Reisen, Urlaub, Reisemuffel

Reisen? Muss das sein?

„Sammle Erfahrungen, keine Dinge.“ Jaja, ich weiß. Und was fällt einem da sofort ein? Klar, Reisen. Wer nicht reist, der verpasst was. Zumindest beschleicht mich in letzter Zeit das Gefühl, dass das die gängige Meinung ist. Sind Reisen mittlerweile zu einem weiteren Statussymbol geworden?

Ich reise wirklich gerne. Aber es gibt andere Sachen, die ich genauso gerne mache, wenn nicht sogar lieber. Wahrscheinlich bin ich einfach nur zu faul, um mehr zu reisen. Jedenfalls muss es einen Grund geben, warum ich es nicht öfter tue. Während des Studiums sind viele meiner KommillitonInnen für eines oder mehrere Semester ins Ausland gegangen. Ich nicht. Mir leuchtete nicht ein, wo da der Nutzen sein sollte. Es hat mich auch noch niemand auf dieses Manko in meinem Lebenslauf angesprochen. Im Volontariat bin ich dann für einen Monat in die Redaktion nach Brüssel gegangen und fand es furchtbar. Ich war einsam, fand keinen Anschluss und hatte Heimweh. Und irgendwie schämte ich mich, weil ich mich in der Fremde total unwohl fühlte und keine Lust hatte, jede Ecke der Stadt zu entdecken. Die anderen Volos kamen begeistert zurück und schwärmten von diesem tollen Erlebnis, aber ich wollte einfach nur nach Hause!

Darf Reisen auch keinen Spaß machen?

Es gibt Menschen, die nicht gerne reisen, und das kann ich seit diesem Erlebnis nachvollziehen. Das hat nicht unbedingt was mit Feigheit zu tun oder damit, dass man in seiner Komfortzone klebt wie ein Kaugummi in einer Polstergarnitur, sondern einfach mit dem persönlichen Geschmack. Reisen macht diesen Menschen einfach keinen Spaß. Punkt. Manchmal denke ich auch: „500 Euro für fünf Tage Rom, isses mir das echt wert? Hab ich Bock aufs Kofferpacken und den Flug? Und dann ist Fliegen ja auch noch so verdammt umweltschädlich!“

Hast du dich schon mal gefragt, ob dein Wunsch zu reisen aus deinem Inneren kommt oder ob es nur wieder ein Wunsch ist, der dir von der Gesellschaft eingeflüstert wird? Reist du gerne, weil es grade cool ist, weil es jeder macht, weil du dadurch für andere Menschen interessanter wirst? Oder weil du meinst, du müsstest das tun? Weißt du vielleicht, dass du nicht gerne reist, verleugnest oder versteckst es aber?

Woanders ist auch scheiße

Als ich für mein neues Buch mit einer Minimalistin aus Bochum gesprochen habe, erzählte sie mir, dass sie früher viel gereist sei. Aber irgendwann habe sie festgestellt, dass das nur zu einem Abhaken geworden sei. Ihr Ziel war es, so viele Länder wie möglich zu besuchen, nur konnte sie das nicht mehr richtig genießen. Heute reist sie sehr bewusst, lässt sich mehr Zeit für jeden einzelnen Ort. Und reist insgesamt nicht mehr so viel.

Mir wurde bei diesem Gespräch klar, dass man sowieso nicht alle Länder der Welt bereisen kann. Zumindest nicht, wenn man es richtig machen will. Will man nur deshalb irgendwo hin, um sagen zu können „Da war ich auch schon (guck hier, ich vorm Taj Mahal, ich auf der Chinesischem Mauer, ich beim Surfen auf Hawaii…)“, ist es vielleicht möglich. Aber will ich das?

Wie sagt man so schön? Das Gras auf der anderen Seite des Zauns ist immer grüner. Oder ganz platt: Woanders ist auch scheiße. Egal wo wir sind, wir nehmen uns doch immer selber mit.

Warum reise wir also so gerne? Ich für meinen Teil deshalb:

  • Um Neues zu erleben
  • Um Erfahrungen zu machen, also mich selber und meine Mitreisenden in einer anderen Situation zu erfahren
  • Weil das Unbekannte und Ungewisse aufregend ist (bringt der einäugige Taxifahrer uns wirklich in dieses Einheimischendorf oder will er uns nur ausrauben…?)
  • Um aus meiner gewohnten Umgebung herauszukommen (Hallo Komfortzone!) und mich zu entspannen

Das geht aber auch zuhause.

