Mein ökologischer Fußabdruck: It’s Teatime!

Kleiner Wasserstandsbericht (grandioses Wortspiel…. wirst du später verstehen): Ich habe meinen ökologischen Fußabdruck noch mehr verkleinert! Von 3,87 Hektar und 2,15 Erden auf 3,81 Hektar und 2,12 Erden! Wooohoooo! Bitte, nicht so viel Applaus. Ehrlich gesagt habe ich geglaubt, dass diese Änderung mehr ausmacht: Tee statt Kaffee.

Die Frage im Ökologischen-Fußabdruck-Fragebogen ist wie viele andere Fragen ziemlich schwammig formuliert. An dieser Stelle muss ich einmal sagen, dass dieser Fragebogen wirklich nicht besonders viel taugt. Die Frage lautet dort also, was ich regelmäßig trinke. Nun ja, Leitungswasser trinke ich ziemlich regelmäßig. Kaffee aber auch, jeden Morgen eine Tasse und manchmal auch nachmittags. Regelmäßig trinke ich aber auch Cola, ungefähr ein Mal im Monat. Manchmal trinke ich eine Tasse Kaffee am Tag, manchmal zwei, was also die doppelte Menge ist. Du verstehst sicher, was ich meine. Was zum Teufel meinen die mit regelmäßig? Nach den täglichen Getränken zu fragen wäre wohl sinnvoller gewesen. Nun ja, der Test bietet viele Möglichkeiten, ihn auszutricksen.

140 Liter Wasser für eine Tasse Kaffee

Aber das will ich ja gar nicht. Ich möchte ja meinen ökologischen Fußabdruck auf höchstens 2 Erden bringen. Und der Kaffee, ja, der ist ein gutes Beispiel für ein Produkt, das in der Herstellung ziemlich unweltunfreundlich ist. Für die Produktion von einer Tasse Kaffee werden umgerechnet 140 Liter (virtuelles) Wasser verbraucht (Quelle), für Tee nur 30 Liter.

Außerdem ist das eine seeeeehr gute Gelegenheit, unseren umfangreichen Tee-Vorrat zu verkleinern. Auf Kaffee will und werde ich trotzdem nicht verzichten. Ganz oder gar nicht finde ich nämlich höchst bescheuert. Aber morgens Tee statt Kaffee, das bekomme ich wohl hin.

Was trinkst du morgens? Kaffee, Tee, Chai, heiße Milch mit Honig, irgendeinen Wundertrank?

Mein ökologischer Fußabdruck: Papier sparen

Papier sparen

Kleine Änderung, große Wirkung: Wenn ich Recycling-Papier statt normalem Papier verwende und das auch noch beidseitig beschrifte, schrumpft mein ökologischer Fußabdruck von 3,93 Hektar und 2,18 Erden auf 3,7 Hektar und 2,06 Erden. Allerdings ist der Test an dieser Stelle nicht wirklich exakt: Eigentlich verbrauche ich nämlich kaum neues Papier. Continue reading…

Mein ökologischer Fußabdruck: Lebensmittel aus Deutschland

Achtest du immer darauf, woher deine Lebensmittel kommen? Ok, die gewissenhaften Ökos unter euch werden jetzt etwas erstaunt die Nase rümpfen: Nur regionale Produkte zu kaufen gehört schließlich mittlerweile zum guten Ton! Ich finde das gut, und trotzdem habe ich damit bisher ziemlich geschludert. Es ist eben viel gemütlicher, im Supermarkt (ja, ich kaufe im Discounter) einfach ins Gemüseregal zu greifen und zu nehmen, worauf ich gerade Lust habe. Was natürlich ganz, ganz, gaaaanz schlecht für meinen ökologischen Fußabdruck ist. Continue reading…

Mein ökologischer Fußabdruck: Keine Werbung mehr im Briefkasten

Quelle: Joujou  / pixelio.de

Quelle: Joujou / pixelio.de

„Keine Werbung“ – das habt ihr sicherlich auch schon oft an Briefkästen gelesen. Seit über einem Jahr bekomme ich keine Tageszeitung mehr, trotzdem sammelt sich in unserem Briefkasten noch eine ganze Menge Papier, das direkt in die Mülltonne wandert. Ärgerlich, aber vermeidbar. Und auch noch gut für die Umwelt: Wenn ich keine Werbesendungen und kostenlose Anzeigenblätter mehr bekomme, sinkt mein ökologischer Fußabdruck von 4,06 Hektar und 2,26 Erden auf 3,93 Hektar und 2,18 Erden. Na, das ist doch mal ein guter Grund, sich diesen Aufkleber auszudrucken und an den Briefkasten zu kleben!

