Adventskranz1

5 Tipps für eine minimalistische Weihnachtsdekoration

Es ist ein christlicher Brauch, oder eine Vorschrift, dass Weihnachtsschmuck erst nach Totensonntag aufgebaut werden darf. Das war dieses Jahr am 22. November. Ehrlich gesagt ist mir diese Regel total egal. Ich weiß noch nicht einmal, was es mit dem Totensonntag auf sich hat. Aber in der Woche vorm ersten Advent hole ich meine Weihnachtsdeko raus. Jaja, echte Minimalisten besitzen keine Weihnachtsdeko, ich weiß. Ist mir egal, ich steh auf Kerzen, Lichterketten und Co. Dabei ist weniger allerdings mehr. So schmückst du minimalistisch. Continue reading…

Wie du dich gegen unerwünschte Geschenke wehrst

„Einem geschenkten Gaul guckt man nicht ins Maul“ – dieses Sprichwort kennst du bestimmt. Es bedeutet: Beschwer dich nicht über Geschenke. Und es wird einem schon in der Kindheit eingetrichtert. Deshalb ist es auch ziemlich schwer, diesen Gedanken abzulegen. Minimalisten wissen, dass Geschenke tückisch sind: Sie füllen unsere Wohnungen, die wir doch gerade so mühsam entrümpelt haben. Wie wehrt man sich also gegen diese milden Gaben? Continue reading…

Eine Weihnachtsgeschichte

Kurz bevor ich los muss zum alljährlichen Weihnachtswahnsinn mit ganz viel Familienbesuchen, Geschenken und vor allem Essen, wollte ich euch noch schöne Feiertage wünschen. Genießt die Zeit mit euren Lieben.
Mein kleines Weihnachtsgeschenk an euch ist eine Kurzgeschichte, einmal downloadbar als Pdf, einmal als Pocketmod-Vorlage zum falten und unterwegs lesen.

GlaskugelPocketMod

DieGlaskugelPDF

Frohe Weihnachten!

Quick&Dirty-DIY-Projekt: Jahresplaner, Kalender und Notizbuch in einem

2013 ist fast rum. Was kommt 2014? Bei mir auf jeden Fall ein neuer Kalender. Der rote Faden ist zwar schön und handschmeichelnd und schick, aber zu groß. Ich habe glaube ich in 2 Jahren nur 2 Din-A5-Hefte vollgeschrieben. Und im Kalender sah es auch ziemlich kahl aus. Was schließe ich also daraus? So viel Platz für Notizen und Termine brauche ich nicht! Also habe ich meine Bastelschere herausgekramt und mir einfach einen Kalender/Planer gebastelt. Ich zeige euch hier zwei Versionen: Einen größeren für gefragte, ständig beschäftigte Vielschreiber, und die kleinere Taschenversion zum überallmithinnehmen.

 

Großer Planer

 

Für die große Version in Din-A6 braucht ihr:
Feste Pappe (ich habe einen alten Leitz-Ordner zerschnitten)
Buchringe (gibt`s im Baumarkt bei den Schlüsselringen oder natürlich im Internet)
Ösen (muss nicht)
Washi-Tape, Stoff oder schönes Papier zum Bekleben der Hülle
Eventuell selbstklebende Folie (das Zeug, in das unsere Mütter früher unsere Mathebücher eingewickelt haben, gibt es im Schreibwarenladen)
Eventuell Leim oder Flüssigkleber
Gummiband (im Kurzwarenladen oder im Friseurbedarf, ich habe im Ramschladen mit dem großen T vier Haarbänder für 1 Euro bekommen)
Kalendereinlagen (gibt es als Download beispielsweise bei Philofaxy, bei Kalenderpedia oder im Blog von Andrea (Organisiert-leben.de), beim Drucken auf „4 Seiten auf eine Seite“ stellen, dann habt ihr die Einlagen im A6-Format. Oder einfach ausprobieren)
Locher
Tacker
Schere
Karteikarten in A6
Papier, kariert, liniert oder blanko

Los geht`s:
Die Karteikarten dienen euch beim Basteln als Muster und später als Einlage. Zuerst zeichnet ihr den Umriss der Karteikarte 2x auf den Karton. Gebt an jeder Seite einen halben Zentimeter dazu, die Hülle soll die Blätter schließlich später schützen. Dann schneidet den Karton aus. Das kann schwierig werden und erfordert Kraft, aber ihr schafft das schon.

Als nächstes verschönert ihr die Vorderseiten der Hüllen. Ich habe meine mit verschiedenen Washi-Tapes beklebt. Ihr könnt sie aber auch mit Stoff oder Papier beziehen. Die Rückseite bleibt noch frei. Dann nehmt ihr das Gummi und schneidet es so zurecht, dass es stramm, aber nicht zu fest an der Hülle anliegt. Gebt einen Zentimeter an jeder Seite zum Festtackern hinzu. Das Gummi wird auf der Innenseite der hinteren Klappe mit dem Tacker befestigt. Jetzt könnt ihr entweder die Innenseiten der Buchdecke mit Papier oder Stoff oder Folie beziehen oder ihr lasst sie so, wie sie sind (die Vorgehensweise meiner Wahl). Auch die Außenseite könnte ihr jetzt, wenn ihr wollt, mit der Folie bekleben. Zuletzt schiebt ihr die beiden Klappen in den Locher (Vorsicht! Vorher den Mittelpunkt feststellen und markieren, nicht einfach die Din-A6-Einstellung nehmen!). Die Kür: Presst in jedes Loch eine Öse hinein. Ihr könnt die Deckel auch noch mit Buchecken verschönern. Geschmackssache. Zwei Buchringe halten die Deckel zusammen und die Einlagen an Ort und Stelle.

