Gute Vorsätze: Projekt 12 in 2014

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Gute Vorsätze sind ja bekanntlich ein zweischneidiges Schwert: In den ersten Tagen eines neuen Jahres nimmt man sich so viele Veränderungen vor, dass man spätestens Ende Januar damit scheitert, die Vorsätze in die Tat umzusetzen. An diesem Punkt denkt man sich dann: „Ich habe es nicht geschafft, ich werde es auch nicht schaffen, dann kann ich es auch ganz sein lassen.“ So ganz ohne gute Vorsätze in ein neues Jahr zu starten, finde ich allerdings auch blöd. Wenn ich mich oder etwas in meinem Leben verändern bzw. verbessern möchte, dann brauche ich Ziele. Nur wie mache ich das? Da kam zum richtigen Zeitpunkt dieser Post von Inka. Das „Projekt 12 in 2014“ ist wirklich eine geniale Idee. Jeden Monat wird ein Fazit gezogen, was geklappt hat und was nicht. Ich gelobe hiermit, bei jedem Fazit absolut und brutal ehrlich zu sein.

Meine 12 Vorsätze für die nächsten 12 Monate sind:

1. 12 Kilo abnehmen: Jeden Monat einen Kilo zu verlieren müsste möglich sein. Das sind 250 Gramm in einer Woche. Um das zu schaffen werde ich mir noch einen ausgeklügelten Plan ausdenken, der auf Gewohnheitsänderungen basiert. Oder weniger Schokolade essen…
2. Nichts kaufen: Keine Konsumgüter wie Klamotten, Bücher, Elektronikartikel, Krimskrams usw. Es gibt zwei Ausnahmen. Eine werde ich wohl für eine Skihose einlösen, die ich für den passenden Urlaub brauchen werde. Weitere Ausnahmen sind auch Gegenstände, die ich für die Arbeit brauche. Geht meine Kamera also kaputt, darf ich mir eine neue besorgen. Die Idee zu der Challenge findet ihr hier.
3. Mich jeden Tag mindestens 30 Minuten bewegen: Schreibtischtäter wissen, was ich meine…
4. Einen Yoga-Kurs machen.
5. Nicht mehr rauchen: Adé Partykippe!
6. 5 Bücher schreiben, darunter mindestens einen Roman.
7. Weiter ausmisten.
8. Weniger Fernsehen und planlos im Internet surfen: Ich habe entdeckt, oder mir wohl eher eingestanden, dass das meine größten Zeitfresser sind. Wenn ich Punkt 6 schaffen will, muss ich mich in dieser Hinsicht zusammenreißen.
9. Meditieren: Gegen das Chaos im Kopf. Oder einfach, um das Gewese darum zu verstehen.
10. Jede Woche 2 Blogartikel schreiben.
11. Jeden Monat eine ungewöhnliche neue Sache ausprobieren.
12. Alle wichtigen Dinge des Tages bis Mittags erledigt haben: Jeden Morgen nehme ich mir drei wichtige Aufgaben vor, dich ich als erstes abarbeite. Möglicherweise muss ich dafür früher aufstehen. Puh, das wird schwer.

E-Book: Minimalismus im Kleiderschrank – Entrümpeln und den eigenen Stil finden

KleiderschrankCover2Bisher war mein Kleiderschrank für mich die größte Herausforderung beim Entrümpeln. Darin bewahrte ich so viele Kleidungsstücke auf, die mir nicht passten, Lustkäufe, die ich nie trug, Lieblingsstücke, die abgewetzt und nicht mehr zu retten waren. Und immer wieder beschäftigte mich die Frage: Was davon kann ich aussortieren, was soll ich behalten? Ich besaß von allem zuviel und doch nicht das Richtige.

Dann stieß ich auf Blogs von Menschen, die ihre Garderobe radikal reduziert haben. Immer passend gekleidet sein, und dass nur mit 30 Kleidungsstücken? Drei Wochen Urlaub nur mit einem Rucksack? Das geht. Und ich dachte mir: Wie machen die das bloß?

