Fünf Gründe für langweilige Wochenenden

Thank God it`s Friday! Denkst du das auch manchmal? Wir sehnen uns nach dem Wochenende, zwei magische Tage, die nur uns gehören. Und deshalb dürfen sie nicht langweilig sein. Dabei tut genau das manchmal gut.

Ich mag langweilige Sonntage. An denen man nichts geplant hat, keine Aufgaben, keine Termine, an denen nichts passiert. Ein Tag, mit dem ich machen kann, wonach mir ist. Auch, wenn es gar nichts besonderes ist. Oder ich einfach nichts tue. Mein vergangener Sonntag sah zum Beispiel so aus: Lange schlafen, dann einen ausgiebigen Spaziergang machen (9 Kilometer, könnte man fast schon Wanderung nennen), Kaffee und Kuchen bei meinen Eltern, später Abendessen und dann noch gemeinsam mit meinem Freund einen Film schauen. Herrlich! Viel zu oft tappe ich aber in eine dieser beiden Fallen:

„Das mach ich dann am Wochenende“: Dinge, die man unter der Woche nicht schafft, verschiebt man gerne aufs Wochenende. Sei es der Wohnungsputz, der Wocheneinkauf oder lästige Sachen wie die Buchhaltung. Wenn ich weiß, dass ich noch so vieles zu erledigen habe, freue ich mich nicht mehr aufs Wochenende. Vor einigen Jahren habe ich regelmäßig sonntags gearbeitet, da war von Vorfreude natürlich keine Rede. Jetzt versuche ich, meine Wochenende von solchen Dingen möglichst frei zu halten. Klar, manchmal ist das nicht möglich. Und wenn ich samstags noch eben das Badezimmer putze verdirbt mir das auch nicht die Laune. Aber ich versuche, meine Wochenenden nicht mit dringenden Terminen oder Aufgaben zu füllen.

„Das Wochenende muss richtig toll werden“: Hallo Freizeitstress! Wenn man schon nur zwei Tage in der Woche für sich hat, dann sollen die bitteschön auch richtig geil werden. Und so passiert es schnell, dass ein Termin den anderen jagt: Partys, Besuche, Brunch, Tagesausflüge, Kino… und schon hat man am Wochenende mehr Stress als unter der Woche. Freizeitstress eben. Man möchte ja keine Sekunde verschwenden. Manchmal mag ich solche Wochenenden, nach denen man müder ist als davor. Aber jedes Mal? Nein, danke.

So ein langweiliges Wochenende oder auch nur ein Tag ist für mich wie ein Kurzurlaub.

Warum? Darum:

  1. Zeit für Muße: Ich kann die Seele baumeln lassen, einfach träumen, lesen, nichts tun. Das fördert die Kreativität: Die besten Ideen kommen mir, wenn ich den Kopf frei habe, also nicht daran denke, was ich noch alles erledigen oder wo ich gleich sein muss.
  2. Zeit für sich selbst: Wir verbringen viel zu wenig Zeit mit uns selbst. Dabei bin ich selber der wichtigste Mensch in meinem Leben, der, mit dem ich rund um die Uhr zu tun habe. Warum versuchen wir, andere Menschen kennenzulernen, versäumen dies aber bei uns selber? Oft fehlt uns einfach die Zeit.
  3. Zeit für Dinge, die man gerne tut, sich sonst aber verkneift: An einem Werktag bis 10 Uhr schlafen? Das geht ja wohl nicht, denken viele. Am Wochenende erlauben wir uns so etwas schon eher. Den ganzen Nachmittag im Liegestuhl auf der Terrasse sitzen und in einem Liebesroman schmökern? So etwas geht auch nur am Wochenende. Sofern wir nichts anderes vorhaben. Ein faules Wochenende gibt uns die Gelegenheit Dinge zu tun, die wir genießen, die jedoch als Zeitverschwendung gelten.
  4. Zeit zum Ausruhen: Manche Dinge bleiben unter der Woche oft auf der Strecke, obwohl sie für uns lebensnotwendig sind: Schlaf, Bewegung, gesunde Ernährung. Wenn wir schon von Montag bis Freitag keine Zeit dazu haben, dann doch wenigstens am Wochenende.
  5. Zeit für Zeit: Ein Sonntag ohne Termine und Aufgaben erlaubt es uns, alles etwas langsamer und bewusster zu machen. Es gibt ja keinen Grund, sich zu hetzen.

