E-Book: Minimalismus im Kleiderschrank – Entrümpeln und den eigenen Stil finden

KleiderschrankCover2Bisher war mein Kleiderschrank für mich die größte Herausforderung beim Entrümpeln. Darin bewahrte ich so viele Kleidungsstücke auf, die mir nicht passten, Lustkäufe, die ich nie trug, Lieblingsstücke, die abgewetzt und nicht mehr zu retten waren. Und immer wieder beschäftigte mich die Frage: Was davon kann ich aussortieren, was soll ich behalten? Ich besaß von allem zuviel und doch nicht das Richtige.

Dann stieß ich auf Blogs von Menschen, die ihre Garderobe radikal reduziert haben. Immer passend gekleidet sein, und dass nur mit 30 Kleidungsstücken? Drei Wochen Urlaub nur mit einem Rucksack? Das geht. Und ich dachte mir: Wie machen die das bloß?

Auf dem Weg zur Antwort habe ich mittlerweile mehr als 70 Kilo Klamotten, Schuhe, Taschen und Accessoires aussortiert und komme meiner perfekten minimalistischen Garderobe so immer näher. Meine Erkenntnisse aus vielen Stunden Recherche und anschließenden Selbstversuchen habe ich zusammengefasst und in ein E-Book verwandelt, das es jetzt direkt hier auf dem Blog, bei Amazon und in vielen anderen E-Book-Shops zu kaufen gibt.

Ich freue mich über jegliche Tipps und Anregungen von dir. Wenn dich etwas stört, sag es mir! Fehlt dir etwas? Gefällt dir vielleicht sogar, was ich geschrieben habe? Dann schreib es mir (oder schreib einen Rezension bei Amazon). Ich hoffe, du hast Spaß beim Lesen und fühlst dich anschließend gerüstet genug, um die Entrümpelung deines eigenen Kleiderschrankes in Angriff zu nehmen.

Linktipps zum Wochenende: Selbstversorger, Reiselustige und eine Foto-Challenge

Pünktlich zum Wochenende und in Ermangelung weiterer politischer Ambitionen habe ich euch heute eine kleine Linksammlung zusammengestell.

Über Umwege bin ich auf die Geschichte der Dorfgemeinschaft Tempelhof gestoßen. Organisiert ist dieses Wohn- und Lebensprojekt als Genossenschaft. Die Mitglieder haben sich für die Verwirklichung ihrer Idee eines gemeinschaftlichen, nachhaltigen Lebens vor drei Jahren sofort ein ganzes Dorf gekauft. Eine tolle Idee, wie ich finde, obwohl das Ganze in der SWR-Reportage, die man auch auf der Homepage von Tempelhof findet, doch ein bisschen zu sehr nach heile Welt anmutet. Ständig nehmen sich die Leute an der Hand und singen gemeinsam. Das finde ich ein bisschen komisch. Auch frage ich mich was passiert, wenn aus den dort erwähnten 80 derzeitigen Bewohnern einmal 800 werden. Ob das gemeinschaftliche Abstimmen dann noch funktioniert? Ob die Großküche für so viele Leute kochen kann? Ob dann nicht doch Streit, Missgunst und Egoismus aufkommen, so wie in jeder Gesellschaft früher oder später?

Mein nächster Lese- oder vielmehr Ausprobiertipp ist die „One-Photo-Challenge“ der amerikanischen Bloggerin Courtney Carver. Bekannt geworden ist sie durch das „Project 333“, das sie ins Leben gerufen hat. Dabei trägt man drei Monate lang jeweils 33 ausgewählte Kleidungsstücke und schaut, wie man mit diesem Verzicht klar kommt. Bei der „One-Photo-Challenge“ geht es darum, Instagram, Camera360 und Co. einmal aus seiner Fotografierpraxis zu verbannen und täglich nur noch ein unbearbeitetes Foto zu veröffentlichen. Aus meiner Erfahrung als Lokaljournalistin weiß ich, dass es sauschwer ist, ein wirklich perfektes Foto zu schießen. Meistens wird hinterher noch ordentlich nachgearbeitet. Und selbst dann bleibt oft nur Mittelmäßiges übrig. Noch viel inflationärer werden mittlerweile diese ganzen Handy-Fotofilter verwendet. Fand ich anfangs auch ziemlich schick und ich benutze sie ja selbst, aber irgendwann hat man sich daran auch satt gesehen. Ich denke, ich werde Carvers Idee einmal ausprobieren, wenn auch nicht jeden Tag.

Autor Daniel Hautmanns Projekt steckt noch in den Kinderschuhen. Ein Jahr lang reist er mit seiner Frau und zwei kleinen Söhnen in einem umgebauten Mercedes-Bus durch Deutschland und Frankreich. Unterwegs besucht er Menschen, die sich für besondere Lebensformen entschieden haben. So war sie schon zu Besuch im oben erwähnten Dorf Tempelhof und auch beim Hardcore-Ökobauern Gottfried. Ich bin gespannt, wie die Reise weitergeht und wen die Familie noch so alles trifft.

