Arten von Gerümpel: Unfertiges

Ersatzteile, Erinnerungsstücke, Doppeltes, Ungenutztes – es gibt so viele Arten von Gerümpel. Eine Art war mir bis vor ein paar Tagen nicht bewusst: Unfertiges. Doch genau die macht mir am meisten zu schaffen.

Vor einer Woche habe ich das Buch „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags„* von Karen Kingston gelesen. Keine Ahnung, warum erst jetzt, es ist mir schon oft begegnet. Ich fand das Buch super (bis auf das Kapitel zur Darmreinigung…). Am Anfang beschreibt die Autorin die verschiedenen Arten von Gerümpel und ihre Auswirkungen. Bei „Unfertiges“ habe ich mir mit der flachen Hand vor die Stirn geschlagen, so dass mir die Schuppen eimerweise von den Augen fielen: Genau das ist der Bereich, an dem ich noch immer zu knacken habe. Kingston sagt, dass Unfertiges oder Unerledigtes in unserem Zuhause Unerledigtes in unserem Leben widerspiegelt, uns ständig Energie kostet und die Psyche blockiert. Sprich: Wir sind in Gedanken ständig bei den unabgeschlossenen Dingen. Solange wir sie nicht beenden, kommen wir nicht weiter. Wir jonglieren mit so vielen Bällen, dass wir irgendwann erschöpft zusammenbrechen. Es kann sogar vorkommen, dass wir angesichts der vielen noch zu erledigenden Dinge wie erstarrt sind und am Ende überhaupt nichts mehr tun.

Klingt für mich ziemlich logisch.

Seit ich denken kann habe ich immer gerne gebastelt, gewerkelt, irgendetwas gestaltet. Ich habe alle möglichen Handarbeitstechniken und Bastelmethoden ausprobiert und mir dafür natürlich auch immer das passende Equipment gekauft. Bei den meisten dieser Hobbies war die Leidenschaft ziemlich schnell verflogen. Die Sachen blieben. Vielleicht würde ich ja noch mal Lust bekommen, etwas zu nähen, zu filzen, zu stricken oder ein Perlenarmband zu basteln.

Upcycling und Minimalismus vertragen sich nicht. Schade.

Zuletzt habe ich das Upcycling für mich entdeckt. Jetzt weiß ich: Upcycling und Minimalismus vertragen sich nicht, denn beim Upcycling kann man wirklich alles verwerten. Und kann deshalb auch alles aufbewahren, egal wie kaputt es ist und ob man schon eine Idee hat, was man daraus machen will. Zum Beispiel wollte ich aus einem alten Strickpulli eine Strickjacke machen (ziemlich einfach, man schneidet den Pulli vorne einfach auf und näht Knöpfe dran). Monatelang lag der Pulli in der Wäschekammer, doch ich kam nie dazu, ihn aufzupimpen. Schließlich habe ich ihn zusammen mit einem Sack anderer Klamotten zum Sozialkaufhaus gebracht.

Es gibt noch einige andere Projekte in meiner Wohnung, die auf ihre Fertigstellung warten. Da wäre zum Beispiel eine Tasche: Die einzelnen Teile habe ich schon zugeschnitten, allerdings fehlt mir noch eine Kordel und dann könnte ich sie zusammennähen. Dafür müsste ich allerdings meine Nähmaschine einstellen lassen und dafür müsste ich mir erst eine passende Werkstatt suchen… Und an diesem Punkt habe ich überhaupt keine Lust mehr. Die Taschenteile liegen jetzt schon vier Jahre hier herum, ich glaube das ist eindeutig: Das wird nix mehr. Warum fällt es mir aber so schwer, mich davon zu trennen? Vielleicht weil es sich ein wenig wie ein Misserfolg anfühlt: Ich gebe auf. Allerdings glaube ich, dass es manchmal sinnvoller ist, etwas aufzugeben, als es um jeden Preis durchzuziehen.

Dinge, die wir ewig vor uns herschieben

Unfertiges, das sind auch die ganzen Punkte auf unseren ToDo-Listen, die wir Woche für Woche vor uns herschieben. Wie der Zahnarzttermin, der Besuch bei Tante Paula, die Steuererklärung, das klärende Gespräch mit dem Chef, die Sommerreifen (Mist, da war doch was!) und die Klamotten, die wir bei Ebay verkaufen wollten. Je mehr lose Enden man in seinem Leben habe, so Kingston, desto weniger komme man von der Stelle.

