Notizbuch Bullet-Journal

Mein Notizbuch im Bullet-Journal-Style für die zweite Jahreshälfte

Genau ein halbes Jahr dauert es, bis mein Notizbuch im Bullet-Journal-Style voll ist. Anfang Juli habe ich also ein Neues begonnen. Und das möchte ich dir heute zeigen.

Dieses Notizbuch ist jetzt schon das dritte, das ich auf diese Weise benutze. Ich glaube, ich habe endlich Frieden mit meinem Planungssystem gemacht (richtige Nerds nennen das „Planner-Peace“). Wie es zu meinem Faible für das Bullet-Journal kam, kannst du in diesem Beitrag nachlesen.

Dieses Mal habe ich eine kleine Änderung vorgenommen: Statt einer gebundenen China-Kladde in Din-A6 habe ich mich dieses Mal für ein Ringbuch entschieden. Diese Ringbücher gibt es immer wieder bei einer großen Discounter-Kette im Dreierpack für ein paar Euro. Bisher habe ich sie meistens für den Job verwendet, besonders für Termine, bei denen ich im Stehen Notizen machen musste. Das Schöne an diesen Ringbüchern ist nämlich der feste Einband. Bei den gebundenen Notizbüchern hat mich immer mehr genervt, dass sie sich nicht offen hinlegen lassen. Besonders das letzte Notizbuch war so stramm gebunden, dass es immer wieder zusammenklappte.

Mal sehen, ob die Ringbindung besser ist.

Natürlich habe ich das Buch wieder selber verschönert, dieses Mal mit einem braun-weißen Herzchenstoff. Die rosafarbene Perle musste sein, weil ich mit dem Gummiband etwas zu großzügig umgegangen bin. Ohne Perle schlabbert es.

 

Bullet-Journal Notizbuch

 

Und so richte ich mein Bullet-Journal ein

Als erstes klebe ich auf die Innenseite der Vorderseite eine Karteikarte mit folgendem Text: „Lieber Finder, unter dieser Karte befinden sich 10 Euro. Bitte senden Sie mir das Notizbuch damit zurück und behalten Sie den Rest. Danke (und dann meine Adresse)“. Bislang habe ich noch kein Notizbuch verloren. Passiert das doch mal, vertraue ich auf das Gute im Menschen.

 

Bullet-Journal Notizbuch

 

Im zweiten Schritt schreibe ich auf die erste Seite das Wort „Index“ (Ok, das I sieht hier eher aus wie ein J, ich wollte mal schön schreiben ;)). Für den Index, den ich ehrlich gesagt kaum benutze, lasse ich fünf Seiten frei.

Darauf folgt dann schon die erste Monatsübersicht.

 

Bullet-Journal Notizbuch

 

Danach geht es weiter, wie üblich. Zu Beginn jeder Woche mache ich mir eine To-Do-Liste, jeden Tag beginne ich eine neue Seite mit Aufgaben, Notizen, Ideen und allem, was mir noch so einfällt.

Nach wie vor bin ich ziemlich glücklich mit diesem System. Manche stört ja am Bullet Journal, dass man nicht wie in einem Kalender Termine weit im voraus eintragen kann. Dafür nutze ich einfach meinen Google-Kalender, den ich außerdem mit dem meines Freundes synchronisieren kann.

 

Wie sieht dein Notizbuch aus? Welche Planersysteme hast du schon probiert? Welche haben dir gefallen und warum?

 

P.S. Samstag bin ich beim Minimalismus-Treffen 2015 in Frankfurt. Ich habe mich ziemlich spontan angemeldet, freue mich aber schon total auf viele bekannte und neue Gesichter. Wenn du Lust hast, komm doch auch vorbei! Mehr Infos zu Ort, Zeit und Programm findest du hier.

 

Mehr Tipps und Inspirationen, wie du dich einfacher organisierst, bekommst du in meinem Buch „Minimalismus auf dem Schreibtisch: Besser arbeiten durch mehr Ordnung im Büro“ (gedruckt und als E-Book bei Amazon, digital auch in allen anderen Online-Shops, beispielsweise im Ecobookstore).

