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Kann man Leben aufsparen?

Sparst du dir gerne Dinge für später auf? Verschiebst du schöne Erlebnisse in die Zukunft? Lebst du mit angezogener Handbremse?

Statistisch gesehen werde ich noch 52 Jahre leben. Das wäre das Jahr 2067. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie die Welt dann aussieht, aber das ist ein anderes Thema. Jedem Tag komme ich diesem Jahr ein Stückchen näher. „Sie ist ja so morbide“, denkst du jetzt vielleicht, „was quasselt die denn immer vom Tod?“ Ja, warum eigentlich? Weil ich denke, dass man viel intensiver und besser lebt, wenn man sich seine eigene Sterblichkeit immer mal wieder vor Augen führt. Gerade erst habe ich dazu einen tollen Beitrag bei HealthyHabits gelesen. Ich weiß ja, dass ich nicht mehr Zeit habe, wenn ich mein Leben aufspare.

Wenn ich heute wüsste, dass ich nächste Woche sterben würde, würde ich so einige Dinge anders machen. Zum Beispiel nichts mehr aufsparen. Ja, wir tun das alle ganz oft. Nicke, wenn dir einige der folgenden Verhaltensweisen bekannt vorkommen.

Wie du ja weißt nehme ich am Project333 teil, trage also drei Monate lang nur 33 Kleidungsstücke (inklusive Accessoires). Dabei ist mir aufgefallen, dass ich einige Teile lieber mag als andere. Es sind halt Lieblingsstücke. Doch wenn ich morgens überlege, was ich anziehen soll, greife ich oft zu den Klamotten, die ich nicht so gerne mag. Weil ich denke: Wenn ich die guten Stücke schone, dann halten sie länger und ich habe länger etwas davon. Einerseits stimmt das. Mein Lieblings-T-Shirt bleibt so vielleicht drei Jahre ansehnlich, aber wozu? Trage ich es, fühle ich mich gut. Ich möchte mich jeden Tag gut fühlen. Warum also erlaube ich mir das nicht?

Zu schade, um es zu verbrauchen

Genauso ist es bei besonderen Lebensmitteln, meistens bei den teuren, die schwer zu bekommen sind. Einmal hat uns die Mutter meines Freundes ein Stück Bergkäse aus den Alpen mitgebracht. Echt lecker. Wir haben also beide ein kleines bisschen probiert und ihn dann in den Kühlschrank gelegt. Auf die Idee, damit einfach mal eine Scheibe Brot zu belegen, sind wir beide nicht gekommen. Dazu war der Käse zu besonders. Nach einer Woche mussten wir feststellen, dass das Käsestückchen verschimmelt war.

Mir geht es oft mit besonderen Materialien so, dass ich mich vor lauter Ehrfurcht nicht traue, sie zu verarbeiten. Etwa bei schönen Notizbüchern. Ich kann mich zum Beispiel an Notizbüchern und Kalendern von Paperblanks nicht sattsehen. Die sind einfach soooooo schön! Aber sie benutzen? Oh nein. Die schönen Seiten mit banalen To-Do-Listen verschandeln? Das kann ich nicht. Schöne Notizbücher oder wertvolle Stifte oder handgesponnene Biowolle von glücklichen Anden-Schafen sind bei mir vollkommen verschenkt. Ich denke immer, dass ich sie doch für eine besondere Gelegenheit verwenden muss. Um eine unglaubliche Reise zu dokumentieren, einen Liebesbrief zu schreiben oder mir den perfekten Pullover zu stricken (was ich mir aber gar nicht zutraue).

Teures Parfüm steht oft jahrelang auf Schminktischen herum und wird ranzig. Dieses Beispiel haben auch Emi und Jack verwendet, als sie übers Aufsparen geschrieben haben. Alltags benutze ich höchstens mal ein günstiges Duftwässerchen, teures Parfüm nur zu ganz besonderen Anlässen. Auch wenn ich diesen Duft liebe.

