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22 Dinge, die ich in 3 Jahren Bloggen gelernt habe

Irgendwann in den nächsten Wochen müsste dieser Blog drei Jahre alt werden. So genau nehme ich es mit Daten nicht, deshalb gibt es schon heute meine ganz persönliche Liste der Dinge, die ich in drei Jahren Bloggen gelernt habe.

 

  1. Tipps von anderen bringen nur begrenzt was. Bloggen ist sehr individuell. Du kannst zwar ein Buch übers Bloggen lesen oder einen Kurs machen (habe ich auch getan), aber geh davon aus, dass nicht alle Tipps bei dir funktionieren. Du kannst nicht Punkt 1 bis 17 abhaken und dann hast du garantiert den größten Blog in deiner Nische. Du musst selber herausfinden, was deine Leser wollen.
  2. Inhalt ist wichtiger als Design.
  3. Habe Mut zur Imperfektion. Seit ich das aktuelle Template habe, möchte ich den „Continue Reading“-Button unter den Beiträgen auf der Startseite ins Deutsche übersetzen. Aber ich kriege das einfach nicht hin. In meinen Texten gibt es auch hin und wieder Rechtschreibfehler. So what?
  4. Listen-Posts gehen immer. Lassen sich ziemlich einfach schreiben und sind auch für den Leser super, da so schön übersichtlich.
  5. Du musst nicht blank ziehen, wenn du nicht willst. Dein Blog muss nicht dein ganzes Leben bis ins Detail widerspiegeln. Du brauchst auch nicht ständig Fotos von dir machen, wenn dir das unangenehm ist.
  6. Keep it simple: Je weniger Funktionen und Unterseiten, desto übersichtlicher ist der Blog.
  7. Besinne dich auf deine Stärken. Wenn du gut schreiben kannst, schreib. Wenn du tolle Fotos machst, zeig sie her. Wenn du zeichnen kannst, Videos drehst, Rezepte entwirfst oder sonstwas gut kannst, konzentrier dich da drauf
  8. Man muss nicht in jedem sozialen Netzwerk aktiv sein. Twitter hat sich mir bis heute noch nicht erschlossen, Google+ finde ich öde und vor Instagram und Snapchat habe ich Angst. Facebook hingegen finde ich super.
  9. Finde eine Post-Frequenz, die gut machbar ist, aber dich trotzdem fordert. Wenn dein Blog dich stresst, hast du bald keinen Bock mehr. Wenn du aber jedes Mal auf den Mußenkuss wartest, bevor du etwas schreibst, schreibst du nie etwas.
  10. Trau dich, deine Blogposts zu bewerben. Nicht wie frischen Fisch aufm Wochenmarkt, aber schon so, dass deine Leser erfahren, dass es etwas Neues gibt.
  11. Newsletter-Abonnenten sind deine treuesten Fans.
  12. Newsletter-Abonnenten freuen sich über Geschenke. Gestalte ein hübsches Freebie für sie und biete ihnen auch in deinen E-Mails immer wieder einen Mehrwert. Dafür mögen sie dich. Ihr habt also beide gewonnen. Ich habe auch schon eine Menge tolle Freebies bekommen und freue mich noch immer über die Newsletter dieser Blogger.
  13. Sag auch mal Nein. Du musst nicht alles mitmachen, nur weil dich jemand darum gebeten hat.
  14. Von einem Blog alleine kann man schlecht leben. Wenn du Bloggen also beruflich betreiben willst, musst du ein paar Produkte erstellen, die du dann auf dem Blog zeigen kannst. Oder du bietest deine Dienstleistungen an.
  15. Bannerwerbung ist hässlich. Außerdem könnte es passieren, dass deinen Lesern Anzeigen für osteuropäische Pornowebsites gezeigt werden, weil Google das für richtig hält. Du hast darauf keinen Einfluss. Bringt auch nicht viel ein, solange du nicht Zigtausende tägliche Besucher hast. Also lass es besser ganz sein.
  16. Kommentiere niemals bei anderen Blogs, nur um Backlinks zu bekommen. Das fällt immer auf.
  17. Guck nicht ständig auf deine Besucherzahlen oder die Größe deiner Newsletter-Liste. Das sagt überhaupt nichts aus. Lieber 100 echte Leser als 1000 Zufallsleser.
  18. Lass dir nicht von anderen einreden, was richtig ist oder falsch. Alles, was mit Amazon zu tun hat, halten einige Menschen zum Beispiel für des Teufels. Ohne Amazon gäbe es aber diesen Blog nicht, weil ich mir dann einen festen Job suchen müsste und das Bloggen wohl aus Zeit- und Lustmangel einstellen würde. Das musste ich für mich entscheiden, und so darfst du es auch bei deinem Blog gut. Du kannst daher auch diese Liste gerne in den Wind schießen und einfach dein eigenes Ding machen 😉
  19. Nimm Kritik nicht so persönlich. Schon ernst, aber eben nicht persönlich. Verbessere, wenn es etwas zu verbessern gibt. Ansonsten: Tief atmen und lächeln, du kannst sie nicht alle töten 😉
  20. Sei ehrlich. Tu nicht so, als wüsstest, könntest oder wärst du mehr, als du bist. Stell dein Licht nicht unter den Scheffel, aber mach deinen Lesern nicht weiß, dass du Experte auf was für einem Gebiet auch immer du bist, wenn du dich in Wahrheit gar nicht auskennst. Dann sag lieber ehrlich, dass du auch noch lernst und deine Leser auf diese Reise mitnehmen möchtest.
  21. Sag, was du denkst. Es ist DEIN Blog, also auch DEINE Spielwiese. Wer deine Meinung scheiße findet, kann sich entweder beschweren oder einen anderen Blog lesen. Natürlich solltest du dabei niemals rassistisch oder beleidigend oder sonstwie rechtlich und ethisch fragwürdig werden. Aber da wärst du sicher auch selber drauf gekommen.
  22. Bleib dran. Dranbleiben ist alles. Wenn du nach wenigen Monaten aufgibst, kannst du es auch gleich ganz sein lassen.

