Lebst du schon oder konsumierst du noch?

Es ist heute so leicht, in fremde Rollen zu schlüpfen. Wir tun es jeden Tag. Indem wir fremde Geschichten konsumieren. Indem wir etwas planen, statt es zu tun. Indem wir uns mit Kostümen und Requisiten eindecken, aber nicht auf die Bühne treten. Wir leben so oft lieber passiv als aktiv.


Endlich leben! Woohooooo! Was für ein Ausspruch! Als ob wir alle gammelige Zombies wären, die darauf warten, dass irgendjemand ein Gegenmittel findet und sie wieder zum Leben erwecken. Ja, das mit dem endlich leben ist eine ziemlich ausgelutschte Phrase. Und die Überschrift – das hast du sicher schon gemerkt – ist stark angelehnt an den Werbespruch eines großen Möbelherstellers.

Aber wenn wir so darauf anspringen, endlich leben zu wollen, dann muss uns doch irgendwie die Ahnung quälen, es jetzt noch nicht zu tun. Als ob das Leben darauf wartet, dass wir mitmachen. Es geht auch so weiter, jeden Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr, bis es vorbei ist.

Und doch haben wir offenbar oft das Gefühl: Das ist nicht das richtige Leben, das kommt erst noch.

Woher kommt dieses Gefühl? Warum glauben wir, dass wir noch am Startblock knien und erst dann loslaufen dürfen, wenn der Schiri in seine Pfeife pustet?

Ich glaube – und das ist meine ganz eigene, überhaupt nicht wissenschaftlich gestützte These – weil wir oft passiv leben anstatt aktiv.

Wie ich darauf komme? Ich habe es bei mir selbst gemerkt.

Wenn ich etwas wissen will, lese ich ein Buch darüber. Wenn ich etwas können will, lese ich ein Buch darüber. Neuerdings lese ich auch Blogs oder schaue mir Tutorials in Video-Form an. Ich habe total Bock, etwas auszuprobieren, doch anstatt das zu tun, lese ich mich erstmal ein. Erst die Theorie, dann die Praxis, ist ja klar. Am Ende habe ich mir dann so viel Wissen über dieses Thema angeeignet, dass es mich nicht mehr interessiert.

Was für ein Erlebnis… Tröttrötapplausjuchuu…

Das hinterlässt irgendwie einen schalen Nachgeschmack bei mir. Vor allem, wenn ich mir die vielen DIY-, Bastel- und Handarbeitsbücher ansehe, die ich mir im Laufe der Zeit gekauft habe. Wie viele Dinge daraus habe ich wirklich nachgebastelt? Die Zahl ist schwindend gering.

Dieser Blogbeitrag von Sandra ist mir in den letzten Tagen nicht aus dem Kopf gegangen. Sie schreibt darüber, dass viele Menschen lieber über Minimalismus lesen, als ihn in ihrem eigenen Leben umzusetzen. Und da habe ich mich gefragt, ob und wobei mir das schon passiert ist. Leider muss ich sagen: Oft. Ich schaue und lese gerne Berichte von Menschen, die es geschafft haben, wirklich einfach zu leben. Doch selber bringe ich die Energie oft nicht auf, wieder etwas auszusortieren. Oder, was noch anstrengender ist, mich dem Widerstand meiner Mitmenschen zu stellen.

Der Minimalismus der anderen ist nur ein Beispiel. Wie oft habe ich schon Geschichten von Menschen gelesen, die etwas geschafft haben, was ich mir wünsche. Doch anstatt die ersten Schritte in diese Richtung zu gehen und dann auch dran zu bleiben, habe ich es beim Lesen und Träumen belassen. Irgendwann dachte ich, ich wäre ein Scanner und das wäre eben meine Persönlichkeit. Jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher.

 

Konsumieren statt leben

Noch eine Sache, die einen zurückhält: Das Planen. Ich plane wirklich gerne und detailliert, doch oft bleibt es dann auch dabei. Ich stelle mir vor, wie ich etwas tue und erreiche, ich halte es schriftlich fest, doch dann komme ich nicht weiter. Manchmal wünschte ich mir, da wäre jemand, der mir den Plan jeden Tag unter die Nase reibt, andererseits kann ich es nicht ausstehen, kontrolliert zu werden.