Neues erleben: Ich wette, dass du deine Stadt bzw. deine Region noch nie aus den Augen eines Touristen betrachtet hast. Besorg dir doch mal einen Reiseführer für deine Heimat. Ich war ziemlich erstaunt, dass es sowas fürs Sauerland tatsächlich gibt. Mein Vater hat früher immer gesagt, wir würden da wohnen, wo andere Urlaub machen. Nur habe ich nie einen Touristen gesehen. Zumindest nicht den klassischen Touristen, der in Gruppen auftaucht und alles fotografiert, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.

Erfahrungen machen: Auch das geht dort, wo du wohnst. Du könntest zum Beispiel ein neues Hobby ausprobieren, einen Kurs belegen, einen Mitternachtsspaziergang machen oder so früh aufstehen, dass du den Sonnenaufgang beobachten kannst.

Ich bin ja nicht die Erste, die sich darüber Gedanken macht, ob die klassischen Reisen wirklich immer das Nonplus-Ultra sind. Anna von passionflow.de schwört total auf Home-Retreats. Das bedeutet, dass du dich einen Tag lang (oder eine Woche) total auf dich konzentrierst. Dazu ist es wichtig, dass du alle Ablenkungen wie Handy, Klingel, Fernseher und Internet ausschaltest. Die Idee finde ich auch toll für Urlaube zuhause. Im Strandhotel auf Kuba hast du auch keinen Internetempfang und niemand nervt dich mit Alltagsaufgaben. Genau deshalb bist du dort ja so entspannt.

Christof von einfachbewusst.de ist ja ein begeisterter Wanderer. Er schlägt vor, jede Reise vor der eigenen Haustür zu beginnen, also einfach loszulaufen. Keine langwierige Anreise, kein Einchecken am Flughafen, keine Buchungen, sondern losgehen und schauen, wohin die Füße einen tragen. Entweder kehrt man Abends in einem Gasthof ein oder man wandert nur einen Rundweg und schläft jede Nacht im eigenen Bett. Für mich klingt das nach einem ziemlich entspannten Urlaub.

Gerade lese ich „Buddha räumt auf: Wie man mit weniger glücklich wird„* von Regina Tödter. Sie erklärt im Vorwort, warum man sich in Hotelzimmern so wohl fühlt: Weil es dort nur das Nötigste gibt, keine unnützen Klamotten, keine mit Deko vollgestopften Regale. Außerdem lebt man in der Gegenwart, man genießt jeden Tag. Genau das ist es doch, was uns Minimalismus bringt! Aufgeräumte Wohnungen, Konzentration aufs Wesentliche und die Fähigkeit, das Leben jetzt zu genießen. Willst du dich also öfter wie im Urlaub fühlen, miste mal wieder kräftig aus 😉

Zu guter Letzt lege ich dir noch diesen sehr witzigen Text von Gitte Härter ans Herz: Urlaub! – Wo fährst du denn hin?

Wie stehst du zum Reisen? Was gefällt dir daran, was nicht? Hast du schon Mal Urlaub Zuhause gemacht und was sind deine Tricks?

 

P.S. Seit gestern gibt es mein neues Buch „Minimalismus – Weniger besitzen. Mehr leben.“ auch in der gedruckten Version. Und zwar hier.

 

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48 Kommentare

  1. Huhu Pia,

    eben krieg ich deinen Pingback – und lese mit Vergnügen deinen schönen Text rund um die Reiserei.

    Jaaaaa!
    – Den twittere ich gleich weiter …

    Herzliche Grüße
    Gitte

    • Pia

      Hallo Gitte,

      Ein Lob vom Schreibprofi, das macht mich jetzt schon mächtig stolz 🙂

      Danke fürs Twittern!

      LG
      Pia

  2. Liebe Pia

    Du sprichst mir in vielen Dingen aus der Seele! (Wie auch der Beitrag von Gitte). Vielleicht werde ich meine Reise- und Nicht-Reise-Erfahrungen auch einmal bloggen. So gut zu lesen, dass es Menschen gibt, denen es ähnlich geht wie mir.

    Herzlich, die Frau Momo

    • Pia

      Hallo Frau Momo,

      Aufstand der Reisemuffel! Yeah!