Nur Action-Wochenenden wären mir zu anstrengend. Nur Wochenenden, an denen nichts passiert, wären mir hingegen zu langweilig. Die Mischung macht`s. Hauptsache ich kann selber bestimmen, was ich mit meinem Wochenende anfangen möchte.

Wie sieht dein perfektes Wochenende aus? Was erlaubst du dir nur am Wochenende?

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23 Kommentare

  1. Hallo Malmini,

    witzig – mein Wochendende ist auch selten voll mit Terminen: gemacht werden müssen der Einkauf und ne Stunde durch die Bude putzen – die Wäsche wäscht ja gottseidank die Maschine.
    Ansonsten mach ich worauf ich Lust habe: viel Lesen, stricken, manchmal nähen, ausgedehnte Mittagsschläfchen und abends meist mit Freunden weggehen… ich nehme mir als seeehr viel Zeit für Zeit und merke auch, dass mir das gut tut. Natürlich gibts auch andere Wochenenden, mit Ausflügen – diese sind dann aber eh über Nacht und zählen eher zu Urlaub als zu Wochenende 🙂

    • Pia

      Hallo Valeria,

      Das klingt super! Solche Wochenende mag ich auch.

      LG
      Pia

  2. Liebe Pia,
    ein sehr schöner Artikel – ich liieebe faule Wochenenden.

    Mir wird manchmal ganz anders, wenn ich höre, wie andere Leute die kurzen zwei Tage Wochenende verplanen … Ich spüre tatsächlich pures Glück, wenn ich Samstag früh aufwache, nicht bis Sonntagnacht durchgetaktet bin, sondern das Wochenende wie eine leere Spielwiese unberührt vor uns liegt.

    Am Wochenende chillen wir. Wir verleben unsere Zeit gemeinsam. Das ist unsere Vorstellung von einem einfachen Leben. Wir frühstücken ausgiebig und machen lange Spaziergänge, wir kuscheln uns in die Sessel und lesen spannende Bücher. Kochen, Essen, schöne Musik, Gespräche mit Freunden und der Familie.

    Wesentlich für ist dabei für uns: kein Fernsehen! Ich glaube, dass Fernsehen Dir die Erfahrungen raubt, die Du gemacht hättest, wenn Du nicht ferngesehen hättest. In der Leere und Stille, die bleibt, wenn der Fernseher ausgeschaltet ist, passiert das eigentliche Leben.

    Beste Grüße, Sandra

    • Pia

      Hallo Sandra,

      „… wie eine leere Spielwiese“, die Formulierung gefällt mir.
      Hm, Fernsehen ist letztlich Medienkonsum wie alles andere auch. Ob ich ein Buch lese oder einen guten Film sehe, macht für mich keinen Unterschied. Viele Menschen, die nicht fernsehen, hängen dafür den ganzen Tag im Internet herum, das ist meiner Meinung nach dasselbe.

      LG
      Pia

  3. Ein perfektes Wochenende sind zwei freie Tage bei mir 😉 Die habe ich nämlich viel zu wenig, im letzten Jahr hatte ich kaum welche. Deswegen gibt es bei mir keine Langeweile, denn Nichtstun genieße ich die meiste Zeit über.
    Liebe Grüße,
    Sandra

    • Pia

      Hallo Sandra,

      Musst du auch am Wochenende arbeiten?

      LG
      Pia

      • Sandra

        Oftmals, ja. Das hat mir im letzten Jahr den Rest gegeben und mir diese Burnouts beschert. Eigentlich müsste ich wirklich aufhören, mir etwas Anderes suchen. Aber ich finde nichts (in meiner Branche sieht es in allen Firmen so stressig aus, oder noch schlimmer). Und mit meiner Selbstständigkeit geht es leider nicht vorwärts. Sehr frustrierend.

