Wie du Statusdenken erkennst und umgehst

„Mein Haus, mein Auto, mein Boot“ – die Werbung kennst du sicher. Ist doch komisch, dass wir uns so oft über unseren Besitz definieren, oder? Und auch wenn du glaubst, dass dir Statusdenken eigentlich fremd ist, stimmt das nicht immer. Du musst erst erkennen, worüber du dich definierst, bevor du das ändern kannst.

Statussymbole sind dir egal. Denkst du. Stimmt aber nicht. Wir alle definieren andere Menschen im ersten Moment nach ihrem Aussehen und den Dingen, die sie besitzen. Und wir alle wissen, dass andere Menschen uns so bewerten. Wir sehen uns bis zu einem bestimmten Grad durch die Augen der anderen. „Die Hölle, das sind die Anderen“ brachte es Jean-Paul Sartre in seinem Drama „Geschlossene Gesellschaft“ (musst du unbedingt mal lesen) auf den Punkt.

Beobachte dich selber. Wenn du jemand neu kennenlernst, worauf achtest du? Seine Kleidung, seinen oder ihren Haarschnitt, die Umgebung, in der ihr euch kennenlernt (McDonalds oder Sterne-Restaurant)? Blitzschnell setzt dein Gehirn daraus ein Bild zusammen:

„Oh, der Mann in dem maßgeschneiderten Anzug mit der teuren Armbanduhr steigt aus einem Mercedes, der ist bestimmt irgendwo ein hohes Tier.“

„Hm, bunte Schlabberklamotten und Zehensandalen, die Frau ist sicherlich Künstlerin, offenbar nicht besonders erfolgreich.“

„Ok, Assipalme trug man in den 80ern, die Frau ist sicher auch intellektuell nicht auf dem neuesten Stand.“ (Damit meine ich jetzt nicht die Frau in dem Video)

Im Hosenanzug fühlte ich mich wie die Königin der Welt!

Gleichzeitig setzt dein Gehirn ein Bild davon zusammen, wie andere dich sehen könnten. Du überlegst, welchen Eindruck du machst. Vor ein paar Jahren bin ich einmal mit dem Zug zu einem Vorstellungsgespräch gefahren. Ich trug einen schwarzen Hosenanzug und hohe Schuhe (war also verkleidet) und fühlte mich auf einmal so stark. Ich dachte, dass die anderen sicher von mir dachten, dass ich irgendwo in einem schicken Großraumbüro oder einer Bank arbeiten würde (was beides in Wirklichkeit ganz weit hinten auf meiner Jobwunschliste steht. Gaaaaaanz weit hinten). Aber was bedeutete das? Vielleicht haben einige wirklich so gedacht und  mich beneidet. Andere hatten vielleicht Mitleid, weil ich in meinem imaginären Job gezwungen war, täglich solche Kleidung zu tragen. Die meisten haben wahrscheinlich keinen Gedanken an mich verschwendet. Ein paar Stunden später, noch vor dem Vorstellungsgespräch, habe mich mir Kaffee über das Oberteil geschüttet. Die Stelle habe ich trotzdem bekommen.

Und was will ich jetzt damit sagen? Wenn du Statussymbolen ihre Macht nehmen willst, dann musst du an zwei Punkten ansetzen: An dem Bild, das du dir von Anderen machst. Und an dem Bild, das andere Menschen sich von dir machen sollen.

Wie geht das?

 

Unsere Gesellschaft assoziiert Intellekt mit Leistung mit Wohlstand mit Konsumkraft mit Statussymbolen. (Ist dir aufgefallen, dass Charaktereigenschaften wie Humor, Hilfsbereitschaft, Kreativität, Verantwortungsbewusstsein oder Mitgefühl fehlen?) Wenn du bemerkst, dass du Jemanden aufgrund seines Äußeren oder seines Besitzes in eine Schublade stecken willst, dann sag in Gedanken laut „Stop!“. Mache dir klar:

  • Viele Menschen kaufen Statussymbole auf Pump, sie sagen also nichts über ihre wahre finanzielle Situation oder ihre Jobs aus.
  • Nur, weil jemand keine Statussymbole vor sich herschiebt, heißt das nicht, dass er nicht reich sein kann.
  • Armut sagt nichts über einen Menschen aus.
  • Reichtum sagt nichts über einen Menschen aus.
  • Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen (oder da draußen).
  • Jeder Mensch inszeniert sich selber für die Außenwelt, weil er das Spiel irgendwann durchschaut hat.
  • Den wahren Wert eines Menschen erkennt man erst, wenn man ihn kennengelernt hat.

Und was bedeutet das für das Bild, das andere von dir haben sollen? Ganz einfach:

  • Hör auf, dich für deine Mitmenschen in Szene zu setzen.
  • Kaufe nichts allein deshalb, weil es Anderen imponieren könnte.
  • Rechtfertige dich nicht dafür, warum du etwas nicht besitzt.
  • Vermeide Gespräche über Statussymbole (wenn du bemerkst, dass es wirklich nur ums Angeben geht)
  • Tue, was dich glücklich macht, und denk dabei nicht daran, was andere von dir halten könnten.