      LG
      Pia

  3. Hallo Pia,

    ist ja klar, dass ich hier gar nicht nicht kommentieren kann. 😉 Und auf Gittes unterhaltsamen Beitrag gehe ich auch gleich noch ein, also auch ein Hallo an Gitte!

    Ich hatte gerade angefangen zu schreiben, merkte aber schnell, dass es zu viel wird für einen Kommentar. Machen wir eine Blogparade daraus? 😀 (Premi für mich)

    Liebe Grüße,
    Philipp

    • Pia

      Hallo Philipp,

      Blogparade! Klasse Idee! Ich rufe nicht so gerne zu sowas auf, weil ich nie weiß, ob das überhaupt jemanden interessiert, aber fühlt euch frei das Thema aufzugreifen. Fänd ich toll!

      LG
      Pia

  4. Ich bewundere Leute wie dich, Philipp. Früher waren wir mit Wohnmobil unterwegs in jeden Ferien. Heute wären mir die Strapazen des einfachen Lebens zu anstrengend. Vom Sofa auf den Balkon in die Sonne. Wochenendhaus wäre mir schon zu viel. Ich gehe einfach nur in den Garten vor der Tür. Echt faul geworden! Dass reisen bildet, glaube ich nicht. Oder es hat mich einfach noch niemand davon überzeugen können. Ich war neulich in der Mongolei. Mit dem Fernsehen. War froh, dass ich umschalten konnte. Was soll ich da? Dann ein Reisebericht über Island. Bei der kargen Landschaftsbeschreibung wurde ich beim Lesen depressiv. Die Reisenden dann auch. Ich hätte schon keine Lust zu packen. Hab kein Abenteuergen mehr. Die Wüste war mir zu sandig. Ich bin am liebsten zu Hause. Tolles Thema, liebe Pia. Ich glaube, ich will einfach gar nix erleben. Brauche die Fototapete nicht. Hab genug Leben in mir. Liebe Grüße – Tanja

    • Dankeschön, Tanja! Dafür lebst du deinen Minimalismus mit einer bewundernserten Konsequenz! 🙂

      Wer weiß, vielleicht ist mir ja eines Tages auch nicht mehr danach? Daran glaube ich zwar momentan nicht, aber wenn es so kommt ist es halt so. Dann mache ich eben etwas anderes, das mich erfüllt. Wichtig finde ich, zu erkennen, was das denn eigentlich ist.

      Lieber Gruß,
      Philipp

  5. Sandra

    Ja, du sprichst mir mal wieder aus der Seele. Ich habe das Gefühl daß Viele nur reisen, weil es gerade „in“ ist, und nicht weil sie es möchten. Was mich stört ist, daß auch dort dieses „Höher-Schneller-Weiter-Mehr“ Einzug gefunden hat. Nee, das mag ich gar nicht. Ich muss gar nicht bis nach Indien oder in die USA oder Australien reisen. Auch wenn Indien auf meiner Wunschliste stehen würde, aber ich wäre nicht traurig, wenn es nie klappt.
    Ich selbst reise gerne, weil ich Neues sehen möchte. Weil es schön ist daß man, wenn man reist, nicht den ganzen Hausstand mitschleppt und weniger um sich hat. Weil man nicht ganz so viel Zeit vor Fernseher, PC oder mit dem Handy verbringt.
    Mir würde es schon ausreichen in die Länder zu reisen, die so um einen herum liegen. Frankreich, Italien, oder eben auch mal Kroatien oder Schweden.

    Ich mag reisen nicht, weil es „in“ ist, und ich muss nicht höher-schneller-weiter. Aber manchmal habe ich einfach das Gefühl, daß ich raus muss aus meiner vertrauten Umgebung. Da hilft es auch nicht einfach drauf los zu laufen oder die Umgebung mit den Augen eines Touristen zu sehen. Das liegt vermutlich daran daß ich mal für ein oder zwei Tage ein wenig weiter weg von meinen Problemen sein will. Aber auch da muss ich nicht ewig weit fahren, da reicht schon das Nachbarland für mich, wo ich immer einen Schlafplatz habe 🙂

    • Pia

      Hallo Sandra,

      Genauso wie dir geht es mir auch. Höher-schneller-weiter muss ich nicht haben, aber ab und zu mal was neues sehen schon.