Für mich kommt dieser Hinweis genau zur richtigen Zeit. Ich werde mich jetzt mit meinen unfertigen Projekten beschäftigen, angefangen bei den Handarbeits- und Bastelprojekten. Vergangene Woche habe ich zwei Kisten Wolle aussortiert, teilweise noch originalverpackt, und einige angefangene Strickstücke aufgeribbelt. Das war für mich eine große Erleichterung. Wenn ich mal wieder Lust habe, etwas zu stricken oder zu häkeln, kaufe ich mir einfach schöne neue Wolle, anstatt ständig darüber nachzudenken, wie ich das alte Zeug doch noch sinnvoll verwerten könnte.

Natürlich gibt es auch Unerledigtes, das man nicht einfach zu den Akten legen kann. Wie zum Beispiel der Zahnarztbesuch. Bei solchen Sachen hilft nur: Was weg ist, ist weg. Je schneller du Sachen beendest, also entweder erledigst oder sie aufgibst, desto eher hast du sie aus deinem Kopf und dort Platz für Neues.

Bei Projekten, die nicht wichtig oder dringend sind, hilft eine Deadline: Wenn du deine Idee beispielsweise bis Ende des Jahres nicht umgesetzt hast, gibst du sie auf. Oder du verpflichtest dich selbst, nicht eher eine neue Sache anzufangen, bis du eine alte erledigt oder aufgegeben hast. Möglicherweise hilft es dir auch, deine Fortschritte regelmäßig mit jemandem zu besprechen. Die Verpflichtung ist vielleicht stärker als der Schweinehund.

Wo findet sich bei dir Unfertiges? Und wie findest du die Vorstellung, diese Sachen einfach wegzugeben?

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43 Kommentare

  1. Hallo Pia
    Genau mit diesem Buch hat für mich vor vielen Jahren alles angefangen.
    Während dem Lesen beginnt es zu kribbeln und irgendwann geht es nicht mehr anders und man muss loslegen. Beim Kleiderschrank oder in der Küche oder wo auch immer. Egal, ob gerade mitten in der Nacht ist… 🙂 Und dann liest man das nächste Kapitel und hat wieder zu tun… Und so weiter…
    Dieses Buch hat mein Leben sehr verändert, das war wie ein Befreiungsschlag.
    Basteln/Handarbeiten und Minimalismus verträgt sich wirklich schlecht. Da habe ich auch gründlich ausgemistet. Mit dem Rest mache ich es so, dass ich momentan einfach nichts neues kaufe bis alles (bei mir vor allem Stoffe, Karten/Papier, Stifte) aufgebraucht ist. Und Ordnung halte.
    Im Dinge-die-ich-erledigen-sollte vor mir herschieben bin ich allerdings immer noch ziemlich gut. Das hat noch Luft nach oben… 🙂
    In diesem Sinne, jetzt muss ich los, hab was zu erledigen… 🙂
    Herzliche Grüsse, Yvonne.

    • Pia

      Hallo Yvonne,

      Ich finde das Buch auch genial. Es erklärt so vieles. Man muss natürlich ein wenig an diese ganzen Energie-Sachen glauben. Aber ich habe gemerkt, dass vieles zutrifft. An Feng Shui wird also etwas dran sein.

