7 Tage, 7 Dinge, Woche 55

Camera 360

Noch immer ist mein Bücherregal gut gefüllt. Ich habe mich gefragt, warum ich mich von einigen Büchern bislang nicht trennen konnte. Einige, besonders Ratgeber oder Bastelbücher, werde ich bestimmt noch einmal aufschlagen. Aber was ist mit den ganzen Romanen? Früher habe ich meine Lieblingsbücher auch ein zweites Mal gelesen. Mittlerweile tue ich da nicht mehr. Das ist also kein Grund, sie zu behalten.

Mein Trennungs-Unwille hat seine Wurzeln wohl in den vielen schönen Stunden, die mir diese Bücher beschert haben. Deshalb kann ich sie nicht weggeben. Die Bücher von Kerstin Gier zum Beispiel haben mich ziemlich oft zum Lachen gebracht.

Jetzt, wo ich die Geschichten kenne und die Bücher nur noch im Regal rumstehen, denke ich: Was für eine Verschwendung! Jemand anderes soll sie lesen und genau so viel Spaß daran haben.

Übrigens haben das Apfelmädchen und Sadfsh eine interessante Diskussion über Lieblingsbücher angestoßen. Schaut da mal rein!

 

 

Ebook: Minimalismus auf dem Schreibtisch

FotocoverFertigSchreibtische verhalten sich ja manchmal wie schwarze Löcher: Was man dort ablegt, wird unwiederbringlich vom Chaos aufgefressen. Manche Menschen verstecken sich gerne hinter ihren Papierstapeln, andere würde sie gerne bezwingen, wissen aber nicht wie. Denn die meisten zerrissenen Zettel und kaputten Stifte und verbogenen Büroklammern und zerknickten Hefter und alten Coputermäuse und vergilbten Notizblöcke könnte man ja nochmal benötigen.
Ich persönlich freue mich über jeden Gegenstand, den ich weggeben oder wegwerfen kann. Ganz heimlich träume ich von einem Büro, das in einen Schuhkarton passt. Ok, soweit ist es noch nicht. Ein paar Tipps, wie man das Chaos auf seinem Schreibtisch beseitigen kann, habe ich in meinem neuen Ebook zusammengefasst: Minimalismus auf dem Schreibtisch: Effektiver arbeiten durch mehr Ordnung im Büro lautet der Titel. Das Buch richtet sich logischerweise an Schreibtischarbeiter aller Art, ob im Homeoffice oder im Großraumbüro. Und weil Ordnung am Arbeitsplatz nicht viel bringt, wenn der Terminkalender gleichzeitig aus allen Nähten platzt, gibt es auch noch ein paar Ratschläge, wie man seine Verpflichtungen reduziert, seine Zeit sinnvoll plant und effektiver arbeitet, um weniger Stunden im Büro verbringen zu müssen.

Das Ebook gibt es wie seinen Vorgänger Minimalismus im Kleiderschrank: Entrümpeln und den eigenen Stil finden bei Amazon. Wenn ihr weder einen Kindle noch einen PC, ein Tablet oder ein Smartphone mit der Kindle-App besitzt und das Buch trotzdem lesen möchtet, schreibt mir einfach eine Mail. Für Anregungen und Kritik bin ich natürlich auch sehr dankbar.

Nachtrag: „Minimalismus auf dem Schreibtisch“ findet ihr jetzt auch in anderen Ebook-Shops.

 

E-Book: Minimalismus im Kleiderschrank – Entrümpeln und den eigenen Stil finden

KleiderschrankCover2Bisher war mein Kleiderschrank für mich die größte Herausforderung beim Entrümpeln. Darin bewahrte ich so viele Kleidungsstücke auf, die mir nicht passten, Lustkäufe, die ich nie trug, Lieblingsstücke, die abgewetzt und nicht mehr zu retten waren. Und immer wieder beschäftigte mich die Frage: Was davon kann ich aussortieren, was soll ich behalten? Ich besaß von allem zuviel und doch nicht das Richtige.

Dann stieß ich auf Blogs von Menschen, die ihre Garderobe radikal reduziert haben. Immer passend gekleidet sein, und dass nur mit 30 Kleidungsstücken? Drei Wochen Urlaub nur mit einem Rucksack? Das geht. Und ich dachte mir: Wie machen die das bloß?