 
Bloggst du auch? Was hast du dabei gelernt? Kannst du meine Liste ergänzen oder gibt es einen Punkt, den du so gar nicht nachvollziehen kannst? Schreib es in die Kommentare!

 

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26 Kommentare

  1. Hey Pia,

    da muss ich dir doch in sehr vielen Punkten Recht geben! 🙂

    Punkt 1 hab ich auch besonders gemerkt grade, es ist auch nicht so, dass die Leser andere Wünsche haben, sondern auch, dass manches bei mir einfach nicht funktioniert! Und da lerne ich mich selbst immer besser kennen, bin aber noch lange nicht am Ende angekommen, denn ich funktioniere einfach nicht nach Schema F, ich muss meine eigenen Wege finden! 🙂

    Zu 3: Ich finde Rechtschreibfehler überhaupt nicht schlimm, so lange der Text nicht lieblos hingeklatscht aussieht! Ich weiß aus Erfahrung, dass man Fehler auch nach 3 mal Korrektur lesen, schon mal übersieht..

    Zu 8: Viele haben ein Problem, nicht von den Social Media los zu kommen, ich muss mich überreden Facebook überhaupt auf zu machen! Facebook ist toll für die Kommunikation und Netzwerken.. aber es gehört trotzdem bei mir zu den Dingen, die ich gerne vor mir her schiebe. Auf YouTube bin ich sehr aktiv, aber eher passiv, Snapchat mag ich, auf Instagram hab ich nur selten Lust und nutze es auch nur privat. Twitter, Google+, LinkedIn und was weiß ich sehe ich nie von innen. Ist mir einfach zu stressig.
    Pinterest ist mein Liebling. Da bin ich ganz gerne mal unterwegs, weil – Blogsuchmaschiene! Besser als Google, wenn man Inspiration sucht!

