Minimalismus – Ein Luxusproblem?

Weniger besitzen zu wollen – welch ein Hohn in den Augen derer, die ungewollt nichts haben! Dieses Argument hört und liest man ja immer wieder. Muss man sich als Minimalist wirklich schämen, weil man ein Problem empfindet, das vielleicht gar keins ist?

Auf solche Gedanken komme ich meistens nachts, wenn ich nicht schlafen kann. Den Keim dafür hat aber eine Begegnung vor ein paar Tagen gelegt.

Wie du vielleicht weißt (vielleicht habe ich es hier schon mal erwähnt) schreibe ich unter anderem für ein Lokalmagazin. Für einen Bericht für dieses Magazin habe ich mich in dieser Woche mit einem Flüchtling aus Syrien getroffen. Ich wollte seine Geschichte hören, wie und warum er nach Deutschland gekommen ist. Ganz ehrlich: Bisher war das Leid dieser Menschen ziemlich weit weg für mich. Es hat mich einfach nicht betroffen. Klar, es kommen immer mehr Flüchtlinge hier her, mittlerweile ist jeder schon mal welchen begegnet. Ich finde es gut, dass Deutschland so viele Flüchtlinge aufnimmt, dass man sich überall bemüht, sie bestmöglich unterzubringen. Niemand würde freiwillig seine Heimat verlassen, wenn das Leben dort nicht unerträglich wäre.

Dieser Syrer ist 30 Jahre alt, hat studiert, wollte gerade heiraten, als er gezwungen war, Hals über Kopf sein Land zu verlassen. Seine Brüder sind im Gefängnis, er selbst hat 40 Tage gebraucht, bis er hier in Deutschland ankam.

In seinem Land herrscht Bürgerkrieg. In meinem nicht.

Mein Gefühl bei dem Gespräch war irgendwie komisch. Mir wurde klar, dass mich von diesem Mann nicht viel trennt. Vielleicht hätten wir uns mal bei einem Auslandssemester getroffen, auf einem Flughafen, im Urlaub. Er ist genauso alt wie ich, hat in etwa denselben Werdegang. Das Einzige, was uns unterscheidet: In seinem Land herrscht Bürgerkrieg. In meinem nicht.

Nun kamen mir angesichts dieses Leids, das plötzlich über so viele Menschen in Kriegsländern hereinbricht, meine Probleme ziemlich belanglos vor. Ich schreibe hier darüber, dass es befreiend ist, weniger zu besitzen, die eigene Wohnung, den Kalender und den Kopf nicht zu volllaufen zu lassen. Was ist das für ein Problem? Würde ich auch nur einen Gedanken daran verschwenden, wenn ich wüsste, dass meine Geschwister in einem Land ohne Menschenrechte im Gefängnis säßen? Wohl kaum.

Kann ich guten Gewissens sagen, dass ich mir wünsche, dass Menschen durch Minimalismus ein besseres Leben bekommen? Ist es vertretbar, weniger zu wollen, wenn es so vielen Menschen an so vielem mangelt?

Doch dann drehte ich die Frage um: Ist es denn besser, wenn sich die eigenen Gedanken nur darum drehen, was man als nächstes kaufen soll? Ist es nicht sogar viel höhnischer, Geld für das fünfte Handy oder eine nutzlose Küchenmaschine oder eine Markenjeans auszugeben, wenn in anderen Teilen der Welt Menschen für ein paar Cent am Tag Sklavenarbeit verrichten?

Wie auch immer: Ich glaube, das Höhnischste ist, wenn man sich selber Probleme macht, obwohl man überhaupt keine Probleme hat. Wenn man über Kleinigkeiten stöhnt und jammert (dabei erwische ich mich auch oft genug) und dabei vergisst, dass es einem eigentlich verdammt gut geht.

 

Wie siehst du das? Ist weniger haben zu wollen ein Luxusproblem?

 

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25 Kommentare

  1. Hi Pia,

    ins Tun kommen finde ich wichtig! Sparen wir Geld durch unseren Lebensstil, kann man es umverteilen. Du kannst auch ausmisten und die Sachen der Flüchtlingshilfe spenden. Ganz viel durch mein Buch geschehen und es wird immer noch gesammelt. Wir leben im Überfluss. Den können wir nicht abstellen. Aber besser verteilen. Oder: Wie denkst du?