Wie es rechtlich mit Werbesendungen aussieht und wie ihr sie vermeidet, könnt ihr bei der Verbraucherzentrale nachlesen. Tragt euch am besten auch in die Robinsonliste ein, so vermeidet ihr persönlich an euch adressierte Werbung, die ihr nie erlaubt habt.

Übrigens: Unter 30 Minuten in der Woche zu duschen, ist bisher ein Klacks. Und auch die Sache mit dem Vegetarier-Sein ist gar nicht so schwer. Gut, man wird ab und zu blöde angeguckt, aber das wird man auch, wenn man die falschen Schuhe trägt. So what!

Mein ökologischer Fußabdruck: Schneller duschen

Seit einer Woche pimpe ich meine persönliche Ökobilanz. Und mache direkt mal einen richtig großen Sprung: von 5,1 Hektar und 2,83 Erden auf 4,06 Hektar und 2,26 Erden (ist in Prozent…? Ach, Wurscht!).

Yeah!

Wie ich das gemacht habe? Ganz einfach:

  1. Vegetarisch essen. Seit einer Woche, klappt ganz gut.
  2. Ökostrom: Das hatte ich beim ersten Test falsch angegeben. Darüber, dass wir Ökostrom aus Wasserkraft beziehen, hat mein Freund mich dann noch aufgeklärt. Shame on me, dass ich sowas nicht weiß! (Tipps zum Stromwechsel findet ihr hier)
  3. Schneller duschen (ab jetzt): Unter 30 Minuten werde ich in Zukunft in der Woche unter der Dusche stehen. Sind 4,29 Minuten am Tag, höchstens. Das müsste machbar sein.

Ich muss sagen, das war jetzt wirklich einfach. Bin auch ein wenig erstaunt.

P.S. Ich habe mich entschieden, 7 Tage, 7 Dinge weiterlaufen zu lassen, und zwar auf meiner Facebook-Seite und bei Twitter. So als Selbstmotivation, und weil es offenbar einige von euch wirklich interessiert, was für einen Kram ich nicht mehr brauche.

Neues Projekt: Mein ökologischer Fußabdruck

Die Ressourcen des Planeten gehen zur Neige, weil wir (die Menschen) mehr verbrauchen, als die Erde nachlegen kann. Würden die gesamte Weltbevölkerung so leben wie die Deutschen, bräuchten wir die Ressourcen von 2,6 Erden. Das war gestern eine ziemlich kleine Schlagzeile. Ehrlich gesagt: Mir macht das Angst. Eher früher oder später kollabiert hier alles und wir sehen das mit offenen Augen kommen. Allerdings glaube ich auch, dass es längst zu spät ist, um das noch abzuwenden. Was soll man als Einzelner also tun? Ich könnte mich mit einem Pappschild auf die Kölner Domplatte stellen und den Weltuntergang ankündigen. Ich könnte auch in eine Höhle ziehen und von selbst gesammelten Kräutern und Beeren leben. Oder ich sage einfach: Scheiß drauf, ich kann nix daran ändern, ich lebe einfach so weiter wie bisher! Alles doof, irgendwie. Es muss doch einen Mittelweg geben. Ein bisschen Weltrettung geht doch sicher auch ohne gleich alles aufzugeben? Continue reading…

E-Book: 66 Upcycling-Projekte mit Papier, Pappe und Karton

K1024_CoverPapier2RahmenUpcycling? Wat? Klingt komisch, kann man ja kaum aussprechen. Hört sich auch schwierig an. Was isn‘ das überhaupt?