      LG
      Pia

  6. Linda

    Hallo Pia,
    einmal im Jahre verreise ich für eine Woche. Letztes Jahr war ich zu einer Freundin in der Schweiz mit dem Zug. Ich liebe Zugfahren. Mal raus aus dem Alltag. In meinem Sommerurlaub mache ich es so, dass ich alle zwei Tage einen Ausflug in die Gegend mache. Ich wohne dicht an der Nordseeküste. Ich finde es aufregend und abwechslungsreich. Aber ich bin auch mal gern zu Hause und erkunde Ostfrieland. Da gibt’s soooo schöne Ecken. Ich brauch den Abstand von meinem Alltag. Aber Reisen um was erzählen zu können, ist auch nicht meins.
    Liebe Grüsse

  7. Hallo,

    als ich die Überschrift gelesen hatte, dachte ich sofort, das wäre ein gutes Thema für eine Blogparade.

    Wenn jemand diese starten möchte, helfe ich gerne bei der Verbreitung auf http://www.blogparaden.de/

    Einfach über die Seite „Blogparade einreichen“ die Blogparade einreichen. Den Rest erledige ich.

    Viele Grüße und ein schönes WE

  8. Franziska

    Hallo Pia,

    ich bin eher ein Reisemuffel. Auch wenn mich einige Orte dieser Welt interessieren würden und ich auch schon ein paar schöne Reisen (in Europa) gemacht habe, finde ich das Reisen an sich sehr anstrengend. Planung, Packen usw… ich werde schon nervös, wenn ich nur einen Tagesausflug mache 😉

    Ich bin zwar gerne an anderen Orten und erlebe auch gerne Neues, aber am liebsten würde ich mich mal eben dort hin beamen können, ohne den Reisestress. Meine letzte große Reise war eine Klassenfahrt nach Schottland und das ist jetzt fast 20 Jahre her (war wunderschön!). Danach kam außer Österreich und der Schweiz kein weit entferntes Ziel mehr.
    Aber ich vermisse ehrlich gesagt auch nichts, ich fühle mich in meiner Komfortzone/daheim sehr wohl. Für große Reisen fehlt mir auch das Geld, aber ich glaube, selbst wenn ich es hätte oder ansparen würde, es wäre mir halt nicht so wichtig, dass ich dafür so viel Geld ausgeben möchte.

    Und wie Du schon geschrieben hast, es gibt auch in der unmittelbaren Umgebung noch so viel zu entdecken! „Warum in die Ferne schweifen…?“
    Also wenn ich mal wieder Lust auf und Geld für eine Reise habe, dann wahrscheinlich eher ein näheres Ziel. Möchte mal an die Nordsee und Robben retten oder mal wieder im Bodensee planschen…

    Viele Grüße
    Franziska

  9. Miss Coolblue

    Da ich in einer Woche den Jakobsweg starten werde, kann ich mich nicht gerade zu den Reisemuffeln zählen 😉
    Aber ich brauche nicht jedes Jahr einen großen Urlaub mit viel Aktion. Seit ich Trekking für mich entdeckt habe, will ich viel mehr von Deutschland sehen. Denn allein in diesem Land gibt es viel zu endecken. Ich habe noch einige Ziele in Europa auf meiner Liste, möchte aber nicht mehr wie früher gern über den großen Teich bis Kanada, Seattle, New Orleans oder Japan. Diese Länder betrachte ich in Büchern und Dokumentationen. Es gibt Jahre in denen ich es einfach nur nutze, dass Freunde und Verwandte im hohen Norden oder im Süden von Deutschland leben.

    LG

    • Pia

      Nächste Woche geht es schon los? Ich wünsche dir ein schöne Zeit und bin gespannt, was du danach zu erzählen hast!

