Es geht doch auch einfacher!

 

Warum einfach, wenn´s auch kompliziert geht? Ich glaube diesen Spruch haben sich viel zu viele Menschen auf die Fahnen geschrieben. Es gibt so viele Dinge, die wir auch einfacher haben oder tun könnten. Manchmal, wenn ich das erkenne, komme ich mir ziemlich blöd vor. Deshalb habe ich angefangen, ein einfache Alternativen zu sammeln. Die möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

  • Leitungswasser statt Sprudel aus der Flasche: Gerade habe ich darüber in einer Facebook-Gruppe gelesen. Flaschenwassertrinker argumentieren mit dem Geschmack. Für mich schmeckt Wasser immer gleich. Ok, Kohlensäure ist ab und zu ganz nett, aber bei zu viel muss ich ständig aufstoßen, was auch nicht gerade lecker ist. Leitungswasser schmeckt, es ist billig, gesund und ich muss es nicht die Treppen hoch schleppen. Wir hatten mal so ein Sprudelgerät, haben es aber nicht lange benutzt. Aber wer unbedingt Kohlensäure braucht, könnte sich damit vielleicht anfreunden. Schaut euch auch mal dieses Video an.
  • Besen statt Staubsauger: Böden (nicht Teppiche) kann man saugen, muss man aber nicht. Bevor ich den Staubsauger aus seinem Kämmerchen geholt, das Kabel abgerollt, die Düse gewechselt und den Stecker in der Dose habe, habe ich den Raum schon dreimal gefegt. Spart auch Strom und Staubsaugerbeutel.
  • Waldläufe und Wohnzimmersport statt Fitnesscenter: Nur weil man Mitglied in einem Fitnesscenter ist, muss das nicht heißen, dass man auch Sport macht. So ist meine Erfahrung. Es beruhigt vielleicht das Gewissen, das ist aber auch schon alles. Bewegung in der Natur und Krafttraining in den eigenen vier Wänden (guckt euch mal das Buch „Fit ohne Geräte“ an) bewirken dasselbe wie Crosstrainer und Hantelbänke: Sie halten fit. Das geht auch im Winter und wenns regnet. Der Vorteil: Man muss nicht weit fahren und es ist günstig. Wer nicht gerne alleine Sport macht, dem empfehle ich eine Mitgliedschaft in einem Sportverein.
  • DVD statt Kino: Kinobesuchen stehe ich ja ein bisschen skeptisch gegenüber. Man macht sich schick und fährt zig Kilometer, nur um dann mit seinen Freunden stumm auf eine große Leinwand zu schauen. Kommunikation? Kaum. Wenn der Kinobesuch nur der Auftakt zum Abend ist und man danach noch weiter zieht, dann ist es OK. Wenn danach alle schnurstracks nach Hause fahren, macht Kino für mich wenig Sinn. Die meisten Filme gibt es nach wenigen Wochen schon auf DVD und auf dem Sofa zuhause oder bei Freunden ist es meist eh gemütlicher als in jedem Kinosaal.
  • Fenster auf statt Klimaanlage: Klimaanlagen im Auto mag ich nur in Ausnahmefällen, etwa wenn draußen 38 Grad sind und man gerade auf der Autobahn ist. Ansonsten finde ich Frischluft viel angenehmer als den kalten Strom aus der Lüftungsanlage.
  • Balkon statt Sonnenstudio: „Vorbräunen“ vorm Urlaub, hieß es früher immer. Der Besuch im Sonnenstudio als Vorbeugung gegen einen Sonnenbrand. Ähm, ja, welch eine Logik. Ich war in meinem Leben vielleicht fünf mal auf einer Sonnenbank. Dreimal bekam ich einen Sonnenbrand. Dass ich im Frühling noch nicht denselben rotbraunen Teint wie Dieter Bohlen habe, stört mich nicht. Und auch wenn das im September noch der Fall ist, ist es mir egal. Muss man eigentlich noch immer dauerhaft gebräunt sein oder hat sich dieser Schönheitstrend schon überlebt? Jedenfalls mach ich da nicht mit. Wenn ich mich bräunen will, dann lege ich mich in die Sonne.
  • Heimat entdecken statt Fernreise: Nichts gegen das Reisen, ich liebe es. Aber manchmal müssen es nicht die Malediven sein, da tut es auch das nächste Mittelgebirge. Ich bin sowieso erstaunt, wie viel man noch in seiner unmittelbaren Umgebung entdecken kann. Das fällt einem ja meist erst auf, wenn man wegzieht.

