Es muss ja nicht gleich ein Tiny House sein…

Wer weniger besitzt braucht auch weniger Stau- und damit Wohnraum. Die extreme Lösung ist ein sogenanntes Tiny House. Das sind winzige Häuser, meistens auf Rädern und damit transportabel. Diese Häuser faszinieren mich immer wieder, aber ich könnte mir nicht vorstellen, darin zu wohnen. Doch ich finde, das Prinzip dahinter lässt sich auch auf normale Häuser und Wohnungen anwenden.

 

Zum Minimalismus bin ich eigentlich über die Minihäuser gekommen. Vor ungefähr drei Jahren stieß ich im Internet auf Tammy Strobel, die ja in einem Tiny House wohnt. Ich war begeistert: Ein winziges Haus, mit allem, was man braucht, das auch noch so günstig. Also kaufte ich mir ihr Buch und begann, mich auch für die Idee dahinter zu interessieren: Dass wir nämlich die meisten Dinge, die wir in unseren überdimenstionierten Wohnungen lagern, gar nicht brauchen. Minimalismus eben.

Also habe ich mich gefragt: Gibt es Bereiche in meiner Wohnung, in denen nicht ich oder mein Freund leben, sondern lediglich unsere Sachen? Ja, die gibt es. Überall sogar. Und das finde ich irgendwie … bescheuert.

 

Die nächste Wohnung muss immer größer sein

Viele Menschen vergrößern ihren Wohnraum nach und nach. Vom 10m² Kinderzimmer geht es in die 25m² Studentenbude, dann mit dem ersten Gehalt in eine 60m² große Drei-Zimmer-Wohnung und spätestens bei Familiengründung muss das 180m² Häuschen her (so ist es zumindest hier bei uns auf dem Land, wo Wohneigentum noch einigermaßen bezahlbar ist). Dieses räumliche Wachstum scheint der natürliche Gang der Dinge zu sein. Am Ende ihres Lebens sitzen viele Menschen dann in ihrem riesigen Einfamilienhaus voller leerer Zimmer und fühlen sich verloren.

Mit jedem Umzug bzw. jedem Wachstum sammeln wir mehr Sachen an. Oder sammeln wir erst mehr Sachen an und meinen dann, eine größere Wohnung zu brauchen? Wie auch immer. Leere Räume wollen gefüllt werden. Große leere Räume wollen mit vielen Sachen gefüllt werden, sonst hallt es. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass Menschen sich in einem Raum mit niedrigen Decken wohler fühlen als in einem mit hohen Decken. Wir genießen einerseits weite, große Zimmer mit viel Platz, andererseits fühlen wir uns in kleineren Zimmern geborgener, wie in einem Nest. Ich glaube deshalb neigen wir auch dazu, unsere Räume mit Dingen vollzustopfen.

 

In letzter Zeit mache ich mir darum sehr viele Gedanken, denn mein Freund und ich suchen auch gerade nach einem Haus. Eines meiner wichtigsten Kriterien dabei ist, dass das Haus nur so viel Platz bietet, wie wir wirklich benötigen. Nicht noch ein Zimmer „nur für den Fall“. Denn sonst passiert Folgendes:

„Oh, ein leerer Raum, was machen wir denn damit?“
„Hm, ein Gästezimmer vielleicht? Erstmal können wir ihn ja als Abstellkammer benutzen.“

Und schon haben wir einen veritablen Gerümpel-Magneten.

 

Oder noch besser:

Irgendwer: „Das Zimmer sieht aber leer aus. Da müsst ihr unbedingt was an die Wand machen. Ein Bild vielleicht oder ein Regal.“

Ich: „Und was sollen wir in das Regal stellen?“

Irgendwer: „Na, schönen Dekokram. Bei XY habe ich jetzt ganz tolle Vasen gesehen und so niedliche Porzellan-Hunde.“

 

Auch eine Möglichkeit:

Irgendwer: „Ihr habt ja noch so viel Platz im Flur, wollt ihr nicht den Schrank haben, der bei uns nicht mehr in die Wohnung passt?“

 

In einem kleinen Haus, einer übersichtlichen Wohnung und natürlich in einem Tiny House kann so etwas nicht passieren. Da ist einfach kein Platz für Gerümpel, und deshalb macht denkt man lieber fünfmal darüber nach, etwas Neues anzuschaffen.