Früher kam bei mir nach dem Lesen und Planen noch eine dritte Stufe: Ich habe mir das nötige Equipment zugelegt. Irgendwann wollte ich unbedingt Filzen, also habe ich mir erstmal ein dickes Paket Wolle und Nadeln und Unterlagen und was man dazu nicht alles braucht gekauft. Ich dachte auch mal, Joggen würde mir Spaß machen, also habe ich mir so eine furchtbar enge Laufhose geholt (übrigens bin ich darin wirklich ein paar Mal gelaufen, aber dann war sie mir doch zu peinlich). Manchmal habe ich das neue Hobby wirklich ausprobiert, aber oft hat es mir schon genügt, mir die nötigen Sachen dafür zu kaufen.

Ich glaube, damit bin ich nicht alleine. Es gibt Menschen, die lesen kistenweise Reiseführer, kaufen sich ein Dreimannzelt und einen Schlafsack und belassen es dann dabei, von ihrem Trekking-Urlaub zu träumen. Manche machen eine Fortbildung nach der anderen, sparen sich einen Batzen Startkapital an und trauen sich dann doch nicht, ihr eigenes Geschäft zu eröffnen. Es gibt Städter, die lesen jeden Monat die Landlust, gärtnern auf dem Dach aber können sich niemals überwinden, ihren Wunsch vom Bauernhof auf dem Land in die Realität umzusetzen. Das Glück ist dabei immer nur den ersten Schritt entfernt.

Statt zu leben, konsumieren wir lieber. Anleitungen, fremde Geschichten, Wissen, Materielles. Wir gucken uns Abenteuerfilme an oder unsere Facebook-Timeline. Wir streifen durch Autohäuser und Online-Shops, lassen uns Dinge vorführen und erklären, aber bleiben dabei immer passiv.

Ist doch irgendwie blöd, oder?

 

Hast du das auch schon mal erlebt, dass du etwas tun wolltest, es dann aber beim Konsumieren und Informieren belassen hast?

Kennst du schon meinen Newsletter? Einmal im Monat schicke ich dir ein mit ganz viel Liebe und Hirnschmalz zusammengestelltes Schmökerpaket  mit Lesetipps zum Thema einfaches Leben und Minimalismus. Trage dich hier ein und du bekommst als kleines Begrüßungsgeschenk mein E-Book „Minimalistisch schick: 10 Tricks, die dein Styling von Grund auf einfacher machen“.

Leave a Reply

45 Kommentare

  1. Hallo Pia,
    was Du Scanner nennst, nenne ich „Läufer“ und Im Vergleich zum Läufer bin ich wohl eher der „Springer“: Ich stelle mir immer vor, zwischen mir und einer neuen Lebensweise steht ein imaginärer Zaun, ich empfinde eine Hürde oder sehe eine Grenze, hinter der dann das veränderte Leben stattfindet.
    Ich nehme Anlauf und springe über den Zaun, ohne lange zu fackeln. Ich bin ungeduldig, mich reizt das Neue und mögliche Risiken und Nebenwirkungen sind mir ziemlich egal. Und mich erst mit der Theorie auseinanderzusetzen … dazu habe ich meistens weder Lust noch Geduld. Ich bewundere diese Fähigkeit!

    Der Läufer dagegen klettert quasi vorsichtig am Zaun hoch, um erst einmal zu sehen, wie es auf der anderen Seite aussieht. Mit einem Fuß wird die Standfestigkeit getestet, erst dann kommt auch das zweite Bein. Du möchtest vielleicht sicherstellen, dass es Dir hinter dem Zaun auch gefällt und alles okay ist.

    Jede der beiden Herangehensweisen hat ihre Vorteile.

    • Pia

      Hallo Sandra,

      Interessanter Vergleich. Ich glaube ich hätte tatsächlich Angst, dass hinter dem Zaun eine Schlucht auf mich wartet.