Ich besitze keinen teuren Porsche (Gott sei Dank), aber ich wundere mich immer wieder darüber, wenn Menschen ihre Luxusschlitten oder Oldtimer oder Sonderanfertigungen in ihrer Garage parken und nie damit fahren. Weil das Auto dafür zu schade ist, benutzen sie lieber den 10 Jahre alten Golf. Hallo? Wozu hat man ein Auto, wenn man nicht damit fährt? Liebe Millionäre und Autofreaks: Wenn es für euch doch nichts schöneres gibt, mit diesem Auto durch die Gegend zu fahren, warum tut ihr das nicht jeden Tag? Nutzt sich der Spaß ab? Ist es in der Realität vielleicht doch nicht so toll wie in eurer Fantasie?

Du glaubst vielleicht, dass das für dich nicht zutrifft. Du benutzt alles und sparst nichts auf? Echt? Überleg noch mal. Gibt es vielleicht eine besonders schöne Bettwäsche, die du nur selten benutzt? Oder bestimmte Handtücher, die du zu schade findest, um dir damit jeden Tag die Hände abzutrocknen? Hast du gutes Geschirr oder Besteck, das du im Alltag nie benutzt? Kristallgläser? Weinkaraffen? Duftkerzen? In jedem Haushalt gibt es Gegenstände, die nur zu besonderen Anlässen ausgepackt werden, um sie zu schonen.

Wir sparen nicht nur Gegenstände für besondere Gelegenheiten auf, sondern auch unser Leben

Aber mal ehrlich: Wen stört es, wenn deine Seidenbettwäsche im Schrank vor sich hin altert? Wir sparen nicht nur Gegenstände auf, sondern auch Leben. Und da wären wir wieder im Jahr 2067. Wenn ich ins Grab falle, möchte ich von folgenden Dingen nichts mehr übrig haben.

  1. Urlaubstage: Einfach mal einen Freitag freimachen? Wer tut das schon? Bei 30 Urlaubstagen ist jeder einzelne Tag kostbar. Den gibt man nicht dafür her, einen Tag länger zu schlafen und dann gemütlich spazieren zu gehen. Urlaubstage sind rar, deshalb sparen sich viele Menschen diese für ihren Jahresurlaub auf – und verwehren sich die Pause zwischendurch. Ja, ich weiß, dass ich da als Selbstständige eigentlich nichts zu sagen könnte, aber wie oft höre ich im Januar: „Ich habe noch 25 Tage Resturlaub. Mein Chef sagt, die muss ich bis Mai nehmen. Ich will aber nicht.“ Manche Menschen verzichten sogar ganz auf ihre Urlaubstage, um sie nicht für in ihren Augen sinnloses Nichtstun zu verschwenden.
  2. Erlebnisse: Noch so eine Sache, die wir uns nicht gönnen. An einem stinknormalen Mittwoch zum See fahren und dort im Zelt übernachten? Oder den Gutschein fürs Spa einlösen? Nee, lieber am Wochenende. Oder im Jahresurlaub.
  3. Geld: Bekommt erst einen Wert, wenn man es für Dinge oder Erlebnisse ausgibt, die einen glücklich machen. Aber anstatt uns öfter schöne Erinnerungen zu kaufen, sparen wir auf etwas. Im schlimmsten Fall auf Dinge, von denen wir denken, dass sie uns glücklich machen. Wie ein größeres Auto, ein teure Armbanduhr, Designerschuhe, Apple-Produkte, Kaffee-Vollautomaten, Flachbildfernseher… So ne Gucci-Sonnenbrille macht sich im Sarg bestimmt toll. Und dafür hast du dann 50 Stunden deiner Lebenszeit eingetauscht.
  4. Leidenschaft: Auch bekannt als „Dein Ding“. Mach dein Ding! Selbstverwirklichung, yeah! Nein, jetzt mal im Ernst: Ich finde es unglaublich wichtig herauszufinden, wofür das eigene Herz schlägt. Was man leidenschaftlich gerne tut. Sei es als Beruf oder als Hobby. Und das dann auch in die Tat umzusetzen. Doch daran hapert es oft: „Ich würde ja so gerne den Roman schreiben, den ich seit 10 Jahren fertig im Kopf habe, aber heute kann ich nicht damit anfangen. Heute muss ich die Fenster putzen.“ „Ich würde ja so gerne dieses Bild malen, aber erst muss ich noch 34 Emails beantworten.“ „Ich möchte unbedingt mal beim New York Marathon mitlaufen, aber heute habe ich keine Zeit zu trainieren, gleich läuft nämlich die Lindenstraße.“
  5. Glück: Das habe ich hier schon einmal angesprochen: Verschiebe dein Glück nienienienienieniemals auf die Zukunft oder mach es von irgendetwas abhängig. „Wenn ich erst Kleidergröße 36 trage, bin ich endlich glücklich.“ „Wenn ich endlich die Frau meines Lebens geheiratet habe, bin ich endlich glücklich.“ „Wenn ich erst Geschäftsführer bei Smart Businesses Inc. geworden bin….“ Nein! Spar dir das Glück nicht für Morgen auf. Sei jetzt glücklich! Nicht immer so leicht, besonders wenn man einen Mangel empfindet, ich weiß. Probier doch mal Folgendes: Anstatt daran zu denken, wie glücklich du über ein zukünftiges Ereignis oder eine Veränderung in deinem Leben sein wirst, freu dich jetzt. Tu alles mit voller Zustimmung. Bring bewusst den Müll raus und genieße es. Schreibe diese E-Mail, als gäbe es nichts schöneres in deinem Leben. Lauf die Treppe zur U-Bahn herunter, als könntest du dir für diesen Augenblick nichts besseres vorstellen. Anstatt dich wie sonst darüber zu ärgern, dass dieser Moment wieder nicht so aussieht, wie du ihn dir erträumst.