Das ist nur eines der Prinzipien eines Tiny House, das sich meiner Meinung nach auf alle Wohnformen anwenden lässt. Außerdem:

… muss man weniger putzen.
… verbringt man viel mehr Zeit draußen (weshalb uns dieser Bereich bei der Haussuche fast so wichtig ist wie das Haus selbst. Ich möchte mich nicht nur in meinen vier Wänden, sondern auch drumherum wohl fühlen.)
… kostet es weniger im Unterhalt, besonders bei der Heizung.
… achtet man mehr auf Ordnung.
… kostet es weniger in der Anschaffung (zumindest in der Theorie).
… wird man kreativer in der Raumgestaltung (zu Limits und Kreativität habe ich mir hier im Blog schon mal Gedanken gemacht).
… ist das besser für die Umwelt (klar, gar kein Haus ist am besten für die Umwelt, aber mal ehrlich: Am allerallerallerbesten für unseren Planeten wäre es doch, wenn wir gar nicht da wären ;))

 

Diese Vorteile eines Tiny House kann man sich auch in normalen Häusern oder Wohnungen zunutze machen. Vorher muss man sie sich aber erstmal bewusst machen. Und ich glaube, das geht am besten, indem man sich anschaut, wie andere ihre kleinen Wohnräume auszunutzen und zu genießen wissen.

 

Hier findest du tolle Inspirationen und Wohnideen für kleine Räume:

 

Tiny Houses sind in Deutschland noch nicht so verbreitet wie in Amerika. Ich glaube ein Grund dafür ist auch das strenge Baurecht hier. Man darf hier nicht so einfach eine Wiese kaufen, sein kleines Häuschen darauf parken und darin wohnen. Trotzdem gibt es viele gute Ansätze und Projekte.

Zum Beispiel:

 

Wer weiß, vielleicht sind Tiny Houses oder andere kleine Wohnmöglichkeiten ja bald total normal hier. Ich würde es mir wünschen.

 

Wie findest du Tiny Houses? Wie viel Wohnraum benötigst du, um dich wohl zu fühlen?

 

*Dieser Link ist bezahlt. Weißte Bescheid.

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39 Kommentare

  1. Ich möchte gar kein Tiny House auf Dauer haben, denn die sind schließlich sehr klein und ob es immer so praktikabel ist, darin zu wohnen, bezweifle ich. Denn auch Tammy Strobel war zwischenzeitlich für den Winter in ein Cottage umgezogen und hatte geschrieben, dass die Wasserleitungen im Tiny House z.B. einfrieren können.

    Den Trend zu immer größer, kann und will ich auch nicht nachvollziehen. Teilweise ist es so, dass es einfach selbstverständlich ist, sich zu vergrößern und teilweise auch wie du schreibst – es gibt immer mehr Sachen und die Leute kommen eher auf die Idee umzuziehen und mehr Wohnraum zu besorgen, statt auszumisten und zu hinterfragen, was überhaupt notwendig ist.

    Ich kann mich überhaupt nicht damit anfreunden, dass die Innenstädte und anliegenden Stadtteile (denn ich gehe nicht davon aus, dass es nur in Bremen der Fall ist) immer familienunfreundlicher werden. Es wird neu gebaut, aber es gibt dann 120 – 145 qm Wohnungen mit drei Zimmer! Wie realistisch ist das für eine Familie! Oder große Wohnungen mit zwei Zimmer!
    Bei entsprechende Planung wäre es ein leichtes mit 120 qm – eine tolle Vierzimmerwohnung zu gestalten. Aber angeblich gibt es auch keinen Markt dafür… Ich kanns mir nicht vorstellen, mir graut es vor den Reihenhaussiedlungen etwas außerhalb, ich hätte lieber eine Wohnung in unserem stadtnahem Stadtteil und brauche kein Haus…

    Den Trend zu weniger Wohnraum, der manchmal beschrien wird, der ist hier überhaupt nicht abzusehen…

    • Pia

      Hallo Nanne,

      Ich glaube den Trend zu weniger Wohnraum gibt es nur bei Minimalisten 😉

      Was du da beschreibst mit den riesigen Räumen ist mir auch schon öfter begegnet. Total unpraktisch. Wer braucht ein 30m² Schlafzimmer? Da stehen ein Bett und ein Schrank drin, das wars. Ich glaube Wohnraum wird auch immer mehr zum Statussymbol.