    Liebe Grüße – Tanja

  2. Joerg

    Ich würde sagen, die vielen Gedanken um Minimalismus und das bewusste Verzichten auf Überfluss sind durchaus ein Luxusproblem, aber anderseits nichts, wofür man sich schämen müsste, denn dafür, dass wir sozusagen in diesen Luxus und in einem Land wie Deutschland hineingeboren wurden, können wir nichts. Dafür, was wir daraus machen und eben ob man das für ein paar Cent unter Ausbeutung hergestellte Produkt kaufen oder ein anderes für mehr Geld, schon.

  3. Linda Be.

    Hallo Pia,
    ich finde es vertretbar, dass ich weniger haben will. Ich bin froh, wenn ich abgeben kann. Schämen muss ich mich eher, wenn ich noch mehr haben will.
    Lg

  4. Hallo Pia,

    ja, Minimalismus ist ein Luxusproblem. Aber auch Luxusprobleme sind Probleme. Wir können zwar froh sein, dass wir keine existenziellen Sorgen haben, aber der Mensch ist nun einmal so gestrickt, dass er nicht dauerhaft glücklich sein kann. Er braucht seine Sorgen und seine Herausforderungen. Ob er sie will oder nicht. Daher kommen auf die Menschheit immer wieder neue Probleme hinzu, egal wie luxuriös sie bereits leben.

    Ein Teil meines Freundeskreises hat (gemeinsam mit mir) Probleme und Problemchen, die man keinem Flüchtling oder Hartz IV-Empfänger auf die Nase binden braucht. Die haben ganz andere Sorgen. Aber deshalb sind unsere Probleme trotzdem Probleme. Dafür schäme ich mich nicht.

    Viele Grüße
    Patrick

  5. Gut, dass du das Thema ansprichst, es bewegt mich auch.
    Ich bin noch zu keinem wirklichen Schluss gekommen, weil ich mich ein bisschen schon schäme, mit meinem mehr als 100 Sachen und meinem Minimalismusblabla, wenn ich da traumatisierte junge Menschen mit ner Plastiktüte voll Zeug haben…

    Trotzdem ist Minimalimus ja auch nur ein Werkzeug, um alles wieder in eine sinnvolle Perspektive zu rücken und ein Maß zu halten, denn der Überfluss ist es doch, der alles ins Chaos gestürtzt hat.

    • Ich sollte im müden Zustand keine Kommentare mehr verfassen, Challenge hin oder her 😀
      Sonst denken alle noch, ich sei irgendso ein SpamBot Dings 😀

  6. Natürlich: Minimalismus ist letztlich Luxus. Denn Reduzieren muss ich mir erstmal leisten können. Es bedeutet, es ist mehr da, als ich brauche.
    Aber: Es ist ein sinnvoller und notwendiger Minimalismus-Luxus. Ich sehe es genauso: Im Konsumrusch weiter machen, macht nichts besser – im Gegenteil. Es geht natürlich auch ums persönliche, wirkliche Wohlbefinden. Aber darüber hinaus auch darum, dass unser Wohlstand auf dem Elend anderer Menschen aufbaut. Und ich sehe auch nicht ein, dass einige sehr wenige Menschen u.a. deshalb so steinreich sind, weil wir so blöd sind, deren Schnickschnack zu kaufen,. Währenddessen werden hier bei uns fast still und heimlich (und z.T. gut verpackt) die Sozialstandards runter geschraubt, öffnet sich die soziale Schere der Ungleichheit und Ungerechtigkeit immer mehr.
    Minimalismus ist Luxus – aber sehr sinnvoller und notwendig.

  7. cris

    Hallo,

    du sprichst ein unheimlich schwieriges Thema an, zuerst die leichteren Brocken.

    Es gibt Menschen die haben zu wenig, es gibt Menschen die haben zu viel. Es gibt aber auch Menschen, die einfach zufrieden sind, mit dem was sie haben.

    Wenn man gerne schreibt, hat man vielleicht einen besonderen Block und einen besonderen Stift dazu. Und ist zufrieden damit, weil es eine persönliche Beziehung mit den Gegenständen gibt. Vielleicht hat man auch einen ganzen Haufen schöner Blöcke, Mappen, Füller, Kulis, Bleistifte, .. weil man Freude daran hat, sich damit zu beschäftigen.