Und jetzt bist du dran: Was sparst du dir auf? Aus welchem Grund? Macht es vielleicht doch Sinn, nicht alles sofort zu verbrauchen? Schreib es in die Kommentare.

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33 Kommentare

  1. Ein toller Beitrag! Ich stimme dem vollkommen zu. Das Leben ist jetzt, also warum sollte man es nicht genießen?
    In der Schulzeit hieß es: Lege dein Geld zurück für das Studium. Ins Ausland gehen kannst du auch im Studium noch. Du bist dafür zu jung. Jetzt im Studium heißt es: Spare lieber schonmal für später. Geh lieber ins Ausland, wenn du arbeitest. Nur warum?
    Andererseits gibt es manchmal so Sätze, die anfangen mit: Wenn ich nochmal jung wäre, würde ich …
    Ich finde, dein Satz „Spar dir das Glück nicht für morgen auf. Sei jetzt glücklich“ trifft es auf den Punkt. Auch wenn man sich dafür manchmal ein wenig aufraffen muss, bringt es nichts, immer nur auf bessere Zeiten zu warten.

    • Pia

      Hallo Marina,

      Freut mich, dass dir der Texte gefällt.

      LG
      Pia

  2. du sprichst mir aus der Seele. Man hat keine Muse mehr, sich mit dem Thema Tod auseinanderzusetzen, oder man verdrängt es. Dabei ist das das einzige, was wirklich sicher kommt.
    Ich habe – annodazumal vor 20 Jahren – sogar meine Magisterarbeit darüber geschrieben. Und auch heute wundere ich mich manchmal sehr, bspw. über Eltern die beim Tod des Haustieres ihren Kinder die Story „schläft nur“ erzählen. Kleine Kinder sind die einzigen, die wirklich intuitiv damit umgehen können – lernen sies als Kinder nicht, dann wirds als Erwachsener verdammt schwer.

    • Pia

      Hallo Frau Ohneschuhe,

      Kaum jemand sieht ja heute noch Angehörige nach ihrem Tod. Dabei ist so ein friedlich entschlafener Mensch überhaupt kein schlimmer Anblick. Im Gegenteil sogar ein sehr friedlicher. Weil die Lebenden so viel Angst vor dem Tod haben, werden die Menschen beim Sterben alleine gelassen. Und danach ganz schnell entsorgt.