So, das war es auch schon fast. Jetzt könnt ihr euren neuen Jahresplaner so befüllen, wie ihr es braucht. Ich habe im Kalenderbereich für jede Woche zwei Seiten gewählt, außerdem eine Jahresübersicht. Danach kommen Notizbereiche, die ich mit Washi-Tape-Flaggen unterteile. Die letzte Seite meines Planer sind zwei an drei Seiten zusammengeklebte Karteikarten, die so eine Tasche für Visitenkarten, Zettel, Briefmarken und solche Sachen ergeben.

Geht übrigens auch mit Filz.

Kleiner Planer

Version Nummer 2. Oder: Klein, aber Oho!
Ihr braucht dafür im Grund dieselben Sachen wie oben, anstatt des Gummis könnt ihr auch einen Papierclip benutzen, außerdem benötigt ihr noch durchsichtige Folie (zum Beispiel von einem alten Schnellhefter), ein hübsches Bild für das Deckblatt (Foto, Zeitungsausschnitt, meins ist eine Postkarte), Karteikarten in Din-A7 (man kann die größeren Karten auch halbieren) und eventuell Pocketmod-Einlagen (das ich auf die Dinger stehe, habe ich ja hier schon einmal beschrieben.)

Das ist jetzt wirklich ein Quick&Dirty-Projekt, also lasst uns nicht viel Zeit verschwenden:

1. Ordner-Pappe in Karteikartengröße oder etwas größer zuschneiden, aber nur ein Mal (das wird der Rücken).
2. Ränder des Rückens mit Washi-Tape abkleben (oder beziehen wie im Beispiel davor, aber hey, geflecktes Grau hat auch was).
3. Deckel (Postkarte, Bild oder was auch immer) in Karteikartengröße zuschneiden.
4. Plastikfolie in Karteikartengröße zuschneiden.
5. Mit zwei Karten eine Tasche bauen, wie oben beschrieben.
6. Stapeln: Rückenpappe, Tasche, Karteikarten, Zettel, Pocketmods, Deckel, Plastikfolie (in dieser Reihenfolge).
7. Oben links ein Loch in die Ecke stanzen.
8. Buchring durchziehen.
9. Das Päckchen unten mit einem Papierclip oder einem Gummi verschließen.
Fertig!

An beiden Versionen gefällt mir, dass sie einerseits günstig sind (100 Karteikarten für 1 Euro, günstiger geht`s doch kaum, oder man nimmt einfach normales Papier und schneidet es in Form), individuell, nachfüllbar, flexibel, man kann so einige Materialien wiederverwerten und nett sehen sie auch noch aus. Eignen sich wunderbar als Last-Minute-Weihnachtsgeschenk. Ein hübsches Beispiel eines solchen Mini-Kalenders findet ihr noch hier.

So, jetzt viel Spaß beim Basteln!

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7 Tage, 7 Dinge, Woche 16

Die besinnliche Adventszeit naht….ok, würgh, nochmal von vorne. In ein paar Tagen beginnt die stressigste Zeit des Jahres….hm, so pessimistisch soll das doch auch nicht klingen. Also gut: Vor ein paar Tagen habe ich das erste Spritzgebäck verdrückt, ich erwische mich beim „Jingle Bells“-Summen, es muss also bald Weihnachten sein. Das heißt: Kippt das Lametta aus und schmeißt die Lichterketten an die Fenster! Nun ja, ganz so opulent wollte ich die Wohnung dieses Jahr nicht schmücken. Nichts desto trotz habe ich eine Bestandsaufnahme meiner gesammelten Dekorationsmittel gemacht und gemerkt: Yippieh! Da kann eine ganze Menge weg. Deshalb miste ich ich diese Woche hässliche Nikoläuse und schäbige Gestecke aus.

Weihnachtsdeko

Oben links seht ihr vier lustige Weihnachtsmänner, die offenbar ein Glas Milch mit Schuss zuviel hatten und dadurch ganz blau geworden sind (ha…ha…). Ihr Kompagnon (merke: vermeide Wörter, die du erst googlen musst) unten rechts war nicht zur Party eingeladen. So, wie er da liegt, hat er sich lieber einen Film angesehen, anstatt mit seinen Kumpels einen zu heben. Vielleicht übt er auch gerade für seinen nächsten Auftrag als Aktmodell (so wie er da liegt hat das schon was Marilyn-Monroe-mäßiges, oder?)