  10. Christine

    Reisen muss sein. Wer ungern reist, erfährt das nur so.
    Auf Reisen begegne ich immer wieder interessanten Menschen, lache viel und erlebe kleine Abenteuer. Ich sehe die Städte mit eigenen Augen. Vor Ostern war ich in Venedig für ein paar Tage. Jetzt kann ich das Lebensgefühl, das in Filmen eingefangen wird, erahnen. Die Plätze und den Blick aufs Meer vom Ufer aus waren eindrückliche Erlebnisse, von denen ich lange zehren werde.
    Beim Reisen beschränkt man sich nicht nur auf wesentliche Dinge, sondern lässt vor allem die heimischen Probleme für eine Weile hinter sich. Dieser Abstand tut sehr gut. Er hilft, mit positiven Eindrücken abzulenken. Bei der Rückkehr haben sich ein paar Probleme erledigt, andere können mit neuer Energie und Effizienz angegangen und gelöst werden.
    Am liebsten reise ich mit der Bahn. Das ist für mich Entspannung pur auf langen Strecken. Aber auch Auto und Flugzeug sind ab und zu erlaubt. Da ich erst seit drei Jahren wieder so reisen kann, wie ich möchte – vorher war das finanziell nicht drin- genieße ich kleine und große Reisen. Denn das ist mein Geschenk an mich.
    In alle Länder der Welt möchte ich nicht reisen. Doch innerhalb Europas gibt es tolle Gegenden, die von mir ein oder zwei Wochen lang erkundet werden wollen. Übers Wochenende plane ich ab Juni zwei, drei Städtereisen, wo ich immer schon einmal hinwollte. Mit meinem Handgepäckkoffer und guter Laune verbringe ich zwei Tage, wie ich will.
    Reisen tut mir gut.

    • Pia

      Hallo Christine,

      Das klingt, als würdest du wirklich aus vollem Herzen gerne reisen. Ich finde das toll. In meinem Text wollte ich das auch gar nicht schlechtreden. Es gibt aber Menschen, die reisen nicht gerne oder nicht, weil sie es wollen, sondern weil sie meine, dass das von ihnen verlangt würde.
      Bahnreisen mag ich auch sehr gerne, obwohl ich eine Zeit lang mal täglich mit der Bahn zur Arbeit fahren musste.

      LG
      Pia

  11. Hey Pia,
    ich will eigentlich ständig reisen und mache es dann doch nie. Dabei liebe ich es neue Orte kennenzulernen und ich gebe zu, dass ich auch den Aufenthalt im Hotel sehr genieße. Und du hast Recht, ich tue das gerade deshalb, weil dort alles so schön minimalistisch ist und man sich nicht um den Haushalt kümmern muss.
    LG

  12. cris

    Also, meine Frau und ich fahren etwa alle ein oder zwei Jahre mal eine knappe Woche an die deutsche Nordsee, je nachdem, wie schlimm es mit den Allergien / Asthma ist.

    Es tut ziemlich wohl, nicht nur die Meerluft, auch etwas zu entschleunigen.

    Alternativ auch mal in den Schwarzwald ein paar Tage.

    Zu mehr, muss ich allerdings gestehen, fehlt mir die Lust. In irgendwelche heißen Urlaubsparadiese will ich sowieso nicht, da ich es lieber kühl mag. Für Norwegen und Co hapert es mir aber auch zu sehr an der Sprache.

    Auch wenn es heisst, man solle lieber in Erlebnisse als in Dinge investieren, irgendwie erfreue ich mich doch mehr / nachhaltiger an Klamotten, Gadgets oder einfach dem neu Streichen eines Zimmers, als ein paar Tage in in der Sonne zu braten.

    • cris

      Oh, Nachtrag: Ich hasse diese Füße am Strand oder sonst wo Bilder wie die Pest 😉
      Das will ich einfach nicht sehen.
      Was denken sich die Leute „Oh ich bin im Urlaub, ich fotografiere mal meine Füße“?

      So was von nichts sagend, genau wie Selfies vor einer Mauer „Ja, das war Athen, nein Moment, Rom? Berlin? Ach hier schau, da sind meine Füße am Strand. Welcher weiss ich aber auch nicht mehr“.

      Narf. Imposante Landschaften, Gebäude, Monumente … gerne alles. Aber … ach egal 😉

    • Pia

      Hallo Cris,

      ich glaube das muss jeder für sich selber rausfinden, was ihm mehr Freude macht. Dieses „Erlebnisse vor Dingen“ setzt einen auch wieder unter Zugzwang: Was muss ich denn erleben? Was gilt denn da? Und wenn ich keinen Bock auf ne 12-tägige Safari hab und mir stattdessen lieber ein neues Fahrrad kaufe, gilt das nicht?