Ich wette, nackt auf einer Wiese sähen Barack Obama und Wladimir Putin auch nicht mehr aus wie die mächtigsten Männer der Welt.

Was sind für dich unnötige Statussymbole? Hast du dich schon mal anders gefühlt, weil du dich anders gekleidet hast oder in einer ungewöhnlichen Umgebung warst?

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Mein ökologischer Fußabdruck: Energiesparlampen, Computerzeit und Konsumgüter

Die letzten Meter sind immer die schwersten. So ist es auch bei meinem Fußabdruck-Experiment. Es gibt nicht mehr vieles, was ich ohne große persönliche Einbußen und auf die Schnelle verändern könnte, um auf meine 2 Erden zu kommen. So langsam macht es mir auch keinen Spaß mehr, den Fragebogen immer und immer wieder mit neuen Variablen auszufüllen. Deshalb ändere ich ab heute drei Dinge auf einmal und komme damit auf 3,75 Hektar und 2,08 Erden (also eine Verbesserung im Vergleich zu letzter Woche).

TV+Notebook-Zeiten: Es geht hier um die Zeit, die der Fernseher läuft, und die Zeit, die man für private Zwecke am Notebook verbringt (also jetzt gerade nicht). Die werde ich halbieren. Dürfte nicht allzu schwer sein, ich habe nämlich gerade ein paar echt tolle Bücher aus der Bücherei geholt.

Energiesparlampen: In Zukunft werde ich mehr darauf achten, mehr Energiesparlampen einzusetzen. Es macht meiner Meinung nach jedoch wenig Sinn, jetzt alle Glühbirnen auszutauschen, obwohl sie noch funktionieren.

Konsumgüter unter 50 Euro im Monat: Das klingt erstmal einleuchtend, ich kaufe nämlich nicht mehr besonders viel ein. Vor allem nichts Unnötiges. Aber unter Konsumgüter fallen auch Freizeitaktivitäten und Hobbys (zum Glück bin ich keine Sammlerin, dann sähe die Bilanz wohl schlimmer aus). Und da komme ich in manchen Monaten schon auf mehr. Mal ins Kino, mal auf eine Party, fällt wohl auch auswärts Essen darunter? Nun ja, da kann ich bestimmt noch sparen. Ein bisschen drauf gucken, wie viel ich ausgebe, das dürfte nicht allzu schwer sein.

So, das war mein Strauß guter Vorsätze, der mich der Umweltverträglichkeit näher bringen soll. Erschwerend kam hinzu, dass ich ab und zu wieder Fleisch esse. Das hat mir die Ökobilanz wohl etwas versaut.

Wie hältst du es mit den drei Punkten? Benutzt du Energiesparlampen und wie viel Geld gibst du im Monat für Freizeitaktivitäten aus?

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Kaufrausch

Kostenloses E-Book: Was du tun kannst, wenn dich der Kaufrausch überkommt

 

Manchmal will man eigentlich nichts kaufen – und tut es trotzdem. Dann gerät man in einen Kaufrausch und wird zum willenlosen Konsumenten, der der Werbung hilflos ausgeliefert ist. Aber so muss es nicht sein! (Trommelwirbel)

Wie du dich deiner Kauflust stellst und sie in die Knie zwingst, liest du in meinem kleinen E-Book. (Hier unten klicken und downloaden)

KaufDasNicht!

Viel Spaß damit!

(Du darfst es auch gerne teilen…)

 

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Mein ökologischer Fußabdruck: Papier sparen

Papier sparen

Kleine Änderung, große Wirkung: Wenn ich Recycling-Papier statt normalem Papier verwende und das auch noch beidseitig beschrifte, schrumpft mein ökologischer Fußabdruck von 3,93 Hektar und 2,18 Erden auf 3,7 Hektar und 2,06 Erden. Allerdings ist der Test an dieser Stelle nicht wirklich exakt: Eigentlich verbrauche ich nämlich kaum neues Papier. Continue reading…

Aufbrauchen oder wegwerfen?

Habt ihr euch beim Entrümpeln auch schon einmal vor diese Frage gestellt: „Behalte ich das jetzt, bis ich es aufgebraucht habe, oder gebe ich es weg?“ Manchmal, nein, sehr oft neigen wir Menschen ja zum Hamstern, kaufen lauter Dinge auf Vorrat. Weil sie im Angebot waren. Weil wir Angst haben, dass sie uns plötzlich ausgehen. Und dann wollen wir unseren Besitz verkleinern und stehen da wie der Ochs vorm Berge: Was tun? Continue reading…

E-Book: 66 Upcycling-Projekte mit Papier, Pappe und Karton

K1024_CoverPapier2RahmenUpcycling? Wat? Klingt komisch, kann man ja kaum aussprechen. Hört sich auch schwierig an. Was isn‘ das überhaupt?

Eine ziemlich geniale Idee: Upcycling bedeutet die Dinge, die wir sonst wegwerfen würden (unseren Müll eben), in etwas Schönes und/oder Praktisches zu verwandeln. Basteln für Umweltbewusste, Nachhaltigkeits-Design. Continue reading…