Eine ziemlich geniale Idee: Upcycling bedeutet die Dinge, die wir sonst wegwerfen würden (unseren Müll eben), in etwas Schönes und/oder Praktisches zu verwandeln. Basteln für Umweltbewusste, Nachhaltigkeits-Design. Continue reading…

Einfaches Rezept für selbstgemachtes Deo

Schweißgeruch ist nicht schön. Wahrscheinlich schlagen sich nur Menschen in westlichen Industrieländern mit diesem Problem herum. Wo es kein Deo gibt, da gewöhnt man sich eben an den natürlichen Eigenduft. Nach dem Sport oder bei 38 Grad bin ich auch eher geneigt, Schweißduft zu tolerieren. Allerdings gibt es echt genug Möglichkeiten, dass man nicht stinkt, Seife und Deo reichen da meistens.
Ihr seht, Deo ist bei mir ein heikles Thema. Deo muss das erfüllen, was die Werbung verspricht. Wenn der Kajal mal verschmiert oder die Pflegespülung die Haare nicht seidenweiche sondern strohtrocken macht, bleibe ich ganz cool. Aber nicht wenn ich merke, dass mein Deo versagt.
Dementsprechend vorsichtig war ich auch, als ich in verschiedenen Blogs, etwa bei Frau Ding Dong, von selbstgemachtem Deo gelesen habe. Gewöhnliche Kosmetikprodukte enthalten ja allerlei Zusatzstoffe, die ich nicht auf meiner Haut haben möchte, etwa Hormone (ich will nicht, dass mir Ersatz-Genitalien wachsen) oder Mikroplastik. Zuerst wollte ich meine Haarwäsche auf natürliche Produkte umstellen. Natron und Apfelessig haben aber nicht gewirkt. Meine Haare fühlten sich fettig an und irgendwie schmutzig. Also habe ich das Natron wieder abgesetzt und verwende jetzt einfach Bio-Shampoo, gibt´s ja in jeder Drogerie. Die Spülung mit Apfelessig (2 EL in einen Becher mit warmem Wasser geben, über den Kopf kippen, kurz einweichen lassen, ausspülen) habe ich beibehalten.
Dann wollte ich aber unbedingt noch selbstgemachtes Deo ausprobieren. Und was kann ich sagen? Es ist super! Hält länger als gekauftes Deo, egal wie „Anti-Stress-Transpirant“ das auch sein soll. Und hier ist nun mein Rezept:

Ihr braucht:
Natron (gibt´s in der Drogerie, mal bei den Reformhaus-Produkten gucken)
Stärke (bei den Backzutaten)
Kochendes Wasser
Ein paar Tropfen Duftöl oder Parfüm (ich nutze das Duftwässerchen aus dem letzten und einzigen Ägypten-Urlaub – laut dem Verkäufer hat Kleopatra genauso gerochen)
Einen leeren Deoroller (kann man entweder aufschrauben oder die Kugel lässt sich herausnehmen) oder eine Sprühflasche
Teelöffel
Becher

Als erstes löst ihr das Natron in kochendem Wasser auf. Nehmt nur so viel Wasser, wie auch in das Deofläschchen passt. Schüttet so lange Natron in das Wasser, bis sich dieses nicht mehr auflöst. Das sieht man daran, dass sich das überschüssige Natron am Boden absetzt. Dann habt ihr das Wasser gesättigt. Schüttet das Natron-Wasser nun vorsichtig in die Deoflasche. Die Natronreste sollten im Becher bleiben. Jetzt gebt ihr noch einen oder zwei Teelöffel Stärke dazu. Die Stärke dickt die Mischung an. So klebt das Ganze später besser unter den Achseln. Wenn die Flasche einige Stunden steht, setzt sich die Stärke am Boden ab. Ihr müsst also vor jedem Gebrauch schütteln. Zuletzt gebt ihr noch ein paar Tropfen Duft dazu. Fertig

Das Deo hält mindestens einen Tag, inklusive Sport. Bei mir zumindest. Es brennt nicht, hinterlässt keine Flecken in T-Shirts und ist echt günstig.

Welche Erfahrungen habt ihr schon mit selbstgemachten Pflegeprodukten und Kosmetik gemacht? Kennt ihr noch Rezepte, für die man kein Diplom in Chemie braucht?