleiche Jeans in unterschiedlichen Blautönen. Zwei davon habe ich gefärbt, so dass nicht alle gleich ausschauen ;-). Vielleicht ein Tip für Dich.
        LG Line

        • Pia

          Hallo Line,

          Das ist natürlich der perfekte Fall. Ich glaube ich mache mich auch mal auf die Suche nach einer Markenjeans, die mir gut passt. Wenn ich sonst einfach so irgendwo Hosen kaufe, sind das meistens Saisonmodelle, die ich nie wieder finde.

          LG
          Pia

      • Ach so, ich hab so wenig Sachen, dass ich 2-3 mal im Jahr nachkaufen m u s s . Bei Schuhen merke ich schon beim ersten Tragen, dass sie Kandidaten für Lieblingsschuhe werden. Warte dann noch eine Weile mit dem Nachkauf ob sie sich bewähren.

  3. Ich glaube schon, dass es wichtig ist, Gegenstände wertzuschätzen und pfleglich zu behandeln. Manchmal denke ich, dass wie wir Gegenstände behandeln unseren Umgang mit allen anderen Lebensbereichen spiegelt. Menschen, Natur…
    Trotzdem sollte man es nicht übertreiben, einem Gegenstand dieselbe Zuneigung wie einem Lebewesen zusprechen z.B. geht natürlich zu weit. Aber davon hast du ja auch nicht gesprochen. 😉
    LG
    Anja

    • Pia

      Hallo Anja,

      Nein, soweit geht meine Zuneigung auch nicht. Dinge sind Dinge. Würde meine Wohnung brennen, würde ich zuerst alles Lebendig retten und dann erst meine Lieblingssachen. 😉

      LG
      Pia

  4. hmm…vielleicht liegts daran, dass wir es als Wegwerfgesellschaft gar nicht mehr gewohnt sind Lieblingsdinge haben zu „dürfen“. Da sind wir wohl ganz schön gehirngewaschen. Von diesem „neu-besser-will-ich-haben“ Impuls muss ich mich auch regelmäßig verabschieden. Denn eigentlich sind die Dinge doch nur Symbole, oder?
    Eine neue unverbeulte Trinkflasche ohne Kratzer im Lack wäre schicker und einen nicht so komplett schäbigen Eindruck bei anderen hinterlassen (und es ärgert mich ziemlich, dass nicht mal ICH für diese Beulen verantwortlich bin, die Flasche ist zweimal jemand anderen runtergefallen!) – aber da haben wir es ja schon: Ich habe Angst davor, vor anderen einen „schäbigen“ Eindruck zu hinterlassen. Wegen ner Trinkflasche. Kompletter Schwachsinn.
    Aber so funktioniert das wohl.
    neue Handtasche? besserer Kalender? – will man nicht unorganisiert und verpeilt erscheinen?
    als Mutter nen SUV fahren damit man selbstsicherer wirkt, wenn man es schon in der Erziehung nicht so is?
    neue Technikgadgets, damit man endlich mal was mit den Kollegen zu reden hat, weil man das Gefühl hat ausgegrenzt zu sein?

    Ich weiß, das ist ein bisschen weit hergeholt, aber diese Frage finde ich unendlich spannend! 🙂

    • Pia

      Hallo Frau DingDong,

      Jaaaa! Geniale Gedanken! Wenn etwas alt und abgeliebt ist, dann schämt man sich dafür. Ich finds immer toll, wenn hier Dinge angedacht und angesprochen werden, die ich meinen Gehirnwindungen einfach nicht entlocken konnte.

      LG
      Pia

  5. Hey Pia, (Hihi, Take That.. :D)

    bei mir ist es etwas anders.. ich habe manchmal so einen extremen Bezug zu meinen Lieblingen, dass ich sie nur extrem ungern ersetzen würde, auch wenn es etwas Besseres gäbe. Ich benutze viele Dinge einfach bis sie kaputt sind oder es einfach wirklich dumm wäre, nicht mal einen Schritt weiter zu gehen. So habe ich zum Beispiel meine Schuhe 3 Jahre lang permanent getragen, bis sie einfach kaputt und hässlich waren. Jetzt habe ich die gleichen in einer anderen Farbe. 😀

    Ich denke auch oft „passt, funktioniert, also ist es gut.“^^ Nur bei Apps ist das zum Beispiel wieder anders: Da probiere ich gerne herum und schaue was alles möglich ist, bevor ich meine Lieblingsvariante gefunden habe.