      LG
      Pia

  2. Christine

    Unfertiges – auch gerne UFO genannt (unfinished objects). Ein Horror für jeden Blick in die Kisten und Regale und Schränke. Es ist beim ersten Mal unglaublich schwer, sich einzugestehen, dass aus den Materialien in absehbarer Zeit nichts mehr wird. Ist die erste Kiste verschenkt oder verkauft, fällt es bei der zweiten Kiste schon leichter.
    Ich habe meine Handarbeitssachen in mehreren Schritten extrem reduziert und habe immer noch genug. Nachgekauft wird fast nichts. Ich brauche meine Vorräte auf, erfreue mich an jedem Projekt und fühle mich gut dabei. Nach wie vor habe ich täglich eine Handarbeit wie mein Strickzeug in der Hand. Es wird also definitiv weniger.
    Für mich bedeutet Handarbeiten in erster Linie Entspannung. Ohne Strickzeug z.B. werde ich unruhig, weil meine Hände nichts zu tun haben.
    Upcycling ist dann gut, wenn mit wenigen Mitteln aus etwas Altem etwas Neues wird. Müssen erst Materialien gekauft werden, wird aus Minimalismus „Messimissmus“. Dann ist ein Lager ruckzuck voll. Davon habe ich mich schon längst verabschiedet. Kaputte Sachen werden weggeworfen, es sei denn die Reparatur ist günstig und möglich.
    Um meine to-do-Liste effektiv zu halten, nehme ich mir täglich drei Dinge vor. Ist reichlich wenig, wenn viele Sachen anstehen, aber meine Motivation ist dafür da. Bei fünf Sachen bin ich ineffektiv, bei neun Sachen gebe ich vorher schon auf. Also lieber drei, dafür alles erledigt.

    • Pia

      Hallo Christine,

      UFO, toller Begriff 🙂

      Drei (mittelgroße) ToDos am Tag sind auch mein Limit. Ich fasse viele Kleinigkeiten (etwa E-Mails oder Kommentare beantworten) gerne zusammen und arbeite sie dann gesammelt als einen Punkt ab. Nichts ist so demotivierend, wie eine halb abgehakte ToDo-Liste, finde ich.

      LG
      Pia

  3. Mit Kind hab ich früher vieles selbstgemacht und gebaut. Gekauftes gefällt mir heute einfach besser. Wegschmeißen ist meine Lösung. Kostet zu viel Energie und Zeit das Selbstmachen. Ich brauche die Ergebnisse ja auch nicht. Ausnahme: Ich könnte nähen und wäre superschnell und würde die Wahnsinnskunst machen. Ich sehe aber ziemlich viele schreckliche DIY-Sachen. Du hast doch bestimmt eine Jacke. Dann brauchst du aus einem Pulli keine zu machen. Manchmal macht man ja nur neuen Müll draus. Wahrscheinlich ziehst du sie dann eh nicht an. Taschen hast du auch genug. Also kann man sich das alles sparen. Zumindest ist das meine Haltung. Die nicht jeder versteht. Man rettet die Welt halt nicht durch das Upcyceln. Ich spar lieber den Materialeinsatz um aus alten Sachen Dinge zu machen, die ich sowieso nicht brauche.

    • Pia

      Hallo Tanja,

      Ich sehe das immer mehr wie du. Upcyclen bringt nur dann was, wenn man sich ansonsten etwas Neues gekauft hätte. Wenn man sich aber ansonsten gar nichts gekauft hätte, kann man das Upcyclen auch sein lassen.

      LG
      Pia

  4. Am schwierigsten ist es wohl, sich das Scheitern einzugestehen. Wenn die Sachen dann wegkommen hat man ja auch aufgegeben. Denn schließlich fängt jede Idee mit einem tollen Gedanken an.
    Liebe Grüße
    Maren

    • Pia

      Hallo Maren,

      So ist es! Ein Projekt vorzeitig aufzugeben fühlt sich wie scheitern an. Echt blöd.

      LG
      Pia

  5. Hallo Pia!

    Alles neu macht der Mai – ich habe Deinen Blog gar nicht wiedererkannt und musste 2 x auf den Header schauen ob ich wirklich richtig bin!

    Das Buch liebe ich sehr und hat mir wirklich die Augen geöffnet. Seitdem konnte ich sehr viel verändern.

    Die Sache mit upcycling und Minimalismus stimmt schon, aber ich denke, da kann man auch einen Weg finden. Ich hebe nicht alles auf sondern finde zum richtigen Zeitpunkt das, was ich brauche. Ein Lager lege ich mir deshalb nicht an – zumindest keine 30 Jeans, die verarbeitet werden wollen…

    lg
    Maria

    • Pia

      Hallo Maria,

      Ja, ich hatte mal Lust, meine Blogwände neu zu streichen 😉

      Upcyclen finde ich gut, solange man nicht hinterher lauter neue, upgecycelte Gegenstände hat, die man dann wieder nicht benutzt. Und wenn man anfängt, alles zu sammeln und zu horten, weil man weiß ja nie, ob mans nicht nochmal braucht.