      LG
      Pia

  2. Kenne ich, Pia. Ich schau mir so Reportagen auch an und brauche lange um zur Erkenntnis zu gelangen: „Es wäre nicht meins.“ Ich hab schon mein Traumleben. Bewusst ohne Selbstversorgung, Bauernhoftiere, Hausumbau, digitalem Nomadentum. Die Strapazen des einfachen Lebens. Wäre mir zu anstrengend. „Ich bin so froh, dass ich da gerade nicht bin“, denke ich bei Reisesendungen. Warum ich mir das ansehe? Als Kontrast vielleicht? Um zu sehen, wie ich n i c h t leben will? Ich mache gerade Knoten in die Spaghetti. Schmeckt auch lecker! Ist es der schnelle Zugang zu Infos, die uns unterm Strich ja auch nix bringen? Weswegen ich auch keine Abenteuer- und Aussteigerblogs mehr lese. Klingt spannend aber setze ich ja eh nicht um.

    Ach so, meine Strategie: Kein Extra-Material kaufen (oder erst nach einer Zeit) und eine Sache am Tag dafür tun um dein Ziel zu erreichen. Sonst meint man es eh nicht ernst.

    Liebe Grüße – Tanja

    • Werden Abenteuer nicht auch glorifiziert auf den Blog? Bsp.: trampen. Bringt angeblich so tolle Begegnungen. Warum kann ich mich dann an keine erinnern? 🙂

      • Ich bin gerade sehr zufrieden mit meinem Leben und habe trotzdem Pläne für die Zukunft. Ich habe aber auch das Gefühl, jeden Tag etwas für diese Pläne zu tun. 🙂

        Obwohl ich hinter dem Konzept Trampen stehe, trampe ich quasi nie. Ich kann es genau genommen an einer Hand abzählen. Ich laufe lieber und sehe dabei meinen Fortschritt. Tolle Begegnungen hatte ich dabei aber schon.

    • Pia

      Hallo Tanja,

      Guter Tipp mit dem jeden Tag etwas tun.

      Ich gucke auch gerne Horrorfilme. Und bin dann immer froh, dass nicht ich es bin, der von dem Zombie oder Dämon gejagt wird 😉

      LG
      Pia

  3. Christine

    Neue Dinge ausprobieren – ja, gerne, wenn dazu ein Kurs angeboten wird, z.B. Seidenmalerei. So etwas habe ich öfters gemacht, um festzustellen, ob mir das neue Hobby zusagt. Wenn ich dieses Selbermachen weiterbetreiben wollte, habe ich mir erst danach das Material gekauft.
    Ansonsten gehe ich extremen körperlichen Anstrengungen gern aus dem Weg. Mit dem Fahrrad die Berge hoch? Nicht für mich. Ich ziehe da eine normale Fahrradrunde vor, bei der ich mich danach auch wohlig erschöpft fühle.
    Blogs lesen – gerne. Auch von extremen Menschen und extremen Erfahrungen. Trotzdem werde ich so nicht leben. Ich muss es auch nicht. Aber sie regen meine Fantasie an, was gut tut.

  4. Hi Pia, Super Artikel..besonders der zweite Teil passt irgendwie genau zu mir! Ich lese vor einem neuen Projekt auch jeden Blog, Artikel oder jedes Buch das ich finden kann..analysiere und studiere..überlege pro und contra um dann festzustellen es gibt schon so viele die das auch machen. Meistens verliere ich dann irgendwann die Lust, da es wohl nicht perfekt zu machen ist. Es ist ist ein Teufelskreis..ich wünschte ich würde manchmal einfach machen ohne groß nachzudenken und fertig. lg René

  5. Barbara H.

    Beschreibst du gerade mich………….?
    Meine Geschwister lachen heute noch: ich hatte mir ein Buch über Langlaufloipen gekauft, weil ich es irgendwann mal ausprobieren wollte ..getan habe ich es nie.
    Und sich erst mal alles mögliche kaufen, und dann nie oder höchstens einmal benutzen !