    Vielleicht habe ich nun neben den vielen Schreibutensilien und einem kleinen Platz zum schreiben, nur eine winzige Wohnung, kein Auto, kein Fahrrad, kein Computer oder Smartphone.

    Lebe ich nun im Überfluss, weil ich mehr Stifte als Hände habe? Oder lebe ich im Mangel, weil ich ausser diesem einen Überfluss nicht viel Anderes habe? Die Antwort kann eigentlich nur meine Zufriedenheit damit geben.

    Ich kann zufrieden damit sein, ’nichts‘ zu haben, ich kann zufrieden damit sein ‚alles‘ zu haben, ich kann aber genau so gut unzufrieden sein, dass ich nicht noch mehr oder noch weniger habe.

    Ich bin nun – um vom hypothetischen Ich zum echten Ich über zu gehen – in einer Zeit des Überflusses gross geworden, uns trennen nur wenige Jahre, ich bin ein wenig älter. Von klein auf, hat mir damals noch die Reklame und später die Werbung suggeriert, was ich alles haben möchten will. Und das hat funktioniert, ich möchte auch heute aus einem minimalistischen Standpunkt viel zu viel haben und habe auch noch immer viel zu viel. Seien es die Schreibgeräte die ich sammle, die Bücher oder seien es die Brettspiele oder die Musikinstrumente, die ich alle in diesem Leben vermutlich nicht mehr werde ausgiebig nutzen können.

    Ich habe mich oft mit anderen Leuten auseinander setzen müssen, die meinten Spiele zu sammeln sei doch infantil, ich solle doch lieber mit Leuten ins Kino, aufs Konzert oder auf Reisen gehen. Das will ich aber meist nicht, mir macht es Freude ein Spielesammlung mein Eigen zu nennen und nicht im Gedrängel eines Konzertes mit Bier bespritzt und eingequetscht zu werden oder mich im Kino über knisternde, stinkende Sitznachbarn und klappernde Lüftungen zu ärgern.

    Mein Frau hat mir eine Perspektive gezeigt, welche da gut drauf passt „Ich habe zwar keinen Bedarf an dieser Handtasche, aber ein Bedürfnis danach“. Vieles von dem was wir haben – oder los werden – wollen, hat etwas mit einem Bedürfnis zu tun, wir (also die meisten von uns) sind weit weg von jeglichem Nachdenken über echten Bedarf.

    Vielleicht müssen wir einfach nur lernen, die eigenen Bedürfnisse besser von denen abzugrenzen, welche uns die Umwelt einzutrichtern versucht.

    Da war mein Schlüsselerlebnis, nach dem Beziehen der ersten eigenen Wohnung, der erste Einkauf von eigenem Toilettenpapier. Da steh ich vor dem Regal, gefühlt 15 Meter lang, mit gefühlten 2874 Sorten Klopapier.

    Einfach nur blendender Überfluss. Drei Sorten würden mir vollkommen reichen, billiges Sandpapier, teures extraweich und eines dazwischen. Uns werden jeden Tag eine Menge Entscheidungen aufgenötigt, die wir gar nicht treffen wollen. Ich möchte einfach nur ein Klopapier haben, das sich gut anfühlt und nicht 200 Optionen die vielleicht noch weicher sind oder noch besser duften oder die schönere Farbe haben.

    Nun kommen wir zum schweren Brocken (endlich), es gibt immer jemanden, dem es noch schlechter geht. Dem der imaginäre Hut (weil er sich keinen echten leisten kann) hoch geht, wenn ich mir Sorgen über Klopapier mache.

    „Deine Sorgen möchte ich mal haben“ oder „Aber anderen geht doch noch viel schlechter“ ist immer ein fieser und gemeiner Schlag ins Gesicht, es entwertet die eigenen Gedanken, Sorgen und Nöte. Jeder macht sich andere Sorgen, es steht niemanden zu diese zu beurteilen, auch wenn ich es noch so lachhaft finde, dass sich manche Gedanken über ihre Frisur machen, währen die berühmten Kinder in Afrika verhungern.

    Man kann Probleme nicht in „wichtig“ und „unwichtig“ einteilen, vor allem nicht die Probleme Anderer. Man kann die Dringlichkeit bewerten und sagen „Ich sollte dem angefahrenen Radfahrer auf der Strasse vielleicht zuerst helfen, ehe ich der pubertierenden Tochter beim Hairstyling helfe“. Aus der eigenen Perspektive wiegen die eigenen zu tragenden Päckchen immer am schwersten und man sollte die Päckchen von jedem ernst nehmen.