      LG
      Pia

  3. Liebe Pia,
    mal wieder wunderbar auf den Punkt gebracht und formuliert – Klasse!

    Ich kenne so etwas auch sehr genau – und eigentlich noch unmöglicher:
    Dieses oder jenes Teil ist ja vielleicht noch nicht so vollständig kaputt – vielleicht noch mal verwahren… Eigentlich ist es aber kaputt genug, dass ich es nicht mehr benutze – also liegt es rum.
    Auch so ein Blödsinn.

  4. Ich stimme dir vollkommen zu, bis auf die Sache mit dem Urlaub. Eigentlich wollte ich darüber auch schon einen Eintrag schreiben, also über mein „Urlaubsproblem“, habe es dann aber gelassen, weil es einfach so frustrierend ist.

    Ich habe zwar 30 Tage Urlaub, aber das ist nicht wirklich viel. Da MUSS man einfach ganz genau überlegen wie und wann man diese nimmt, damit man auch gut damit über die Runden kommt. Ich kann es mir einfach nicht leisten mal eben einfach den Freitag frei zu nehmen um nichts zu tun, weil es dann eben woanders fehlt. Leider muss ich in manchen Situationen sogar an einem Samstag oder Sonntag einen Tag eintragen, somit sind 30 Tage wirklich nicht ausreichend.
    Lieber verzichte ich auf einen „verschwendeten“ Tag mit nichts als einem Spaziergang, wenn ich dann später einen Tag mehr zur Verfügung habe, den ich mit meinem Freund verbringen kann, der nicht in Deutschland wohnt.

    Momentan hadere ich sehr damit mir zwei Tage abzuzwacken, damit ich auf zwei Konzerte gehen kann im Sommer. Ich war im letzten Jahr auf keinem einzigen, einfach weil mein Urlaub dafür nicht ausgereicht hat. Früher, als ich noch normale Arbeitszeiten hatte, da bin ich manchmal auf 15 bis 20 Konzerte im Jahr gegangen, da ging das auch noch. Aber jetzt, mit dieser schrecklichen Schicht….

    Und selbst wenn ich dann mal Urlaub habe, dann kann ich ihn nicht genießen. Einfach weil ich immer daran denke, wo mir die Tage wieder fehlen werden, und auf was ich verzichten muss, nur weil ich den Urlaub jetzt gerade genommen habe…
    Ich wollte schon immer mal einfach 4 Wochen wegfahren ohne die Panik zu haben nicht genügend Urlaub für den Rest des Jahres zu haben.
    Wie gerne wäre ich gerne aus diesem Hamsterrad draußen…..

    Bei der Sache mit der Leidenschaft… Ja, ich würde gerne, aber meist bin ich zu müde von der Arbeit 😉

    Ich wünschte ich müsste in diesen Dingen nicht sparen, aber momentan bleibt mir nichts anderes übrig… Ich kann nur hoffen daß sich das irgendwann einmal ändert.

    Dennoch, ein toller Eintrag, vielen Dank! Das öffnet einem noch mal die Augen 🙂

    Viele Grüße,
    Sandra

    • Pia

      Hallo Sandra,

      Naja, wie gesagt: Als Selbstständige kann ich mir da kein Urteil bilden. Wenn man nur 30 Tage im Jahr hat, über die man selbst bestimmen kann, dann ist jeder einzelne kostbar, das verstehe ich schon. Der Fehler liegt wohl einfach im System.
      Für mich klingt das jetzt so, als ob du aber sogar deine Urlaubstage nicht genießen kannst. Und deinen Job auch nicht? Ich drücke dir die Daumen, dass du bald etwas anderes findest.

      Danke für deinen ausführlichen Kommentar!

      LG
      Pia

    • Ralf

      Hallo Sandra,

      wenn ich deine Zeilen so lese… habe ich nur den einen Tip für dich: Wechsle den Job. Denn sonst wirst du krank und hast auch nichts mehr vom Urlaub.

      Die Alternative dazu ist die schwerere Lösung: Vergiß das Morgen und denke nur noch an heute, an jetzt. Und jetzt nimmst du dir frei und genießt diese freie Zeit, anstatt über morgen nachzudenken.