  6. Ich fühle mich gerade auch ziemlich ertappt. 😀
    Leider bin ich auch ein ziemlich ausgeprägtes Exemplar des Scanner Typs. Zum Beispiel habe ich eine Sammlung von Kochzeitschriften, ausgeschnittenen Rezepten, Internetseiten, Kochbüchern & bekomme zusätzlich noch täglich 2 Rezepteemails von chefkoch und ich.koche. Im Endeffekt habe ich nicht mal 1% von den vielen Rezepten jemals ausprobiert – da ich meistens doch einfach nach Gefühl koche. Immer nehme ich mir vor, endlich mal auszusortieren und umzusortieren, um eine klare Ordnung zu schaffen – aber irgendwie ist Vorsätze machen um einiges leichter als Vorsätze durchziehen! 😀

    • Hallo Hannah,

      das Phänomen mit den Rezepten kenne ich auch. Ich archiviere immer nur die ganz leichten Rezepte (weil zu aufwendige mache ich gut wie nie) und blättere einmal die Woche den Ordner durch um eine Wochenplanung zu machen. Hilft mir ungemein.

      Liebe Grüße!

    • Dagmar

      Hallo Hannah,
      auch ich fühle mich erkannt. Ich habe unzählige Kochbücher, viele Rezeptordner und schaffe
      es nicht endlich mal das was ich ausprobieren will umzusetzen.
      Vielleicht sammelt man einfach zu viel und die Fülle der Ideen erschlägt einen dann….
      Vielleicht fällt uns ja noch ein wie mit diesem Problem besser umgehen kann…
      Liebe Grüße
      Dagmar 🙂

      • Ich habe das Ganze so gelöst: Nach und nach, also so über ein bis zwei Jahre, habe ich die Kochbücher aussortiert, die Rezeptordner regelmäßig durchgeguckt und immer seltener Nachschub gekauft (Bücher schnell keine mehr, Zeitschriften haben mich am Längsten in ihren Bann gezogen).
        Ich habe das relativ langsam gemacht, weil meine Koch- und Backbücher mir lange sehr heilig waren.
        Zunächst habe ich echt nur ein oder zwei Bücher aussortiert und nachher ist so ein Prozess entstanden. Jetzt sind es noch ein paar, weniger, die aber auch auf der Kippe stehen. Rezepte, die wir regelmäßig genutzt haben, habe ich abgetippt oder abgeschrieben.

        Jetzt leihe ich mir manchmal Kochbücher aus der Bücherei aus und entscheide mich dann bewusst für max. zwei oder drei Rezepte, die ich abschreibe. Wer diesen Abschreibetest nicht übersteht, fällt sowieso raus – wenns mir zu anstrengend ist, das Rezept abzuschreiben, werde ich es auch nicht kochen.
        Mittlerweile habe ich einfach intus, dass ich diese „Ach das könnte ich mal kochen“ meistens nicht umsetze. Entweder passiert das konkret sofort (wie nach der letzten Kochbuchausleihe) oder es passiert wie früher auch nie, aber dann habe ich auch kein Geld ausgegeben und keinen neuen Kram angeschafft.

      • Pia

        Hallo Dagmar,

        Ich glaube, irgendwer sollte mal eine Selbsthilfegruppe für Anonyme Rezepte-Sammler gründen 😉

        Lg
        Pia

  7. Hey,

    mir ging es früher ähnlich. Habe mir auch Sachen gekauft und vielleicht 1-2 mal verwendet. Pläne geschmiedet, welche ein halbes Jahr oder Jahr zum „Abarbeiten“ gedauert hätten und dann die Lust verloren.

    Jetzt mache ich das anders. Habe vielleicht noch eine grobe Vorstellung wo es ungefähr hingehen soll, portioniere mir aber die „Ziele“ dermaßen klein, dass ich diese schnell erreichen kann. Starte dann ziemlich schnell los. Lerne beim tun.

    Ich schaue nun auch, dass ich wenn ich etwas mache mit mehr bewusst sein mache, oder weil’s gerade so modern ist mit mehr Achtsamkeit 😉

    Wichtig ist mir, dass ich schnell was in der Hand habe – Gegenstand, Bild, Dokument,… Wenn es mich dann gerade für eine Zeit nicht mehr freut, dann lege ich es bei Seite. Mache dann aber mittlerweile oft irgendwann damit weiter.

    Was ich bisher mitnehmen konnte ist, dass es mir wesentlich mehr Spaß macht. Habe auch kein Problem damit, wenn mal was in die Hose geht. Und das für mich Wichtigste ist, die Zeit vergeht eigentlich langsam 😀 Ich höre immer wieder Leute reden, wie schnell doch die Zeit vergeht. Das empfinde ich nicht mehr so. Ich erlebe und „schaffe“ einfach. Und wenn ich dann zurückblicke, sehe ich eine ganze Menge an Dingen.