      LG
      Pia

  13. Liebe Pia,
    wie schön, dass ich es mit meinem Home-Retreat in deinen großartigen Artikel geschafft habe. Ich sehe das mit dem Reisen ganz genauso wie du. Habe dazu auch schon einen Beitrag verfasst. 😉 Ich reise auch gerne (am Montag geht’s an den Gardasee), aber ich liebe es auch, meine Umgebung mit neuen Augen zu entdecken. Ich habe so ein Spiel mit dem Hund im Sommer: Einmal in der Woche fahren wir in einen anderen Stadtteil oder in ein anderes umliegendes Dorf und gehen dort spazieren. Es ist manchmal unglaublich, wie wenig man doch seine eigene Umgebung kennt! Und wenn, dann nur vom Durchfahren mit dem Auto. Und ich liebe unseren Balkon, wo bis spät in den Abend die Sonne scheint und ich sie einfach nur genießen kann. In diesen Momenten bin ich genauso glücklich wie an einem fernen Strand! 🙂
    Ganz liebe Grüße
    Anna

    • Pia

      Hallo Anna,

      Danke für deine großartige Inspiration!
      Das mit den Ausflügen in die Umgebung ist auch eine tolle Idee. Werde ich meiner besseren Hälfte mal vorschlagen.

      LG
      Pia

  14. Pingback: Netzfundstücke | frau momos minimalismus

  15. Bei mir ist das eher dazwischen … Fernreisen in andere Kontinente habe ich noch nie gemacht und allzu weit muss ich auch gar nicht. Das kleine Ländchen unserer Nachbarn gefällt mir sehr in seiner Vielfältigkeit und auch in Deutschland gibt es viel zu sehen und zu bereisen. Wem das alles zu lästig ist (Packerei u.a. Vorbereitungen), da gibt’s wunderschöne Tagesausflüge oder man geht einfach von zu Hause aus ein wenig im eigenen Ort rum und guckt, ob man Neues entdeckt.
    LG, Ingrid

    • Pia

      Hallo Ingrid,

      Stimmt. Deutschland ist ein landschaftlich und kulturell so vielfältiges Land, dass man wirklich nicht weit reisen muss, um etwas Neues zu sehen. Und in den Nachbarländern ist man auch ganz schnell.

      LG
      Pia

  16. Hallo Pia.

    Bis vor 10 Jahren ging es so alle 3 Jahre mal nach Spanien, mit dem Auto.
    Männe fliegt nicht. Die Kids fanden das Toll. Und ich fand das andere Sprachen lernen Toll.
    War auch immer schön, ist mir aber inzwischen zu anstrengend.

    Jobmäßig haben wir jetzt festgestellt mein Männe kommt nur zu Urlaub wenn wir auch wirklich weg sind.
    Er hat oft vorweg eine Woche zum runterkommen und dann geht es 2 Wochen an die Nordsee.
    Beim ersten mal mit Dienst Laptop…..
    Blöd, trotz Stick kein Netz. Hihihi.
    Ich fand das gut, mal so ganz ohne.
    Inzwischen klappt das mit dem Netz, aber das Läppi bleibt zuhause.

    Reisen finde ich grundsätzlich schön.
    Fliegen kann, muß aber nicht sein.
    Ich würde das auch mal alleine machen, denn unsere Interessen gehen da doch sehr auseinander. Leider.
    Wir sind oft auch mal nur einen Tag unterwegs und erkunden das Umland.

    Aber so richtig glücklich bin ich wenn die Sonne scheint auf unserem Südbalkon.

    Liebe Grüße Andrea

    • Pia

      Hallo Andrea,

      Es kann auch ziemlich anstrengend sein, wenn man mit den Reisepartnern nicht auf einer Wellenlänge liegt. Wenn der eine den ganzen Tag Strand will und der andere am liebsten von morgens bis abends durch die Gegend streift, kenne das.
      Auch so eine Sache, die einem beim Urlaub auf de Südbalkon nicht passiert 😉

      LG
      Pia

  17. Maren

    Jetzt nach fast zweijährigem Auslandsaufenthalt bin ich sehr glücklich wieder nach Hause zu können. Ich habe erstmal genug von Abenteuer Ausland. Das Gras ist eben nicht grüner.

    • Pia

      Hallo Maren,

      Wo warst du denn und warum?