      LG
      Pia

  6. Linda

    Hallo Pia,
    das ist ein gutes Thema. Hab jetzt auch grad eine angefangene Weste zu Ende gestrickt. Und mit den Bastelsachen, das kenne ich nur zu gut. Hab schon ganz viel weggegeben an die örtlichen Pfadfinder zum Basteln. Jetzt habe ich noch ein paar ausgesuchte Sachen (ich mache gerne mal Grußkarten) und dazugekauft wird auch nichts mehr…so schwer mir das manchmal fällt. Ein paar schöne Stoffe habe ich mir aufbewahrt, weil ich manchmal Patchwork nähe. Die Servietten von der Serviettentechnik verbrauche ich alle. Ansonsten habe ich auch noch 7 Projekte vor mir, die ich im Moment aus Zeitmangel nicht schaffe. Es stimmt, man denkt da immer drüber nach und das kann ganz schön blockieren.
    LG Linda

    • Pia

      Hallo Linda,

      Ich glaube das Thema Bastelkram und unfertige Projekte betrifft echt viele. Zumindest bin ich erstaunt über die Resonanz. Man probiert ja auch so gerne aus, und dann sammelt sich immer mehr Material und Werkzeug.

      LG
      Pia

  7. Hallo Pia,
    ohje, die sog. „UFOs“, die kenne ich sehr gut, bin ja auch ein sog. „Scanner“ ;o) Ich finde/fand so vieles im Kreativbereich interessant und habe zig Sachen angefangen und nur wenig beendet bzw. mich dann etwas anderem gewidmet.
    Mittlerweile habe ich erkannt, dass mich das alles mehr belastet, als es mir gut tut und mich von vielem getrennt (verkauft und verschenkt). Der Prozess ist zwar noch nicht abgeschlossen (wird er das jemals sein?), aber ein kleines Gefühl von Erleichterung stellt sich langsam ein :o)
    Ich finde allerdings nicht, dass Upcycling und Minimalismus bzw. reduzierter Leben sich gegenseitig ausschliessen, denn wenn ich etwas Gebrauchtes aufwerte, muss ich es ja nicht neu kaufen.
    Diese Denke „das könnte ich nochmal irgendwann gebrauchen“ habe ich anerzogen bekommen und muss mir das zumindest bei einigem mühsam aberziehen, denn über alles, was ich in die Hand nehme, muss ich ja eine Entscheidung treffen. Das fällt mal leichter und mal schwerer, puh.

    Lieben Gruß
    Conny

    • Pia

      Hallo Conny,

      Bei uns zuhause wurde auch vieles aufbewahrt, das bekommt man nicht so leicht wieder raus.

      Wie gesagt: Minimalismus und Upcycling muss sich nicht ausschließen, wenn Upcycling nicht zum Horten führt oder man Dinge herstellt, die man nicht braucht und nicht benutzt.

      LG
      Pia

  8. Hi Pia,
    Mit dem Feng Shui Buch gings mir wie dir. Fands auch prima, bis auf das Kapitel zur Darmreinigung. Das fand ich befremdlich.
    Das unerledigte Zeugs ist bei mir auch so ne Baustelle. Ich versuche dem derzeit mit Listen beizukommen. Jeden Tag eine unerledigte, vor mir her geschobene Sache. Ganz halt ich das nicht durch, aber immerhin einiges unerledigte hat, sich seit ich das im April als challenge angefangen habe, doch abarbeiten lassen. Noch geht mir der Vorrat alleerdings nicht aus *seufz*. Immerhin hab ich das seit 4 Jahren ungenutzt bei mir rumliegende Seidenmalset jetzt mal einer neuen hoffentlich glücklicheren Besitzerin zukommen lassen. 😉
    Grüße von der Chaoskämpferin