    Du siehst, da stehst du überhaupt nicht alleine! 🙂

    Bannerwerbung symbolisiert für mich: Kein Interesse daran, was der Leser denkt. Kann man machen, wenn man riesengroß ist, aber selbst dann wirkt es unprofessionell. Bei kleineren Blogs wirkt es einfach als hätte derjenige keine Ahnung und will nur schnell Geld (was er damit sicher nicht bekommt)

    Zu 16: Du meinst diese „Guter Artikel!“-Kommentare, ohne jede Meinung und aus denen nicht mal hervor geht, ob sie den Artikel überhaupt gelesen haben?^^
    Ich kommentiere auch viele Artikel, aber auch nur, wenn ich was dazu zu sagen habe. Und dann weil sich der Blogger über Kommentare freut. Ich kommentiere ja auch viel auf YouTube, obwohl ich da keine Backlinks von bekomme.

    20: Ich beschäftige mich seit etwa 10 Jahren intensiv mit Persönlichkeitsentwicklung und habe IMMER NOCH den Eindruck zu lernen. Wenn ich da „Experten“ sehe, die vor ein paar Monaten zufällig mal ein Buch gelesen haben.. weiß nicht, das ist eher lächerlich.

    Danke für deine Anregungen! 🙂

    Liebe Grüße,
    Ronja

    • Pia

      Hallo Ronja,

      Schön, dass du das ähnlich siehst wie ich.

      Ja, genau diese Kommentare meine ich. Oder solche von der Sorte: „Toller Text, ich habe dazu auch schon mal was geschrieben: Link“ Ich freue mich immer, wenn mich Leser in den Kommentaren auf andere interessante Texte hinweisen, auch wenn es die eigenen sind. Da setze ich auch gerne mal einen Link. Aber nur, wenn es nicht total doof rüberkommt.

      LG
      Pia

    • Pia

      Danke für den Tipp! Aber es funktioniert irgendwie nicht bei mir: „Warnung: Loco Translate will not work properly on this server’s operating system“
      Und da bin ich mit meinem Latein schon wieder am Ende…

  2. Sehr schöne Liste! Ich wollte nur anmerken, dass man die Pornowerbung bei Google aber durchaus abschalten kann. Es kann sich verschiedene Kategorien sperren, so dass man tatsächlich auch für den Leser interessante Werbung geschaltet bekommt 🙂

    • Pia

      Hallo Danielle,

      Oh, danke für den Hinweis, das wusste ich nicht. Wissen aber glaube ich auch eine Menge Leute nicht, die auf ihren Seiten Google-Werbung schalten 😉

      LG
      Pia

  3. Gabi

    Liebe Pia,
    ich bin keine Bloggerin, aber lese Deinen Blog und andere gerne. Zum Glück gelten viele Erkenntnisse und Regeln, die Du hier beschreibst, auch für das richtige Leben: dort will ich ebenfalls authentische Menschen, solche, die nicht nur mit dem Strom schwinmmen, Beharrlichkeit im Tun, die richtige Mischung aus Über- und Unterforderung, niemanden, der mehr Schein als Sein ist.

    Liebe Grüße und viel Inspiration für die kommenden drei Jahre

    Gabi

    • Pia

      Hallo Gabi,

      Schön, dass du das sagst. Wahrscheinlich ist es wirklich so, dass man sich im Internet einfach so verhalten sollte, wie man es auch im echten Leben tut. Also nicht Leute wahllos und niveaulos beleidigen, nicht so tun, als sei man jemand anderes, nicht betrügen, sich nicht ständig in den Vordergrund drängen, usw. Schade, dass das viele Menschen – vor allem in den sozialen Netzwerken – nicht begriffen haben und sich benehmen wie der letzte Hinterwäldler, weil sie glauben, sie seien anonym.

      LG
      Pia

  4. Sehe ich genau so! Außerdem finde ich das jedes Blog seine Berechtigung hat.

    • Pia

      Hallo Pooly,

      Das stimmt. Irgendwelche Gleichgesinnte, sprich Leser, wird es immer geben. Und wenn der Blogger noch Spaß am Schreiben hat, umso besser.