    Und jetzt die Brücke zu den Flüchtlingen, um das auch nicht ganz unkommentiert zu lassen, ich halte es im Moment für deutlich dringender diese Menschen sicher unter zu bringen, als sich damit zu beschäftigen ob wir damit eine Überfremdung oder sonst irgendwas bekommen. Der Flüchtling hat jedoch nichts damit zu tun, ob ich gerne mehr oder weniger Zeug in meinem Leben haben will. Ich sehe keinen Hohn darin, dass ich etwas bei mir Ändern möchte, egal ob mehr oder weniger.

    • Constanze

      Cris, das ist so ein toller Beitrag. Regt so zum Nachdenken über das eigenen Denken an und gibt so viele neue Impulse. Danke dafür.

  8. Hallo Pia.

    Ich finde sich gewollt einzuschränken ist Luxus,
    und ich genieße es, auch wenn ich noch am Anfang stehe.

    Es macht einem aber auch vieles bewußter.
    Ich blätter für mein Leben gerne die Blättchen durch die am WE im Kasterl sind.
    (Meine Männer bestehen leider auf die Blättchen)
    Es macht mir klar was für ein Ramsch da ach sooo günstig unter das Volk gebracht wird.

    Ich kann Bummeln und sehe oft Sachen die ich gerne mag, die einfach schön sind.
    Ich sage das dann auch, aber ich brauche es nicht/will es nicht.

    Es ist aber auch eine Vorbereitung auf das was kommt.
    Ewig kann es in diesem Maß ja nicht weitergehen.
    Und dann werden sehr viele Schwirigkeiten mit der Realität bekommen.

    Liebe Grüße
    Andrea

  9. Anna_k

    Dass wir zuviel haben können, ist sicher Luxus. Aber minimieren, um sich besser zu fühlen? Sofern es nicht in einen Wettbewerb ausartet, empfinde ich es nicht als Luxus, sondern auch als Werkzeug.

    Vor einiger Zeit war das Wort Erstweltproblem in. Ich fand es sinnlos, bloss weil ich aufhöre, über meine Frisur nachzudenken, ist noch niemandem geholfen. Genauso so wenig tut sich was, wenn alle den Beitrag „refugees welcome“ teilen und liken. Ich blockiere solche Beiträge deswegen, denn nicht selten erhalte ich sie in zig Varianten. Und hier kommt wieder mein Minimslismus ins Spiel, ich will da, wo ich es beeinflussen kann, gute Nachrichten lesen, damit ich den Kopf frei habe für das, was mir wichtig ist. Nur mit freiem Kopf setze ich auch etwas um.

  10. Hallo Pia,

    klar, wenn ich weniger habe, als zum Leben reicht, gibt es auch keinen Grund zu reduzieren. Wenn ich den ganzen Tag für das Stillen meiner Grundbedürfnisse aufwende, habe ich auch schlichtweg weder Zeit noch einen freien Kopf, mir Gedanken darüber zu machen.

    Apropos: Freigewordene Zeit und Selbstbestimmung sind der wahre Luxus für mich. In meiner Situation kann ich die durch Minimalismus erreichen. Für andere mag wiederum eine andere Denkart von Nöten sein, um das zu erreichen.

    Lieber Gruß,
    Philipp

  11. Hallo Pia,

    ich kann Deine Gedanken und Gefühle zu diesem Thema gut verstehen.
    Allerdings sehe ich im Minimalismus kein Problem, sondern eine Lebenseinstellung, die Du mit vielen anderen teilst. Jeder entscheidet in einer freien Welt selbst, wie er leben möchte, soweit es die Umstände zulassen. Bürgerkriegsflüchtlinge haben entschieden ihr Land zu verlassen, denn es war ihnen nicht mehr möglich, ihre Lebensvision in ihrer Heimat umzusetzen.
    Ich sehe aber keinen Sinn darin, dass wir uns deshalb ein schlechtes Gewissen machen, dass hier kein Bürgerkrieg herrscht und wir die Möglichkeit haben, so zu leben, wie wir es für richtig halten. Die Flüchtlinge kommen ja zu uns, weil genau das hier möglich ist.

