Gastbeitrag: Weniger ist oft mehr

Hast du dir schon einmal darüber Gedanken gemacht, welche Dinge dir in deinem Leben eigentlich wichtig sind? Mit Sicherheit wird es dir gelingen, aus dem Stegreif eine lange Liste zu erstellen. Doch tiefer betrachtet stellt sich die Frage, ob alles was dir wichtig erscheint, auch wirklich notwendig ist. Vielleicht wäre ein Leben ohne großen Besitz und damit verbunden Verpflichtungen, Aufgaben, Entscheidungen und Glaubenssätzen viel einfacher?

Der Trend zum Minimalismus

Das wachsende Umweltbewusstsein und der immer stärker werdende Nachhaltigkeitsgedanke haben einen regelrechten Trend zum Minimalismus ausgelöst. Natürlich hat die Vorstellung vom Leben auf einer einsamen Insel etwas für sich, aber ist diese Wunschvorstellung im Alltag umsetzbar? Wenn du für dich das Leben im Sinne des Minimalismus anstrebst, ist es wichtig, gezielt Entscheidungen zu treffen. Wo fängst du mit dem Entrümpeln in deinem Leben an? Auf was kannst und möchtest du wirklich verzichten? Wie sieht deine perfekte Zukunft aus?

 

Dein persönlicher Entrümpelungsplan

Dein Ziel soll es sein, dich langfristig von Dingen zu lösen und diese nicht nur kurzfristig in einer Ecke abzustellen. Bei diesem Vorhaben kann dir dein persönlicher Entrümpelungsplan eine tolle Hilfestellung bieten.

  1. Begib dich auf die Suche nach deiner Ur-Motivation: Versuche dir darüber klar zu werden, in welcher Lebenssituation du dich in deiner perfekten Zukunft siehst. Auf welche Dinge, Glaubenssätze oder Aufgaben in deinem Alltag könntest du dabei verzichten und welche sind trotz Minimalismus unerlässlich.
  2. Vergleiche und setze Prioritäten: Beginne damit, deine Must-haves im Leben aufzulisten und gib ihnen eine Wertung. Schreib die wichtigsten an die oberste Stelle deiner Liste. Dann fang damit an, die ersten Top 2 mit den nächsten Top 2 zu vergleichen und starte mit einer neuen Reihung. Schnell wirst du sehen, dass deine Liste nach und nach kürzer wird und sich nach und nach ein klares Bild entwickelt.
  3. Sei der Bestimmer über dein Leben: Werde dir klar darüber, dass einzig und alleine du der Bestimmer über dein Leben bist. Die Entscheidung, auf welche Dinge du verzichten und was du beibehalten möchtest, liegt ausschließlich in deiner Hand. Lass dich von niemandem in eine Ecke drängen. Nur ein Minimalismus, der vom tiefsten Inneren vertreten werden kann, macht langfristig Sinn und befreit. Aufgedrängter Minimalismus bewirkt genau das Gegenteil und löst Ängste und Druck aus. Triff deine Entscheidungen daher bewusst und höre sowohl auf deinen Verstand als auch auf dein Bauchgefühl. Gerade bei solchen Entscheidungssituationen ist dein Bauch ein wichtiger Diskussionspartner.

 

Trenne dich bewusst und konsequent

Aller Anfang ist schwer! Doch es gibt bestimmt einige Bereiche in deinem Leben, bei denen dir ein Verzicht gar nicht so schwer fallen wird. Im Gegenteil, du wirst ein neues Gefühl von Freiheit kennenlernen. Weniger ist oft mehr!