      Lg Ralf

  5. Hallo Pia,

    nö. Ich genieße mein Leben und spare gar nix auf. Ich habe nur meine Favoriten und das Beste für mich. Das ist auch der Sinn vom Minimalismus, finde ich. Wenig und dann genau die richtigen Dinge, die zu einem passen. Und wenn das Parfum all ist kaufe ich es mir nochmal. Und nochmal. Und nochmal. Meinen Kopfhörer habe ich auch schon zum 4. Mal.

    Die Lieblingssachen trage ich IMMER und hab sie deswegen alle mehrfach. Das mache ich schon seit 20 Jahren so.

    Liebe Grüße – Tanja

    • vertipper

      Ich wollte +anklicken und mein doofes Handy macht ein Minus draus…
      In anderen Worten: Ich stimme deinem Kommentar voll und ganz zu 🙂

  6. Früher hatte ich dieses Aufsparen sehr stark. Für mich hat das viel mit Selbstwert zu tun. Mir hilft, insgesamt weniger zu haben. Ein gewisser Lerneffekt war auch dabei. Ich habe früher sehr oft Klamotten „aufgespart“ – so lange, bis sie mir fast ungetragen nicht mehr gefallen haben.

  7. Auch so ein Thema: Kinderwunsch aufsparen bis das Leben perfekt eingerichtet ist. Nur geht’s dann später oft nicht mehr. Das ist bitter!

    In der Zwischenzeit sind unsere Kinder schon groß (die mit dem unperfekten Leben). Hat uns was gefehlt in der Zeit? Nö.

    • Pia

      Hallo Tanja,

      Aber das Kinder aufsparen ist ja jetzt einfacher geworden, dank Social Freezing.

      LG
      Pia

  8. Bin weder eine Sparerin, noch eine Aufsparerin. Mein Vater wurde 37, meine Mutter 58. Ich bin 43. Worauf soll ich noch warten?

    • Pia

      Pass auf, du wirst 95 und hast in der Zeit fünf Mal so viel gelebt, wie andere. Weil du wusstest, dass das Leben auch ziemlich kurz sein kann.

  9. Bille

    Gegenstände aufsparen, ja…. Meine Mutter hatte 23 Jahre lang die 15-Sammeltassen-Sammlung meiner Großtante im Schrank stehen. Dann ‚wir kriegen ne neue Küche – willst du die haben?‘ – Fast 90 Jahre altes Porzellan. Klar, hab ich gesagt, kann ich gut gebrauchen. Wozu?
    Meine Katzen können nur von Porzellan fressen, Metall und Kunststoff machen Ausschlag. Jetzt haben wir 15 tolle Katzenteller, handbemalt oder mit Goldrand. Erst: Entsetzen, Entweihung der ‚Erinnerungsstücke‘. Dann die Erkenntnis meiner Eltern, dass ich nun jeden Tag an eine Frau denke, die gestorben ist, als ich 15 war.

    • Pia

      Hallo Bille,

      Also deine Katzen fressen jetzt aus 90 Jahre alten Tassen? Naja, manche Gegenstände werden auch nicht wertvoller oder besonderer, nur weil sie alt sind.

      LG
      Pia

  10. linda

    Hallo Pia,
    uns wurde früher zum Essen gesagt: wer spart für den Mund, der spart für Katz und Hund!
    Ich ziehe besondere Sachen nur Sonntags an. Ich möchte halt nicht die ganze Woche gleich aussehen. Mit dem Urlaub geht es mir wie Sandra. Ich arbeite zwar nur Vormittags, aber die Zeit fehlt mir auch für manche Dinge, die jetzt zu kurz kommen, weil mir nachmittags einfach die Energie fehlt. Ich habe auch nur 25 Tage Urlaub. Ich nehme eine Woche im Mai zu Pfingsten und fahre weg. Drei Wochen im Sommer, wo ich Tagesausflüge an die Küste mache und der Rest geht Weihnachten drauf. Notizbücher von dieser Firma liebe ich auch. Die spare ich nicht auf. Ansonsten benutze ich eigentlich alles zeitnah. LG

  11. Hallo Pia!

    Früher war das bei mir auch so. Bis ich drauf gekommen bin, dass das alles Unsinn ist.

