Mein ökologischer Fußabdruck: Lebensmittel aus Deutschland

Achtest du immer darauf, woher deine Lebensmittel kommen? Ok, die gewissenhaften Ökos unter euch werden jetzt etwas erstaunt die Nase rümpfen: Nur regionale Produkte zu kaufen gehört schließlich mittlerweile zum guten Ton! Ich finde das gut, und trotzdem habe ich damit bisher ziemlich geschludert. Es ist eben viel gemütlicher, im Supermarkt (ja, ich kaufe im Discounter) einfach ins Gemüseregal zu greifen und zu nehmen, worauf ich gerade Lust habe. Was natürlich ganz, ganz, gaaaanz schlecht für meinen ökologischen Fußabdruck ist.

Meine Bananen sind weiter gereist als ich in meinem ganzen Leben

Jetzt habe ich  mir einmal die Zeit genommen und genau hingeschaut: Avocados zum Beispiel werden größtenteils in Mexiko angebaut. Bananen kommen aus Südamerika oder Indien. Das Zeug ist weiter gereist als ich in meinem ganzen Leben!

Deshalb versuche ich jetzt, hauptsächlich Gemüse und Obst, das im Umkreis von 800 Kilometern angebaut wird, zu kaufen, also aus Deutschland und den Niederlanden (sind uns NRWlern ja näher als beispielsweise der Schwarzwald). Das ist eine Kategorie beim Ökologischer-Fußabdruck-Test, der sich damit bei mir von 3,93 Hektar und 2,18 Erden auf 3,87 Hektar und 2,15 Erden verkleinert. Ist nicht gerade ein riesiger Schritt, aber Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist.

Eine Übersicht über regionale und saisonale Gemüse- und Obstsorten findest du hier.

Worauf achtest du beim Lebensmittelkauf? Auf welche Leckereien würdest du niemals verzichten?

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17 Kommentare

  1. Interessant. Bei der Ernährung seh ich am Besten aus, da habe ich nur 2%, ich hab nämlich gerade noch mal nachgerechnet. Allerdings sieht es ganz schlecht beim Verkehr aus. Liegt aber nicht an mir. Wir haben keine öffentlichen Verkehrsmittel, ich muss also Auto oder Roller benutzen (mit dem Rad ist viel zu weit und viel zu gefährlich hier). Mitfahrer habe ich dank meiner komischen Schichten auch keine.
    Trotzdem bin ich ganz zufrieden mit meinen insgesamt 3,48 Hektar 🙂

    Nein, um ehrlich zu sein achte ich nicht so auf regional. Ich liebe Bananen, und ich mag auch nicht auf sie verzichten. Wenn es jetzt um Tomaten oder sowas geht, dann bevorzuge ich zumindest die, die aus Deutschland kommen. Aber meist findet man ja noch nicht mal zur Saison welche im Supermarkt….

  2. Hallo Pia,

    ich esse einfach, auf was ich Lust habe. Seit einigen Monaten sind das vor allem Zitronen, Orangen und Melonen. 🙂

    Liebe Grüße – Tanja

  3. Janni

    Hi Pia,

    dazu habe ich mir auch schon viele Gedanken gemacht und viel gelesen. Daher ist das mit dem regional schon nicht falsch, ohne den Zusatz saisonal jedoch auch nicht immer ökologischer. So hat zum Beispiel ein Apfel aus Neuseeland im Winter eine bessere Ökobilanz als ein Apfel aus Deutschland. Das liegt einfach daran, das die Äpfel hier gelagert und gekühlt werden müssen. Und das kostet mehr CO2 als der Transport eines neuseeländischen Apfels mit dem Schiff nach Deutschland. Verrückt, oder?

    Ich für meinen Teil vertrage leider viele Obstsorten die gerade hier in Deutschland wachsen nicht so gut (die Fruktose ärgert mich), dazu gehören neben Äpfel und Birnen auch Erdbeeren. Gut vertrage ich dagegen Bananen und Orangen. Für meine Ökobilanz natürlich schlecht, aber ohne Obst ist auch nicht gesund.

    Aber bei allem was auch in Deutschland wächst, achte ich so gut es geht darauf keine Produkte aus dem (ferneren) Ausland zu kaufen. So sind Kartoffeln aus Ägypten oder Tomaten aus Spanien nicht nur schlecht für die Ökobilanz, sie werden auch unter katastrophalen und total irrwitzigen Bedingungen angebaut (gibt genügend Dokus bei Youtube zu dem Thema).

    In diesem Sinne, ein bewußtes Einkaufen schadet sicher nicht.

    Grüßle
    Janni

    • PiaMester

      Hallo Janni,

      Ja, das mit dem saisonal sollte man wirklich nicht vergessen. Gerade ist ja Apfelzeit, vorgestern war ich noch auf einem Apfelfest. Habe mit ein paar Freunden darüber geredet, wie günstig man gerade Äpfel bekommt, 2 Kilo für 1,49 Euro. Aber ist ja klar: Die Bauern wollen ihre Äpfel nicht einlagern, weil das irre viel Energie kostet, sondern sind froh, dass sie sie direkt nach der Ernte los sind. Naja, jetzt liegen da zwei Kilo Äpfel in meinem Keller, die weg müssen 😉
      Ich finde man sollte das mit der Ökobilanz nicht so furchtbar sklavisch sehen und ich hoffe, dass das hier auch nicht so rüberkommt. Wenn du kein deutsches Obst verträgst finde ich es vollkommen OK, wenn du Bananen und Orangen isst. Da werde ich auch nicht komplett drauf verzichten. Aber wie du schon sagst: Bewusstes Einkaufen schadet nicht. Und wenn die Menschen (die solches Obst vertragen) dadurch einmal zu den deutschen Äpfeln statt zur indischen Banane greifen, ist das doch schon ein Fortschritt.