    Dir / Euch wünsche ich, dass Ihr Euren Weg findet 😀

    lg

    • Pia

      Hallo Jürgen,

      Das klingt gut. Schön, dass du für dich einen Weg gefunden hast.

      LG
      Pia

  8. Dass Problem ist doch, dass wir uns oft selbst belügen, wenn wir den Fortschritt einschätzen, den wir zur Erreichung unserer Ziele gemacht haben. Wenn wir abnehmen wollen, reden wir uns ein, dass wir uns gesund ernähren – aber in Wirklichkeit haben sich unsere Ernährungsgewohnheiten nicht großartig geändert. Wenn wir uns frei fühlen wollen, reden wir uns ein, dass wir minimalistisch leben – aber in Wirklichkeit haben wir nur ein paar überflüssige Dinge aussortiert. Wenn wir eine neue Sprache lernen wollen, reden wir uns ein, dass wir einem Lernplan folgen – aber in Wirklichkeit haben wir stattdessen gestern Abend einen schönen Film gesehen.

    Wir speisen uns selbst ab, indem wir uns einreden, dass wir schon alles darüber gelesen haben oder schon alles Equipment vorbereitet und gekauft haben. Im Grunde sind das aber alles lahme Ausreden dafür, dass wir keinen großartigen Fortschritt im Hinblick auf unsere Zielerreichung gemacht haben.

    Wir lügen uns selbst in die Tasche und kommen dabei keinen Schritt weiter. Wenn wir uns selbst nicht darüber im Klaren sind, wo wir stehen und was wir machen, werden wir unser Leben nicht ändern können. Wie auch?

  9. Gerade das ist ja n i c h t Scanner, wie du es beschreibst, Pia. Sondern: Taucher. Scanner ist Süßigkeitenpäckchen aufreißen und weiter zum nächsten Päckchen. Nur schauen was drin ist in der bunten Welt. Oft hochbegabt und nix daraus machen. Wenn’s ernst wird, ziehen die Leute zum nächsten Projekt. Taucher ist bloggen, Bücher schreiben, sich vertiefen in die Materie. Sich spezialisieren. Scanner fänden Minimalismus super, würde aber nix umsetzen weil zu anstrengend. Ich wollte neulich zu Selbstversorgung lesen. Dachte dann, ich zieh mir ein paar Kräuter und hab dann bestimmt nach 2 Wochen eh keine Lust mehr. Genauso ist es dann gekommen. Ich denke: Lesen ist nur passiver Konsum. Glücksgefühl hab ich dabei sowieso nicht. Bin kein Naturfreak. Aber wie gesagt: Die Geschichten lesen sich halt schön. Nur bin ich gar nicht der Mensch dafür. 🙂 Letztes Jahr hab ich gelesen und Videos angeschaut und mir dabei einen Garten angelegt. Da war es anders. Die Sachen gleich umgesetzt.

    • Linda

      Hallo Tanja
      das ist ja interessant. Was bin ich denn? Kannst du mir das sagen?
      Ich habe sehr vielseitige Interessen und habe dann was gelesen, z.B. Handarbeiten, Basteln, Malen, gesunde Ernährung, Munimalismus und noch einiges mehr. Dann habe ich mir sofort alles nötige gekauft und bin angefangen. Meist hab ich es dann übertrieben und die Ergebnisse an die Angehörigen und Freunde verschenkt. Aber plötzlich war Schluss. Ich hatte keine Lust mehr und hab mir was Neues gesucht. Malen, Stricken und nähen mache ich auch heute noch. Stricken und Nähen ( Patchwork), aber nur gezielt, wenn ich ein Grschenk brsuche oder für mich. Beim Malen gibt es genug Abwechslung in den Motiven. Überwiegend male ich Aquarell, weil das Papier nicht soviel Platz verbraucht. Acryl nur mit Auftrag wegen der Leinwände und meine Kinder sind eingedeckt mit Bildern . Aber auch heute interessiert mich vieles, aber mangels Zeit und Energie bleibt oft beim Lesen.