    • Pia

      Hallo Chaoskämpferin,

      Die Challenge klingt interessant! Ich glaube, das probiere ich auch mal 🙂

      LG
      Pia

  9. Hi Pia, schönes Thema, ja, ich bastele auch gerne, auch Perlenarmbänder sogar, male, stricke, häckele was das Zeug hält, nähe mit der Nähmaschine. Früher war es viel mehr, beim Malen habe ich fast alle Techniken ausprobiert von Federzeichnen bis Waxstifte und Acryl. Am besten waren die Ergebnisse beime „Blindmalen“, also ohne hinschauen. Aber das nur am Rande. Und ja, also entsprechend ist die Ausrüstung dazu! ;). Mit den „Kiddies“ wurde es auch immer mal wieder zu einem „Kreativ-Camp“ zuhause genutzt. Jetzt, wo sie aus dem Gröbsten wieder raus sind mit 19 und 27 hi! hi!, natürlich weniger.
    Und das ist alles in einer „Bastel-Kiste“ im Keller. Es frisst kein Brot, aber ja, es fühlt sich so an dass ein Teil der Kiste mal gehen kann. Mit meiner Hilfe. 😉
    Und bei dem Wetter in Hamburg, müsste sich auch die Zeit dazu finden, wo die Sonne nicht scheint, dass es einen rauszieht und nicht in den Keller.
    Aber ich bin hier für Balance, ein bisschen etwas zum Malen behalte ich noch, falls die Muse mich küsst, habe ich etwas im Haus.
    Dafür kaufe ich mir keine Wolle, bevor ich meinen Auberginefarbene Stolle noch nicht fertig habe. Wenn es fertig ist, gibt es ein Foto. Nächste Woche, hoffe ich! 😉

    • Pia

      Hallo Gabriela,

      Bin gespannt auf das Foto! Dann aber mit dir als Model drauf, oder? 😉

      LG
      Pia

  10. Elisabeth

    Liebe Pia, das Buch von Karen Kingston habe ich vor Jahren gelesen. Danach habe ich meine Wohnung komplett entrümpelt. Aber an die Sache mit den unfertigen Dingen kann ich mich überhaupt nicht erinnern. Unglaublich. Bei mir sammeln sich kaputte Jeans an, aus denen ich irgendwann *lach* mal was gaaanz Kreatives machen will. Kissenbezüge und Taschen und so. Die Jeans kommen jetzt weg und danach gehe ich mal die unfertigen Dinge auf meiner Festplatte an… Danke für den sehr informativen Beitrag. 🙂

  11. Hallo Pia,

    ja, unbeendete Projekte machen mich fertig! Denn ich schleppe sie wirklich die ganze Zeit mit mir rum. Deshalb möchte ich einfach alles schnellstmöglich abschließen. Wenn das nicht gelingt, setze ich mir eine Frist.

    Bei meinen Eltern wollten mein Papa und ich beispielsweise ein neues Zugbrett für die Modelleisenbahn bauen, nachdem die ganzen Sachen seit Jahren in Kisten stecken. Bevor ich nach Israel gegangen bin habe ich eine Frist gesetzt: Der 31.12.2015. Wenn wir es bis dahin aus welchen Gründen auch immer nicht schaffen, ein funktionstüchtiges Zugbrett zu bauen, kommen die Sachen weg. Das Brett an sich steht ja zumindest schon mal… Es fehlt also nur noch der ganze Rest. 😀

    Lieber Gruß,
    Philipp

    • Pia

      Hallo Philipp,

      Ihr habt ja noch ein halbes Jahr 😉

      Ich könnte mir vorstellen, dass es etwas leichter ist, wenn man die unfertigen Projekte wirklich nicht ständig um sich hat. Du hast doch nichts mitgenommen nach Israel, oder? Obwohl, wenn man dann nach Hause kommt und mitten in seinen unbeendeten Aufgaben steht, das ist sicher auch nicht angenehm.

      LG
      Pia

  12. Hallo Pia,

    Bumm! Das hat gesessen! So habe ich bisher auch noch nicht darüber nachgedacht. Na klar, das ist ziemlich offensichtlich, dass jede/r unfertige Projekte und Dinge im Leben hat. Aber diese Verbindung Unfertiges=Gerümpel – das ist ziemlich erhellend :-).

    Interessant finde ich, dass die meisten hier an Bastel- und Handarbeitsprojekte denken. Das fiel mir gar nicht ein (obwohl Philipp mich mit der Modelleisenbahn an etwas erinnert hat…). Ich habe zuerst an meine Internetprojekte gedacht. Da habe ich in den letzten Jahren viel rumprobiert. Verschiedene Blogs zu verschiedenen Themen. Erst total begeistert, dann monate- oder gar jahrelang nichts mehr dran gemacht.

    Jetzt habe ich ein neues Projekt angefangen. Ich bin fest entschlossen das durchzuziehen. Nach dem Lesen deines Artikels habe ich mir überlegt, dass ich wohl die alten Projekte erst mal abhaken muss, bevor das neue wirklich gelingt.