    Ich hab aber auch echt das Problem, dass es mir sehr schwer fällt, mich von wirklich lieb gewonnenen Dingen zu trennen. Vielleicht ist ja die neue Version doch nicht so toll und muss wieder zurück getauscht werden? Oh man. Aber du siehst, du bist nicht die Einzige mit seltsamen Beziehungen zu Dingen. 😀

    Liebe Grüße,
    Ronja

    • Pia

      Hallo Ronja,

      Jetzt bin ich erleichtert. Ich kam mir schon ein wenig komisch vor 😉

      LG
      Pia

  6. Genauso halte ich das auch: Ich frage mich vor dem Kauf, ob ich ein anderes Teil dafür (zu sehr) vernachlässigen würde. Das mache ich seit ein paar Jahren, als meine Schränke zu voll wurden, und kaufe seitdem weniger und es geht mir besser mit meinen Sachen.

  7. Xevy

    Liebe Pia, mach weiter so mit Deinem Blog und sei die, die Du bist und schreibe was Dir in denn Sinn kommt!! ich lese es immer gerne 🙂

    Ich habe meinen Lieblingspullover noch einmal nachgekauft. Das sind dann eben „Zwillinge“ und ich liebe den einen so sehr wie den anderen 😉
    Ich gehöre zu den menschen, die 10x die selbe Unterwäsche, 15 gleiche schwarze T-Shirts, und alle Socken einer Sorte und Farbe (schwarz) im Kleiderschrank haben. Und auch immer die selben Schuhe kaufen, wenn die alten kaputt sind.

    Ansonsten versuche ich mit einem Teil auszukommen.
    Hatte ein kleines und ein großes Nudelsieb. Das kleine ist kaputtgegangen. Jetzt nehme ich auch für kleine Mengen das Große Sieb und es erfüllt genauso seinen Zweck.
    Gerade in der Küche braucht man nicht für jede Kleinigkeit ein spezielles Teil. Man kann viel improvisieren.
    Und vieles braucht man so selten, daß sich die Anschaffung gar nicht lohnt :
    30,- für einen Gegenstand (Küchengerät, Schuhe, Pulli, Kosmetikartikel… egal was) den man nur 3x benutzt…. sind 10,- € je gebrauch!!!… ganz schön teuer!!!!

    Auf diese weise rechne ich vieles aus – Was kostet es? – Wie oft benutze ich es? – Wieviel hat EINE Benutzung gekostet?
    Lohnt sich solch eine Anschaffung für Zukunft?

    • Pia

      Hallo Xevy,

      Danke für deinen Kommentar und deine Beispiele!

      LG
      Pia

  8. Gabi

    Liebe Pia,

    ich finde es gar nicht komisch, eine „Beziehung“ zu Gegenständen zu haben, eine wichtige Lektion des Ausmistens besteht ja gerade darin, zu erkennen, wie sehr die Dinge für uns einen ideellen Wert haben (und kaum einen materiellen) und wir sie deshalb horten, uns nicht oder nur schwer von ihnen trennen können, obwohl wir sie nicht nutzen und sie nur Platz wegnehmen und einstauben. Und wie schwer es fällt, Dinge in ihrer Einzigartigkeit zu würdigen, wenn man mehrere Ausführungen besitzt, ist mir ganz besonders aufgefallen, als meine Tochter ein Baby und Kleinkind war. Sie bekam von allen Seiten Kuscheltiere geschenkt und besitzt deswegen (wie wohl die meisten Kinder heute) Unmengen davon, doch konnte sie deshalb nie eine besondere Beziehung zu einem, „ihrem“ Kuscheltier ausbilden, und wenn es einmal zarte Ansätze dazu gab, bekam sie mit Sicherheit schon das nächste geschenkt, welches das vorherige verdrängte. Alle Bitten an die Verwandtschaft, ihr keine weiteren zu schenken, wurden ignoriert.
    Damit könnte ich den nächsten Gedankenpfad einschlagen … Minimalismus und Kinder, Geschenke-Tsunamis, hortende Kinder, heimlich ausmistende Mütter, Erziehung zur Genügsamkeit in einer überall völlenden Umgebung … und und und …

    Liebe Grüße

    Gabi

    • Pia

      Hallo Gabi,

      Ja, ich finde auch, bei Kindern sieht man das noch deutlicher. Wenn sie viel haben müssen sie ihre Aufmerksamkeit und auch ihre Liebe auf viele Dinge verteilen. Und dann ist nichts mehr etwas Besonderes.