Auf dem Weg zur Antwort habe ich mittlerweile mehr als 70 Kilo Klamotten, Schuhe, Taschen und Accessoires aussortiert und komme meiner perfekten minimalistischen Garderobe so immer näher. Meine Erkenntnisse aus vielen Stunden Recherche und anschließenden Selbstversuchen habe ich zusammengefasst und in ein E-Book verwandelt, das es jetzt direkt hier auf dem Blog, bei Amazon und in vielen anderen E-Book-Shops zu kaufen gibt.

Ich freue mich über jegliche Tipps und Anregungen von dir. Wenn dich etwas stört, sag es mir! Fehlt dir etwas? Gefällt dir vielleicht sogar, was ich geschrieben habe? Dann schreib es mir (oder schreib einen Rezension bei Amazon). Ich hoffe, du hast Spaß beim Lesen und fühlst dich anschließend gerüstet genug, um die Entrümpelung deines eigenen Kleiderschrankes in Angriff zu nehmen.

Im Colosseum war ich übrigens auch schon einmal (im Juni 2010).

Das perfekte Urlaubs-Foto. Oder warum die Entf-Taste dein Freund ist.

Wart ihr schon einmal in Paris? In Rom? In London? Dann schlummern sicherlich irgendwo auf eurer Festplatte Fotos vom Eiffelturm/Colosseum/Big Ben. Bilder von den Sehenswürdigkeiten des Urlaubsortes gehören einfach dazu. Sie sind eine Art Beweis, dass man da war. Eine Trophäe. Jede Minute des Urlaubs muss dokumentiert werden, damit man bloß nichts vergisst. Die meisten Touristen erleben ihr Reiseziel nur noch durch die Linse ihrer Kamera. Ihre Erinnerungen decken sich später mit den Ansichten auf ihren Displays. Moderne Erinnerung lässt sich in Brennweiten und Belichtungszeiten messen. Und zu guter Letzt langweilen wir unsere Freunde und Verwandten später mit unzähligen Aufnahmen des immer gleichen Sonnenuntergangs, Schnappschüssen von großen Eiskugeln, Hotelzimmern, Balkonen mit Meerblick und beliebigen Kirchen. Continue reading…

Täglich ausmisten, Teil für Teil

Ein paar Wochen war hier auf meinem Blog tote Hose. Der Grund: Viel (wirklich viel) Arbeit, Ärger mit dem Auto (geht das doofe Dingen einfach kaputt!), sonstige soziale Verpflichtungen. Da blieb die Lust zum Bloggen einfach auf der Strecke. Zwischendurch habe ich beim Minimalismus-Bloggertreffen im Unperfekthaus in Essen aber nochmal frische Inspiration gesammelt (mehr dazu gibt es hier, hier, hier, auch hier, zudem hier und noch hier). Zunächst einmal: Wow, war das cool! Total entspannt einen ganzen Nachmittag mit Leuten quatschen, die man noch nie persönlich getroffen hat, aber von denen man meint, dass man sie schon ewig kennt. Freue mich schon auf das Treffen im nächsten Jahr!

Nun aber zum Thema. Beim ziellosen Surfen bin ich in der letzten Woche auf den schon etwas älteren, aber immer noch sehr lesenswerten Blog der Journalistin (und Millionengewinnerin) Meike Winnemuth gestoßen. Sie hat nicht nur ein Jahr lang täglich dasselbe blaue Kleid getragen, sondern nebenbei auch noch kontinuierlich ausgemistet. Jeden Tag entließ sie ein Teil aus ihrem Besitz und dokumentierte diesen Vorgang. Bekanntlich höhlt ja nur der stete Tropfen den Stein, weshalb ich mir überlegt habe, das doch auch einfach mal zu probieren.

Und dann, als würde mir das Universum kräftig zuwinken, plant Michael auf seinem Blog (www.minimalismus-leben.de) genau dasselbe! 7 Tage, 7 Teile lautet das Motto seiner Idee. Hm, da schließe ich mich doch einfach mal an. Also gibt es auch hier ab kommender Woche eine Auflistung inklusive Fotos von den sieben Teilen, dich ich aus Gründen des Überflusses aus meinem Besitz verbannen werde. Da es verdammt schwierig ist, guten, noch brauchbaren und voll funktionsfähigen Gegenständen ein neues Zuhause zu verschaffen, verschenke ich die Dinge auch gleich hier (wenn ich nicht bereits einen anderen Verwendungszweck gefunden habe). Ihr dürft euch also bei Interesse gerne melden, dann lasse ich euch den jeweiligen Gegenstand zukommen.

