Karteikarten statt Notizbuch

Das Bullet Journal hat mich die letzten Monate ziemlich begeistert. Doch dann bin ich auf ein System gestoßen, das mich neugierig gemacht hat: Karteikarten, zusammengefasst von einer einfachen Hülle. Damit kann man so viel machen! Matthias Büttner vom Notizbuchhersteller X17 hat sich dazu Gedanken gemacht und auch gleich etwas erfunden: Die Mind-Papers.

Als ich Matthias gefragt habe, ob er mir ein Exemplar seiner Mind-Papers zum Testen zur Verfügung stellt, hat er sofort Ja gesagt. Weil: Karteikarten und Minimalismus passen einfach perfekt zusammen. So kam vor zwei Wochen hier ein Päckchen an, auf das ich mich schon tagelang gefreut hatte. Es enthielt eine grüne Mind-Papers Hülle in Din-A7, ein passendes Heftchen, grüne Karteikarten und einen praktischen Plastikordner. Außerdem hat mir Matthias sein Buch „MbKK – Management by Karteikarte – Die Neue Zettelwirtschaft„* geschickt, in dem er Ideen gibt, wie man mit den Karteikarten arbeiten, den Alltag managen und Ideen festhalten kann.

MindPapershalboffen

Karteikarten-Sammlung in schick

Vor einiger Zeit habe ich mich ja mal sehr für den Hipster-PDA begeistert. Das ist so ein Low-Tech-Zettelsystem aus einer Zeit, als alle gerade einen PDA besaßen. Sowas habe ich nie benutzt und ich glaube heute weiß auch kein Schwein mehr, was ein PDA ist: Ein langsames Smartphone, mit dem man nicht weder telefonieren noch ins Internet gehen kann. Eigentlich waren die Dinger nur als digitale Adress- und Aufgabenverwaltung gedacht (jaja, die 90er…). Der Hipster-PDA jedenfalls war total einfach: Ein kleiner Stapel Karteikarten, zusammengehalten mit einer Papierklammer, dazu ein Stift, fertig. Ich fand die Idee ziemlich cool, habe sie auch ausprobiert, aber so richtig warm wurde ich damit trotz mehrmaliger Versuche nie. Denn es sah auch alles ziemlich billig aus, die Karteikarten waren ungeschützt und sind schnell verknickt und außerdem wollte ich nicht, dass jeder sofort meine Notizen lesen kann, wenn der Hipster-PDA mal irgendwo rumliegt.

Trotzdem ist mir diese Idee nicht mehr aus dem Kopf gegangen.

Die Idee, einfach eine Hülle und eine Klammer mit Stifthaltefunktion und den Karteikartenstapel zu machen ist jetzt nicht so bahnbrechend innovativ, aber irgendwie trotzdem genial. So sieht das Ganze nämlich mehr aus wie ein Notizbuch und nicht wie eine Zettelsammlung. Matthias Büttner gibt in seinem Buch übrigens Anleitungen für den Selbstbau so einer Hülle. Es ist also nicht so, dass man sich unbedingt ein original Mind-Papers kaufen müsste, um das System mal auszuprobieren.

MindPapersOffen

Ideengrab Notizbuch

Aber nochmal zum Anfang. Bisher habe ich ein DIY-Notizbuch als Bullet Journal verwendet und war damit auch ganz zufrieden. Allerdings gab es eine Sache, die mich nervte: Meine Notizen gingen in den Büchern irgendwie verloren. Klar, sie waren immer noch da, aber ich fand sie nicht wieder. Dafür gibt es zwar den Index, aber ich bin einfach zu faul, alles dort einzutragen. Und auch wenn ich das getan hätte: Hab ich wirklich Lust, auf der Suche nach einer Idee oder einer Notiz zig Bücher zu durchforsten? Nein. Am liebsten hätte ich alle Notizen schön sortiert an einem Platz. Ich könnte meine Notizen natürlich auch regelmäßig in Evernote übertragen, aber auch dazu bin ich zu faul.

Irgendwie musste es doch möglich sein, die Notizen ganz einfach zu sortieren und zu archivieren?

Mit Karteikarten funktioniert das ganz gut. Dazu sind sie ja entwickelt worden: Als Ablagesystem. Notiz drauf schreiben, an die richtige Stelle im Ablagesystem stecken, fertig. Ich hab es jetzt zwei Wochen lang ausprobiert und finde mich damit sehr gut zurecht.

In seinem Buch gibt Matthias Büttner noch viele andere Anregungen, wie man Karteikarten sinnvoll nutzen kann. Etwa als To-Do-Listen für jeden Tag, zur Veränderung von Gewohnheiten, als Visualisierungsmöglichkeit (auf dem Tisch ausbreiten), als dauerhafte Checklisten (ich schreibe für jeden Urlaub eine neue Packliste, ziemlich dämlich eigentlich), als Projektübersicht…

Die Hülle fasst natürlich nicht nur Karteikarten, sondern auch kleine Hefte (zum Beispiel selbst gemacht mit dem Pocketmod), Kalender, andere Zettel wie Tankquittungen, und und und. Man kann sie immer wieder nachfüllen und entfernen, was man nicht mehr benötigt. Das System ist einfach rundum praktisch. Außer du stehst darauf, dein Notizbuch zu verzieren, dann ist so eine lose Zettelsammlung wohl nichts für dich. Obwohl, Karteikarten lassen sich auch in Kunstwerke verwandeln.

