Linktipps zum Wochenende: Lehrerleid, Geldfreiheit und Nomadentum

Heute habe ich für euch keine kleinen Lesehäppchen für zwischendurch, sondern richtig sättigendes Lesefutter, das vielleicht auch schwer im Magen liegt (was für eine Metapher!). Das heutige Tagesmenü, von der Chefbloggerin empfohlen:

Aperitif

44 Minuten… dauert es, diese Dokumentation über den Lehrerberuf anzuschauen. Wenn man sich für ein geisteswissenschaftliches Studium entscheidet, sitzt man zwangsläufig zwischen lauter Lehramtsstudenten. Die werden wenigstens nicht ständig von ihren älteren Tanten gefragt: „Und was willst du damit mal werden?“ Damals hielt ich das für einen echten Vorteil und zweifelte daran, warum ich da nicht einfach mitmache. Was soll man sonst mit einem Abschluss in Literaturwissenschaften und Geschichte auch anfangen? Aber irgendwie habe ich immer gewusst, dass Lehrersein nichts für mich ist. Ich wollte nicht irgendwann hilflos schreiend vor 30 pubertierenden Schülern stehen. Und das hätte ich, so geduldig und autoritär bin ich nämlich nicht. Das habe ich nach dieser Dokumentation auch bestätigt bekommen. Lehrer sein bedeutet eben nicht, dass man im Sommer sechs Wochen frei hat und ab mittags sowieso.

Vorspeise

5 Stunden… benötigt ihr (so Pi mal Daumen) um das Buch „Glücklich ohne Geld!: Wie ich ohne einen Cent besser und ökologischer lebe„* von Raphael Fellmer zu lesen. In der Kindle-Version ist das Buch kostenlos. Den Autor kennt ihr, das ist der, der immer nachts in Mülltonnen nach Lebensmitteln sucht und sich dabei filmen lässt. Manchmal finde ich seine Ansichten sehr extrem. Aber mediale Aufmerksamkeit bekommen eben meistens die kompromisslosen Menschen. Kann ich verstehen, wir wollen alle wissen, wie weit man gehen kann. In seinem Buch geht es deshalb auch um seinen Lebensweg, der doch ziemlich aufregend war. Ab und zu sind die Schilderungen seiner Gefühlswelt etwas langatmig und das, was wirklich passiert ist, bleibt auf der Strecke. Trotzdem ist es ein sehr lesenswertes Buch.

Hauptgang

10 Stunden … werden fällig, wenn ihr euch den kompletten Ratgeber „Digital, Unabhängig, Frei“ von Conni Biesalski einverleibt. Mit Videos und allem Pipapo ist das Paket zwar nicht ganz günstig, aber sein Geld wert. Die digitale Nomadin beschreibt darin, wie sie ihr Business aufgebaut hat. Solche persönlichen Geschichten finde ich immer sehr spannend. Die Tipps dazu sind ziemlich konkret und zahlreich. Was mir besonders gut gefallen hat, ist der Gedanke, dass man eigentlich (fast) alles lernen kann. Dieser Zeugnis-Fetisch, der in vielen Köpfen vorherrscht, geht mir ja schon immer auf den Keks: Für etwas geeignet ist man nur, wenn man eine entsprechende Ausbildung mit Abschluss hinter sich hat. Ok, Herzchirurg wird man kaum autodidaktisch, aber viele Fähigkeiten kann man sich selber aneignen.

Und als Nachtisch

1 Stunde … braucht ihr zum Lesen meines neuen Buches „66 Upcycling-Projekte mit Plastik, Glas und Metall„. Sehr viel Zeit mehr jedoch werdet ihr danach damit verbringen, eure eigenen Upcycling-Projekte umzusetzen.

Ich hoffe, ihr seid jetzt so richtig schön vollgelesen, haltet euch den Kopf und sehnt euch nach einem Verdauungsschläfchen.

 

*Affiliate-Link zu Amazon. Wer dort nicht kaufen will, einfach Rechtsklick „Google Suche“ und das Buch woanders bestellen. Oder zum Buchhändler gehen.

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4 Kommentare

  1. Hallöchen,

    eine schöne Auswahl an Linktipps. Die Lehrerdokumentation habe ich mir gleich angeschaut. Auch wenn sie wohl nur an der Oberfläche gekratzt hat, hat sie doch einen interessanten Einblick in den Lehreralltag geboten.

    Finde es auch schön, wie du zu jedem Link in etwa die Zeit dazu geschrieben hast, die man in etwa braucht um das Buch zu lesen oder um das Video anzuschauen.

    Liebe Grüße,
    Abigail

  2. Den Lehrerfilm werde ich mir heute (sitz mit Schnupfen hier) sicher mal anschauen, weil ich bald hoffentlich mit dem Studium fertig bin (Geschichte/Deutsch) und auch schon länger so ein diffuses Gefühl von „mag nicht Lehrer werden“ hab…
    Ich kann da grade jede Entscheidungshilfe gebrauchen (wobei diverse Erlebnisse im Praktikum eigentlich reichen, z.B. der Gedanke „kein Bock auf das!“, wenn man nach Feierabend aus der Schule kam… :/).

    • PiaMester

      Hallo Plastikkriegerin,

      Wenn du schon im Praktikum merkst, dass du auf den Lehrerjob keinen Bock hast, dann ist das meiner Ansicht nach ein ziemlich untrügliches Zeichen und noch die richtige Gelegenheit, die Notbremse zu ziehen. Ich habe auch Geschichte und Deutsch (naja, Literaturwissenschaften) studiert und kann dir sagen, dass man damit noch eine ganze Menge andere Sachen machen kann, auch wenn alle Leute dir erzählen wollen, dass du damit Lehrer werden oder an der Uni bleiben musst. Ich drücke dir die Daumen, dass du deine Berufung findest!

      LG
      Pia

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