Auf dem Weg zur Antwort habe ich mittlerweile mehr als 70 Kilo Klamotten, Schuhe, Taschen und Accessoires aussortiert und komme meiner perfekten minimalistischen Garderobe so immer näher. Meine Erkenntnisse aus vielen Stunden Recherche und anschließenden Selbstversuchen habe ich zusammengefasst und in ein E-Book verwandelt, das es jetzt direkt hier auf dem Blog, bei Amazon und in vielen anderen E-Book-Shops zu kaufen gibt.

Ich freue mich über jegliche Tipps und Anregungen von dir. Wenn dich etwas stört, sag es mir! Fehlt dir etwas? Gefällt dir vielleicht sogar, was ich geschrieben habe? Dann schreib es mir (oder schreib einen Rezension bei Amazon). Ich hoffe, du hast Spaß beim Lesen und fühlst dich anschließend gerüstet genug, um die Entrümpelung deines eigenen Kleiderschrankes in Angriff zu nehmen.

Bücher, Bücher: Wut vs. Gelassenheit

Gerade habe ich mal wieder in meiner Bücherkiste (sprich E-Reader) gewühlt und ein paar Lesetipps hervorgezaubert, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Noch ganz jung ist Select! Minimalismus in der Wegwerfgesellschaft von Dr. ( so viel Zeit muss sein) Anja Dostert. Der Titel klang sehr vielversprechend, der damalige Aktionspreis von 99 Cent hat mich dann vollkommen überzeugt, mir dieses Buch zu kaufen. Es fing auch wirklich interessant an. Anja Dostert besitzt einen klaren, treffenden Sprachstil. Sie beschreibt sehr nachvollziehbar, wie sich Minimalismus äußert, was dahinter steckt und welches die ersten Schritte dorthin sind. Natürlich finden sich in ihrem Buch viele klassische Ratschläge zu Themen wie Entrümpelung, Zeitgewinnung, Spartipps etc. Alles gut recherchiert. Das letzte Kapitel „Die Gesellschaft der Konsumtempel“ hat mich dann aber doch irritiert. Hier rechnet die Autorin mit allem ab, was ihr an unserer Gesellschaft nicht passt. Was die Unterscheidung von Privat- und Kassenpatienten bei der Vereinbarung eines Arzttermins dort zu suchen hat, bleibt mir schleierhaft. Stellenweise wirkt es wirklich so, als wollte sich Frau Dorstert einfach nur mal auskotzen. Es sei ihr gegönnt, und bis auf dieses seltsame letzte Kapitel ist das Buch wirklich lesenswert.

Ganz im Gegenteil zu „Select!“ hält sich der britische Journalist John Naish in Genug: Wie Sie der Welt des Überflusses entkommen sehr mit persönlichen Gefühlsregungen zurück. Seine Abhandlung zu der Frage, wie sich die Konsumgier auf die Gesellschaft auswirkt, bleibt durchgängig nüchtern. Naish selbst ist kein Hardcore-Minimalist, der nur 50 Dinge besitzt und seinen Lebensweg predigt. Er ist eher ein distanzierter Kritiker, sich selbst gegenüber genauso wie gegenüber seinen Mitmenschen. Die Wurzeln des Überflusses versucht er mit der Hilfe von Experten zu entdecken. So besucht er einen Wirtschaftswissenschaftler, der in einer Gartenhütte lebt, einen Neurologen, der Werbestrategien erforscht, und einen mexikanischen Evolutionspsychologen. Im Gedächtnis geblieben ist mir besonders die Schilderung einer Londoner Mülldeponie, deren Mitarbeiter immer wieder noch original verpackte Möbelstücke im Unrat finden. All die gut erhaltenen Dinge, die die Menschen so gedankenlos wegwerfen, werden hier aber nicht vernichtet, sondern weiterverkauft. Naishs Buch liefert gute Hintergründe und neue Einsichten, deshalb kann ich es wirklich empfehlen.

Prokrastinierer aufgepasst! Grämt euch nicht weiter, ihr seid nicht allein! Und außerdem ist Aufschieberitis gar nicht so fatal, wie immer behauptet wird. Das jedenfalls zeigen Sascha Lobo und Kathrin Passig in Dinge geregelt kriegen – ohne einen Funken Selbstdisziplin. Kernaussage des Buches: Morgen ist auch noch ein Tag, und er ist genauso schön wie heute. Oder: Was du heute kannst besorgen, das verschiebe ruhig auf übermorgen. Angesichts des allgegenwärtigen Selbstoptimierungszwanges wirkt dieses Buch wie Valium: Alles ist halb so wild. Die Autoren zeigen zum Beispiel, wie man es schafft, Behördenbriefe so lange zu ignorieren, bis sich die Angelegenheit von selbst erledigt hat. Oder dass es keineswegs verwerflich ist, für Aufgaben, die man einfach nicht hintereinander bekommt (wie Putzen) eine Fachkraft zu engagieren (wie die Putzfrau/den Putzmann). Mein innerer Schweinehund hat gar nicht mehr aufgehört, zu jubeln.