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22 Kommentare

  1. Marcus

    Es gibt echt noch Menschen mit analogen Notizbücher, Adressbücher, Kalendar? Irre. Ich bin beeindruckt.

    • Pia

      Ich glaub, davon gibt es mehr, als du denkst 😉

  2. Linda

    Hallo Pia,
    ich würde auch nicht alles nur in mein Handy schreiben. Das geht schneller kaputt, als ein Notizbuch oder man verliert es oder es wird gestohlen. Ich hab schon mal eins verloren und hab mich dann geärgert, dass die Termine alle weg waren. Unterwegs nehme ich mein Handy, aber zu Hause trage ich auch noch mal alles in einen schönen Wochenkalender, den ich geschenkt bekomme. Und meine todoliste ist da auch drin. Lg

    • Pia

      Hallo Linda,

      Nun ja, weg muss ja nicht alles sein, man kann Infos auf dem Handy ja auch synchronisieren, in der Cloud und so. Ich hätte viel mehr Angst, dass ich – doof wie ich manchmal bin – aus Versehen auf „Löschen“ drücke, und dann ist alles weg 😉

      Ich finde einfach, dass mit der Hand schreiben ein ganz anderes Gefühl ist. Das regt auch andere Bereiche im Gehirn an.

      LG
      Pia

  3. Liebe Pia,
    ich finde es ja immer bewundernswert, wenn Leute durch ihr Bulltejournal durchsteigen ;D
    Ich selber bin nach Jahren wieder zurück zum Filofax gekommen. Die Erweiterungsmöglichkeiten, die mit der Ringmechanik gegeben sind, sind einfach ideal für mich (früher haben mich die Ringe sehr gestört, dass ist mittlerweile nicht mehr so, warum auch immer :-O ). Innen drin waltet jedoch mein Lediberg Kalender. Ihn habe ich noch mit einer Wochenseite modifiziert und das scheint das perfekte System für mich zu sein (ich spreche jetzt mal nicht von „planner peace“ 😉 ).
    Wie findest du dich denn ohne Index zurecht, wenn du schreibst, du nutzt den eigentlich nicht so richtig?
    Liebe Grüße
    Sunray

    • Pia

      Hallo Sunray,

      Hey, jeder, wies ihm am besten passt! 🙂

      Um mich zurecht zu finden nutze ich meistens mein Gedächtnis. Oft weiß ich noch, in welcher Situation oder wann ich etwas aufgeschrieben habe, dann blättere ich einfach zu dem Tag zurück. Ich nutze außerdem Kürzel und Zeichen, beispielsweise ein „I“ für Idee, Kästchen für ToDos usw., damit finde ich mich auch gut zurecht.

      Allerdings kann es gut sein, dass in meinen Notizbüchern schon die eine oder andere Idee verloren gegangen ist. Ich müsste die Bücher wirklich mal durcharbeiten…

      Lg
      Pia

  4. Hallo Pia
    Oh, ich liebe meine analoge Papier-Agenda, das Adressbuch und unseren grossen Monatsplaner.
    In der Agenda mit Tageseinteilung notiere ich Termine, To-Do-Listen, Geburtstage und sonst noch alles mögliche… Ohne spezielles System, einfach mit genügend Platz und vielen Farben. Zusätzlich habe ich jeweils noch ein kleines Notizbüchlein dabei für Ideen oder längere Texte…
    Elektronisch lasse ich mich von der Geburtstags-App unterstützen. 🙂
    Herzliche Grüsse, Yvonne.

    • Pia

      Hallo Yvonne,

      Was wäre ich ohne die Geburtstags-Erinnerungs-Funktion von Facebook? Total aufgeschmissen 😉

      LG
      Pia

  5. Hallo Pia,

    ich arbeite nach wie vor mit Notizblock und Kalender. Meine Notizblöcke überdauern neuerdings zwar nur noch drei statt sechs Monaten, aber das System funktioniert nach wie vor hervorragend für mich.

    Eines Tages schreibe ich darüber auch noch mal. 🙂

    Viel Spaß in Frankfurt! Ich packe es heuer nicht, aber nächstes Jahr ist ja auch noch eines.

    Liebe Grüße,
    Philipp

    • Pia

      Hallo Philipp,

      Ja, nächstes Jahr musst du unbedingt kommen. War echt super da!