Fallen euch noch Sachen ein, die unnötig kompliziert sind? Schreibt sie in die Kommentare!

P.S. Noch mehr Tipps, die das Leben einfacher machen, findet ihr übrigens in meinem Buch.

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6 Kommentare

  1. Ich mag Kino. Das hat einfach eine andere Atmosphäre. Allerdings haben wir auch ein sehr schönes Kino in Bremen, die Schauburg. Das ist nicht einer von diesen neumodischen Filmpalästen. Habe sogar eine Kino-Freundin. Ich gucke nur im Kino Filme, zu Hause gar nicht. Es gefällt mir mit der großen Leinwand einfach besser. Außerdem gehen wir vorher meist noch einen Kaffee trinken und reden ein wenig.
    Für mich ist Kino einfach was Besonderes und deswegen schön.

    Bei den anderen Sachen stimme ich dir voll und ganz zu, wobei für mich als Allergikerin die Filter bei der Autolüftung / Klimaanlage praktisch sind. Wir lassen die deswegen auch jährlich wechseln.
    lg Nanne

    • PiaMester

      Hallo Nanne,

      Ja, wir haben hier in der Nähe auch ein paar sehr schöne Kinos. Wenn man so einen Kinoabend richtig zelebriert, finde ich es auch schön. Aber kurz vor dem Beginn treffen, schnell die Karten holen und rein und danach verschwinden alle ganz schnell wieder, das macht irgendwie keinen Sinn, finde ich.

  2. Janni

    Hej Pia,

    da ich die meisten Punkte schon immer so umsetze, gehört ich wohl eher zu denen, die es lieber einfacher als kompliziert mögen 😀 Aber ich bin irgendwie eh ein kleiner „Sparfuchs“ und fast alle Punkte bieten auch eine Möglichkeit durchs „einfach machen“ Geld zu sparen (DVD ist günstiger als 3 Leute Kino, der Besen kostet weniger als Staubsauger & Strom, Klimaanlage im Auto frisst Benzin). Und wer sagt in Deutschland gäbe es keine tolle Natur, der war noch nie im Schwarzwald, der Pfalz, dem Elbsandstein, in den Alpen, an der Ostsee oder im Spreewald… 😉

    • PiaMester

      Hallo Janni,

      Oh, an den meisten Plätzen, die du da aufzählst, war ich wirklich noch nie. Muss ich mir doch direkt mal ansehen.

  3. Dietmar

    Zum Thema „gebräunte Haut“:

    Meine Oma war Winzerin/ Bäuerin. Aus einer anderen Zeit, einer nicht mehr vorhandenen Welt. Sie war beim kleinsten Sonnenstrahl im Schatten…
    Für sie war eine braune Haut ein sichtbares Zeichen von Armut. Braune Haut haben nur Feldarbeiter/Tagelöhner…..
    Ich habe unbewusst wohl diesen Denkansatz für mich übernommen. Allerdings mit der Überlegung wie gebräunte Haut von heute wohl in zwanzig Jahren aussehen mag und welche Schäden ich mir, oder andere sich zufügen.

    • PiaMester

      Hallo Dietmar,

      Ein schönes Beispiel, wie sich Schönheitsideale ändern.

      LG
      Pia