Irgendetwas wollte ich doch noch sagen…… Ach, egal!

(By the way: Alle diese Links sind Werbelinks. Ich empfehle aber auch nur Bücher, die ich selbst gelesen habe und lesenswert finde. Indianerehrenwort!)

Ratgeber für angehende Minimalisten

Ratgeber gibt es zu jedem Thema, inspirierend sind diese Bücher aber nur selten. Auch für angehende Minimalisten bietet der Buchmarkt die passende Literatur. Heute möchte ich euch drei dieser Bücher vorstellen: Eine Enttäuschung, einen Schmöker und eine echte Überraschung.

Fangen wir mit der schlechten Nachricht an: Minimalismus-Papst Leo Babauta (www.zenhabits.net) ist auf dem Weg zur Erleuchtung eher eine flackernde Kerze. Sein bisher einziges auf deutsch erschienenes Buch Weniger bringt mehr: Die Kunst, sich auf das Wesentliche zu beschränken bringt im Grunde genommen nichts.Die Tipps darin wiederholen sich ständig, wie viele Rezensenten bemängeln. Beispielsweise trifft man den Vorschlag, Emails nur zwei mal täglich abzurufen, in fast jedem Kapitel an. Die Kernbotschaft des Autors ist schnell zusammengefasst: Sich nicht zu viel vornehmen, Konzentration auf eine einzige Tätigkeit und ein Ziel, neue Gewohnheiten langsam aufbauen. Am Ende eines jeden Kapitels gibt er praktische Tipps zur Umsetzung, die aber keine neuen Erkenntnisse bieten. Fazit: Ein Flop und obendrein viel zu teuer.

Ein Genuss war für mich hingegen der biografische Ratgeber der amerikanischen Bloggerin Tammy Strobel (www.rowdykittens.com). Tammy schildert in You Can Buy Happiness (and It’s Cheap): How One Woman Radically Simplified Her Life and How You Can Too, wie sie von einer gestressten Investmentbankerin zu einer lebenslustigen Frau wurde, die mit ihrem Mann in einem kleinen Holzhaus auf Rädern lebt, einem sogenannten Tiny House. Über Jahre hinweg und in kleinen Schritten wurde ihr klar, wie wenig man eigentlich für ein glückliches Leben braucht – viele Besitztümer, eine große Wohnung und einen repräsentativen Job schon gar nicht. Das Buch gibt einen sehr persönlichen Einblick in Tammys Gedankenwelt während ihrer Verwandlung. Sie erzählt einfach ihre Geschichte und ermuntert die Leute so, es ihr nicht gleichzutun, sondern den eigenen Weg zu finden. Fazit: Empfehlenswert, da unglaublich fesselnd.

Nur 89 Cent kostet die Kindle-Ausgabe von Miss Minimalist: Inspiration to Downsize, Declutter, and Simplify. Die Autorin Francine Jay hat mit diesem Buch eine Sammlung praktischer Tipps für ein Leben mit weniger Gerümpel und mehr Zeit für die schönen Dinge zusammengestellt. Besonders gut gefallen haben mir die Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Urkomisch ist auch der Abschiedsbrief an ihr Gerümpel am Anfang des Buches. Fazit: Ein echtes Schnäppchen und ein toller Einstieg in den praktischen Minimalismus.

Kreativität, Foto, App, Pia Mester

Vom langsamen Reisen

Gestern bin ich auf ein interessantes Interview zum Thema langsames Reisen in der Zeit gestoßen. Normalerweise gönne ich diesem Ressort keinen einzigen Blick, weil die meisten Reiseberichte genau das tun, wovor der Interviewpartner, Dan Kieran, hier warnt: Sie geben den Lesern eine feste Reise vor mit Restaurant-Tipps, Ausflugs-Tipps, Hotel-Tipps. Lauter Tipps, die verhindern, dass man den Urlaubsort selbst entdecken muss. Wenn man eine Reise vom ersten bis zum letzten Tag durchplant, kann man auch gleich zu Hause bleiben. Continue reading…