      • Hallo Linda,
        du schreibst, du hast es übertrieben und plötzlich war Schluss? Du hattest keine Lust mehr. Das kenne ich sehr gut als Taucher. Exzessiv mit Dingen beschäftigt sein und von heute auf morgen ist es dann vorbei. Vielseitig interessiert sein ist erst mal weder Scanner noch Taucher. Es liegt einfach an den vielfachen Angeboten. Ein Ausprobieren ist ja auch erst mal normal und, dass Hobbys mal aufploppen und man sie nicht vertieft. Das ist aber noch lange nicht Scanner. Scanner ist recht ergebnislos. Während meine Freundin immer noch von Umziehen redet, bin ich schon zwei mal umgezogen mit Kleinkind. Sie sammelte Ausbildungen, Beziehungen, Wohnorte und macht dann nichts daraus. Das ist Scanner. Nie ankommen. Sehr anstrengend!
        Liebe Grüße – Tanja

    • Pia

      Hallo Tanja,

      Diese Unterschiede zwischen Scanner und Taucher schnalle ich nicht so richtig. Ab wann ist es denn Vertiefen und wann nur oberflächliches Ausprobieren?

      LG
      Pia

      • Hallo Pia,
        Taucher: wenn du es exzessiv machst und Spezialist wirst. Ausprobieren: Hier mal was häkeln, da mal was filzen. Typischer Scanner: Job in einer der bekanntesten Werbeagenturen. Geschmissen. Schnell ne Mappe zusammengebastelt und prombt an einer der besten Kunstakademien aufgenommen worden. Müsste man jetzt aber am Ball bleiben. Lieber doch Musikkarriere. Immer einer der besten aber lässt sich auf nix ein.
        Lg Tanja

  10. Dagmar

    Hallo Pia,
    das Problem kommt mir irgendwie bekannt vor….
    Wie oft habe ich mir auch z.B. Sachen zum Basteln oder Stricken gekauft die ich letztlich
    nie verwendet habe. Aber ich wäre perfekt ausgestattet gewesen…
    Ich habe den Vorsatz etwas für meine Gesundheit oder gegen mein zu hohes Gewicht zu tun.
    Theoretisch bin ich top informiert, kenne fast sämtliche Bücher aber an der Umsetzung hapert es…
    Konsumieren dürfen ein Bereich den ich erst mal lernen muß… Einfach auch mal etwas für sich tun zu
    dürfen. Aber vielleicht hast du ja bald ein paar Tips für mich wie man einfaches konsumieren lernen kann.
    Liebe Grüße
    Dagmar

    • Pia

      Einfaches konsumieren lernen… wie meinst du das? Würde ich gerne was drüber schreiben, aber ich seh noch nicht, wie das gemeint ist.

      • Dagmar

        Ich meine wie lerne ich das ich auch in den Genuß von Sachen kommen darf. Ich glaube ich habe da ein Problem noch aus der Kindheit aufzuarbeiten… Einfach genießen ist damals als eher faul angesehen worden, sprich man tut nichts… Wie schaffe ich es das ich einfach die Fülle der Sachen auskosten darf…
        Liebe Grüße
        Dagmar

        • Pia

          Hallo Dagmar,

          Vielleicht musst du dir einfach bewusst die Erlaubnis geben. Dir sagen: Ich darf das genießen, ich habe es verdient.

          Genießen zu können ist ja auch eine große Kunst. Sieh es doch einfach als Übung: Je öfter du genießt, desto besser wirst du darin.

          Diese Glaubenssätze aus der Kindheit sind wirklich hartnäckig. Ich glaube, indem du sie erkannt hast, bist du schon einen großen Schritt davon weg gegangen.

          LG
          Pia

          • Dagmar

            Hallo Pia,
            danke für deinen lieben Ratschlag. Ja ich glaube ich muß mir einfach die Erlaubnis dazu geben. Ich werde bewußt versuchen weiter daran zu werkeln.
            Liebe Grüße
            Dagmar

          • Pia

            Das schaffst du schon. Meine Erlaubnis hast du schon mal 😉

  11. Danke Pia für den tollen Artikel! Ich habe mich da sehr wiedergefunden und gleichzeitig festgestellt, dass sich da einiges bei mir geändert hat. Statt eines langen Kommentars habe ich gerade meine Gedanken runtergeschrieben und werde sie die Tage ins Reine gebracht auf dem Blog veröffentlichen, mit einem Link zu dir.