  4. linda

    Hallo Pia, du schreibst mir aus der Seele. Alle 14 Tage Samstags schlafe ich aus und bleibe laaaange im Bett und lese oder denke nach. Termine mach ich keine. Mich stört schon, wenn ich nachmittags auf einen Geburtstag muss. Sonntags tue ich auch das, was ich will. Im Sommer bette ich mich um auf die Terrasse. Manchmal mag ich auch mit einer Freundin einen Ausflug machen. Einkaufen, putzen und solche Hausarbeiten mache ich möglichst in der Woche nach der Arbeit.

    • Pia

      Hallo Linda,

      Es gibt doch nichts über einen Nachmittag mit einem Buch auf der Terrasse oder im Garten, alle halbe Stunde umdrehen, damit der Sonnenbrand schön gleichmäßig wird und dann abends schläfrig und aufgeheizt ins Bett fallen 🙂

      LG
      Pia

  5. Em

    Mir ist eine tägliche Routine extrem wichtig, dazu gehören auch immer gleiche Wochenenden, die nur bedingt flexibel zu gestalten sind.
    Mir erspart es eine Menge Stress, wenn ich auf Autopilot schalten kann und jetzt schon weiß, was ich die restlichen ca. 315 Tage des Jahres mache.
    Und die 5 Stunden am Sonntagnachmittag/abend im Fitnessstudio mit abschließendem Saunagang und komatösem Rumlungern auf den beheizten Wasserbetten nur für mich sind grundsätzlich nicht verhandelbar, da kann kommen wer und was auch immer will :). Mit ganz vereinzelten Ausnahmen ziehe ich das schon bald drei Jahre durch.

    • Pia

      Hallo Em,

      Die Idee so einer festen Routine finde ich total spannend. Stimmt schon: Wenn man sich jeden Tag neu entscheiden muss, was man mit den nächsten 24 Stunden anfangen soll, kann das auch in Stress ausarten.
      Dein Sonntagnachmittag klingt super 🙂

      LG
      Pia

  6. Hallo Pia!

    Langweilige Wochenenden sind super, aber man muss gar nicht aufs WE warten, auch Wochentage sind super in langweilig 😉

    Am liebsten gehe ich in die Natur wenn das Wetter es zulässt.

    lg
    Mar

  7. Das war auch mein erster Gedanke. Ich bin ein großer Freund von Planlosigkeit und einfach leben. Jeden Tag. Nicht nur am Wochenende. Termine in meiner Freizeit möchte ich nicht. Was ich mache, entscheide ich 5 Minuten vorher.

    • Pia

      Hallo Tanja,

      Geht das denn immer? Ich könnte mir vorstellen, dass es bei einigen Aktivitäten, zum Beispiel Urlauben, nicht so leicht ist, das erst 5 Minuten vorher zu entscheiden. Oder meinst du jetzt nur kleine Termine wie ein Treffen im Cafe oder so?

      LG
      Pia

  8. Ralf

    Ich kann mich noch erinnern, wie mein alter Herr seinerzeit (1975) heim kam und fragte, was wir denn die nächsten Tage machen wollen? Einige hundert Meter hinter´m Haus war einer der größten Waldbrände – er hätte als Leiter der KatS-Fernmeldezentrale eigentlich Dienst schieben müssen… Nun, innerhalb von fünf Minuten war die Entscheidung getroffen: Frau packt schnell die Koffer, er kauft ein Zelt und dann ab: 14 Tage Mittelmeerstrand bei Alicante. Geil 🙂

    Auch wir versuchen heute, wenn irgend möglich, kurzfristige Entscheidungen zu treffen. Erfahrungsgemäß sind dies die nachhaltigsten Erlebnisse…

    lg Ralf

    • Pia

      Hallo Ralf,

      Spontan zum Campen fahren klingt für mich auch spannend. Kurzfristige Entscheidungen, da gebe ich dir Recht, sind meistens die besten. Weil sie in dem Moment wohl einfach die richtigen sind.

      LG
      Pia

  9. Pingback: Ernährungs- und Fitnessblogs am Sonntag, 22,02.2015

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