    Also an die Arbeit.
    Liebe Grüße
    Uwe

    • Pia

      Hallo Uwe,

      Internetprojekte, das sagst du was! Ich bin in dem Text jetzt nur auf Handarbeits- und Bastelprojekte eingegangen, aber natürlich meine ich alle halb ausgeführten Ideen. Danke für den Hinweis!

      LG
      Pia

  13. Franziska

    Hallo Pia,
    Karen Kingston war vor Jahren für mich ebenfalls eine Offenbahrung. Ich entdeckte das Buch nach den Simplify-Büchern und mußte das Lesen immer wieder unterbrechen, weil ich immer schon wieder Dinge ausräumte und wegwarf…
    Das mit der Darmreinigung finde ich jedoch gut und empfehlenswert. Ist wohl eine Sache des persönlichen Geschmack…

    Auf alle Fälle drücken mich seitdem mein unfertiger Quilt, der mich eine Menge Geld in der Anschaffung des (leider) teueren Stoffes und des Kurses kostete. Zudem stecken hier viele Stunden Arbeit drinnen und trotzdem schaffe ich es einfach nicht ihn fertig zu bringen (oder zu entsorgen). Seufz.
    Zudem befand ich mich, seit meiner Beschäftigung mit dem Minimalismus, immer in einem Zwiespalt zwischen dem „einfachen“ Entsorgen und doch noch einmal „upcyclen“. Ich hortete schon sehr viele Blechdosen, Klopapierrollen und Verpackungsmaterialien, die doch noch zum Gebrauchen sein müssten!!! Manche Blechdose wurde inzwischen tatsächlich Behälter für die Looms meiner Tochter, aufgehübscht mit alten bunten Strümpfen von ihr. Champingnonverpackung wurde schon zum Monster-High-Puppen-Bett oder ich verwende sie in meiner Speisekammer zum ordenltichen Aufbewahren von Kleinteilen wie Kaufgummis, Gewürzpackungen, etc. Ich war jedesmal ganz voller Stolz, wenn mir derartiges gelang.
    Tja, und so manche Jeans wurde nicht entsorgt, weil ich ja bestimmt so tolle Sachen daraus machen würde wie in dem tollen Buch „Das war doch meine Lieblingsjeans“.
    Leider warten schon wieder X-Teile im Keller darauf entsorgt zu werden. Ich schiebe schon ein paar Wochen die Tatsache hinaus, dass ich die Teile wohl besser zur Rumänienhilfe bringen sollte, da hier wohl kein künftiges Designerteil auf Entstehung wartet.
    Leider haben mich die vielen tollen Upcycle-Bücher im letzten Jahr eher daran gehindert meine Haus „clutterfree“ zu bringen, sondern liesen mich noch mehr anschaffen: Wolle zum verschönern oder ein tolles selbstgemachtes Teil zu kreieren, buntes Papier und viele Motivlocher für süße selbstgemachte Karten, Stoffe für was-weiß-ich-alles und noch mehr Bücher und Zeitschriften zur Inspiration und für die Anleitung.
    In letzter Zeit dämmert mir immer wieder, dass ich wohl hier ebenfalls wieder dem Konsumrausch verfallen war/bin. Es will mir die Tatsache einfach noch nicht ganz schmecken. Meine Träume alles nur Fake?
    Nachdem ich heute morgen Deinen neuen Beitrag las, plumpste ich so richtig hart auf. Mist! Reingefallen! Hätte es besser wissen müssen, hab’s eigentlich im Hinterstübchen schon längst gewußt und nicht war haben wollen. Schon wieder ein Selbstbetrug! Verflucht noch mal!