      LG
      Pia

  2. Tiny Houses sind niedlich aber nichts für mich. Ich rumpele auf die 60 zu und lebe mit zwei netten Katern und zwei putzigen Wellensittichen in drei Zimmern auf ~ 55 m² , das ist genau mein Maß. Während meiner Ehe habe ich mit dem Nicht-mehr-so-Holden zu zweit auf ~ 70 m² gelebt, das war okay. Nach der Scheidung habe ich es aber nicht eingesehen, dass ich mich klein machen und mich bescheiden mit ein oder zwei Streichholzschachtel-Zimmern begnügen soll. Es sollten schon drei Zimmer sein, die habe ich dann auch gefunden, 60 m² gemietet. Das war genau richtig. Und zehn Jahre später dann die 55 m² gekauft, da lebe ich jetzt noch, am Innenstadtrand und trotzdem im Grünen, ohne Auto, mit der Tram fast vor der Tür – besser geht’s fast nicht. (Es wäre schön, wenn meine Wohnung eine richtige Wohnküche hätte – dafür könnte ich gerne auf ein großes Wohnzimmer verzichten. Aber so gescheit waren die Wohnungsplaner schon 1959 nicht mehr!) Ich hab zu viel Zeug, klar, aber daran arbeite ich. Ich kann auch durch den Wohnungskredit keine großen Sprünge machen, aber das will ich auch gar nicht. Dafür habe ich es daheim gemütlich und es ist schlußendlich alles meins. Ich habe mir diesen Trend jetzt eine Weile angeschaut und weiß: eine richtige Minimalistin werde ich nie. Inspiration hole ich mir gerne (auch bei Deinem Blog, Pia), aber es gilt: Alles mit Augenmaß und nach meinen Regeln. Das ist mir Kategorie genug.

    • Pia

      Hallo Kulturschnepfe,

      Wie du schon sagst: Jeder sollte sein eigenes Maß finden und seine eigenen Regeln aufstellen.
      Und: Richtige Minimalisten gibt es nicht. Nur Leute, die sich dafür halten 😉

      LG
      Pia

  3. Magdalena

    Tiny Häuser finde ich klasse… ABER-….f. Singles ew. Pärchen. Megacool:)
    Wenn Kinder da sind braucht man Platz. Es muss nicht unbedingt ein ganzes Zimmer für jedes Kind vorhanden sein. Es wäre allerdings ein idealer Fall. Je größer Kinder werden desto mehr verspüren sie Bedürfnis nach Rückzug und Ruhe. Das sollte man schon berücksichtigen… Also liebe Pia falls Ihr Euch vergrössern 😉 möchtet denke bitte daran

    • Pia

      Hallo Magdalena,

      Ja, so sehe ich das auch. Tiny Houses sind nur bedingt familienfreundlich.

      LG
      Pia

  4. Ich mag ja gerade die freien Flächen. Und nicht leben auf wenig Fläche und alles gestopft. Mir sind die Tiny Häuser immer zu eng. Man ist dann sich selbst überlassen. Was soll ich denn da drin machen? Stell dir das bei 3 Wochen Regen vor. Überall die nassen Sachen. Nein, danke! Ich vermisse die Haltbarkeit. Für das Geld kann man schon eine kleine Wohnung kaufen und später vererben. Und nicht ein Bauwägelein wo die Bausubstanz bis dahin hinüber ist. Das Phänomen „Leeres Zimmer“ und wieder was für kaufen, hab ich auch gerade hinter mir. 🙂 Geht schnell, sag ich euch. Warum überhaupt ein Haus? Ich kenne Wohnen von 53 bis 200 qm. Finde die 53 jetzt am angenehmsten. Schnell geputzt. Kleiner ist feiner.
    Liebe Grüße – Tanja

    • Pia

      Hallo Tanja,

      Guter Punkt: Wie lange halten diese Tiny Houses eigentlich? So ein gewöhnlicher Wohnwagen ist ja nach 30 Jahren auch nicht mehr besonders einladend, einer Wohnung sieht man dasselbe Alter nicht an (sofern sie gut gepflegt wurde).