Der Schneemann in der Mitte hat keinen Körper mehr. Vielleicht eine Reminiszenz (merke: breche niemals deine eigenen Regeln) an die französische Revolution. Ein Guillotinenopfer (merke: stelle niemals Regeln auf), auch wenn es nur ein angedeutetes ist, ist der Besinnlichkeit nicht gerade förderlich.

Aus einem 1-Euro-Shop stammt das goldgesprenkelte Fensterbild, wieder ein Weihnachtsmann. Dieser raucht sogar. Hallo? Wenn das Kinder sehen!

Und der Rest, das Gesteck auf dem Teller, die silbernen Plastikblumen, das Engelchen im Weidenkranz? Ja, die sind einfach nur hässlich (sorry Mama, Geschmäcker sind eben verschieden).

 

Zu Weihnachten Zeit statt Zeug verschenken

Totensonntag ist der Stichtag, sagt zumindest der Volksmund: Ab da beginnt die Vorweihnachtszeit. Ab kommendem Sonntag dürfen wir also unsere Wohnungen weihnachtlich schmücken, Spekulatius und Dominosteine futtern, Glühwein schlürfen, Wunschlisten schreiben, „Jingle Bells“ summen, Kunstschnee streuen, Grußkarten schreiben, Adventskalender bestücken und uns darüber den Kopf zerbrechen, wem wir was schenken. Ein Graus, zumindest das Letzte (obwohl ich Kunstschnee auch nicht so prickelnd finde, schlimmer ist nur Lametta). Zum Glück hat meine Familie im letzten Jahr entschieden, dass wir nur noch wichteln: Jeder zieht den Namen eines anderen und dann muss man nur dieser Person etwas besorgen. Also bekommt jeder ein Geschenk zu einem abgemachten Preis. Das erleichtert das Weihnachts-Wahnsinns-Shopping wirklich ungemein. Noch schöner wäre es allerdings, wenn man gar nichts kaufen müsste. Warum nicht mal etwas Nicht-Materielles verschenken? Beispiele dafür gibt es auf der Seite „Zeit statt Zeug„: Fotos gucken statt Kamera, Zoobesuch statt Kuscheltiere….tolle Ideen, wie man seinen Lieben gemeinsame Zeit schenken kann. Aber es gibt ja noch so viel mehr Möglichkeiten, jemandem eine Freude zu machen, ohne tief ins Portemonnaie zu greifen.

Hilfe im Haushalt: Der Klassiker aus der Kindheit. Zum Muttertag wurde schnell ein Gutschein über einmal Spülmaschine ausräumen und einmal Staubsaugen geschrieben, dann war die Sache gegessen. Meine Mutter hat sich trotzdem immer über so etwas gefreut, sagt sie zumindest (wahrscheinlich nur, wenn wir den Gutschein dann auch eingelöst haben).
Was man aus dieser Kategorie noch verschenken könnte: Fenster putzen, Auto waschen, Keller oder Dachboden ausmisten, das Silberbesteck polieren, den Briefkasten lackieren, Fahrrad reparieren, beim Umstellen der Möbel helfen, Dachrinnen reinigen (nur für Schwindelfreie), Hecken schneiden, Beete umgraben, Rasenmähen, eine Woche mit dem Hund Gassi gehen…

Jemandem etwas beibringen: Wissen zu vermitteln ist ein tolles Geschenk. Der Schüler profitiert davon und man verbringt Zeit zusammen.
Wie wäre es mit: Fremdsprachen, Kochtechniken (Brot backen, Marmelade einmachen, Crème brûlée flambieren), Handarbeitstechniken (Stricken, Häkeln, Klöppeln, weiß der Kuckuck), etwas reparieren (Hilfe zur Selbsthilfe), Fotografieren, Sporttechniken (Skifahren, Tore schießen, Atemtechniken beim Yoga)…

Erlebnisse: Ein unvergesslicher Tag ist mehr Wert als jeder Satz Bettwäsche und jeder Parfüm-Gutschein. Natürlich sollte die Aktivität auch dem Geschmack des Beschenkten entsprechen. Wem in der Achterbahn schlecht wird, der freut sich nicht über einen Tag im Freizeitpark.
Aber vielleicht darüber: Eine gemeinsame Wanderung mit Picknick, einen Kinobesuch, eine Einladung zum Essen (selbst gekocht natürlich), eine Shoppingberatung, ein Kickerturnier (oder Darts), einen Museumsbesuch (vorher ein paar Infos im Internet suchen und aufschreiben, dann ist die Privatführung inklusive), einen Tag in der Sauna oder im Schwimmbad, einen Zoobesuch, ein paar Stunden im Klettergarten…..

Puh, jetzt fällt mir erstmal nichts mehr ein. Habt ihr noch Ideen, wie man diese Liste ergänzen könnte?

P.S. Natürlich gibt es immer Menschen, die überschlagen bei jedem Geschenk, das sie bekommen, was es wohl gekostet hat und ob sie selber mehr ausgegeben haben. Solche Menschen wissen ein Geschenk aus der obigen Liste nicht zu würdigen. Wenn ihr keinen Streit an Heiligabend riskieren wollt, dann kauft ihnen lieber einen Gutschein.