 

Linktipps zum Wochenende: Selbstversorger, Reiselustige und eine Foto-Challenge

Pünktlich zum Wochenende und in Ermangelung weiterer politischer Ambitionen habe ich euch heute eine kleine Linksammlung zusammengestell.

Über Umwege bin ich auf die Geschichte der Dorfgemeinschaft Tempelhof gestoßen. Organisiert ist dieses Wohn- und Lebensprojekt als Genossenschaft. Die Mitglieder haben sich für die Verwirklichung ihrer Idee eines gemeinschaftlichen, nachhaltigen Lebens vor drei Jahren sofort ein ganzes Dorf gekauft. Eine tolle Idee, wie ich finde, obwohl das Ganze in der SWR-Reportage, die man auch auf der Homepage von Tempelhof findet, doch ein bisschen zu sehr nach heile Welt anmutet. Ständig nehmen sich die Leute an der Hand und singen gemeinsam. Das finde ich ein bisschen komisch. Auch frage ich mich was passiert, wenn aus den dort erwähnten 80 derzeitigen Bewohnern einmal 800 werden. Ob das gemeinschaftliche Abstimmen dann noch funktioniert? Ob die Großküche für so viele Leute kochen kann? Ob dann nicht doch Streit, Missgunst und Egoismus aufkommen, so wie in jeder Gesellschaft früher oder später?

Mein nächster Lese- oder vielmehr Ausprobiertipp ist die „One-Photo-Challenge“ der amerikanischen Bloggerin Courtney Carver. Bekannt geworden ist sie durch das „Project 333“, das sie ins Leben gerufen hat. Dabei trägt man drei Monate lang jeweils 33 ausgewählte Kleidungsstücke und schaut, wie man mit diesem Verzicht klar kommt. Bei der „One-Photo-Challenge“ geht es darum, Instagram, Camera360 und Co. einmal aus seiner Fotografierpraxis zu verbannen und täglich nur noch ein unbearbeitetes Foto zu veröffentlichen. Aus meiner Erfahrung als Lokaljournalistin weiß ich, dass es sauschwer ist, ein wirklich perfektes Foto zu schießen. Meistens wird hinterher noch ordentlich nachgearbeitet. Und selbst dann bleibt oft nur Mittelmäßiges übrig. Noch viel inflationärer werden mittlerweile diese ganzen Handy-Fotofilter verwendet. Fand ich anfangs auch ziemlich schick und ich benutze sie ja selbst, aber irgendwann hat man sich daran auch satt gesehen. Ich denke, ich werde Carvers Idee einmal ausprobieren, wenn auch nicht jeden Tag.

Autor Daniel Hautmanns Projekt steckt noch in den Kinderschuhen. Ein Jahr lang reist er mit seiner Frau und zwei kleinen Söhnen in einem umgebauten Mercedes-Bus durch Deutschland und Frankreich. Unterwegs besucht er Menschen, die sich für besondere Lebensformen entschieden haben. So war sie schon zu Besuch im oben erwähnten Dorf Tempelhof und auch beim Hardcore-Ökobauern Gottfried. Ich bin gespannt, wie die Reise weitergeht und wen die Familie noch so alles trifft.

Und jetzt: Schönes Wochenende!

Schon erledigt

Ein wenig Vorarbeit beim Ausmisten habe ich schon geleistet. Beispielsweise sind bereits geschätzte 26 Kilogramm Klamotten und Schuhe, die ich nicht mehr trage, in einem Umzugskarton gelandet. Den Karton habe ich an www.textil-ankauf.de gesendet, dafür gab es ein paar Euro. Viele meiner Bücher habe ich an momox verkauft (wobei es sicher auch andere Ankäuferseiten gibt, ich habe einfach die Erstbeste genommen). Auch das brachte mir einen kleinen Erlös ein. Trotzdem fiel es mir schwer, kaum getragene, einmal verhältnismäßig teure Jeans oder Bücher, die ich wirklich gerne und mehrmals gelesen habe, wegzugeben. Jetzt fehlen sie mir aber nicht mehr.