      LG
      Pia

      • Johannes

        Im Moment ist saisonale Ernährung keine besondere Herausforderung. Aber zwischen Januar und März gibt es dann, wenn man es ernst nimmt, an frischem Gemüse fast nur diverse Kohlsorten. In der DDR war es übrigens so, mit Ausnahme der Tage nach dem 26.4.1986, da gab es plötzlich alles Mögliche…

        Als generelle Leseempfehlung für Dein Projekt will ich Dir noch diese Homepage empfehlen: http://intelligenter-konsum.de/

  4. Hallo Pia,

    ich hab gestern Obst eingekauft und mal nachgesehen: China, Argentinien, Brasilien und Spanien. Hat mich kurz erschrocken und zum Nachdenken gebracht.
    Was ist regional? 50 oder 300 km? Regionale Produkte haben oft eine schlechtere CO2-Bilanz. Wenn die Sachen mit dem Schiff, nicht mit dem Flugzeug transportiert wurden, ist das okay. Stand aber nicht auf meinem Obst drauf. Argentinisches Weidenrindfleisch hat eine bessere Bilanz als Rinder von hier, die im Stall gehalten wurden. Wer steigt da noch durch? Für die Verbraucher ist das alles irreführend und täuschend. Es müsste dann gleich die CO2- Bilanz auf dem Produkt stehen. Und wie es transportiert wurde. Die Angaben gibt es aber noch nicht einheitlich. Genau wie mit den Glasflaschen. Haben auch eine schlechtere Ökobilanz als Plastik. Ich brauche beides nicht. Kannst du auch selbst was anbauen bei dir? Oder magst du das nicht? Ist ja auch Arbeit.

    Liebe Grüße
    Tanja

    • PiaMester

      Hallo Tanja,

      Wir leben in einer Mietwohnung ohne Balkon und beim Garten ist nur Mitbenutzung möglich (aber nicht Mitbepflanzung). Wenn sich das mal ändert, dann möchte ich auf jeden Fall einen eigenen Nutzgarten haben. Und Hühner…
      Das wäre allerdings eine gute Idee, die Ökobilanz auf Lebensmittel, oder besser noch auf alle Produkte zu schreiben. Als Verbraucher blickt man ja gar nicht mehr durch, woher etwas kommt und wie es produziert wurde. Man kann sich nur an ein paar Grundsätze halten, eben regional und saisonal zu kaufen (bei Lebensmitteln) oder Fairtrade-/Bio-Produkte bzw. von Firmen, die als sozial und nachhaltig gelten. Wobei man sich da schon wieder auf die Unabhängigkeit der Prüfer verlassen muss. Wie mans macht, macht mans doch irgendwie falsch.

      LG
      Pia

  5. Jasmin

    Ich finde diesen Schritt super.

    Um im Winter nicht auf ausländisches und nicht saisonales Gemüse zurückgreifen zu müssen, mache ich den Sommer über ganz viel Gemüse und Obst ein (z.B. Tomaten und Apfelmus).

    Wenn dir das auch Spaß machen könnte, kannst du es ja mal probieren!

    • PiaMester

      Hallo Jasmin,

      Gute Idee. Habe ich wirklich noch nie ausprobiert. Aber jetzt habe ich hier einen Sack Äpfel rumliegen und habe schon überlegt, daraus Apfelmus zu machen.

      LG
      Pia

  6. Wie du lebe ich nunmal auf dem Land und arbeite zu weit weg um auf ein Auto verzichten zu können. Aber ich lasse es stehen, wann immer es geht. Wenn das Wetter gut ist und ich nur Kleinigkeiten einkaufe, laufe ich auch und greife auf das Fahrrad zurück.
    Bei Gemüse und Obst achte ich auf saisonales Gemüse aus der Heimat. Wenn es geht, gehe ich zum Markt einkaufen. Aber das klappt nicht immer. Außerdem gönne ich mir hin und wieder tropische Früchte, wie Mango, Banane und Kiwi.
    Kleiner Tipp: Ein großer Topf mit Pflücksalat hat dieses Jahr meine Eltern und mich vor dem sommerlichen Salatkauf bewahrt 🙂

    Erst, wenn ich im Laden nicht das gewünschte finde, bestelle ich Produkte auch im Internet. Wenn es sich vermeiden lässt, verzichte ich aber darauf. Denn wenn es nicht passt muss es ja auch wieder zurück.
    Mittlerweile habe ich den Kleiderkreisel für mich entdeckt und schon einige schöne Dinge erworben oder mein Sparschwein durch die aussortierte Kleidung gefüttert.

    LG

    • PiaMester

      Hallo Miss Coolblue,

      Pflücksalat kannte ich noch nicht. Also man zieht Salat in einer Schale auf dem Balkon und zupft sich was ab, wie man es braucht, habe ich das richtig gegooglet? Geniale Idee, vor allem, weil Salat ja so schnell drüber ist und dann nicht mehr schmeckt.
      Kleiderkreisel wollte ich jetzt auch mal ausprobieren.

      LG
      Pia

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