      LG
      Pia

  5. ich mag diese kleinen Tiny Häuser und bin fasziniert was alles rein passt 🙂
    Wir leben seit 28 Jahren in einer Altbauwohnung mit 59qm aufgeteilt auf drei Zimmer, Wohnküche, Bad, Flur und ein Balkon. Als unsere zweite Tochter geboren wurde war bei uns auch die Überlegung, wir brauchen jetzt aber vier Zimmer, damit jedes Kind ein eigenes hat. Aber wir haben uns dagegen entschieden um nicht vom Verdienst nur Wohnen zu zahlen und an der Freizeitgestaltung ständig sparen zu müssen. Die Mädels haben gelernt sich zu arangieren, gab zwar auch mal kräftig Gezanke, ich sag nur Pupertät, da war es dann halt nicht so dolle beide in einem Zimmer. Aber sie haben es überlebt *schmunzel…. und geschadet hat es bestimmt nicht.
    Heute nachdem wir nur noch zu zweit sind, sind wir froh darüber nicht ein Haus mit hundert Zimmern oder eine Wohnung mit zwanzig Zimmern an der Backe zu haben. Das will ja alles geputzt, gewartet und bezahlt werden. Und die Hundertprozentige Gewissheit immer auf dem gleichen Gehaltsniveau zu sein die hat man nicht. Da kommt dann bei Jobverlust oder Krankheit schnell das böse Erwachen wie soll ich das denn jetzt alles Bezahlen, wie das noch alles in Schuß halten?
    Nee da hab ich lieber was kleines was bezahlbar ist und auch bleibt und da wird halt experimentiert wie man es sich am besten Einrichten kann um sich wohl zu fühlen. Statussymbole in Form von mein Haus, Mein Auto, Mein was weiß ich, die brauchen wir nicht und was andere davon halten und denken ist uns auch herzlich egal 🙂
    Damit haben wir bisher immer ziemlich gut gelebt und daran wird sich auch nix ändern.

    Liebe Grüße
    Aurelia

    • Cool, liebe Aurelia, das ihr das so gemacht habt! Wir sind gerade vor der Entscheidung – langfristig eine größere Wohnung zu suchen (Unser drittes Zimmer/Kinderzimmer ist auf Dauer auf jeden Fall zu klein), aber es ist schon interessant zu sehn, dass andere es jetzt teilweise schon für zu klein halten.
      Wobei ich sagen muss: Meine Schwester und mir hätte es gut getan, hätten wir uns kein Zimmer teilen müssen. Das war nicht so die tollste Zeit in der Pubertät (in der Kindheit wars prima! Es ist viel netter zusammen in einem Zimmer zu schlafen!).
      LG Nanne

    • Pia

      Hallo Aurelia,

      Danke für deinen Kommentar. Finde ich toll, dass ihr euer Ding durchgezogen und einfach probiert habt, ob es auch so klappt, mit weniger Platz. Und das hat es ja offenbar.