      LG
      Pia

  9. cris

    Mir scheint es all zu oft so, dass Leute das Wörtchen „perfekt“ recht inflationär verwenden.
    Was bedeutet denn „perfekt“? Der Duden sagt „frei von Mängeln“ oder „vollkommen“.

    Die „perfekte Handtasche“ ist also vollkommen frei von Mängeln?

    Als Mann besitze ich jetzt keine Handtasche, aber ein paar Rucksäcke.
    Da wüsste ich nun nicht, wie ich „den einen, perfekten“ Rucksack identifizieren sollte.
    Zum Rad fahren habe ich einen kleinen, sportlichen Rucksack mit Trinkwasserversorgung.
    Zum Einkaufen einen der sich so winzig falten lässt, dass er in die Hosentasche passt.
    Fürs Büro einen wo das Laptop und Schreibwaren rein gehen und gut gepolstert sind.
    Für Messen einen extra grossen.

    Sprich, die Eignung von Gegenständen ist situationsabhängig und kann kaum generell beurteilt werden.
    Statt vier Rucksäcken könnte ich nun einen grossen Seesack nehmen, da passt alles rein.
    Ob das nun auf dem Rad gut funktioniert sei mal dahingestellt und ob das Laptop heile bleibt genau so.

    Ich sammle Füller. Ich habe da sehr einfache „Schulfüller“, eher spezielle Kalligraphiefüller und auch den ein oder anderen ganz besonderen Füller, zu denen mich Leute ziemlich schräg ansehen, wenn sie erfahren was so ein Ding kostet. „Mit einem Kuli für 30 Cent kann man doch auch schreiben“. Ja, kann man. Will ich aber nicht.

    Vielen Leuten ist scheinbar auch der Sinn für „Form“ abhanden gekommen – interessant dass man dennoch sehr schnell für Äusserlichkeiten verurteilt wird – viele glauben scheint es dass nur noch der Inhalt Bedeutung hätte, zumindest dann, wenn die Form mit eigener Mühe verbunden wäre.
    Ein Brief schreibt sich mit einem edlen Füller geschrieben ganz anders. Bedachter, ruhiger, vielleicht auch Förmlicher.
    Meine Füller mag ich alle sehr gerne, vor allem auch den einen, welchen ich von meiner Frau geschenkt bekommen habe. Gerade bei dem habe ich dann schon einmal das schlechte Gewissen, wenn ich ihn zu Gunsten eines einfacheren, billigeren Modells zuhause lasse.

    Ein Minimalist bin ich ganz ganz sicher nicht. Aber … das ist mir egal.
    Ich versuche einfach meinen Konsum möglichst Bewusst zu gestalten.

    Ist der Minimalist, der einfach nichts mehr isst und dann nach einem kurzen, also minimalem Leben verstirbt dann so etwa wie eine Ikone unter den Minimalisten?
    „Jau, der hat’s mal durchgezogen“.

    Wie viel ist genug?
    Was braucht man wirklich?
    Haben Dinge ohne wohldefinierten Zweck, wenn sie einem Freude bereiten, nicht doch einen Zweck?

    „Zeit deren Verschwendung Freude bereitet, ist nicht verschwendet“ habe ich mal gelesen.

    Nur so ein paar Gedanken zur Nacht.

    • Sibylle

      „Jau, der hat’s durchgezogen.“ – war genau mein Gedanke, als während der Konsumauszeit des Apfelmädchens auf einmal Überlegungen angestellt wurden, ob der Kinobesuch oder der Spieleabend mit Freunden nicht auch ‚passiver Konsum‘ wären, die es zu vermeiden gälte (find grad nicht, wo das stand)…. Fand ich als Gedanken fast schon abstoßend, weil meines Erachtens(!) im Prinzip lebensverneinend.

    • Pia

      Hallo Cris,

      Danke für den Hinweis. Stimmt, wir (ich) benutzen das Wort „perfekt“ viel zu leichtsinnig. Denn eigentlich ist ja nichts wirklich perfekt.

      LG
      Pia

  10. Ich denke das viele das gleiche Problem haben, für mich ist aber zunächst der Konsum Aspekt verantwortlich denn wer findet eine Sache nicht mehr Attraktiv und wichtig als diejenigen die eine neue Sache gekauft haben. Das geschieht immer wenn man Schoppen geht dort sind Oft interessante Angebote von dem man die Finger nicht lassen kann.

  11. Xevy

    Das INTERNETSHOPPING macht die Menschen zu Perfektionisten in Sachen Konsum.
    Früher, als man noch im Fachgeschäft gekauft hat, war die Auswahl 10.000 mal kleiner als heute im Internet und trotzdem waren die Leute zufriedener und haben wesenlich weniger gekauft.