      LG
      Pia

  5. Hallo Pia,

    ein Punkt fehlt mir hier noch: Die meisten Leser sind die stillen. 🙂

    Von denen bekommt man nämlich meistens gar nichts mit – bis sie sich eines Tages vielleicht outen.

    Lieber Gruß,
    Philipp

    • Pia

      Hallo Philipp,

      Danke für die Ergänzung! Stimmt, nur wenige Leser zeigen sich mal. Aber ich finde das nicht schlimm. Jeder wie er will.

      LG
      Pia

  6. Hey Pia,
    erstmal herzlichen Glückswunsch zum 3-jährigen! 🙂
    An deinen Punkten liest man sehr gut raus, dass du authentisch bleibst und nicht alles mitmachst. Und genau darin liegt meiner Meinung nach der Erfolg begründet. Ich finde es übrigens unglaublich sympathisch, wenn das Design nicht perfekt ist, irgendwo kleine Rechtschreibfehler drin sind und ich find es auch okay, wenn man das Design innerhalb einer Woche dreimal wechselt. 🙂
    LG – Anja

    • Pia

      Hallo Anja,

      Danke! 🙂

      Macht ja auch Spaß, seinen Blog ab und zu zu pimpen. Ich bin dann auch immer wie im Fieber und freue mir nen Ast ab, wenn er hinterher in einem hübschen neuen Gewand erstrahlt 🙂

      LG
      Pia

  7. Glückwunsch zur 3!

    „Twitter hat sich mir bis heute noch nicht erschlossen, Google+ finde ich öde und vor Instagram und Snapchat habe ich Angst. Facebook hingegen finde ich super.“

    Kann ich so unterschreiben, wobei Angst schon ein hartes Wort ist! Eher Respekt vor dem Zeitaufwand…

    • Pia

      Hallo Florian,

      Ok, Angst ist vielleicht zu viel. Respekt bis Scheu, das wohl eher.

      LG
      Pia

  8. Hi Pia,

    ich blogge erst seit kurzem und finde deine Liste sehr beruhigend.
    Vor allem Punkt 8! 🙂 Ich dachte, ich müsste mich so langsam mal in die anderen Netzwerke aufmachen und finde es sehr sympathisch, dass auch andere Angst vor Instagram haben und mit Twitter nichts anfangen können!

    Danke dir!!
    Doro

  9. Hallo Pia!

    So lange wie Du bin ich noch nicht beim Bloggen, daher habe ich noch nicht alles für mich gefunden. Z. B. die richtige Beitragsfrequenz – nachdem sich beruflich etwas verändert hat, komme ich mit dem, was bisher gut gepasst hat, nicht mehr zurecht. Irgendwie ist alles auch am Blog ständig Veränderungen unterworfen und muss dem Leben und der eigenen Entwicklung angepasst werden.

    Das habe ich am meisten von allem gelernt.

    Herzlichen Glückwunsch zum Bloggeburtstag!

    lg
    Maria

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  14. Hi Pia,
    ich finde es super, dass du daran appellierst sein eigenes Ding zu machen. Ich habe auch vor kurzem mit meinem Blog angefangen und für mich war von Anfang an klar, dass ich es persönlich halten möchte und sinnvolle Tipps geben will. Da interessiert mich auch nicht, was man alles unbedingt machen sollte, um X, Y, Z zu erreichen. Bloggen ist etwas von einem Menschen persönlich gestaltetes für andere Menschen. Man kann Erfahrungen teilen und Erkenntnisse. Und wie du auch geschrieben hast: Imperfektion gehört zu so etwas persönlichem eben auch dazu :). Man sollte sich natürlich schon Mühe geben, aber es nicht übertreiben und sich selbst so nehmen wie man ist und eben auch schreibt.
    Liebe Grüße,
    Sarah

  15. Hallo,

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    Ich würde mich freuen, wenn ihr bei Gelegenheit auch einmal auf meinem Blog zum Thema Textilreinigung vorbeischauen würdet.

    Alles Liebe

    Herbert

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