      LG
      Pia

  6. Sibylle

    Bei mir ist’s genau gelaufen wie beschrieben. 12qm Kinderzimmer, 16qm WG-Zimmer (da hatte ich dann nach drei Monaten Auslandsaufenthalt meinen ersten Entrümpler und habe meinen Besitz um ca 50% reduziert), dann *endlich* 55qm für mich allein, eingerichtet mit den Möbeln aus den Kellern von Freunden (bis auf Bett und Schreibtisch) – trotzdem superleer, weil völlig ohne Deko. Dann – tada – zum Mann gezogen, in sein Zweifamilienhaus: In einer Wohnung seine Eltern, in der anderen wir, die auf 100, wir auf 140 qm/zwei Etagen. Zu zweit. Nach ein paar Jahren hab ich auch hier angefangen, zu entrümpeln und tue es noch, obwohl ca 3000 Gegenstände und darüber hinaus ca 600kg Bauabfälle und Sperrmüll die Bude verlassen haben. Jetzt stehen auf der oberen Etage 60qm (= zwei Räume) leer, und ich arbeite an den nächsten 20. Reicht. Lockerst. Wir halten uns eh 70% der Zeit in der Küche auf, obwohl großes Wohnzimmer direkt nebenan. Nach der Sanierung ziehen wir dann auf eine Etage, mega geräumig und hoffentlich schön rümpelfrei… zu groß ist mir (vor allem der Putzerei wegen) mega nervig – vier Fenster in der WG, jetzt elf – bääääääh.

    • Pia

      Hallo Sibylle,

      Ui, das klingt ja nach einer richtig umfangreichen Entrümpelungsaktion. 600 Kilo Bauabfälle, kann ich mir gar nicht vorstellen, wie das auf einem Haufen aussieht.

      LG
      Pia

  7. Die Tiny Houses finde ich superklasse, aber wohnen will ich da drin nicht. Bin ziemlich Camping-geschädigt und ich hatte nie ein eigenes Zimmer, weshalb ich jetzt und für immer auf ein eigenes Zimmer bestehe. So viel Platz muss bei mir schon sein und ich hätte auch absolut kein Problem damit eine große Wohnung mit einem komplett leeren Zimmer zu haben. Weil ich weiß, dass ich mich da ab und zu rein setzen würde und die Wand anstarren würde. 😀 Das stell ich mir total Zen vor. 😀

  8. Hallo Pia,

    ich lese seit einiger Zeit sehr interessiert Deinen Blog und minimalisiere seit ca. anderthalb Jahren. Es ist ein langsamer, aber stetiger Prozess mit zwischenzeitlichen Großaktionen z.B. beim Umzug vor etwas über einem Jahr.

    Tiny houses finde ich toll und spannend. Selber brauche ich aber doch auch etwas mehr Platz. Ich mag Räume, die eher leer aber trotzdem gemütlich sind. Meine letzte Wohnung war zu groß – 140qm plus Dachboden und Keller. Jetzt habe ich ein Haus mit 134qm ohne Keller, das DG mit Schrägen bis zum Boden ist auch Wohnraum, in den 134 qm sind Heizungs- und Wirtschaftsraum enthalten.

    Das ist natürlich immernoch viel, insbesondere gemessen an den Tiny houses. Trotzdem ich immer weiter entsorge bin ich aber zuversichtlich, dass ich mich hier trotzdem wohl fühlen werde und dass der Platz hier für mich ideal ist.

    Ich finde, wenn nicht alles vollgestellt ist ist auch das putzen kein Problem. Für mich macht es wenig Unterschied, 20 qm mehr oder weniger zu saugen, fegen oder wischen – es ist nur dann doof, wenn man erst noch Kram zur Seite räumen muss. Das muss ich hier aber jetzt schon nicht mehr. Inzwischen macht mir tatsächlich sogar das putzen Spaß, einfach weil es so leicht geworden ist und schnell geht.

    Die Gefahr, dass ich mir den freien Raum wieder voll stelle sehe ich für mich nicht, weil ich mit so viel zu wohl fühle.