  12. Nanne

    Hallo Pia,

    ich freue mich auf die anderen Beiträge. Minimalismus hat sich für mich so normalisiert und vieles ist mir selbstverständlich geworden, dass ich auch selbst nicht mehr das Interesse hat darüber groß zu schreiben und auch weniger darüber lese. Nur noch bei den Blogs, die mir wirklich gefallen, wie deinem :o)

    One? Nur wirklich eins? Das funktioniert bei mir nur bei Dingen, die ich wirklich perfekt finde – denn, wenn nicht dann bin und bleibe ich auf der Suche. Das war schon immer so. Mittlerweile glaube ich nicht mehr, dass es den perfekten Rucksack gibt. Momentan habe ich zwei. Ich kaufe mir aber keinen weiteren, weil dann denke ich: Ne, du hast die beiden das reicht. Aber das ist keine emotionale Geschichte. Ich überlege jetzt eher den guten, teuren wieder zu verkaufen und mir dafür einen günstigeren zu kaufen. Der sollte von der Größe mehr Volumen haben und wasserfest sein.
    Mir reicht meine eine Armbanduhr, meine eine dicke Winterjacke und dann habe ich noch eine Regenjacke. Beides sportlich, da brauche ich nicht mehr.Da, wo ich mir der einen Sachen wirklich zufrieden bin, belasse ich es dabei. Da, wo ich selbst aber gerne Abwechslung mag nicht – aber dann denke ich nicht so, wie du es oben beschrieben hast. Dann ist mir die Abwechslung auch wichtig. So schreibe ich gerne mit bestimmten Stiften und eine Farbe reicht mir dann nicht. Mein Füller, den ich super finde, der reicht mir wiederum. Hier kaufe ich mir nur unterschiedliche Tintenfarben.
    Liebe Grüße Nanne

  13. Hallo Pia,

    gewissermaßen kenne ich das schon, ja. Nur habe ich ziemlich viele Dinge mehrfach, wenn es sich als praktischer herausgestellt hat, davon mehrere Exemplare zu haben. Ein schlechtes Gewissen habe ich deshalb allerdings nicht. Ich strebe sogar an, etwas Uniformität in meinen Besitz zu bringen.

    Und ich möchte letztlich ja auch erreichen, dass alle meine Dinge, Lieblingsstücke sind. Wenn mir etwas keine Freude bereitet, verlässt es mich.

    Lieber Gruß,
    Philipp

  14. Christine

    In einigen Bereichen brauche ich die Ausführung nur einmal, z.B. Auto, Wintermantel, Handtasche. Sind die Sachen kaputt, ersetze ich sie. Mag ich sie nicht mehr, ersetze ich sie. Dann suche ich so lange, bis ich den passenden Ersatz gefunden habe. Es ist schon komisch, wenn ich nur eine Handtasche besitze. Aber eine Tasche reicht für meinen täglichen Bedarf aus, auch wenn andere Handtaschen modischer und neuer sind. Ich brauche nichts von einer Tasche in eine andere umzuräumen oder mir Gedanken machen, ob sie mir für die Oper, den Geschäftsbesuch und den Supermarkteinkauf steht. Die Handtasche passt zu mir in allen Lebenslagen – fertig.
    Bei anderen Dingen brauche ich mehr, z.B. Geschirr oder Kleidung. Sonst bin ich ständig „nebenbei“ mit Waschen beschäftigt, das frisst mir zu viel Zeit. Trotzdem habe ich meine Güter auf einen Stand reduziert, mit dem ich mich unbelastet fühle. Das heißt nicht, dass ich nie wieder nach neuen Geschirren oder Kleidung schaue. Gekauft wird nur sehr wenig und sehr ausgesucht. Denn ich möchte wie bisher nur Lieblingsteile in meiner Wohnung haben.

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  20. Vielen Dank für den tollen Artikel. Ich denke es ist besser lieber weniger zu kaufen und diese Dinge wirklich wert zu schätzen. Umso minimalistischer man lebt desto weniger muss man entrümpeln.
    Liebe Grüße,
    Enrico

  21. Hallo Pia,

    vielen Dank für den tollen Artikel. Ich denke auch man solle die Dinge wieder schätzen lernen. Gerade in unserer Konsumgesellschaft neigt man schnell dazu sich Sachen einfach neu zu kaufen anstatt Sie in gebührender Weise zu schätzen.