  • Dein Besitz: Wirf einen Blick um dich herum. Was siehst du in deinen eigenen vier Wänden und in deiner Arbeit? Ist dir das alles wichtig? Oder sind es die Statussymbole und das Prestige, die sich dahinter verbergen? Was brauchst du davon wirklich? Dabei geht es nicht um das kleine Ausmisten, sondern um wirkliches Entrümpeln. Sei konsequent mit dir selbst und befreie dich von deinen Besitztümern, bis du dein persönliches Minimum gefunden hast. Triff deine Entscheidungen bewusst, denn du sollst vom Minimalismus profitieren und nicht darunter leiden müssen.
  • Dein Konsum: Auf dem Weg zum Minimalismus ist es nicht geplant, alte und verabschiedete Besitztümer durch neue zu ersetzen. Sei standhaft gegenüber dem Konsumgedanken und sei zufrieden mit deinem Leben, mit deinen Werten, Gefühlen, Emotionen und Erlebnissen. Wunderschöne Momente bereichern deinen Lebensweg und genau diese besonderen Ereignisse kann man nicht kaufen!
  • Deine Bedürfnisse: Schnell wirst du merken, dass der Minimalismus, wenn er einmal begonnen hat, wie von selbst läuft. Das Vorbeiziehen an prall gefüllten Geschäften hat eine direkte Wirkung auf deine Bedürfnisse. Du bist mit dem zufrieden, was du hast, und konzentrierst dich auf das, was du wirklich brauchst.
  • Deine Ernährung: Musst du wirklich jede Woche in dieses Restaurant zum Frühstücken gehen oder ist es ein verzichtbarer Luxus? Kannst du dein Essen wirklich genießen oder stopfst du dir manchmal einfach nur deinen Magen voll? In unserer heutigen Zeit haben viele den Genuss des bewussten Essens verlernt. Die Nahrungsaufnahme passiert nebenbei. Es muss schnell gehen und die Qualität steht dabei nicht an der obersten Stelle. Iss nicht aus Langeweile, sondern bewusst! Ernähre dich mit nährstoffreichen Lebensmitteln und lerne das Essensritual wieder zu schätzen und zu genießen. Durch die Entscheidung für diese bewusste, gesunde Form der Ernährung wird sich dein Lebensgefühl schnell verändern. Du wirst fitter und kannst das Leben aktiver genießen.
  • Deine Aktivitäten: Versuche einen Gang zurückzuschalten! Wirf einen Blick auf deine Aufgabenliste und überprüfe, welche Dinge darin wirklich sinnvoll sind. Betrachte dabei dein privates und berufliches Umfeld. Versuche deine kostbare Zeit sinnvoll zu nutzen und nicht zu verschwenden.
  • Die Zielsetzung: Konzentriere dich auf das Wesentliche und versuche nicht 100 Ziele auf einmal zu erreichen. Viel besser ist es, einige wenige konkrete Ziele vor Augen zu haben. Dadurch wirst du viel schneller ein Erfolgserlebnis erreichen und Motivation für neue Wege finden.
  • Sei produktiv: Mach dir deinen Beruf nicht selbst unnötig schwer! Versuche die Dinge zu vereinfachen und konzentriere dich auf das Wesentliche. Setze bewusst einen Fokus in eine Richtung und verschwende nicht deine Energie mit vielen anderen unwichtigen Kleinigkeiten. Denke stets an den Zweck, letztendlich zählt ausschließlich der Erfolg oder Misserfolg.

Mit Sicherheit kannst du einige dieser Prinzipien auch in deinem Alltag einsetzen und damit den Weg in ein befreites Leben starten

Fazit

Mach dir dein Leben nicht unnötig schwer, sondern versuche, ein einfaches Leben im Sinne des Minimalismus zu führen. Minimalismus ist eine bewusste Entscheidung, eine Entscheidung auf Verzicht, aber verbunden mit großer Freiheit. Durch diesen besonderen Lifestyle wird es dir gelingen, dein Leben bewusster zu leben und dich auf das eigentlich Wichtige zu fokussieren. Du wirst lernen, deine Zeit und deine Ressourcen effektiv zu nutzen – nach deinen Lebensvorstellungen und deinem frei gewählten Standard. Eine bewusste Entscheidung für den Minimalismus muss nicht ein Aussteiger-Szenario sein, sondern fängt schon bei den Kleinigkeiten im Leben an. Lass sich von der Schnelllebigkeit und Reizüberflutung unserer Zeit nicht zerdrücken, sondern bestimm dein eigenes Tempo. Mach mit weniger mehr aus deinem Leben und genieße dein neues Freiheitsgefühl. Viel Spaß dabei!

BenediktAhlfeldBenedikt Ahlfeld ist Trainer, Autor und Entscheidungsmacher. Er zeigt, wie man selbstbestimmte Entscheidungen trifft und damit seine volle innere Kraft nutzt. Besuche ihn auf www.BenediktAhlfeld.com und finde heraus, wie du dein Leben nach eigenem Standard gestalten kannst.

 

 

 

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9 Kommentare

  1. Hi.

    Über den Konsum kann ich eigentlich nur den Kopf schütteln.
    Anhand der Einkauftaschen erkennt man ja wer wo einkaufen war.
    Allein davon dreht sich mir alles.

    Es überkommt mich aber inzwischen auch immer mehr Stolz.
    Ich habe es geschafft.
    Aber nicht nur meinen Konsum habe ich verändert.
    Eigentlich habe ich mein ganzes Leben umgegraben.
    Das fängt beim Essen an und endet noch lange nicht bei Sport.

    Aber ich bin noch lange nicht am Ziel…..

    Liebe Grüße

    Andrea

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  7. Hi!

    Ich bin selbstständig mit einem Entrümpelungsservice. Daher weiß ich was es bedeutet alleine zu entrümpeln.
    Respekt dafür!!! Denn aller Anfang ist schwer.

    Wenn mann einen Container bestellt, wird es meißt teuer da man alles hinein wirft und es dann als Restmüll deklariert wird.
    Schränke, Laminat und alles was sonst noch aus Holz besteht sollte getrennt entsorgt werden.
    Im Notfall in einen 2. Container.
    Die Entsorgung von Müll bei Containern wird immer nach dem Gewicht berechnet und eine Tonne Holz ist um zwei drittel günstiger als Restmüll.
    Anziehsachen können in einen Wertstoffcontainer genau wie Papier und Glas.
    Hausflohmarkt, Ebay, momox geht auch, aber brauch leider meist sehr viel Zeit und Nerven.

    Wenn man ein Haus oder eine Wohnung leer machen muß, weil ein Angehöriger verstorben ist, so ist es meißt auch besser eine Entrümpelungfirma zu beauftragen. Da diese nicht emotional mit dem Objekt verbunden sind.

    Liebe Grüße
    Schwalenberg
    http://hannover-entruempelung.de/