    Ja, ich kenne das echt sehr gut, und eins meiner Fazits: Mein Leben war aber auch zu voll, um all diese Sachen umzusetzen.

    Beachtest du bei deinem Plan die realistische Umsetzbarkeit?
    Liebe Grüße
    Nanne

  12. Du sprichst mir aus der Seele!!! Auch ich plane und kaufe alles was ich brauche, um dann niemals anzufangen! Vor allem bei Hobbys und Bastelsachen geht es mir so. Daher habe ich meine Bastelsachen extrem aussortiert und alle angefangenen Projekte, die mir keinen Spaß machen weggegeben. Und es war sooo schwer diese Dinge loszulassen. Obwohl es objektiv betrachtet so besser ist und es hat mich ungemein erleichtert. Nun muss ich aufpassen nichts neues anzuhäufen.
    Außerdem habe ich jetzt eine Liste mit kleinen Dingen, die ich erledigen/kochen will. Und wenn ich Zeit und Lust habe, dann habe ich einige Dinge für die ich alles da habe und kann direkt loslegen. Das hilft mir nicht immer nur zu planen, sondern auch zu MACHEN!

    • Pia

      Hallo Sarah,

      Willkommen im Club 😉

      Deine Strategie klingt gut. Weniger planen, mehr machen und dafür alles da haben.

      Lg
      Pia

  13. Hallo Pia!
    Du sprichst mir aus der Seele mit diesem Beitrag.
    Ich interessiere mich für sehr viele Dinge und würde gerne viel mehr Dinge ausprobieren, aber meist bleibt es dann doch beim Lesen darüber oder endet nach dem Einkauf der Ausrüstung dafür. Stichwort Trekking Urlaub, mehr Handwerken, mehr Gärtnern. Der große Graben zwischen der Phase, in der ich die Vorstellung sooo spannend finde dies und jenes zu machen, lese, studiere… um dann den Sprung in die Tat zu vergessen.
    Manchmal habe ich auch das Gefühl mich endlich und endgültig für etwas entscheiden zu müssen. Denn ich werde ohnehin nie alles machen können, was mich interessiert. Andererseits habe ich gleichzeitig das Gefühl, dass ich etwas versäumen könnte – dass ich so viel wie möglich ausprobieren muss.
    Grüße, Tanja

  14. Pingback: Leseliste für das Wochenende vom 6. August 2015. | Christian Kliebe

  15. Obtaining is definitely undesirable… milimeter kay! RIAA around expresses injuries… Spend on your own personal tunes, no longer grab the idea.

  16. FINE Only downloaded SBB rather than satisfied with everthing specifically no get rid of selections taken away the actual SBB in addition to Web Framework elemnents from Control Panel however KHost in addition to KService keep on being so getting twice time for anti-virus software program start upwards etc etc could a person assist me to take them of permenantly! Many thanks forward WOW ,! Which is *wrong*! Is it not necessarily inside breach connected with commitment? This pulls…

  17. We hardly leave an answer, on the other hand i have several searching along with ended up below Fran Battles Back » Show Your own personal Report. U have different questions for you personally in the event you tend not to mind. Will it be merely me personally or perhaps could it resemble some of the responses appear to be they can be published by mental inactive website visitors? In addition to, in case you are publishing from supplemental web sites, I’d like to abide by anything at all brand-new you need to posting. Do you write down from the full urls of your respective contributed web sites the Facebook or myspace web site, twitter take care of, or perhaps linkedin account?

  18. Examine MyFiveStarMusic. net We get good new music as well as now i am constantly bringing up-to-date. It is farely brand-new as well as I am getting the idea off the floor. Booking it out. Thank you I prefer the thinking behind these kind of, however I personally like playing on the net radio stations. All it takes is apart the necessity to hunt for new music. Just simply set the idea, as well as let it stay in the background.

  19. At present TELLER MACHINE skimming is really a difficult issue, Very good revealing this post. This is the great in addition to informative for you.