    Wichtig empfinde ich, dass wir den Menschen helfen, ihr Leben wieder aufzubauen und ihnen die Möglichkeit geben, es in ihrem Sinne zu gestalten. Das können Sach- oder Geldspenden sein, Wohnraum, Begleitung beim Gang zu Ämtern oder schlicht ein offenes Ohr.
    Jeder hat sein Päckchen zu tragen und wir können sie nicht miteinander zu vergleichen.

    Viele Grüße
    Anja

  12. Pia

    Hallo ihr Lieben,

    Vielen vielen Dank für eure Kommentare. Ich sehe, dass ich mit diesen Gedanken nicht alleine bin.

    Was ich aus euren Antworten mitnehme (ich fasse einfach mal kurz oberlehrerhaft die Kernthesen zusammen ;)):

    1. Probleme anderer darf man nicht abwerten. Egal, wie lächerlich sie einem erscheinen. Wenn jemand ein Problem hat, dann ist das für denjenigen ernst.

    2. Man muss sich nicht schämen, viel zu haben, solange man bereit ist, mit denen, die weniger haben, zu teilen.

    Und offenbar war die Überschrift etwas irreführend. Wenn, dann ist ja nicht der Minimalismus ein Problem, sondern das Weniger-Haben-Wollen. Sorry.

    LG
    Pia

    • Hallo Pia.

      Genau so sehe ich das auch.

      Helfen und zuhören,
      Sich die Zeit dafür nehmen.
      Aber sich selbst nicht vergessen.

      Liebe Grüße
      Andrea

  13. Ja, es ist Luxus sich bewusst für weniger entscheiden zu können. In dem ich aber nicht mehr so stark in der Konsumgesellschaft mitmache, trage ich weniger zu schlechten Arbeits- und Lebensbedingungen bei. Da ich keine Blumen kaufe, müssen wir mich z.B. in Kenia keine angepflanzt werden – und so wäre Platz für den Anbau von Lebensmitteln, wenn alle so denken würden… Wobei das sich jetzt nicht auf die Lage der Kriegsflüchtlinge bezieht.
    lg Nanne

  14. Andrea

    Hallo,
    ich beschäftige mich noch nicht so lange mit dem Thema Minimalismus. Dazu gekommen bin ich nachdem meine Wohnung vor etwa eineinhalb Jahren ausgebrannt ist und ich plötzlich nur noch das besaß, was ich am Leib und in der Handtasche trug. Diese Wohnung war vollgestopft mit allem, was sich über die Jahre angesammelt hatte, von Büchern über Souvenirs bis zu angefangenen und geplanten Handarbeitsprojekten. Und als ich alles verkohlt in Container gepackt hatte, fiel mir auf, dass ich (fast) nichts davon wirklich vermisse oder brauche. In unserer Überflussgesellschaft bekam ich danach viel geschenkt, ein paar Freundinnen misteten ihre übervollen Kleiderschränke aus, es gab gebrauchte Möbel, Küchengeräte etc. Heute schätze ich es sehr, wenig zu besitzen und ich achte darauf, dass es so bleibt. Auch von den geschenkten Sachen war manches schon wieder zuviel und ich konnte z. B. Handtücher an eine Flüchtlingsunterkunft geben.
    Ich wäre vermutlich ohne den Brand nie von selbst dahin gekommen und hätte vermutet, dass ich viel mehr an all den Dingen hänge, die ich besaß. Ich bemerkte dann aber, dass es im Grunde für mich eine Befreiung und ein Neuanfang war.
    Wofür ich noch relativ viel Geld ausgebe – und was natürlich auch absoluter Luxus ist – sind Erlebnisse: Konzerte, Ausflüge, Reisen etc. Davon kann ich zehren und es füllt mein Herz, nicht aber meine Wohnung.
    Wenn ich doch mal einen Gegenstand kaufe, achte ich viel mehr auf die Qualität und die Herstellungsbedingungen als früher, ich möchte durch meinen Konsum nur noch so wenig wie möglich an der Ausbeutung anderer Menschen in anderen Ländern beteiligt sein. Insofern würde ich Minimalismus auch nicht als Luxus, sondern als einen Beitrag zur Schonung von Ressourcen ansehen, der letztlich allen nutzen kann. Ich freue mich, wenn ich hier immer wieder Anregungen und neue Denkanstösse finde.
    LG Andrea

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