Bei Fachbüchern aus Studienzeiten lohnt es sich mehr, sie einzeln zu verkaufen, beispielsweise über Amazon. Das bedeutet aber auch mehr Arbeit: Jedes Buch muss einzeln verpackt, adressiert und zur Post gebracht werden (die nette Dame hinter dem Schalter fragt sich bestimmt schon, ob ich einen Buchversand aufgemacht habe). Und Bücher, die schwerer als 1 kg sind, können nicht als Buchsendung verschickt werden, sondern nur als Päckchen. Da bekommt man bei einigen richtig dicken Schinken die Portokosten gerade wieder rein.

Natürlich gibt es bei schönen, gut erhaltenen Sachen (besonders Markenkleidung) auch die Möglichkeit, sie über Ebay zu verkaufen. Aber den Aufwand (Fotos machen, Beschreibung formulieren, Fragen beantworten) habe ich bisher noch gescheut. Mein nächster Versuch für einige hochwertige Klamotten-Fehlkäufe wird ein Second-Hand-Laden sein. Vielleicht freuen die sich ja über gute Ware und lassen sie sich auch ein paar Euro kosten.

Letztlich möchte ich die Dinge aber einfach nur loswerden. Jedes Kleidungsstück, das ich jetzt täglich aussortiere, fühlt sich gut an. Und der Platz in meinem Schrank erst! Dass mein Bücherregal noch nicht zusammengebrochen ist, grenzt auch an ein Wunder.

Weitere Großbaustellen in meiner Wohnung wären dann: Das Büro, der Dachboden und die Küche. Besonders vor dem Dachboden graut es mir. Der ist wie ein schwarzes Loch: Tür auf, Gerümpel rein, Tür zu. Das wird wohl nicht in ein paar Stunden zu schaffen sein. Aber zum Glück steht jetzt ja ein langes Wochenende vor der Tür.

Worum geht es hier?

Schreiben ist mein Job, aber nicht immer kann ich über Dinge schreiben, die mich wirklich interessieren. Seit ein paar Jahren beschäftige ich mich mit Themen wie DIY und Handarbeiten (sehr lange schon, meine Mutter kann Bücher schreiben über alle die Seidenmal-, Strick-, Zeichen- und Bastelutensilien, die ich im Laufe der Jahre angeschleppt habe), Upcycling, Nachhaltigkeit (das Modewort schlechthin), moderne Arbeitsmodelle und auch ein bisschen Umweltbewusstsein. Und zuletzt auch mit der Frage, ob ich den ganzen Kram, den ich immer wieder kaufe, wirklich brauche.

Irgendwas, so ahnte ich, muss das Ganze ja gemeinsam haben. Hat es auch: Manche nennen es Minimalismus, andere Downshifting. Es geht darum, dass zu wertschätzen, was man hat, sich vom Konsumdruck und Ballast zu befreien und insgesamt bewusster zu leben mit mehr Zeit für die Menschen und Dinge, die man wirklich mag.

Im Prinzip geht es um Glück. Nicht das Zufalls-Glück, sondern den dauerhaften Gefühlszustand. Darum, mit weniger glücklicher zu leben.

Also werde ich jetzt mit euch gemeinsam mein Leben vereinfachen und so verschönern, angefangen bei meinem direkten Umfeld. Mich interessiert aber auch, wie andere Menschen ihr Glück in der Einfachheit gesucht und gefunden haben. Ist das Thema wirklich so ein gesellschaftlicher Trend, wie momentan viele behaupten? Und was gehört zu so einem Leben noch dazu neben der Verringerung seiner Besitztümer? Wie beantworten die Menschen für sich die Frage, wie sie leben wollen? Wie wohnt, arbeitet, reist ein Minimalist, womit füllt er seine freie Zeit?