    Tja, aber was besagt Minimalismus? Sich auf die wichtigen Sachen konzentrieren. Ein paar kleine Projekte nur angehen.
    Für mich bedeutet das, mich darauf zu konzentrieren, dass ich eben Blütengirlanden häkle, weil ich es gerne zur Entspannung mache, die ich für Vorhänge, für das Bett meiner Tochter, zur Geschenkverpackung, etc. tatsächlich verwenden kann. Das bunte Papier meiner kleinen Tochter zum Basteln überlassen und ich ihr nach und nach eventuell auch die Motivlocher schenken, bevor ich sie gar nicht benutze.
    Heute habe ich meinen Schrank wieder ausgemistet und meiner Tochter die Stücke aussuchen lassen, mit denen sie mit der Freundin spielen kann. Die anderen werden noch diese Woche entsorgt. Es sind bei uns Flüchtlinge in der Nähe eingetroffen. Ich denke, die können von mir Sachen gebrauchen, ich muss nicht kreativ werden…

    Liebe Grüßen

    • Pia

      Hallo Franziska,

      Danke für deinen ausführlichen Kommentar! Deine Herangehensweise gefällt mir.

      LG
      Pia

  14. Petra

    Hallo Pia,
    ich kann mich dir und den vielen Kommentaren hier nur anschließen. Bezüglich des Konsums von Bastelsachen hatte ich vor ein paar Jahren ein Aha-Erlebnis. Da war unser Jüngster (heute 14) im Kindergarten ;-). Mich hat schon immer gestört, dass man für Bastelprojekte der Bücher neueren Datums immer eine immense Ausrüstung benötigt, sowohl an Material als auch an „Werkzeug“. Teilweise sogar halbfertige Dinge, die dann nur noch aufgehübscht werden. Das verstehe ich nicht unter Kreativität. Irgendwann habe ich mir mal ein Bastelbuch der Erzieherin aus den 70er/80er Jahren ausgeliehen. Da war ich platt: Nur Sachen aus Material, die man normalerweise sowieso zuhause hat oder problemlos beim täglichen Einkauf bekommt. Dinge, die in einen völlig anderen Zusammenhang gerückt, etwas überraschend Neues ergeben. Das fand ich wirklich kreativ. Seitdem haben sich meine Anschaffungen in Bastelmaterial drastisch reduziert und es darf nur noch hier einziehen, was so vielseitig ist, dass ich es wirklich oft brauche. Manchmal bedaure ich das, da das Ausprobieren verschiedener Techniken schon spannend ist, aber das probiere ich dann an Bastelabenden, Workshops oder bei Freundinnen mit entsprechender Ausrüstung aus.
    Liebe Grüße aus Hanau
    Petra

  15. Inga

    Liebe Pia,
    Schön ist deine neue Seite! Farbenfroh. Macht gute Laune.
    Und das Bild von dir gefällt mir viel besser!
    Mit deinem Artikel über „Unfertiges“ hast du mich echt erwischt…
    Auch ich habe so Kartons, in denen ehemalige Erdnussdosen (mein Freund liebt Erdnüsse), papierne, metallene und andere Reste darauf warten, zu tollen Upcyclingprojekten und Geschenkverpackungen verarbeitet zu werden…
    Ich werde da aufräumen. Heute!
    Tanjas Hinweis finde ich gut: „Manchmal macht man ja nur neuen Müll draus.“
    Liebe Grüße,
    Inga.
    PS: Gratulation zu deinem Vortrag!!

    • Pia

      Hallo Inga,

      Oh ja, Erdnussdosen. Und Thunfischdosen, da kann man so schöne Blumentöpfe draus machen… 😉
      Schön, dass dir das neue Blog-Kleid gefällt. Und danke 🙂

      LG
      Pia

  16. Susanne

    Liebe Pia,
    wenn ich die vielen Kommentare betrachte, hast du mit dem Thema wohl voll ins Schwarze getroffen.
    Mir ging es genau so wie du es beschreibst: das Stickbild, das ich zur Jahrtausendwende (mit entsprechendem Motiv) gekauft habe … mein Sohn ist 99 geboren und inzwischen 16 Jahre, die gestrickte Kuscheldecke, deren Einzelteile auf die Fertigstellung bzw. das Zusammennähen warten, der bunte Karton für mögliche Fensterbilder …. usw. usw. usw. Das Alles lagerte faktisch im Keller und als schlechtes Gewissen in meinem Hinterkopf.
    Nun habe ich begonnen unser Haus bzw. meine Sachen nach dem System von Marie Kondo (Magic Cleaning) auszumisten. Die Kategorie Basteln und Handarbeiten hat mir dann die ganzen angefangenen Projekt und Restmaterialien, die vielleicht irgendwann noch mal zum Einsatz kommen könnten, in ihrer Menge vor Augen geführt. Alles lag vor mir und verdeutlichte den riesigen Ballast, den ich da mit mir herum trage (Wer Marie Kondo nicht kennt: Bei ihr – sehr verkürzt beschrieben – sammelt man alles, was zu einer Kategorie gehört, aus der ganzen Wohnung oder dem ganzen Haus zusammen und legt es auf einen großen Haufen. Dann geht es darum zu entscheiden, was bleibt. Der Rest geht.). Was soll ich sagen … geblieben ist nur die Wolle. Die angefangene Decke hat noch eine Chance, wenn sie im Winter nicht fertig wird, gebe ich das Material an einen Handarbeitskreis. Ich selbst habe mich, nachdem die Reste weg waren, mit Freude an ein neues Strickprojekt für den Sommer gemacht. Bevor das nicht fertig ist, gibt es nix Neues in Sachen „Do it yourself“.
    Lieben Gruß
    Susanne