      Lg
      Pia

  6. Hallo Pia.

    Ich lebe mit einer Exeltabelle.
    Alles andere habe ausprobiert, und wieder aufgegeben.
    Ist aber eine gute Idee.

    Ich hoffe du hattes Spaß in Frankfurt.
    Hier wohne ich, hier lebe ich.
    und es war eigentlich nur ein Katzensprung.
    Aber es hat leider nicht gepasst.

    LG Andrea

    • Pia

      Hallo Andrea,

      Schade, dass du nicht da warst.
      Ich hatte Spaß in Rödelheim. Hach, dieser Name…. 😉

      LG
      Pia

  7. Vielen Dank für Deine Ausführung!

    Analog/Digital: Ich denke die Mischung machts!

    Lange Zeit war bei mir digitales Organisieren das Non-Plus-Ultra und hatte mein damals geliebtes Filofax ersetzt. Adressen, Termine, Sheets, Links und Notizen in meinen Google-Account. Mit meinem grossen Smartphone (Galaxy Note) bot sich dies auch an.

    Dann kam die N-S-A (wie die alle heissen) und schwupp hab ich meine Daten runtergezogen.

    Wenn ich heute was digital aufbewahren will vermeide ich amerikanische Anbieter bzw. dessen Server-Standort. So bin ich zb bei dem deutschen owncloud-Anbieter blaucloud und meine E-Mails sind nun bei posteo (inkl. E-Mail-Adressen und Terminkalender).

    Aber was hat nun mit einem analogen Notizbuch zu? Ich habe u.a. wegen den obigen Gründen eine gewisse Abkehr vorgenommen. Ich besitze nun sogar 2 Notizbücher, eins für Ideenjournal und eins neuerdings als Tagebuch. Beide von Leuchturm1917 im krassen Neonlook.

    Die Notizbücher haben nun aber auch ein gesellschaftlichen Vorteil: Man hängt nicht nur am Handy um seine Ideen oder Besprechungen einzuhakken und wird nicht immer von anderen beäugt 😉

    Das Tagebuch ist gerade in meiner gesundheitlichen Situation eine Therapie-Maßnahme geworden. Da habe ich noch nicht soviel Erfahrungen mit. Ich bin in dem Zusammenhang aber auf eine sehr interessante Seite gestoßen, die ich gerne weiterempfehle: http://www.schreibjournal.de

    Ich denke beide Formen ergänzen sich wunderbar. Der einzige Nachteil ist wenn überhaupt: Notizbuch in digitale Form bringen, wenn man es mal braucht.

  8. Hi Pia, vielen lieben Dank für deinen tollen Einblick! Das Problem ist ja leider tatsächlich, dass es in Deutschland noch kaum wirklich gute Quellen zum Bullet Journal gibt. Deswegen von uns auch nochmal eine Erklärung zum Bullet Journaling auf Deutsch. Übrigens gefällt uns vor allem dein minimalistischer Stil ziemlich gut! 😉 Viele kollegiale Grüße!

    • Pia

      Hallo Test,

      Stimmt, so viele ausführliche deutsche Texte gibt es dazu nicht. Ich finde aber, dass das auch nicht nötig ist. Das System ist ja so wunderbar einfach und selbsterklärend, dass es nicht viel darüber zu sagen gibt. Das ist ja das Tolle daran.

      LG
      Pia

  9. Pingback: Karteikarten statt Notizbuch

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    Seit neuestem habe ich das BuJo auch für mich endeckt und mich sofort in die Marke Leuchtturm1917 verliebt. Zugegebe etwas teurer, ich jedenfalls musste erst genau überlegen ob es mir das wert ist, bin nun aber tatsächlich stolze Besitzerin zweier Exemplare,da es so viele tolle Farben gibt. Das eine ist mein Uni-Kalender, das andere mein Bullet Journal 🙂 Ich kann die Leuchtturm A5 Bücher nur empfehlen, da sie nämlich Hardcover sind, aber trotzdem problemlos offen liegen bleiben, der Einband sich so wundervoll anfühlt und es das ganze dotte, liniert, kariert oder komplett blank gibt.