    Als Kind war ich so begeistert von den Parfumproben, die ich bekommen habe. Ich habe sie gesammelt und wie einen Schatz gehütet. Bis sie irgendwann leer waren ohne dass ich sie je verwendet hatte. Sie sind einfach verdunstet.

    Kleidungsstücke, die ich so mag, dass ich sie nie angezogen habe, dami sie nicht schlecht werden habe ich so lange nicht getragen, bis ich sie nicht mehr anziehen wollte, weil sich mein Geschmack verändert hat.

    Das macht alles keinen Sinn. Das Leben kann man nicht verschieben, es findet heute und hier statt. Alles andere ist Unsinn.

    Du weißt nie, wie viel Zeit Dir wirklich noch bleibt.

    lg
    Maria

  12. christine

    Vor drei Jahren habe ich angefangen, die guten Sachen zu benutzen und die billigen wegzugeben. Warum soll ich etwas schonen? Ich brauche die täglich Freude an meinen schönen Dingen. Ich ziehe mich ja auch schön an und laufe nicht in Lumpen herum, um die anderen Kleidungsstücke nicht abzunutzen.
    Eine Zeitlang habe ich auch alles aufgespart, verstaut, auf später verschoben. Wohl habe ich mich nicht gefühlt, weil ich nicht gelebt habe.
    Nur ein paar Gläsertücher warten noch in einem Karton auf ihren Einsatz. Die alten müssen erst entsorgt werden, damit diese zum Einsatz kommen. Ist bald so weit.

  13. Hallo Pia,

    ich hatte früher ein Lieblingsparfum, dessen Produktion leider eingestellt wurde. Kurzerhand hat mein Oma alle Restbestände, die sie finden konnte, gekauft und mir geschenkt. Von diesen zehre ich heute noch, habe jetzt allerdings Sorge, dass es vorher schlecht wird, weshalb ich es mir gar nicht mehr aufspare. 🙂

    Bei Kleidung ist es bei mir der Anzug, den ich tatsächlich nur zu Anlässen wie Hochzeiten etc trage. Deshalb habe ich mir auch schon überlegt, ihn zu vergeben, weil er durchschnittlich einmal im Jahr seinen Auftritt hat. Heuer steht nun eine Hochzeit an, weshalb ich ganz froh bin, es noch nicht getan zu haben. Und jedes Jahr einen neuen kaufen und dann wieder verkaufen ist ja auch keine Lösung.

    Urlaubstage sind echt schwierig, denn wenn man einen regelmäßigen Arbeitsalltag hat und längere Zeit verreisen möchte, kommt man um das Ansparen gar nicht drum herum. Gleiches gilt, wenn man Geld für das Verwirklichen eines Traumes benötigt. (Im Beispiel große Reise sind die Transportkosten eigentlich das Ausschlaggebende, denn sonst kann man seine Kosten eigentlich wie sonst auch halten, wenn man weiß wie.)

    Und ja, Gegenstände sind meiner Meinung nach dafür da, benutzt zu werden. Sonst können sie auch weg.

    Lieber Gruß,
    Philipp

  14. Hans Sennhauser

    Hallo Pia

    Vor 40 Jahren habe ich meine Schallplatten aufgehoben. Kopierte sie auf Kassetten und hörte die Musik nur noch diesen. Vor etwa 10 Jahren digitalisierte ich die Schallplatten und brannte sie auf CD’s. Seither höre ich die Musik nur noch von den CD’s oder vom iPod. Die Schallplatten sind noch wie neu. Aber seit für mich Minimalismus kein Fremdwort mehr ist, werde ich die Schallplatten weitergeben. Ich genieße es, je länger je mehr nur noch solche Dinge in der Wohnung zu haben, die ich auch benütze. Und ich möchte nicht in einem Museum leben.

    Lieben Gruß
    Hans

    • Pia

      Hallo Hans,

      Respekt, sich von einer Sache zu trennen, die man 40 Jahre lang aufgehoben hat, stelle ich mir ziemlich schwierig vor. Aber du hast recht: In einem Museum will man nicht wohnen. Dann spende die Schallplatten doch einem Museum!

      LG
      Pia

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