    • Pia

      Hallo Susanne,

      Finde ich toll, dass du dich so radikal von deinen Bastelsachen getrennt hast. Ein 15 Jahre altes Strickbild? Das ist wirklich ein Zeichen.

      LG
      Pia

  17. Martina

    Liebe Pia,
    ja, das kenne ich auch, das Problem, das du da schilderst. Das ist gerade eines meiner Projekte: Ich habe viel genäht und gestrickt und dazu gehört auch, dass man sich Vorräte anlegt: Schöne Stoffe, bunte Stoffe und das unumgängliche Zubehör. An schöner Wolle konnte ich auch nie vorbeigehen. Aber wohin mit all den schönen Sachen? Meine erste Idee war, aus allem etwas Schönes zu machen und es auf einem Weihnachtsbazar zu verkaufen. Das macht eine Freundin von mir seit Jahren. Aber dabei blieb immer vieles übrig. Es gibt eben schon genug Häkelmützen, Taschen, Socken usw. Ich war einmal auf einem Bazar, da war eine ganze Turnhalle übervoll mit Handarbeitsergebnissen. Dann merkte ich, dass ich immer lustloser nähte, weil ich ja nichts mehr für mich nähen wollte, denn mein Kleiderschrank sollte leerer werden. Plötzlich empfand ich den Stoffhaufen als Last. Daraus resultierten ein paar misslungene Kleider. Tatsächlich habe ich sie gleich nach dem Nähen in den Müll getan und mich über die vertane Lebenzeit geärgert. Das war sehr heilsam. Trotzdem habe ich noch einen weiten Weg vor mir. Ich bin 55 Jahre alt und habe seit 30 Jahren Dinge angehäuft. Aber jeder Minimalismusblog inspiriert und motiviert mich weiterzumachen. Danke dafür!

  18. Hallo Pia,
    das Buch von Karen Kingston habe ich auch gelesen. Es enthält so viel tolles Wissenswertes zum Thema Entrümpeln und den Zusammenhang zwischen Innen und Außen. Unsere Umgebung spiegelt auch unser Innerstes wieder. Nicht zuletzt deswegen habe ich mich für einen minimalistischen Lebensstil entschieden.
    LG!

    • Pia

      Aber das mit dem Darm und den Autoreifen …. brrrrrrrr!

  19. N.

    Hallo Pia,
    Upcycling ist was tolles, aber eben nicht für jedermann. Mich nervt es auch, dass man manchmal dafür Ewigkeiten etwas aufheben müsste, um dann etwas neues draus zu machen. Ich sehe die unendlichen Kisten Kleinkram, Perlen und Stickzeug meiner Mutter vor meinem inneren Auge und frage mich wirklich, ob sie all das Gesammelte bis zu Ihrem Tod aufbrauchen kann. Schätzungsweise eher nicht, denn sie droht mir jetzt schon, dass ich das mal erbe und dann „was schönes draus machen kann“… Wenn ich z.B. den Kapselschmuck aus N*espresso-Kapseln sehe, vergeht es mir auch. In meinen Augen sind die Kapseln sowieso nichts anderes als Umweltverschmutzung …und wirklich vermeidbar.

    LG N.

    • Pia

      Hallo N.,

      Nespresso ist in meinen Augen auch ein Beispiel dafür, wie dumm Menschen handeln könne, obwohl sie es besser wissen.

      Lg
      Pia

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