Und jetzt: Schönes Wochenende!

Linktipps zum Wochenende: Upcycling, und zwar jeden Dienstag

Müll und abgenutzte Dinge müssen nicht zwangsläufig in der Tonne landen. Es gibt Menschen, die finden das Kunstwerk im Plastiktütenberg. Wenn aus Abfall neue, praktische oder schöne Dinge entstehen, nennt man das Upcycling. In meinen Vorwochenend-Linktipps habe ich zwei inspirierende Blogs für euch sowie zwei Buchtipps.

www.weupcycle.com: Zwei Studentinnen aus Wien haben sich das Ziel gesetzt, jeden Tag eine Upcycling-Idee auf ihrem Blog zu posten, und das einen Monat lang. Aus 30 eingesendeten Vorschlägen sind mittlerweile mehrere Hundert geworden. Das geht vom Handyhalter aus einer Shampoo-Flasche bis hin zur Umhängetasche aus Schokoladen-Verpackungen. Zu vielen Ideen gibt es ausführliche Tutorials, allerdings nicht direkt auf dem Blog.

www.zepideh.blogspot.de: Jeden Dienstag packt Bloggerin Nina Stoffschere, Bastelkleber und Filzstift aus und zaubert aus alten Dingen schöne neue Sachen. Ihre Projekte gibt es immer mit einer ausführlichen, sehr gut bebilderten Anleitung. Das Ganze nennt sich „Upcycling-Dienstag“ und hat sich bereits herumgesprochen. Nina werkelt nicht nur selber, sie sammelt an diesem Tag auch die Projekte anderer kreativer Blogger und präsentiert sie auf ihrer Pinnwand bei Pinterest. Genug gesagt, stöbern müsst ihr schon selber.

Kompakt und gedruckt gibt es Upcycling-Inspiration auch in zwei Büchern von Henrietta Thompson. In Mach neu aus Alt: Welt retten, Geld sparen, Style haben gibt die Autorin Tipps, wie man aus Filmdosen Salzstreuer macht, aus Euro-Paletten Möbel und aus Einmachgläsern Gewürzregale. In dem Folgebuch Mach neu aus alt: Kleidung und Accessoires geht sie hauptsächlich auf Upcycling im Kleiderschrank ein. Beide Bücher sind zwar ordentliche Wälzer, aber zum immer mal wieder reinschauen sehr geeignet.

Linktipps zum Wochenende: Mit 30 in Rente und die Geheimnisse der Zen-Gärten

Hoffentlich wird das Wetter am Wochenende so schön wie angekündigt, dann werdet ihr wohl kaum etwas mit diesen beiden Linktipps anfangen können. Falls es doch wieder regnet oder ihr Sonnenlicht und frische Luft generell bäh findet, bekommt ihr hier genügend Stoff, um euch die Zeit in den nächsten beiden Tagen vorm Computer zu vertreiben.

Nummer eins ist ein amerikanischer Blog, auf den ich durch einen Artikel auf Spiegel-Online gestoßen bin (soll ja ab und an passieren). Der Blog gehört Mr. Money Mustache (www.mrmoneymustache.com), einem Kanadier, der in den USA lebt und bereits mit 30 in Rente gegangen ist. Seine Frau übrigens auch. Jetzt leben die beiden mit ihrem Sohn ein genügsames Leben (die Amerikaner bezeichnen das als „frugal“, liest man auf Minimalismus-Blogs aus dem englischsprachigen Raum immer wieder… frugal hier, frugal da. Es bedeutet auch noch schlicht oder einfach.). Finanziert haben sie sich ihr arbeitsfreies Leben durch Ersparnisse aus ihrem vorhergehenden Berufsleben und durch die Vermietung eines Hauses. Mr. Money Mustache gibt nicht nur Tipps, wie sich überall ein wenig einsparen lässt, man kann mit seiner Hilfe auch genau ausrechnen, wann man selber in Rente gehen kann. Vielleicht ist das nicht jedermanns Ziel, spannend sind diese Ansichten und Ideen trotzdem.

Der zweite Linktipp ist eine Dokumentation über japanische Zen-Gärten. Ja, ich habe gelobt, im Juni nicht nur die Finger von der Fernbedienung zu lassen, sondern auch den Mouse-Pfeil von allem Mediatheken. Aber ich schwöre, dass ich nur ganz kurz reingeschaut habe um zu sehen, ob die Doku hält was der Titel verspricht. In diesen ersten fünf Minuten wird bereits ein klassischer Zen-Garten gezeigt, in dem es weder Wasser noch Pflanzen gibt, nur Kies und Steingruppen. Das nenne ich mal pflegeleicht! Aber hinter diesen Gärten steckt ja eine Philosophie, die ich im Zuge meines Furoshiki-Posts bereits ein bisschen erkundet habe. Die Japaner sind Experten auf dem Gebiet des Minimalismus, und zwar in jeder Hinsicht. Ihr werdet hier sicher noch öfter etwas zu diesem Thema lesen. Ein schönes Wochenende wünsche ich euch!