      LG
      Pia

  18. Liebe Pia,
    Witzig, dass du gerade über dieses Thema schreibst, während wir hier überlegen: Im Urlaub verreisen – ja oder nein?
    Wir haben uns gestern für nein entschieden. Wir bleiben zuhause und ziehen für die Zeit ins Gartenhaus.
    Mehr schreibe ich vielleicht noch die Tage auf meinem Blog (und verlinke dich dann). Liebe Grüße ins auch sehr schöne Sauerland
    Nanne

    • Pia

      Wie wäre es mal mit Urlaub im Sauerland? Wir haben hier… Hügel und… hm… Wiesen… und sogar ein paar Skigebiete!

      • Ich kenne das Sauerland (u.a. war ich in Meinershagen und in der Nähe von Olpe auf Klassenfahrt), und wir haben wirklich schon öfter überlegt dort Urlaub zu machen. Praktisch ist auch, dass die Berge nicht so hoch und steil sind wie in den Alpen. Für uns Flachländer sehr angenehm :o)

        • Pia

          Das Sauerland ist das perfekte Mittelding zwischen Friesland und Alpen, also was die Höhen angeht 😉
          Ob der Touristikverband hier mitliest und sich über die kostenlose Werbung freut?

  19. spannendes thema was zimindest für mich damit zu tun hat: reisen aus der sicht eines introvertieren.

    ein guter artikel der mir nicht in allen aber den meisten punkten aus dem herzen spricht: http://www.introvertiert.org/15-tipps-fur-introvertierte-reisende

    ich habe letztens 2-3 wochen in meiner neuen heimatstadt urlaub gemacht. Das war aus sehr schön. Aber fürs nächste mal habe ich mir notiert: Ich sollte mir einen genaueren plan meiner aktivitäten in der heimat machen und ich sollte mal darüber nachdenken für die zeit in ein hostel/hotel in der gegend zu übernachten.

    schöner artikel.

    grüße aus mainz

    • Pia

      Hallo Zyklop,

      Danke für den Linktipp!

      LG
      Pia

  20. simon

    Vielen vielen Dank für diesen Artikel!! Ich mag Reisen genauso wenig und dachte inmer ich sei allein damit. In mwinem Umfeld gibt es wenig Verständnis für diesen Umstand. Ich denke schon dass einem einfach von der Gesellschaft gesagt wird man müsse Reisen mögen…….dabei kenne ich sehr wenig Menschen die sich immer und übetall wohlfühlen und sozusagen zum Reisen geboren sind.

    • Pia

      Hallo Simon,

      Oh, ich mag Reisen! Nur mag ich es nicht, mich nach den Erwartungen Anderer richten zu müssen 😉 Besonders, wenn man wie du zwischen lauter Reiselustigen lebt, ist es nicht schwer, sich selber treu zu bleiben.

      LG
      Pia

  21. Kurz bevor bei mir Depressionen diagnostiziert wurden, wollte ich aussteigen. Aus dem Leben raus und ab ins Ausland, England, Bali, scheißegal.

    Inzwischen weiß ich, dass das kein bisschen weitergeholfen hätte. Mir wär’s dann einfach woanders scheiße gegangen 😉 Insofern – ja, ich bleiben vorerst zuhause oder in der näheren Umgebung und genieße achtsam meine Ruhe.

    Urlaubsgefühl für Zahause, ja das gefällt mir 🙂

    Sehr guter Artikel und Dein Buch muss ich mir auch gleich mal anschauen :))

    Alles Liebe
    Andrea

    • Pia

      Hallo Andrea,

      Vielleicht ist exzessives Reisen bei einigen Menschen eine Flucht. Aber ich denke es gibt auch viele Menschen, denen der Tapetenwechsel hilft, aus ihrer eigenen Haut herauszukommen.

      Super, dass du erkannt hast, was es für dich gewesen wäre. Ich glaube irgendwo in Bali am Strand mutterseelenallein mit Depressionen aufzuwachen ist nicht so Bombe 😉

      LG
      Pia

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    Intensives Reisen, sich dabei wenn möglich integrieren, mit den einheimischen Menschen dort leben, in einem anderen Land arbeiten – das finde ich interessant. Als Halbsizilianer habe ich in meiner Kindheit viele Wochen mit Oma, Opa, Tanten, Onkeln usw. auf Sizilien verbracht – das war beeindruckend – die Kultur mitleben, ein Teil davon zu sein.
    Gruß
    Alexander