MindPapersRückseite

Fazit:

Ein genial einfaches System, das sich gut erweitern und auf die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt. Die Hülle ist schick und hochwertig. Zusammen mit dem Sloop (so heißt die Stiftklemme) und dem schwarzen Bleistift macht sie richtig was her. Wer nicht so viel Geld ausgeben will und ein bisschen geschickt ist, kann sich so eine Hülle aber auch problemlos selber basteln. Das Buch „MbbK – Management by Karteikarte“ ist voll mit guten Ideen und sehr inspirierend.

Kaufen kannst du das Buch und die Mind-Papers direkt im X17-Shop.

 

Oha, ich merke grad, was für ein Notizbuch-Nerd ich bin…

 

Wäre das was für dich? Wie organisierst du dich? Nutzt du Karteikarten im Alltag? Wenn ja, wie?

 

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17 Kommentare

  1. Hey Pia!
    Das ist ja mal richtig genial! Danke, dass du deine Erfahrungen mit den Mind Papers hier teilst. Das könnte tatsächlich die Lösung für mein Notizen-Chaos sein 🙂
    Eine Frage hätte ich allerdings noch: Hält die Klammer richtig gut? Fällt nichts raus? Glaubst du, dass ich die Mind Papers auch problemlos wochenlang im Rucksack mit mir herumtragen könnte?
    Für unterwegs wäre das nämlich so richtig praktisch, weil man es immer erweitern kann und keine Seite ausreißen muss, wenn man irgendwelche Infos nicht mehr braucht.
    Danke, dass du so ein Notizbuch-Nerd bist 😉
    Liebe Grüße,
    Silke

    • Pia

      Hallo Silke,

      Also: Die Klammer sitzt sehr fest und auch dieses Lederstückchen, das den Stift hält, sieht sehr gut verarbeitet aus. Ob das monatelanges Schütteln im Rucksack übersteht, weiß ich nicht genau. Die Klammer ist etwas eng, das bedeutet, dass man nicht ganz so viele Karten oder Hefte auf einmal darin transportieren kann. Aber ich glaube das ist auch nicht nötig. Ich brauche nicht mehr als vielleicht 10 Karten auf einmal, deshalb ist es völlig OK so.
      Dass das System so flexibel ist, finde ich auch super.
      Bitte, hab mich schon ein bisschen komisch gefunden mit meinem Spleen 😉

      LG
      Pia

  2. Hallo Pia,

    Vielen Dank für die Vorstellung! Ich nutze das X17 Ringbuch im Querformat (ich habe zwei davon) und ich liebe es. Für unterwegs kann ich mir vorstellen, dass die Karteikarten praktischer sind, um mal eben etwas aufzuschreiben, ohne dass ich eins von den Großen mitnehmen muss. Bei einem Spaziergang zum Beispiel.

    Viele Grüße,
    Maren

    • Pia

      Hallo Maren,

      Ja, dafür ist es auf jeden Fall praktischer. Allerdings tuts da wohl auch ein Zettel oder ein Notizblock.

      LG
      Pia

  3. Kerstin

    Hi,
    den Hipster-PDA finde ich super, die extra Hülle finde ich total unnötig. So verschieden sind die Geschmäcker.
    Grüßle, Kerstin

    • Pia

      Hallo Kerstin,

      Wär ja auch sterbenslangweilig, wenn die Geschmäcker alle gleich wären 😉

      LG
      Pia

  4. Pingback: Entrümple dein Leben | MalMini | X17 Blog

  5. Andreas

    Grüß Dich Pia,
    ich organisiere mich schon seit zwei Jahrzehnten mit Karteikarten (jetzt habe ich mein Alter geoutet :-). Allerdings nutze ich für die Karten, die ich aktuell brauche sowie für einige Leerkarten ein Zigarettenetui bzw. als Ablage einen Karteikasten. Im Zigarettenetui sind die Karten absolut sicher verstaut. Und es führt immer zu interessierten Blicken, wenn ich in einem Meeting das Zigarettenetui zücke und öffne.
    Andreas

    • Pia

      Hallo Andreas,

      Ein Zigaretten-Etui ist natürlich auch eine super Idee. Und vor allem mit dem Nebeneffekt, dass alle irritiert gucken 😉 Das sind dann A7-Kärtchen, oder?

      LG
      Pia

  6. Olga

    Hallo Pia,

    ich habe erst kürzlich Deine Seite entdeckt und bin hier „hängen“ geblieben 😉
    Danke für die Idee, aber wenn ich es mir vorstelle, dass ich die Karten beschrieben habe und eine bestimmte anschließend suche, kann i

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