    Viele Grüße und Danke für Deinen schönen Blog !
    Birgit

    • Pia

      Hallo Birgit,

      Schön, dass du hier her gefunden hast 🙂

      LG
      Pia

  9. Christine

    Mein größter Wohnraum betrug bisher 160 qm, Einfamilienhaus, mit unglaublich viel Stauraum im Keller und unterm Dach, dazu ein Riesengarten mit Obstbäumen und einer Fläche von 1200 qm. Für mich heute: nie wieder. Putzen war ebenso ein Problem wie das Rasenmähen und das Heizen des kompletten „Palastes“. Zuletzt habe ich dort allein gewohnt. Was für eine Platz- und Ressorcenverschwendung! Jetzt leben ich kleiner, aber Platz nach unten ist noch und ist bereits für die nächste Wohnungssuche fest eingeplant.
    Tiny Houses sind vor allem in den USA ein radikaler Gegenentwurf zu den üppigen Einfamilienhäusern und Penthousewohnungen in den Städten. Die Kleinsthäuser bieten ausreichend Platz für ein bis zwei Personen und sind bezahlbare Alternativen. Mit Kindern sind sie aber nur eine Übergangslösung.
    Leider sind in Deutschland die Bauvorschriften so umfangreich, dass sich das Bauen unglaublich verteuert hat. Kaum jemand kann ein Haus auf ein Grundstück setzen, ohne dass er sich jahrzehntelang verschuldet. Die meisten zahlen ihr Eigentum zwischen 25 und 30 Jahren ab. Große Wohnungen sind toll – und kosten gerade in den Großstädten viel Geld. Soll wirklich die Hälfte oder zwei Drittel des Einkommens nur fürs Wohnen draufgehen?

    • Pia

      Hallo Christine,

      Das ist glaub ich auch so ein Grund, warum Tiny Houses so interessant sind: Sie sind bezahlbar. Wo kann man schon noch wohnen, ohne viel Geld dafür ausgeben zu müssen? Und ein Dach über dem Kopf braucht man, da führt kein Weg dran vorbei. Diese Zwangsabgabe wollen sich viele Menschen glaube ich nicht mehr gefallen lassen.

      LG
      Pia

  10. whiterose

    Nur mal so als Idee und weiteren Entwurf:
    Wir werden demnächst ein Zweifamilienhaus kaufen. Die obere und untere Ebene sind voneinander abgetrennt. Wir werden oben auf 70 m² mit großer Dachterrasse wohnen, die untere 100m² Wohnung werden wir, solange wir zu zweit sind, vermieten. Wir werden bestimmt auch noch 5 Jahre oder so zu zweit bleiben….

    • Pia

      Hallo Whiterose,

      Das ist auch eine gute Möglichkeit. Wenn man den Platz braucht, dann nimmt man ihn sich. Und wenn man ihn mal nicht mehr braucht, dann vermietet man ihn wieder.

      LG
      Pia

    • Christine

      Bei einem Zweifamilienhaus, wo der Vermieter mit unter dem Dach wohnt, gibt es oft Probleme und viele Mieterwechsel. Das liegt daran, dass ein Mieter sich ständig beobachtet fühlen kann. Außerdem ist er rechtlich nicht so vor Kündigung geschützt wie in einem Mehrparteienhaus. Auf der anderen Seite kann das Verhältnis auch sehr lange sehr gut sein. Wundert euch also nicht, wenn das mit den optimalen Mietern länger dauert.

  11. Hallo Pia!
    Ich bin immer wieder einmal gerne auf deinem Blog und hole mir sozusagen Minimalismus-Inspirationen – danke :)! Hin und wieder schreib ich auch selber über dieses Thema.
    Das Thema Wohnfläche finde ich totaaal spannend. Wir kennen so viele Leute, die nach Auszug der Kinder auf 200 m² alleine wohnen oder aber auch junge Familien die mit 2 Kindern immerhin ein 160m²-Haus bauen. JEDEM DAS SEINE :), aber für mich/uns wär das nichts gewesen. Wir leben derzeit zu zweit in einem kleinen Haus mit 60m². Sollten wir Kinder haben, ist keine Vergrößerung geplant – durch das ganze Ausmisten und die Möglichkeit viel draußen zu sein haben wir mehrere m² „übrig“.
    Glg und viel Glück bei der Haussuche 🙂

  12. momo

    Hallo, ich bin mit meiner Tochter von 3 Raum 65m² in eine Einraumwohnung 40m² gezogen. Wir wollten unser letztes gemeinsames Jahr minimalistisch gestalten. Keiner kann sich mehr in sein Zimmer einsperren um dort Zeit tot zu schlagen. Es ist fantastisch. Man ist vorsichtiger miteinander, verträgt sich schneller, trainiert seine Empathie, redet mehr, räumt eher auf, weil man keinen Platz zum vermüllen hat. Wir haben aber insgesamt mehr wertvolle Zeit. Das wichtigste ist – ich geh nur noch 4 Tage in der Woche arbeiten. Mehr ist nicht nötig. Wir sparen durch die Verkleinerung ca. 300€. in der freien Zeit stelle ich viel selber her. Marmelade einkochen, Putzmittel, stricken… wieder was gespart. Nicht zu reden von dem Geld was wir durch den Verkauf der Wohnzimmerschränke, Küchenmöbel …bekommen haben. WENIGER IST MEHR

    • Pia

      Hallo Momo,

      Wow, das klingt nach einer tollen Veränderung!
      Das ist glaube ich etwas, was viele Leute von einer wirklich kleinen Wohnung oder einem Tiny House abschreckt: Dass man auf einmal mit den Mitbewohnern so eng zusammenlebt. Aber bei euch klappt es, und das ist ein super Vorbild.

      LG
      Pia

  13. helen

    Über facebook bin ich hier bei deinem Beitrag gelandet.
    Unsere Wohnung hat 84 qm mit viereinhalb Zimmer. Die Kinderzimmer haben acht und neun qm. Das ist wirklich nicht viel, aber beide Kinder haben es „überstanden“. Nun sind beide Zimmer frei, eins wurde zum Arbeitszimmer, das andere mehr oder weniger Gästezimmer. Und wie du so schön geschrieben hast, sammelt sich da alles mögliche an 🙁
    Manchmal ist es mir wirklich zu groß und ich habe schon überlegt in etwas kleineres zu ziehen. Leider ist das Wohnumfeld super genial, soll heißen, dass ich hier gar nicht weg will.

    Danke für deinen Blog.
    Herzliche Grüße,
    helen

    • Pia

      Hallo Helen,

      Wäre ich noch ein Kind hätte ich lieber ein eigenes kleines Zimmer als ein großes, das ich mir aber mit meinen Geschwistern teilen muss. Früher habe ich mir ein paar Jahre das Zimmer mit meiner kleinen Schwester geteilt. Ich war froh, als ich wieder mein eigenes hatte, auch wenn das im Keller war 😉

      LG
      Pia

  14. Bianca

    Auch liebäugele immer mal wieder mit einem Tiny House. Ich habe das Glück, ein 120 qm Häuschen mit meinen zwei Kindern zu bewohnen. Momentan genau richtig. Wichtig war mir, dass die Räume, in denen man sich oft aufhält groß genug sind. So sind die Kinderzimmer und die Küche jeweils zwischen 20 und 25 qm groß. Mein Schlafzimmer wird normalerweise auch nur zum Schlafen oder zum Meditieren genutzt. Also reichen die 10 qm locker. Viel Kram zum Reinstellen habe ich ohnehin nicht… brauche ich auch nicht…
    Die Frage ist nur, was ich mache, wenn meine Kinder ausziehen. Mein Großer wird dieses Jahr 18, da kann man schon mal darüber nachdenken 😉
    Ich kenne zumindest hier bei uns in der Nähe keine kleinen Häuser, in die ich umziehen könnte und somit müsste ich wohl selbst bauen. Aber brauche ich einen Bauplatz mit 400 qm (die meisten sind ja mindestens so groß) um dann ein Häuschen mit vielleicht 20-25 qm Grundfläche drauf zu stellen? Eine andere Frage, die sich auftut: Gibt es Vorschriften, wie groß ein Haus mindestens sein muss? Aber das wird sich alles zu gegebener Zeit klären, wenn es wirklich für mich aktuell ist…

    • Pia

      Hallo Bianca,

      Vielleicht kannst du dann ja die leeren Räume auch anderweitig nutzen. Oder sie stehen halt leer, du schließt sie ab und nutzt sie nicht. So schlimm find ich die Idee gar nicht.

      LG
      Pia

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